{"id":895,"date":"2018-08-13T19:03:41","date_gmt":"2018-08-13T17:03:41","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/wildenachbarschaftgeo\/?page_id=895"},"modified":"2018-09-28T23:43:31","modified_gmt":"2018-09-28T21:43:31","slug":"stadtwald","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/wildenachbarschaftgeo\/wildnisbildungsstaetten\/stadtwald\/","title":{"rendered":"Stadtwald"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<h4>Beschreibung der Wildnisbildungsfl\u00e4che<\/h4>\n<p><strong>Gr\u00f6\u00dfe der Fl\u00e4che<\/strong><\/p>\n<p>Die D\u00f6lauer Heide hat eine Gesamtfl\u00e4chengr\u00f6\u00dfe von etwa 740 Hektar.<\/p>\n<p><strong>Lage<\/strong><\/p>\n<p>Der Stadtwald befindet sich im westlichen Stadtgebiet von Halle. Angrenzend finden sich die Stadtteile Lettin, Heide-Nord und D\u00f6lau (jeweils im Norden), Kr\u00f6llwitz (im Osten), Heide-S\u00fcd (im S\u00fcd-Osten) sowie Nietleben und Halle-Neustadt (im S\u00fcden). Das Dorf Lieskau liegt im Westen der D\u00f6lauer Heide.<\/p>\n<p><strong>Flora<\/strong><\/p>\n<p>Die D\u00f6lauer Heide kann \u00fcberwiegend als Mischwald bezeichnet werden. Vereinzelt sind Fl\u00e4chen mit Monokulturen (v. a. Kiefern) zu finden. Diese sind R\u00fcckst\u00e4nde einer Aufforstung Ende des 19. Jahrhunderts.<\/p>\n<p><strong>Fauna<\/strong><\/p>\n<p>Neben zahlreichen V\u00f6geln (Meisen, Spechte, Drosseln, Laubs\u00e4nger, Finken, Sperlinge, Greifv\u00f6gel, Eulen etc.) sind auch Rehe, Wildschweine, Hasen, F\u00fcchse, Marder, Eichh\u00f6rnchen, Blindschleichen und verschiedene Insekten in der D\u00f6lauer Heide zu finden.<\/p>\n<p><strong>Gew\u00e4sser<\/strong><\/p>\n<p>Gew\u00e4sser sind der Herthateich sowie der Rehteich, die tempor\u00e4r Wasser f\u00fchren.<\/p>\n<p><strong>Relief, Fl\u00e4chenbeschaffenheit<\/strong><\/p>\n<p>Die D\u00f6lauer Heide befindet sich auf terti\u00e4ren Ablagerungen und teilweise auf Buntsandstein. Die h\u00f6chste Erhebung ist der Bischofsberg mit 133 Metern, auf dessen Spitze ein Aussichtsturm, der Kolkturm, steht. Westlich davon ist mit 130 Metern H\u00f6he der Kellerberg zu finden.<\/p>\n<p><strong>Sichtbare menschliche Einfl\u00fcsse<\/strong><\/p>\n<p>Die D\u00f6lauer Heide ist durch befestigte Fahrradwege, sowie unbefestigte Waldwege erschlossen. Zudem sind noch vereinzelt Monokulturen, v. a. Kiefernw\u00e4lder, die noch seit Zeiten der Aufforstung bestehen, zu finden. Da die D\u00f6lauer Heide ein beliebtes Ausflugsziel ist, sind an einigen Waldwegen B\u00e4nke und H\u00fctten aufgestellt. Der auff\u00e4lligste menschliche Einfluss ist der \u00fcber die Baumwipfel hinausragende Kolkturm. Dieser dient als Aussichtsplattform und wurde in seiner heutigen Form in den 1970er-Jahren erbaut. An dessen Fu\u00df findet man au\u00dferdem einen Kinderspielplatz. Au\u00dferdem sind in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden M\u00fclleimer aufgestellt. Hinzu kommt, dass die Wege, H\u00fctten und Spielpl\u00e4tze regelm\u00e4\u00dfig gepflegt werden, sodass keine Verwilderung stattfindet.<\/p>\n<p><strong>Aktuelle\/ehemalige Nutzung<\/strong><\/p>\n<p>Die Heide hat sowohl eine Geschichte als Forstgebiet, als auch als Bergbaugebiet. Im Mittelalter wurde der Baumbestand als Brennmaterial zu Salzgewinnung genutzt. Im Laufe der Industrialisierung hat die Waldfl\u00e4che ebenfalls stark abgenommen. Im 19. Jahrhundert wurde im Westen der Heide Bergbau betrieben, wobei v. a. Braunkohle gef\u00f6rdert wurde. Zum Ende des 19. Jahrhunderts stieg der Stellenwert der Heide als Naherholungsgebiet.<\/p>\n<p><strong>Erreichbarkeit<\/strong><\/p>\n<p>Die D\u00f6lauer Heide ist gut an den \u00f6ffentlichen Nahverkehr angebunden und kann \u00fcber verschiedene Bus- und Stra\u00dfenbahnlinien erreicht werden. Au\u00dferdem sind Geh- und Radwege vorhanden.<\/p>\n<p><strong>Zivilisationsn\u00e4he<\/strong><\/p>\n<p>Die Heide ist wie bereits erw\u00e4hnt mit asphaltierten Fahrradwegen und unbefestigten Waldwegen erschlossen. Geb\u00e4ude finden sich nur vereinzelt (u.\u00a0a. Kolkturm).<\/p>\n<p><strong>Schutzstatus und ggf. daraus folgende Einschr\u00e4nkungen<\/strong><\/p>\n<p>Die D\u00f6lauer Heide ist das gr\u00f6\u00dfte Landschaftsschutzgebiet in der n\u00e4heren Umgebung Halles.\u00a0Aus den Regeln, die f\u00fcr Landschaftsschutzgebiete gelten, ergeben sich entsprechende Einschr\u00e4nkungen: Alle Handlungen, die zu einer Ver\u00e4nderung des Charakters des Gebietes f\u00fchren oder dem besonderen Schutzzweck widersprechen, sind verboten.<\/p>\n<p><strong>M\u00f6gliches Gefahrenpotenzial<\/strong><\/p>\n<p>Es ist kein besonderes Gefahrenpotenzial bekannt. Aufgrund der Gr\u00f6\u00dfe der Fl\u00e4che, die potentiell f\u00fcr Wildnisbildungsaktivit\u00e4ten genutzt werden kann, ist es m\u00f6glicherweise schwierig, den \u00dcberblick \u00fcber die Lerngruppe zu behalten.<\/p>\n<p><strong>M\u00f6glichkeit einer \u00dcbernachtung im Freien<\/strong><\/p>\n<p>Eine \u00dcbernachtung ist nicht m\u00f6glich, da es sich um ein Landschaftsschutzgebiet handelt.<\/p>\n<p><strong>Potenziale und Grenzen f\u00fcr Wildnisbildungsma\u00dfnahmen<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; Beschreibung der Wildnisbildungsfl\u00e4che Gr\u00f6\u00dfe der Fl\u00e4che Die D\u00f6lauer Heide hat eine Gesamtfl\u00e4chengr\u00f6\u00dfe von etwa 740 Hektar. Lage Der Stadtwald befindet sich im westlichen Stadtgebiet von Halle. Angrenzend finden sich die Stadtteile Lettin, Heide-Nord und D\u00f6lau (jeweils im Norden), Kr\u00f6llwitz (im Osten), Heide-S\u00fcd (im S\u00fcd-Osten) sowie Nietleben und Halle-Neustadt (im S\u00fcden). 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