{"id":68,"date":"2022-03-03T15:27:40","date_gmt":"2022-03-03T14:27:40","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/zsbblog\/?p=68"},"modified":"2022-05-20T08:39:13","modified_gmt":"2022-05-20T06:39:13","slug":"rezension-vampire-fiction","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/zsbblog\/rezension-vampire-fiction\/","title":{"rendered":"Rezension: Girls in Contemporary Vampire Fiction"},"content":{"rendered":"\n<span id=\"Agnieszka_Stasiewicz-Biekowska._Girls_In_Contemporary_Vampire_Fiction._Cham_Switzerland:_Palgrave_Macmillan_2021_277.\"><h2>Agnieszka Stasiewicz-Bie\u0144kowska. <em>Girls In Contemporary Vampire Fiction<\/em>. Cham, Switzerland: Palgrave Macmillan, 2021, 277.<\/h2><\/span>\n\n\n\n<p><em>Marie-Theres<\/em> Gebhardt<\/p>\n\n\n\n<p>Mit <em>Buffy, die Vampirj\u00e4gerin<\/em> (1997\u20132001), <em>The Vampire Diaries<\/em> (2009\u20132017) oder Stephanie Meyers <em>Twilight<\/em>-Saga (2005\u20132008) ist die Figur des Vampirs l\u00e4ngst in der Gegenwart angekommen und scheint insbesondere junge Frauen anzusprechen. Verschiedene Studien, darunter Mia Franck (2013) und Byron und Deans (2014), f\u00fchren die Faszination junger weiblicher Heranwachsender an der Figur des Vampirs, der seinerseits als Metapher f\u00fcr Adoleszenz verstanden werden kann, auf dessen F\u00e4higkeit zur\u00fcck, deren \u00c4ngste und Hoffnungen zu adressieren, w\u00e4hrend sie sich zwischen den Herausforderungen des Erwachsenwerdens und ihrer Suche nach Autonomie, Identit\u00e4t und Zugeh\u00f6rigkeit zurechtzufinden versuchen. Die weiblichen Heldinnen der Vampir-Fiktion bilden dabei Identifikationsfiguren f\u00fcr junge Frauen und k\u00f6nnen einen entsprechenden Einfluss auf deren mentale Entwicklung im Verlauf des Heranwachsens nehmen. Entsprechend birgt die Analyse vampirischer Heldinnen das Potenzial, Einblicke in die mentalen Dispositionen junger Frauen in westlichen Kulturkreisen zu er\u00f6ffnen, und sollte daher f\u00fcr verschiedene geistes- wie auch erziehungswissenschaftliche Disziplinen von Interesse sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Der literarische Vampir ist bereits aus einer Vielzahl verschiedener Perspektiven erforscht worden. An junge Erwachsene gerichtete Vampirliteratur blieb jedoch lange Zeit von der Forschung unber\u00fccksichtigt, obwohl ihr mittlerweile ein entscheidender Beitrag am Wandel des Vampirs von einer Horror- und Schauerfigur zum einem literarischen Helden und idealisierten romantischen Partner zugeschrieben wird. Deborah Wilson Overstreets <em>Not Your Mother\u2019s Vampire: Vampires in Young Adult Fiction<\/em> (2006) \u2013 worin sie sich mit der Darstellung von Menschen und Vampiren in \u00fcber 20 Young-Adult-Vampir-Romanen, \u00fcberwiegend aus den 1990er Jahren befasst \u2013 blieb lange Zeit die einzige einschl\u00e4gige Studie zu dem Thema, bevor Vampirliteratur f\u00fcr junge Erwachsene mit Sam Georges und Bill Hughes\u2019 editiertem Sammelband <em>Open Graves, Open Minds: Representations of Vampires and the Undead from the Enlightenment to the Present Day<\/em> im Jahr 2013 erstmalig weitgehende Anerkennung in der Forschung erfuhr. Auch in der zunehmenden Zahl von Studien zur Repr\u00e4sentation von jungen Frauen in dystopischen, fantastischen oder mythologischen Young-Adult-Romanen blieben vampirische Heldinnen bisher unber\u00fccksichtigt. Studien wie June Pulliams <em>Monstrous Bodies: Feminine Power in Young Adult Horror Fiction<\/em> (2014) befassen sich vornehmlich mit Teenagerinnen als Geistern, Werw\u00f6lfen oder Hexen und betonen, dass Frauen in Vampir-Romanen \u00fcberwiegend menschlich sind, w\u00e4hrend der \u00fcbernat\u00fcrliche Part den m\u00e4nnlichen Protagonisten vorbehalten bleibt. Die Politikwissenschaftlerin Agnieszka Stasiewicz-Bie\u0144kowska betritt mit <em>Girls in Contemporary Vampire Fiction<\/em> (2021) und ihrem Forschungsinteresse an der vampirischen Protagonistin in an Teenagerinnen adressierten Romanen daher weitgehend Neuland.<\/p>\n\n\n\n<p>Entsprechend ihres Interesses an der Verflechtung von Vampir-Sein und Teenagerin-Sein fokussiert Stasiewicz-Bie\u0144kowska ihre Analysen auf vier Romanserien, deren Heldinnen Vampire oder Halbvampire sind oder zumindest das f\u00fcr Vampirromane stereotype Muster des verwundbaren, hilfsbed\u00fcrftigen M\u00e4dchens, welches sich in den machtvollen, es &nbsp;besch\u00fctzenden m\u00e4nnlichen Vampir verliebt, herausfordern. Der engere Korpus Stasiewicz-Bie\u0144kowskas besteht dabei aus P.C. und Kristen Casts <em>House of Night<\/em> (2009 \u2013 2014) und deren Fortsetzung <em>House of Night: Other World<\/em> (ab 2017) sowie Richelle Meads <em>Vampire Academy<\/em> (2007 \u2013 2010) und deren Fortsetzung <em>Bloodlines<\/em> (2011 \u2013 2015) \u2013 Romanserien, die sich in den letzten Jahren gro\u00dfer Beliebtheit sowie einer wachsenden Fangemeinde erfreuten. Ihren auf den Inhalt der Romane fokussierten Analysen voran geht ein \u00dcberblick \u00fcber einschl\u00e4gige Forschung aus Kulturwissenschaft, Soziologie, Gender Studies. \u00dcberdies erg\u00e4nzt sie ihre Analysen durch Forschungsergebnisse zu bereits untersuchter Vampir-Fiktion, insbesondere der bereits vielfach analysierten <em>Twilight<\/em>-Saga und der TV-Serien <em>The Vampire Diaries<\/em> und <em>Buffy<\/em>, und hebt so einerseits die Komplexit\u00e4t des Genres, andererseits den Bruch, den die von ihr ausgew\u00e4hlten Romanserien mit Genremustern (zumindest teilweise) vollziehen besonders hervor. Ihre Ergebnisse bindet sie schlie\u00dflich in den kulturwissenschaftlichen Forschungskontext ein, sodass eine aussagekr\u00e4ftige Darstellung der kulturellen Bedeutung vampirischer Heldinnen in Young-Adult-Fiktion in der Formung von Denkmustern entsteht.<\/p>\n\n\n\n<p>Im ersten Kapitel <em>Vampire Fiction, Girls and Shame: Introduction<\/em> begr\u00fcndet Stasiewicz-Bie\u0144kowska ihr Forschungsinteresse und stellt eine detaillierte \u00dcbersicht \u00fcber bisher existierende Forschung zu Young-Adult-Vampir-Fiktion zusammen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das zweite Kapitel <em>Writing (on) Girls\u2019 Bodies: Vampires and Embodied Girlhood<\/em> befasst sich mit den K\u00f6rpern der literarischen Heldinnen. Ausgangspunkt der Analysen bildet die Beobachtung, dass der vampirische K\u00f6rper westliche Sch\u00f6nheitsideale von Makellosigkeit und ewiger Jugend repr\u00e4sentiert &#8211; und so gesellschaftliche Erwartungen an die K\u00f6rper junger Frauen widerspiegelt. Neben der Bedeutung von T\u00e4towierungen als Markierung einer Zugeh\u00f6rigkeit zu einer bestimmten Gruppe wie auch als Zeichen weiblicher Emanzipation thematisiert Stasiewicz-Bie\u0144kowska vor allem die Darstellung westlicher Sch\u00f6nheitsideale wie Schlankheit, Makellosigkeit und Jugend durch die K\u00f6rper der Protagonistinnen, ihre Rolle als Konsumentinnen und die Bedeutung von Mode in der Identit\u00e4tsfindung und Identifizierung mit bestimmten Gruppen. Besonders deutlich zeigen die Analysen, dass unrealistische K\u00f6rperideale in den untersuchten Romanen weitgehend beibehalten und reproduziert werden. In diesem Zusammenhang weist Stasiewicz-Bie\u0144kowska auf eine \u00d6ffnung des Genres f\u00fcr die Thematisierung der Auswirkungen unrealistischer K\u00f6rperideale auf die Psyche junger Frauen hin, wobei sich Richelle Meads <em>Vampire Academy<\/em> und <em>Bloodlines<\/em> st\u00e4rker darin zeigen als P.C. und Kristen Casts <em>House of Night<\/em> und <em>House of Night: Other Worlds<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p>Im dritten Kapitel <em>A Love So Strong that It Aches: (Re-)Writing Vampire Romance<\/em> liegt der Fokus auf der Darstellung romantischer Beziehungen in Young-Adult-Vampir-Romanen, wobei sich durch die Analysen die Ambivalenz zwischen versuchtem Bruch mit genretypischen Erz\u00e4hlmustern und deren Verst\u00e4rkung offenbart. So werden Klischees wie das der Vorherbestimmtheit oder Seelenverwandtschaft, nach dem es nur einen perfekten Partner f\u00fcr jede Person gibt, in den untersuchten Romanen weitgehend verworfen. Gleichzeitig weisen die Analysen darauf hin, dass verschiedene gesellschaftliche Normen, wie beispielsweise die der monogam-heterosexuellen Beziehung, verst\u00e4rkt werden. So zeigt Stasiewicz-Bie\u0144kowska, dass \u2013 trotz Akzeptanz von Homosexualit\u00e4t durch die Figuren \u2013 homosexuelle Paare lediglich am Rande existieren und gr\u00f6\u00dftenteils stereotyp besetzt sind. Auch der Versuch P.C. und Kristen Casts polygame Beziehungen in der matriarchalen Gesellschaft des <em>House of Night<\/em>-Universums als eine M\u00f6glichkeit, gl\u00fcckliche Beziehungen zu f\u00fchren, zu etablieren, weist diese Beziehungsform als nicht langfristig funktional aus, sodass monogam-heterosexuelle Beziehungen in den Romanen letztendlich als chancenreichste Form einer gl\u00fccklichen Beziehung pr\u00e4sentiert werden. Besonders interessant ist in diesem Zusammenhang auch der Einbezug der Reaktionen der Fangemeinde auf die polygamen Beziehungen der weiblichen Charaktere in <em>House of Night<\/em>, aus denen Stasiewicz-Bie\u0144kowska die gesellschaftlichen Doppelstandards aussagekr\u00e4ftig herausarbeitet.<\/p>\n\n\n\n<p>Daran ankn\u00fcpfend befasst sich das vierte Kapitel <em>Pangs of Pleasure, Pangs of Guilt: Girls, Sexuality and Desire<\/em> mit der Darstellung junger Frauen und der Entdeckung ihrer Sexualit\u00e4t. Wie auch im dritten Kapitel ist die Ambivalenz zwischen einem Versuch, mit Stereotypen und Denkmustern zu brechen, und deren Aufrechterhaltung in den untersuchten Romanserien durch Stasiewicz-Bie\u0144kowskas Ausf\u00fchrungen unverkennbar. So hebt die Autorin einerseits die starke Gewichtung gegenseitigen Einverst\u00e4ndnisses zu sexuellen Handlungen sowie die Pr\u00e4sentation junger Frauen, die offen und selbstbewusst mit ihrer Sexualit\u00e4t umgehen, positiv hervor. Andererseits weisen die Analysen auf eine starke Betonung der Unterdr\u00fcckung weiblicher Sexualit\u00e4t als Ausdruck weiblicher Tugend hin. Ebenso zeigt die Autorin wie der weibliche Umgang mit Sexualit\u00e4t in der Praxis des Slut-Shamings mit charakterlicher Schw\u00e4che verkn\u00fcpft und dieses Denkmuster in Young-Adult-Vampir-Fiktion \u2013 hier insbesondere in <em>House of Night<\/em> \u2013 reproduziert wird. Die Analysen in diesem Kapitel offenbaren entsprechend eindeutig, dass der weibliche Umgang mit Sexualit\u00e4t weiterhin mit tiefgreifenden gesellschaftlichen Tabus verbunden ist, deren Aufl\u00f6sung auch in der Literatur nur langsam vollzogen wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Ebenfalls bezeichnend sind Stasiewicz-Bie\u0144kowskas Ausf\u00fchrungen zur Darstellung von Gewalt gegen und Vergewaltigung von Frauen in Vampir-Fiktion in Kapitel 5 <em>Save Your Butt from Getting Raped: Girls, Vampires, Violence<\/em>. In diesem Kapitel bindet die Autorin Analysen zur <em>Twilight<\/em>-Saga und der TV-Serie <em>The Vampire Diaries<\/em> verst\u00e4rkt ein und verdeutlicht, dass sich Vampir-Fiktion in erschreckender H\u00e4ufigkeit des Motivs der Beziehung zwischen einem Gewaltt\u00e4ter und dessen Opfer bedient, wobei der m\u00e4nnliche Vampir die Rolle des Aggressors einnimmt, w\u00e4hrend die weibliche (meist menschliche) Protagonistin in die Rolle des von ihm abh\u00e4ngigen Opfers gedr\u00e4ngt wird und die Aufgabe zugeschrieben bekommt, das Monster zu z\u00e4hmen. Belohnt wird sie schlie\u00dflich mit einem gel\u00e4uterten Gewaltt\u00e4ter, der ihr nicht nur ein materiell besseres Leben als zuvor bietet sondern zus\u00e4tzlich als ihre einzig wahre Liebe in Erscheinung tritt \u2013 ein Schema, das jungen Leserinnen die Botschaft vermittelt, Frauen h\u00e4tten m\u00e4nnliche Gewalt zu akzeptieren, gar gewaltt\u00e4tige M\u00e4nner vor sich selbst zu retten, ihnen anschlie\u00dfend zu vergeben und sie zu lieben.<\/p>\n\n\n\n<p>In ihrer weiteren Analyse zeigt Stasiewicz-Bie\u0144kowska allerdings, dass sich sowohl <em>House of Night<\/em>, <em>House of Night: Other Worlds<\/em>, <em>Vampire Academy<\/em> als auch <em>Bloodlines<\/em> deutlich von diesem Erz\u00e4hlschema abgrenzen. In diesem Zusammenhang beleuchtet sie die Metapher des vampirischen Blutkonsums sowie die Darstellung von physischer und psychischer Gewalt gegen junge Frauen, das daraus entstehenden Trauma und den Umgang der Opfer mit diesem und hebt dabei besonders die Emanzipation der Protagonistinnen hervor. Zugleich verdeutlichen Stasiewicz-Bie\u0144kowskas Analysen die Problematik der Erkl\u00e4rungsmythen f\u00fcr Gewalttaten von M\u00e4nnern gegen Frauen, welche trotz starker Abgrenzung der Romane von benanntem Erz\u00e4hlschema nicht vollst\u00e4ndig verschwinden, sodass auch dieses Kapitel die sich bereits in den vorangegangenen Kapiteln abzeichnende Schwierigkeit, mit etablierten Denkmustern zu brechen, best\u00e4tigt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Im sechsten Kapitel <em>Biting into Books: Supernatural Schoolgirls and Academic Performance<\/em> ihres Buches widmet sich Stasiewicz-Bie\u0144kowska den Themen Schule und Unterricht in Young-Adult-Vampir-Fiktion. Ihre Analysen heben dabei die Pr\u00e4gung der Bildungsthematik durch Stereotype hervor, welche besonders am F\u00e4cherkanon der Vampirschulen, die auf geisteswissenschaftlich-k\u00fcnstlerische Bereiche ausgelegt sind, sowie an der Differenzierung zwischen m\u00e4nnlicher Bildung als Ergebnis eigener F\u00e4higkeiten und weiblicher Bildung als Geschenk h\u00f6herer M\u00e4chte \u2013 insbesondere in <em>House of Night<\/em> \u2013, deutlich wird. Besonders stellt die Autorin in diesem Kapitel die Bedeutung der Protagonistinnen als Identifikationsfiguren f\u00fcr junge Leserinnen heraus und kritisiert den Mangel an naturwissenschaftlich interessierten weiblichen Charakteren.<\/p>\n\n\n\n<p>In ihrer <em>Conclusion<\/em> widmet sich Stasiewicz-Bie\u0144kowska der Bedeutung literarischer Narrative als M\u00f6glichkeit zur Beeinflussung gesellschaftlicher Denkmuster. Dabei rekapituliert sie ihre Analysen und kommentiert ihre Ergebnisse im Hinblick auf deren gesellschaftlich-kulturelle Bedeutung. Sie weist \u00fcberdies erneut auf die Komplexit\u00e4t des Genres Vampir-Fiktion in der Gegenwart hin und konstatiert, dass dieses einerseits Genderstereotype stark reproduzierte, die in <em>Girls in Contemporary Vampire Fiction<\/em> analysierten Werke jedoch auf einen Wandel innerhalb des Genres hindeutete und jungen Leserinnen neue Sichtweisen auf Weiblichkeit und Frau-Sein er\u00f6ffnen. In diesem Zusammenhang betont sie die Bedeutung der Darstellung der weiblichen Heldinnen als aktiv Handelnde, die ihre eigene Geschichte schreiben und erz\u00e4hlen. Stasiewicz-Bie\u0144kowska gelingt es in beeindruckender Weise, einen \u00fcbersichtlichen und zugleich ausf\u00fchrlichen Einstieg in die Thematik vampirischer Heldinnen in Young-Adult-Fiktion darzubieten. Besonders gelungen erscheint dabei die Einbindung kulturwissenschaftlicher Forschung in die Roman-Analysen. So stechen besonders die Verkn\u00fcpfungen zu Studien auf den Gebieten der Gender Studies hervor und verdeutlichen die Komplexit\u00e4t und Ambivalenz der sich in der Literatur widerspiegelnden Denkmuster \u00fcber Weiblichkeit und Teenagerin-Sein in der westlichen Welt. Stasiewicz-Bie\u0144kowska zeigt dabei auf, inwiefern literarische Vampire verschiedene gesellschaftliche Stereotype forcieren und zum Erhalt patriarchaler Gesellschaftsstrukturen beitragen k\u00f6nnen. Gleichzeitig verdeutlichen ihre Analysen gegenw\u00e4rtige Entwicklungen im untersuchten Genre und offenbaren Tendenzen, innerhalb derer versucht wird mit bekannten Denkmustern zu brechen, sodass die Autorin zu dem Ergebnis kommt, dass vampirische Heldinnen das Potenzial bergen, jungen Frauen die M\u00f6glichkeit zu er\u00f6ffnen, g\u00e4ngige Narrative und Denkmuster zu hinterfragen und neu zu definieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Agnieszka Stasiewicz-Bie\u0144kowska. Girls In Contemporary Vampire Fiction. 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