Das Schulpraktikum im Ausland – Bericht über die Veranstaltung des Zentrums für Lehrerbildung und der Didaktik Biologie/Geographie zum „Dies Internationales“

Foto: Martin Lindner

Foto: Martin Lindner

Im Rahmen des „Dies Internationales“ luden das Zentrum für Lehrerbildung und Prof. Martin Lindner, Didaktik Biologie/Geografie, am 7. Mai unter dem Motto „Das Schulpraktikum im Ausland – Studierende des Lehramtes berichten über ihre Erfahrungen“ zu einer Informationsveranstaltung ein. Das Interesse an der Veranstaltung war  groß. Nach der  Eröffnung durch Prof. Lindner, berichteten insgesamt sechs Studentinnen von ihrem Auslandsaufenthalt und spannten den Bogen von Europa über Afrika bis nach Asien. Den Anfang machte Alexandra Marquardt, die ihr Schulpraktikum an einer deutschen Schule in Seoul absolvierte. Dort unterrichtete sie die Fächer Biologie und Chemie. Nachzulesen sind Ihre Eindrücke  hier:

Andrea Schlunke lehrte an einer der besten staatlichen Schule in Istanbul Biologie und Chemie. Hier arbeitete sie mit hochmotivierten und sehr engagierten Kindern und Jugendlichen, was ihr viel Freude bereitete, auch wenn es zuweilen anstrengend war. Im Lehrerkollegium fühlte sie sich gut aufgehoben und staunte über die jederzeit offen stehende Lehrerzimmertür. Die Studentinnen Sina Fischer, Natalie Hock und Annelie Klemm absolvierten ihr sechswöchiges Schulpraktikum in Pretoria, Südafrika. Neben dem Unterrichten an der deutschen Schule, auf deren Gelände sie auch wohnten, unterrichteten sie in den Townships. An den Wochenenden hatten sie Zeit zu reisen und erkundeten das Land. Franziska Helbig reiste für ihr Schulpraktikum nach Frankreich und unterrichtete in Buc, nahe Paris. Ebenso wie die anderen Studenteninnen schwärmt auch sie in ihrem Reisebericht von der Zeit im Ausland. An der deutschen Schule unterrichtete sie ebenfalls zweisprachig, deutsch und französisch, und war besonders von dem jungen Lehrerkollegium angetan.

Diesen Berichten schloss sich eine Gesprächsrunde an, in der sich die auslandserfahrenen Studentinnen, aber auch Frau Dr. Müller und Prof. Lindner den Fragen der Zuhörer stellten. Zunächst wurde besprochen, welche Finanzierungsmöglichkeiten es für einen Auslandsaufenthalt gibt. Wichtig ist:

  • beim DAAD können Fahrtkosten- und Aufenthaltskostenzuschuss beantragt werden
  • Praktikumsvorbereitungen sollten mindestens ein Jahr im Voraus begonnen werden
  • Stipendien sind Zuschüsse! Sie reichen nicht, um die Gesamtkosten des Aufenthaltes zu decken

In Bezug auf die formalen Anforderungen, die für ein Praktikum nötig sind, ist wichtig:

  • Eines der beiden Schulpraktika kann im Ausland absolviert werden, das andere muss in Sachsen-Anhalt stattfinden.
  • Dem ZLB ist es wichtig, das die Studierenden Erfahrungen im Ausland sammeln und unterstütz sie in jeder Hinsicht, insbesondere in Fragen der Leistungsanrechung.
  • Auch für das Lehramt an Förderschulen ist es möglich, ein Schulpraktikum im Ausland zu absolvieren, vorausgesetzt, die Schule verfügt über die zu studierden Grund- oder Sekundarschulfächer.
  • Ein Praktikum, das länger als sechs Wochen andauert, ist prinzipiell möglich, dafür müsste jedoch ein Urlaubssemester beantragt werden.

Wichtig bei all diesen Überlegungen ist natürlich, wie finde ich eine Praktikumsschule? Am einfachsten ist es, wenn das Praktikum an einer Schule absolviert wird, mit der die Universität eine Partnerschaft pflegt.

Darüber hinaus ist es möglich, sich selbständig eine Schule im Land seiner Wahl zu suchen. Dies ist zwar mit höherem Aufwand verbunden, erlaubt aber, sich die Schule vollkommen frei zu wählen.

Eine Übersicht über alle Formalitäten gibt es hier:

Sollten Sie sich für ein Schulpraktikum im Ausland interessieren, steht Ihnen das ZLB  jederzeit zur Verfügung!

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