{"id":416,"date":"2024-11-26T21:00:40","date_gmt":"2024-11-26T20:00:40","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/zsbblog2024\/?p=416"},"modified":"2024-12-04T13:22:39","modified_gmt":"2024-12-04T12:22:39","slug":"gabriel_jugendsprache_morningshows","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/zsbblog2024\/gabriel_jugendsprache_morningshows\/","title":{"rendered":"Das nice, Digger! Jugendsprache in Morning Shows &#8211; Angelique Gabriel"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-cover alignwide has-background-dim-20 has-background-dim is-position-center-center\" style=\"background-image:url(https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/zsbblog2024\/files\/2024\/09\/Singer_broadcasting_using_a_glow_transmitter_-_St._Nicholas_Magazine.jpg);background-position:40% 26%;min-height:375px\"><div class=\"wp-block-cover__inner-container\">\n<p class=\"has-text-align-center has-text-color\" style=\"line-height:1.1;font-size:50px;color:#fffffa\"><strong>I told you! Das nice, Digger!<\/strong><em><br>Stilistische und syntaktische Analyse von Three-Element-Breaks in den Morning Shows der Radiosender MDR Sputnik, Fritz und Energy Sachsen\n<\/em><\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\n\n\n<div class=\"page\" title=\"Page 7\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<p style=\"text-align: center\"><em>\u00bbEin gro\u00dfer Teil dessen, was wir von anderen Menschen wissen, ist sprachlich vermittelt: \u00dcber Gespr\u00e4che, H\u00f6rfunk- und Fernsehbeitr\u00e4ge oder durch B\u00fccher, Zeitungen und Zeitschriften.\u00ab (Fr\u00fch 1992: 59)<\/em><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\n\n\n\n<div style=\"text-align: justify\">\n<p class=\"has-drop-cap\">\n\nDer private H\u00f6rfunk hat seit jeher eine besondere Rolle in der Unterhaltungsbranche eingenommen.\nInsbesondere die Morning Shows der Radiosender haben sich als beliebte Formate etabliert, um die\nH\u00f6rer:innen mit Musik, Nachrichten und Unterhaltung in den fr\u00fchen Morgenstunden zu begleiten.\nVor allem die Zwischenmoderationen tragen entscheidend zu Informationsvermittlung und\nUnterhaltung bei. Im Zeitalter der modernen Medien stellt sich aber durchaus die Frage, wie der\nH\u00f6rfunk als vermeintlich veraltetes Medium es schafft, auch ein junges Publikum anzusprechen. Die\nNutzung von Humor in den Zwischenmoderationen und die lockere Umgangsform der\nModerator:innen mit der H\u00f6rerschaft mag eine Antwort darauf sein. Welche sprachlichen\nBesonderheiten sind es aber nun, die dazu beitragen, eine Radiomoderation humorvoll und frisch\naufzuarbeiten, sodass der H\u00f6rfunk auch f\u00fcr ein junges Publikum attraktiv und ansprechend gestaltet\nwird?\n<\/p>\n\n<p>Zur Beantwortung dieser Frage, der im Folgenden nachgegangen wird, sollen die\nZwischenmoderationen in den Morning Shows der Radiosender <i>MDR Sputnik<\/i>, <i>Fritz<\/i> und <i>Energy\nSachsen<\/i> untersucht werden. Ziel ist es, eine stilistische und syntaktische Analyse dieser Moderationen\ndurchzuf\u00fchren und dabei insbesondere die Erzeugung von Humor im H\u00f6rfunk durch die Nutzung von\nJugendsprache n\u00e4her zu beleuchten. Es soll aufgezeigt werden, welche Merkmale der Jugendsprache\ndazu beitragen, humorvolle Effekte bei der H\u00f6rerschaft zu erzielen, um Aktualit\u00e4t und\nWiedererkennung zu leisten.\n<\/p>\n\n<p>Die Radiosender <i>MDR Sputnik<\/i>, <i>Fritz<\/i> und <i>Energy Sachsen<\/i> wurden ausgew\u00e4hlt, da diese bei jungen Erwachsenen besonders beliebt und erfolgreich sind. Zudem haben sich diese drei Sender durch ihre\nModerationen und deren individuellen Stil einen Namen gemacht. Kennzeichnend f\u00fcr Morning\nShows ist ein dialogisches Sprechen einer weiblichen Moderatorin und eines m\u00e4nnlichen Moderators.\nWas die Materialbasis angeht, so wurden die Zwischenmoderationen der drei Sender\neigenh\u00e4ndig aufgezeichnet und transkribiert. Es\nliegen jeweils zwei Zwischenmoderationen von jedem Sender vor, sodass insgesamt sechs Analysetexte genutzt werden konnten.\n<\/p>\n\n<h2>Radiomoderation im Dualen Rundfunk\n<\/h2>\n\n<p class=\"has-drop-cap\">Die Bedeutung des H\u00f6rfunks und die Funktion von Radiomoderationen sind nicht zu untersch\u00e4tzen.\nRadiomoderationen spielen eine wichtige Rolle im aus \u00f6ffentlich-rechtlichen wie auch privaten\nSendern bestehenden dualen Rundfunksystem. Die \u00f6ffentlich-rechtlichen Sender haben in der Regel\nden Auftrag, einen umfassenden Informationsauftrag zu erf\u00fcllen, Bildungsprogramme anzubieten\nund kulturelle Inhalte zu f\u00f6rdern. Sie finanzieren sich oft \u00fcber Rundfunkgeb\u00fchren oder Steuergelder\nund sind unabh\u00e4ngig von kommerziellen Interessen. Die privaten Sender hingegen sind in erster Linie\nauf Gewinnerzielung ausgerichtet und finanzieren sich \u00fcber Werbung und Sponsoring. Sie bieten oft\nein breites Unterhaltungsprogramm an und konkurrieren mit den \u00f6ffentlich-rechtlichen Sendern um\nRezipient:innen und Werbekunden. Das duale Rundfunksystem soll sicherstellen, dass sowohl\n\u00f6ffentlich-rechtliche als auch private Sender existieren, die verschiedene Interessen und Bed\u00fcrfnisse\nder Zuschauer abdecken. Es erm\u00f6glicht eine Vielfalt an Programminhalten und Meinungen und\nf\u00f6rdert den Wettbewerb zwischen den verschiedenen Rundfunkanstalten (vgl. Bernd-Peter 1999).\n<\/p>\n\n<p>Die Radiomoderationen, also die Gespr\u00e4che und Kommentare, die ein Moderator oder eine\nModeratorin w\u00e4hrend einer Radiosendung f\u00fchrt, sind dabei dem jeweiligen Programm angepasst. Sie\ndienen dazu, die H\u00f6rer:innen durch das Programm zu leiten, Informationen zu vermitteln, Musiktitel\nanzuk\u00fcndigen, Interviews zu f\u00fchren und die Stimmung der Sendung zu gestalten. Radiomoderationen\nk\u00f6nnen live oder vorab aufgezeichnet und je nach Format und Zielgruppe des Radiosenders\nunterschiedlich gestaltet sein (vgl. Troesser 1986).\n<\/p>\n\n<p>Trotz der Programmvielfalt zeichnen sich die einzelnen Sender durch ein fixes Format und ein\nbest\u00e4ndiges Profil aus: Durch die zu jeder Zeit gleiche Basisstrukturierung wissen die H\u00f6rer:innen\nbeim Einschalten immer sofort, was f\u00fcr ein Programm der jeweilige Sender vorgibt, bspw. Musik,\nKultur, Sport, Wirtschaft (vgl. Bernd-Peter 1999). Hauptelement des H\u00f6rfunks ist seit Jahrzehnten\ndie Musik. Sie kann daf\u00fcr genutzt werden, um eine Moderation einzuleiten oder zu beenden, um eine\nbestimmte Stimmung zu erzeugen oder einen \u00dcbergang zu markieren; sie bietet Abwechslung und\nkann dazu beitragen, dass sich die H\u00f6rer:innen wohlf\u00fchlen und l\u00e4nger am Radio bleiben oder sich\nspeziell f\u00fcr das Radioh\u00f6ren entscheiden. Das Radioprogramm muss seine H\u00f6rer:innen dort abholen,\nwo sie sich gerade befinden, denn h\u00e4ufig ist das Radioh\u00f6ren nur eine T\u00e4tigkeit neben einer anderen\n(vgl. Bernd-Peter 1999).\n<\/p>\n\n<p>Musik kann dazu beitragen, dass sich H\u00f6rer:innen mit einem bestimmten Radiosender identifizieren,\ndenn Radiosender w\u00e4hlen bestimmte Musikgenres oder -stile, die zu ihrem Image und ihrer\nZielgruppe passen. Mit der Einf\u00fchrung eines festen Formats lassen sich Radiosender in verschiedene\nFormatkategorien einteilen. Die besondere \u00bbMusik-Moderation ist vom Format der Programme\nabh\u00e4ngig\u00ab (Neu 2004: 192). So spricht etwa das DOM-Format (deutsch-orientiert-melodi\u00f6s) mit\ndeutscher Unterhaltungsmusik der letzten 30 Jahre, meist Schlager oder Volksmusik, die\nAltersgruppe der Best Ager an und zeichnet sich durch eine \u203aSie\u2039-H\u00f6reransprache aus; ein Beispiel\nw\u00e4re der Sender <i>WDR4<\/i>. Das AC-Format (Adult-Contemporary) bietet zeitgen\u00f6ssische, meist\ninternationale Popmusik der letzten 20 Jahre f\u00fcr die Altersklasse bis 49 Jahre. Als Sonderform kann\nnoch das HOT AC-Format mit j\u00fcngerer Zielgruppe (<i>MDR JUMP<\/i>, <i>BB Radio<\/i>), das SOFT AC-Format\nmit Fokus auf Softrock und Balladen (<i>Radio Brocken<\/i>, <i>Hitradio<\/i>) und das Oldie Based AC-Format f\u00fcr 40 bis 49-J\u00e4hrige mit dem Schwerpunkt Charthits der 60er, 70er und 80er Jahre (<i>MDR Sachsen-\nAnhalt<\/i>) unterschieden werden. Das EHR-Format (European Hit Radio) findet sich h\u00e4ufig bei\nJugendradios wieder und spielt neben Popmusik auch Rap, HipHop, Soul, Techno und House. Nicht\nselten ist dieses Format auch als CHR (Contemporary Hit Radio) bekannt. Die drei f\u00fcr die Analyse\nausgew\u00e4hlten Radiosender <i>MDR Sputnik<\/i>, <i>Energy Sachsen<\/i> und <i>Fritz Radio<\/i> ordnen sich diesem\nFormat zu (vgl. Waisen 2008).\n<\/p>\n\n<p>Mit der Auswahl der Musik k\u00f6nnen Sender ihre Identit\u00e4t und ihren Charakter pr\u00e4sentieren. Sie ist f\u00fcr\ndie meisten H\u00f6rer:innen der Hauptbeweggrund ein Begleitprogramm zu h\u00f6ren. Junge Leute schalten\ndas Radio zu 80% wegen der Musik ein und w\u00e4hlen einen Sender entsprechend der Musikfarbe, die\nkonsequent eingehalten wird (vgl. Waisen 2008). Im Zeitalter von Spotify, Apple Music und\nYouTube etc. stellt sich die Frage, ob und warum junge Leute \u00fcberhaupt Radio h\u00f6ren. Die j\u00e4hrlich\ndurchgef\u00fchrte JIM-Studie des Medienp\u00e4dagogischen Forschungsverbund S\u00fcdwest (mpfs) zeigt in\nihrer Basisuntersuchung zum Medienumgang 12- bis 19-J\u00e4hriger von 2023, dass die Nutzung des\nH\u00f6rfunks auch bei jungen Menschen in den letzten Jahren konstant geblieben ist. 58% der\nJugendlichen h\u00f6rten im Jahr 2023 regelm\u00e4\u00dfig Radio als Zugangsweg zu Musik, Nachrichten und\nweiteren Inhalten (2022: 57%, 2021: 58%, 2020: 58%) (vgl. Mpfs 2023). Die Nutzungssituation steht\nmit gro\u00dfer Wahrscheinlichkeit in Verbindung mit derjenigen der Eltern oder anderer Verwandter.\n73% der Studienteilnehmenden haben den H\u00f6rfunk \u00fcber das Autoradio genutzt, gefolgt von\nRadioger\u00e4ten zu Hause mit 56%. 27% h\u00f6rten Radio \u00fcber ihr Handy, jede:r F\u00fcnfte \u00fcber einen\nSmartspeaker wie Amazon Echo oder Google (21%). Das Autoradio gewinnt vor allem ab dem 14\nLebensjahr an Bedeutung: 12\u201313 Jahre: 67 %, 14\u201315 Jahre: 74 %, 16\u201317 Jahre: 76 %, 18\u201319 Jahre:\n73%. Auch wenn der Einfluss der \u00e4lteren Generation in Hinblick auf Autoradio oder Radioger\u00e4te zu\nHause anzunehmen ist, zeigt die Nutzungsstudie doch, dass sich junge Leute selbst daf\u00fcr entscheiden,\ndas Radio bei der eigenen Autonutzung oder im Privathaushalt einzuschalten; insgesamt ist allerdings\nein R\u00fcckgang der H\u00f6rfunknutzung mit zunehmendem Alter festzustellen. Im Vergleich zum Jahr\n2022 ist der Anteil an regelm\u00e4\u00dfigen Radioh\u00f6rer:innen unter den J\u00fcngeren angestiegen (12\u201313 Jahre:\n+7 Prozentpunkte), w\u00e4hrend er bei den \u00c4lteren etwas abgenommen hat (18\u201319 Jahre: -4\nProzentpunkte) (vgl. Mpfs 2023).\n<\/p>\n\n<p>Auch eine Studie des ARD\/ZDFs zeigt, dass das Radioh\u00f6ren vor allem w\u00e4hrend der Autofahrt genutzt\nwird. Die Mobilit\u00e4t der Menschen nimmt nach Corona wieder zu, da die meisten zu ihrem gewohnten\nTagesablauf zur\u00fcckkehren. Es wird wieder weniger Zeit zu Hause zu verbracht und mehr Zeit f\u00fcr das\nPendeln mit Auto oder den \u00f6ffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit, Schule oder Uni gebraucht.\n\u00bbDies hat dazu gef\u00fchrt, dass pro Tag 5 Minuten mehr (175 Minuten) mit dem H\u00f6ren von\nMedienangeboten verbracht werden\u00ab (ARD Media 2023). Die Studie verdeutlicht, dass moderne\nMusik-Streamingangebote bei 14\u201329-J\u00e4hrigen noch immer am h\u00e4ufigsten genutzt werden; aber auch,\ndass das Nutzungswachstum von Musik-Streamingportalen eher stagniert, w\u00e4hrend es beim H\u00f6rfunk\nsteigt (vgl. ARD Media 2023).\n<\/p>\n\n<p>Insgesamt wird deutlich, dass auch im Zeitalter der modernen Medien der H\u00f6rfunk noch immer von\ngro\u00dfer Bedeutung f\u00fcr die Gesellschaft ist. H\u00f6rer:innen erhalten schnell aktuelle News und werden\nvon den Moderator:innen durch die Sendungen gef\u00fchrt. Auf das Radioh\u00f6ren greifen Personen\nbesonders gerne zur\u00fcck, wenn sie unterwegs sind.\n<\/p>\n\n<h2>Die Morningshows\n<\/h2>\n\n<p class=\"has-drop-cap\">Das Aush\u00e4ngeschild vieler Radiosender sind ihre Morning Shows, da sie die h\u00f6chsten H\u00f6rerzahlen\nverzeichnen. Gerade auf dem Weg zur Arbeit f\u00e4llt h\u00e4ufig die Entscheidung, das Radio anzuschalten.\nEntsprechend wird im Folgenden gezeigt, welche Bedeutung die Morning Shows haben und wie die\nModerationen der Morning Shows aufgebaut sind. Morning Shows sind darauf ausgerichtet, die\nH\u00f6rer:innen in den Tag zu begleiten und sie mit Informationen, Unterhaltung und Musik zu\nversorgen. Das Programm passt sich dabei den Tagesgewohnheiten des potenziellen Publikums an\n(vgl. Bernd-Peter 1999). Morning Shows haben oft eine feste Moderator:innenbesetzung, die f\u00fcr eine\npers\u00f6nliche und lockere Atmosph\u00e4re sorgt. Sie bieten aktuelle Nachrichten, Verkehrsinformationen,\nWetterberichte, Interviews, Gewinnspiele und Musik. Oft gibt es auch Rubriken wie Horoskope,\nComedy-Einlagen oder Diskussionen zu aktuellen Themen. Morning Shows sollen den H\u00f6rer:innen\neinen guten Start in den Tag erm\u00f6glichen (vgl. Gebauer 2015). Es kann davon ausgegangen werden,\ndass H\u00f6rer:innen den Tag mit einem Lachen oder einer allgemein positiven Grundstimmung beginnen\nwollen, weshalb vermehrt unterhaltende Elemente angeboten werden (vgl. Wasian 2008). Die\nAufgabe von Moderator:innen ist es daher, das Programm so zu pr\u00e4sentieren und zu gestalten, dass\ndie H\u00f6rer:innen das Verlangen haben, die Sendung weiter zuh\u00f6ren und bestenfalls zu einem sp\u00e4teren\nZeitpunkt erneut einzuschalten. Eine unmittelbare pers\u00f6nliche Ansprache der H\u00f6rer:innen kann dazu\nbeitragen, da es ein intimes Verh\u00e4ltnis zwischen Sprecher:in und H\u00f6rer:in aufbaut (vgl. Bernd-Peter\n1999).\n<\/p>\n\n<p>Die Aufgaben der Moderator:innen sind vielf\u00e4ltig: Sie stellen das Programm zusammen, k\u00fcmmern\nsich also um Auswahl und Vorstellung der Musiktitel, das An- und Abmoderieren von Beitr\u00e4gen und\nNachrichten, das F\u00fchren von Interviews und Gespr\u00e4chen mit G\u00e4sten sowie das Kommentieren und\nAnalysieren von aktuellen Themen. Sie fungieren dar\u00fcber hinaus auch als Ansprechpartner:innen f\u00fcr\ndie H\u00f6rerschaft, nehmen Anrufe entgegen und f\u00fchren Live-Gespr\u00e4che mit ihnen.\nRadiomoderator:innen m\u00fcssen oft spontan reagieren und auf aktuelle Ereignisse oder Themen\neingehen k\u00f6nnen. Sie sollten in der Lage sein, improvisierte Gespr\u00e4che zu f\u00fchren und unerwartete\nSituationen zu bew\u00e4ltigen. Obwohl Spontaneit\u00e4t wichtig ist, ist eine gute Vorbereitung ebenfalls\nunerl\u00e4sslich. Moderator:innen sollten \u00fcber ein breites Allgemeinwissen verf\u00fcgen und sich auf\naktuelle Themen vorbereiten, um interessante und informative Inhalte liefern zu k\u00f6nnen (vgl. Wasian\n2008).\n<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\n\n\n<div class=\"page\" title=\"Page 7\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<p style=\"text-align: center\"><em>Besonders in einer [\u2026] Morningshow [\u2026] setzt man auf Moderatoren-<br>\npers\u00f6nlichkeiten, die ausgesprochen frisch, fr\u00f6hlich, frech, witzig, gutgelaunt,<br>\nungezwungen, dynamisch und extrovertiert durch die Sendung f\u00fchren. Dabei<br>\nsollte vermieden werden, dass der Moderator eine \u00fcbertriebene Inszenierung<br>\nbetreibt und seine Moderationen mit Fr\u00f6hlichkeit \u00fcberfrachtet. [\u2026] Eine<br>\nlockere, unverkrampfte und ungezwungene Art von Moderation ist gefragt, die<br>\nden H\u00f6rer mitrei\u00dft und ebenfalls positiv gestimmt in seinen Tag starten lassen<br>\nsoll. (Wasian 2008: 119)<\/em><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\n\n\n\n<div style=\"text-align: justify\">\n\n\n<p>Eine Studie der Soziologin Christa Lindner-Braun zum Moderatorentest f\u00fcr den H\u00f6rfunk zeigte, dass\ndie Stimme von Moderator:innen mit 74% das mit Abstand h\u00e4ufigste Wiedererkennungsmerkmal\neines Programms ist. Die Akzeptanz eines Moderators entstehe durch Sympathie, Autorit\u00e4t,\nGlaubw\u00fcrdigkeit und Kompetenz. Mit 66% ist die Identifikation eines Programms \u00fcber die Sendung,\nwelche h\u00e4ufig in Verbindung mit Moderator:innen steht, das zweith\u00e4ufigste\nWiedererkennungsmerkmal (vgl. Lindner-Braun 1998). Die Wahrnehmung und Beschreibungen der\nModerationen werden durch die H\u00f6rer:innen mehr oder minder bewusst wahrgenommen, weshalb\nder Stimme von Moderator:innen einen besonderen Wiedererkennungswert zugeschrieben wird (vgl.\nGebauer 2015).\n<\/p>\n\n<p>Allerdings ist nicht nur die Person hinter der Radiosendung von gro\u00dfer Bedeutung, sondern auch der\nAufbau einer Moderation, weshalb nun An-\n, Ab- und Zwischenmoderationen voneinander\nabgegrenzt werden und die Funktionalit\u00e4t dieser hervorgehoben wird.\n<\/p>\n\n<p>Eine wichtige Komponente einer Morning Show sind, wie bereits gesagt, die Zwischenmoderationen,\ndie zwischen den einzelnen Musiktiteln oder Programmbestandteilen stattfinden. Diese\nModerationen k\u00f6nnen ganz unterschiedliche Formen annehmen, es finden sich Witze, Anekdoten,\nInterviews oder Diskussionen \u00fcber aktuelle Themen (vgl. Gro\u00dfe-Kracht 1999), aber auch Angaben\n\u00fcber Zeit, Wetter, Verkehrslage oder den Musiktitel wieder (vgl. La Roche und Buchholz 2008). Die\nZwischenmoderationen unterbrechen die Abfolge der Musiktitel, weshalb sie auch als breaks\nbezeichnet werden, und leiten die einzelnen Titel ineinander \u00fcber. Ein sogenanntes \u00bbThree-Element-\nBreak\u00ab (3-EB) ist eine Zwischenansage, die aus insgesamt drei Bestandteilen besteht (vgl. La Roche\nund Buchholz 2008). Hierzulande sind sie auch als Dreier-Zwischenmoderationen bekannt. Die\nspezifische Art der Programmgestaltung besteht somit aus drei Elementen: Opener, Body und Closer\n(vgl. Sturm und Zirbik 1996). Der Opener dient dazu, die Aufmerksamkeit der H\u00f6rer:innen zu\ngewinnen und das Thema der Moderation einzuf\u00fchren. Der Body enth\u00e4lt den Hauptteil der\nModeration, in dem die moderierende Person das Thema vertieft, Informationen liefert oder eine\nDiskussion f\u00fchrt. Der Closer schlie\u00dft die Moderation ab und kann eine Zusammenfassung, eine\nPointe oder einen Ausblick enthalten (vgl. Gro\u00dfe-Kracht, 1991).\n<\/p>\n\n<p>Der Three-Element-Break ist eine g\u00e4ngige Methode, um Inhalte strukturiert und ansprechend zu\npr\u00e4sentieren, er erm\u00f6glicht eine klare Trennung zwischen den einzelnen Teilen, sodass Verst\u00e4ndnis\nund Orientierung f\u00fcr die H\u00f6rer:innen geschaffen werden. Es hilft den Moderator:innen, ihre\nBotschaften klar zu vermitteln und die Aufmerksamkeit der H\u00f6rer:innen aufrechtzuerhalten. Durch\nden Einsatz von Humor, pers\u00f6nlichen Geschichten oder aktuellen Themen k\u00f6nnen die\nModerator:innen eine Verbindung zu den H\u00f6rer:innen herstellen und eine positive H\u00f6rerfahrung\nschaffen. Die Zwischenmoderationen k\u00f6nnen die H\u00f6rer:innen informieren oder aber als Werbung f\u00fcr\nden Sender genutzt werden. Inhalte der festgelegten Zwischenmoderation k\u00f6nnen Promos, Teaser,\nWerbeslogans, Produktwerbungen sowie Musikinformationen oder Servicenachrichten sein (Sturm\nund Zirbik 1996: 253). Als einfachste Moderationsform kann der 3-EB eine Reihe an\nProgrammbestandteilen informativ und verbindend pr\u00e4sentieren, indem die Intensit\u00e4t und das Tempo\nder \u00dcberg\u00e4nge live an die Situation angepasst werden (vgl. Sturm und Zirbik 1996).\n<\/p>\n\n<p>Wichtig zu beachten, ist, dass die Zwischenmoderation nicht mit An- und Abmoderation\ngleichzusetzen ist. Die Anmoderation schlie\u00dft meist an eine Dreier-Zwischenmoderation an oder ist\nderen letzter Bestandteil (vgl. Grawunder und Kettel 2015). Hierbei handelt es sich um eine kurze\nsprachliche \u00dcberleitung innerhalb einer Nachrichtensendung, die verschiedene Berichte thematisch\nund formell miteinander verbindet (vgl. Grawunder und Kettel 2015).\n<\/p>\n\n<p>Eine Anmoderation ist also der Teil einer Radiosendung, der vor dem eigentlichen Beitrag oder der\nMusik gesprochen wird. Bei der Anmoderation wird von den Moderator:innen nicht nur erwartet,\ndass sie einen Einstieg in ein Thema schaffen, sondern vor allem auch, dass sie die H\u00f6rer:innen daf\u00fcr\nbegeistern k\u00f6nnen. Die Moderator:innen schaffen eine Br\u00fccke zwischen H\u00f6rer:innen und Thema und\nmachen damit die Relevanz und den pers\u00f6nlichen Bezug zum Thema deutlich (vgl. Wasian 2008).\nDie Abmoderation hingegen ist der Abschluss eines Beitrags oder einer Sendung (vgl. Wasian 2008).\nEs soll ein flie\u00dfender \u00dcbergang zum n\u00e4chsten Beitrag oder zur n\u00e4chsten Sendung geschaffen werden.\nNicht selten werden auch die Moderator:innen nochmals genannt oder es wird ein Dank an die\nH\u00f6rer:innen f\u00fcr das Zuh\u00f6ren ausgesprochen (vgl. Sturm und Zirbik 1996). In einer Musikmoderation\nwerden h\u00e4ufig nochmals der Titel und die K\u00fcnstler:innen oder Hintergrundinformationen wie private\nDetails oder neue Ver\u00f6ffentlichungen genannt (vgl. Wasian 2008).\n<\/p>\n\n<h2>Three-Element-Breaks als jugendsprachliche Unterhaltungsmoderation\n<\/h2>\n\n<p class=\"has-drop-cap\">Die nun folgende Analyse beruht auf einem korpusbasierten Ansatz, bei dem eine Sammlung von\nZwischenmoderationen aus verschiedenen Morning Shows verwendet wird, wobei ein besonderer\nFokus auf der Analyse des Three-Element-Breaks liegt. Die Dialoge wurden transkribiert und\nanschlie\u00dfend auf sprachliche Merkmale wie Satzstruktur und Wortwahl untersucht. Des Weiteren\nwurden auch andere stilistische Merkmale wie rhetorische Fragen, Wortspiele oder humorvolle\nElemente untersucht, um die sprachliche Vielfalt und Kreativit\u00e4t in den Dialogen zu erfassen. Auf\ndie Intonation der Moderator:innen wurde nicht gesondert eingegangen, diese wurde lediglich bei der\nBetrachtung von Dialekten angesprochen.\n<\/p>\n\n<p>Besonders auffallend in den 3-EB ist die Ansprache eines jungen Publikums durch die Nutzung der\nStilschicht Jugendsprache. Der gew\u00e4hlte Stil ist f\u00fcr Moderationen im H\u00f6rfunk \u00e4u\u00dferst wichtig, da\ndieser ma\u00dfgeblich dazu beitr\u00e4gt, Botschaften und Inhalte effektiv zu vermitteln und das Publikum zu\nerreichen.\n<\/p>\n\n<p>Der Begriff \u203aStil\u2039 bezieht sich hier auf die Art und Weise, wie Sprache verwendet wird, um bestimmte\nkommunikative Ziele zu erreichen. Stil kann sich auf verschiedene Aspekte der Sprache beziehen,\nwie zum Beispiel den Wortschatz, die Grammatik, die Satzstruktur, die Aussprache und die\nIntonation. Die Stilistik ist ein Teilgebiet der Linguistik, das sich mit der Untersuchung von\nfunktions- und situationsbezogener Variation in der Sprache befasst (vgl. Eroms 2008; Krieg-Holz,\nB\u00fclow 2016).\n<\/p>\n\n<p>Im H\u00f6rfunk kann ein guter Stil die Aufmerksamkeit der H\u00f6rer:innen aufrechterhalten, die\nVerst\u00e4ndlichkeit verbessern, eine angenehme H\u00f6rerfahrung bieten und eine pers\u00f6nliche Verbindung\nzum Publikum herstellen. Eine authentische und nat\u00fcrliche Art zu sprechen, kann das Vertrauen der\nH\u00f6rer:innen gewinnen und sie dazu ermutigen, sich mit den Moderator:innen zu identifizieren. Ferner\nkann der Stil auch dazu beitragen, die Marke und den Charakter des Radiosenders zu pr\u00e4sentieren.\n\u00bbMit einem ausgepr\u00e4gten Sprachgef\u00fchl und damit verbundener Kreativit\u00e4t, stilistischer Sicherheit\nund Vielfalt in der Sprache, besteht die Chance souver\u00e4n, sicher und kompetent zu wirken\u00ab (Wasian\n2008: 105). Ein konsistenter, erkennbarer und unterhaltsamer Stil kann das Image des Senders st\u00e4rken\nund das Publikum anziehen, und somit das Interesse der H\u00f6rer:innen aufrechterhalten und sie dazu\nermutigen, dem Programm treu zu bleiben.\n<\/p>\n\n<p>Betrachtet man nun die Stilschichtung des Wortschatzes, also die Einteilung von W\u00f6rtern in\nverschiedene Stilebenen oder Sprachregister, die dabei helfen, den richtigen Ton und die passende\nAusdrucksweise in verschiedenen sozialen oder fachlichen Kontexten zu treffen (vgl. Eroms 2008),\nwird deutlich, dass in den Zwischenmoderationen der Radiosender <i>Fritz Berlin<\/i>, <i>MDR Sputnik<\/i> und\n<i>ENERGY Sachsen<\/i> ein junges Publikum angesprochen wird, insofern neben dem neutralen Wortschatz\nauff\u00e4llig oft auf die Jugendsprache zur\u00fcckgegriffen wird. W\u00e4hrend ein neutraler Wortschatz in den\nmeisten Kommunikationssituationen angemessen verwendet werden kann, weist die Stilschicht der\nJugendsprache ihre eigenen Merkmale, Regeln und einen besonderen Wortschatz auf, die einen\nbestimmten Effekt hervorrufen (vgl. Eroms 2008). Die Stilschicht Jugendsprache, die sich durch den\nEinsatz von Slang, Anglizismen und Abk\u00fcrzungen auszeichnet, wird in den Zwischenmoderationen\nverwendet, um einen informellen und lockeren Ton zu erzeugen. Auch Wortspiele und\nWortneusch\u00f6pfungen finden h\u00e4ufig Verwendung, um humorvolle Effekte zu erzielen. Diese\nkreativen Sprachkonstruktionen sind typisch f\u00fcr die Jugendsprache und tragen zur Unterhaltung der\nH\u00f6rer:innen bei. Jugendsprache ist dynamisch und ver\u00e4ndert sich st\u00e4ndig. Sie dient oft dazu, eine\neigene Identit\u00e4t und Zugeh\u00f6rigkeit zu einer bestimmten Jugendgruppe auszudr\u00fccken (vgl.\nSchlobinski\/ Kohl\/ Ludewigt 1993).\n<\/p>\n\n<p>Des Weiteren f\u00e4llt in den Moderationen auf, dass viele Synonyme der Stilschicht der Jugendsprache\ngenutzt werden, die somit den gleichen Stilwert verzeichnen. Der Stilwert spiegelt einen bestimmten\nsprachlichen Stil einer Gruppe oder einer sozialen Schicht wider. Es handelt sich um W\u00f6rter oder\nAusdr\u00fccke, die in einem bestimmten Kontext oder Umfeld \u00fcblich sind und von anderen\nm\u00f6glicherweise als ungew\u00f6hnlich oder unpassend wahrgenommen werden, wodurch eine bestimmte\nAtmosph\u00e4re geschaffen oder Botschaft vermittelt wird (vgl. Eroms 2008). Das zeigt sich etwa an\nfolgenden Moderationspassagen:\n<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\n\n\n<div class=\"page\" title=\"Page 7\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<p style=\"text-align: center\"><em>Du f\u00fchlst dich wie die Main-Figur gerade in so nem richtig coolen Film. \u2013 Ja. <u>\u00dcbelst<\/u><br>\nUnd auch Nothing But Thieves. Die sind ja eigentlich eher f\u00fcr so sehr rockige Dinge<br>\nbekannt. \u2013 Ja, <u>geil, geil, geil, geil, geil!<\/u><br>\nJa, das <u>geil<\/u>.<br>\n\u00c4h, Gest\u00f6rt aber <i>Geil<\/i> in der Dream Thank you, gibt\u2019s hier gleich [\u2026] Ja, ist gest\u00f6rt<br>\noder <u>geil<\/u> das Problem jetzt? Du bist gest\u00f6rt aber geil!<br>\n<u>Geiler<\/u> Song.<br>\nWenn ihr w\u00e4hrend meiner Comedyshows,sei es live, sei es vor dem<br>\nFernsehempfangsger\u00e4t anfangen zu <u>bumsen<\/u>. Dann bitte einfach kurz pausieren<\/em><\/p>\n<p><u><br>\n<\/u><\/p>\n<\/div>\n<p><u><br>\n<\/u><\/p>\n<\/div>\n<p><u><br>\n<\/u><\/p>\n<\/div>\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\n\n\n\n<div style=\"text-align: justify\">\n\n\n<p>In den Zwischenmoderationen finden sich also Synonyme wie <i>geil<\/i> anstelle von <i>toll<\/i>, <i>\u00fcbelst<\/i> statt <i>sehr<\/i>\noder <i>bumsen<\/i> als Ausdruck f\u00fcr den Geschlechtsverkehr wieder.\n<\/p>\n\n<p>Wortneusch\u00f6pfungen, ein weiteres Merkmal der Jugendsprache, k\u00f6nnen dazu dienen, eine bestimmte\nGruppe oder Gemeinschaft zu kennzeichnen, um so eine gemeinsame Identit\u00e4t oder Zugeh\u00f6rigkeit\nauszudr\u00fccken. Jugendliche erfinden oft neue W\u00f6rter oder geben bestehenden W\u00f6rtern eine neue\nBedeutung. Diese W\u00f6rter k\u00f6nnen sich schnell \u00e4ndern und sind meist nur innerhalb der Jugendgruppe\nverst\u00e4ndlich (vgl. Schlobinski\/ Kohl\/ Ludewigt 1993).\n<\/p>\n\n<p>In den Zwischenmoderationen finden sich entsprechend zum einen Modew\u00f6rter wieder, die zu einer\nbestimmten Zeit in Mode kommen, meist aber nur vor\u00fcbergehend genutzt werden und nach einer\ngewissen Zeit wieder veraltet sind (vgl. Eroms 2008). Hierzu z\u00e4hlen W\u00f6rter wie <i>bumsen<\/i>, <i>geil<\/i> und <i>\u00fcbelst<\/i>. Aber auch <i>cool<\/i>, <i>Lieblingshits ballern<\/i> oder <i>Digger<\/i>, wie in folgenden Beispielen:\n<\/p>\n\n<\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\n\n\n<div class=\"page\" title=\"Page 7\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<p style=\"text-align: center\"><em>Und zwar BECKS. Ist ne richtig <u>coole<\/u> New Comerin aus Berlino [\u2026]<br>\nDu f\u00fchlst dich wie die Main-Figur gerade in so nem richtig <u>coolen<\/u> Film.<br>\nJa na klar. Wir sind laut und die <u>Lieblingshits ballern<\/u> hier direkt aus dem Radio<br>\nraus.<br>\nDie sind giftig, wenn man sie isst, <u>Digger<\/u><\/em><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\n\n\n\n<div style=\"text-align: justify\">\n<p>\nZum anderen lassen sich auch Neologismen, also Bezeichnung f\u00fcr neue Konzepte oder Technologien,\nin den Dialogen nachweisen. Hierbei handelt es sich teilweise um W\u00f6rter, die mittlerweile allt\u00e4glich\ngenutzt werden, wie bspw. <i>Comedyshow<\/i>, <i>Fernsehempfangsger\u00e4t<\/i> oder <i>Googlen<\/i>. Auch <i>LGBTQA+-Community<\/i> k\u00f6nnte mit dazugez\u00e4hlt werden.\n<\/p>\n\n<p>Eine besondere Form von Neologismen sind Individualismen, auch Gelegenheitsbildungen genannt.\nEs kann sich auch um Sprichw\u00f6rter, Zitate oder Anspielungen handeln (vgl. Eroms 2008). In den\nZwischenmoderationen treten folgende Beispiele auf:\n<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\n\n\n<div class=\"page\" title=\"Page 7\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<p style=\"text-align: center\"><em>Streamteam<br>\nDie Stiefel schon wieder.<br>\nUnsere beiden Fritzen<br>\nBerlino<br>\nMoini Po-Poini!<\/em><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\n\n\n\n<div style=\"text-align: justify\">\n\n<p>Die Individualismen markieren Authentizit\u00e4t und ein pers\u00f6nliches Sprachgef\u00fchl der\nModerator:innen. Sie entstehen aus dem Moment heraus und f\u00f6rdern einen lockeren Umgangston.\nAlle Formen von Wortneusch\u00f6pfungen k\u00f6nnen als Ausdruck von Kreativit\u00e4t und Originalit\u00e4t\nangesehen werden, indem sie zeigen, dass der Verfasser bereit ist, neue Wege zu gehen und sich von\ng\u00e4ngigen Sprachkonventionen zu l\u00f6sen. Daher k\u00f6nnen Wortneusch\u00f6pfungen humorvoll wirken und\nzum Lachen anregen. Sie k\u00f6nnen Wortspiele enthalten oder absichtlich ungew\u00f6hnliche\nKombinationen von W\u00f6rtern verwenden, um eine komische Wirkung zu erzielen.\n<\/p>\n\n<p>Des Weiteren sind Anglizismen, also die Verwendung von englischen W\u00f6rtern oder Ausdr\u00fccken, als\nbesonderes Merkmal der Jugendsprache zu nennen. Teilweise werden auch W\u00f6rter anderer\nFremdsprachen in die Jugendsprache \u00fcbernommen, allerdings werden diese meist nicht von der\nbreiten Masse genutzt. Dies kann auf den Einfluss der englischen Popkultur und Medien\nzur\u00fcckzuf\u00fchren sein. Durch die Verwendung von englischen W\u00f6rtern k\u00f6nnen Jugendliche ihre\nOffenheit f\u00fcr andere Kulturen und ihre Verbindung zur globalen Jugendkultur ausdr\u00fccken, wodurch\neine internationale Atmosph\u00e4re geschaffen werden kann (vgl. Schlobinski\/ Kohl\/ Ludewigt 1993).\nAnglizismen werden oft verwendet, um modern und trendig zu wirken und sollen meist etwas\nPositives, Expressives oder Interessantes beschreiben, wie <i>Ka-Ching<\/i>, <i>hypded<\/i>, <i>weird<\/i> oder <i>random<\/i>.Beispiele hierf\u00fcr w\u00e4ren:\n<\/p>\n\n<\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\n\n\n<div class=\"page\" title=\"Page 7\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<p style=\"text-align: center\"><em>So und weil wir, Fritz, euer Premium-Radio, <u>Ka-Ching<\/u>, \u00e4h gerne euch \u00e4hm auch als<br>\nPremium-H\u00f6rer:innen, wie wir euch gerne mal bezeichnen, weil wir euch g\u00fccklich<br>\nmachen wollen.<br>\nIch bin immer noch richtig, richtig dolle <u>hyped<\/u>.<br>\nBoah, das ist ja auch super <u>weird<\/u>, wenn man laufen l\u00e4sst, ehrlich gesagt. Dann hat<br>\nman Sex, und dann h\u00f6rt man dich!<br>\nUnd ich glaube, wenn wir einfach so <u>random<\/u>, was hier reinschreiben. Ich glaube<br>\nkeiner, also keine \u00dcbereinstimmung<\/em><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\n\n\n\n<div style=\"text-align: justify\">\n<p>Anglizismen dr\u00fccken zum Teil auch spezifische Begriffe oder Konzepte aus, f\u00fcr die es in der eigenen\nSprache keinen passenden Ausdruck gibt, wie bspw. <i>New Comerin<\/i> f\u00fcr eine Person, die neu in einer\nbestimmten Szene ist, oder <i>Saves To Do<\/i>, um auszudr\u00fccken, dass etwas auf jeden Fall getan werden\nmuss. Teilweise werden komplexe oder lange deutsche Ausdr\u00fccke durch kurze und pr\u00e4gnante\nenglische W\u00f6rter ersetzt. Dies kann die Kommunikation vereinfachen und die Sprache effizienter\nmachen. Ferner kann die Nutzung von Anglizismen auch als Ausdruck der Abgrenzung von \u00e4lteren\nGenerationen oder der Zugeh\u00f6rigkeit zu einer bestimmten Kultur angesehen werden (vgl.\nSchlobinski\/ Kohl\/ Ludewigt 1993). So wird anstelle von <i>tiefsinnig<\/i> hier <i>ganz sch\u00f6n deep<\/i> verwendet,\nanstelle von <i>Hauptfigur Main-Figur<\/i>, <i>nice<\/i> f\u00fcr <i>toll<\/i>, <i>yes<\/i> anstelle von <i>ja<\/i>. Damit kann eine Exklusivit\u00e4t\nausgedr\u00fcckt werden, die nur von bestimmten Personen verstanden wird.\n<\/p>\n\n<p>Die Nutzung von Slang oder Dialekten ist eine weitere Auff\u00e4lligkeit der Sprache der\nModerator:innen. Teilweise werden Slangausdr\u00fccke genutzt, um sich von \u00e4lteren Generationen\nabzugrenzen, so wird bspw. dolle anstatt von sehr genutzt (<i>Ich bin immer noch richtig, richtig <u>dolle<\/u>\nhyped<\/i>). Auch F\u00fcllw\u00f6rter k\u00f6nnen gruppenspezifisch sein, wie bspw. <i>und so<\/i>.\n<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\n\n\n<div class=\"page\" title=\"Page 7\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<p style=\"text-align: center\"><em>Ja, oder hier so Pommes in Eis dippen <u>und so<\/u>, ne?<br>\nNe, ich wollte eigentlich nur noch sagen: G\u00e4stelistenalarm <u>und so<\/u>, aber ihr wisst<br>\nBescheid, ich bin verst\u00f6rt.<\/em><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\n\n\n\n<div style=\"text-align: justify\">\n\n\n<p>S\u00e4tze mit <i>und so<\/i> zu f\u00fcllen, entspricht eher der Sprachpraxis von jungen Menschen, anders als\nInterjektionen wie <i>\u00e4h<\/i> oder <i>\u00e4hm<\/i>, die in allen Altersgruppen genutzt werden.\n<\/p>\n\n<p>Neben dem Stilwert auf einem Spektrum zwischen vulg\u00e4r bis gehoben k\u00f6nnen auch regionale\nGeltungsgrade in den Zwischenmoderationen auftreten, also das Spektrum der Akzeptanz von\nDialekten. Gewisse Formen dialektaler Sprache sind zwar nicht per se als Jugendsprache anzusehen,\naber als Umgangssprache, weshalb der Stilwert von Dialekten und Jugendsprache gleichzusetzen ist.\nDialektale Strukturen sorgen f\u00fcr Frische und Abwechslung und erm\u00f6glichen, gekoppelt mit\nFr\u00f6hlichkeit, guter Laune und Optimismus der Moderator:innen, die H\u00f6rer:innen von Alltagssorgen\nabzulenken (vgl. Wasian 2008). Die Identifikation mit der Region sowie lokale Kenntnis der\nModerator:innen erzeugen ein Heimatgef\u00fchl bei der H\u00f6rerschaft. Dieses verst\u00e4rkt sich, wenn die\nModerator:innen auf den regionalen Dialekt zur\u00fcckgreifen. Die Moderation wirkt dadurch\nauthentisch, glaubw\u00fcrdig und ist somit die ideale Basis, das Sendegebiet f\u00fcr sich zu gewinnen (vgl.\nWasian 2008). Auff\u00e4llig ist, dass Dialekte nur dort verwendet werden, wo sie als angenehm\nidentifiziert werden k\u00f6nnen oder als positiv identit\u00e4tsstiftend angesehen werden. Daher finden sich\nDialektnutzungen nur bei <i>Fritz Radio<\/i>. Es werden zwar keine spezifischen Ausdr\u00fccke verwendet, die\nim Rest des deutschsprachigen Raums nicht genutzt werden, die ver\u00e4nderte Intonation ist hingegen\ndurchaus wahrzunehmen. Der Berliner Dialekt zeichnet sich bspw. durch das Weglassen des <i>R\u2019s<\/i> oder\n<i>E\u2019s<\/i> am Wortende aus; das <i>ch<\/i> wird eher als <i>ck<\/i> ausgesprochen. Es werden oft andere Silben betont oder die Betonung wird st\u00e4rker hervorgehoben.\n<\/p>\n\n<\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\n\n\n<div class=\"page\" title=\"Page 7\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<p style=\"text-align: center\"><em>Ihr sagt ja immer, dass\u2019a niemals \u2019n Paar werden w\u00fcrdet. [\u2026] Seid\u2019a jetzt ein<br>\nPaar oder seid\u2019a nicht?<br>\nIck hab et euch ja immer so, m\u00f6gt ihr euch denn jetz in echt oder nicht?<\/em><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\n\n\n\n<div style=\"text-align: justify\">\n<p>Aus einer aktuellen Umfrage von Preply geht hervor, dass S\u00e4chsisch der mit Abstand unbeliebteste\nDialekt Deutschlands ist. Berlinerisch hingegen befindet sich relativ mittig. Da Sachsen-Anhalt sich\ngr\u00f6\u00dftenteils durch Hochdeutsch auszeichnet und lediglich im nord-\u00f6stlichen Bereich durch mark-\nbrandenburgischen und im s\u00fcdlichen Teil durch th\u00fcringisch-obers\u00e4chsischen Dialekt gepr\u00e4gt ist,\nwerden diese kleineren Variet\u00e4ten nicht mit aufgelistet. Mark-Brandenburgisch ist dem\nBerlinerischen sehr \u00e4hnlich und Th\u00fcringisch-Obers\u00e4chsisch ist ein Ableger des klassischen S\u00e4chsisch\n(vgl. Mykhalevych 2023). Es ist anzunehmen, dass, obwohl sich Radiosender immer durch\nRegionalit\u00e4t auszeichnen, auch an \u00fcberregionale H\u00f6rer:innen gedacht wird. Die Nutzung von\nDialekten ist von ihrer Beliebtheit abh\u00e4ngig. Unbeliebte Dialekte werden also nicht gesprochen;\nDialekte, die aber positiv oder sympathisch wirken, schon.\n<\/p>\n\n<p>Die Analyse der Stilschicht Jugendsprache in den Zwischenmoderationen zeigt, wie die Verwendung\nvon Jugendsprache dazu beitr\u00e4gt, eine pers\u00f6nliche Verbindung zu den H\u00f6rer:innen herzustellen und\neine unterhaltsame Atmosph\u00e4re in der Sendung zu schaffen. Alle sechs Zwischenmoderationen\nzeichnen sich durch informelle und umgangssprachliche Wortwahl und ein entsprechendes\nVokabular aus. Es gibt viele F\u00fcllw\u00f6rter wie <i>\u00e4h<\/i> und <i>ja<\/i>, die den informellen Charakter des Gespr\u00e4chs unterstreichen. Es werden auch viele Wiederholungen verwendet, um Begeisterung auszudr\u00fccken,\nwie bspw. <i>geil, geil, geil<\/i>. Insgesamt ist der Dialog locker und entspannt, mit einem Fokus auf Musik\nund pers\u00f6nlichen Vorlieben. Die Verwendung von Jugendsprache in den Zwischenmoderationen\ntr\u00e4gt dazu bei, die Morning Shows im H\u00f6rfunk attraktiver f\u00fcr das junge Publikum zu machen. Sie\nschafft eine informelle und unterhaltsame Atmosph\u00e4re, die die H\u00f6rer:innen anspricht und zum\nZuh\u00f6ren und Mitmachen motiviert.\n<\/p>\n\n<h2>Syntaktische Auff\u00e4lligkeiten der Three-Element-Breaks\n<\/h2>\n\n<p class=\"has-drop-cap\">Im Folgenden wird sich die Untersuchung auf verschiedene syntaktische Ph\u00e4nomene konzentrieren,\ndie in den Zwischenmoderationen auftreten k\u00f6nnen. Dazu geh\u00f6ren bspw. Vorfeldbesetzungen,\nLinksversetzungen und Ellipsen. Diese syntaktische Analyse der Zwischenmoderationen tr\u00e4gt dazu\nbei, ein besseres Verst\u00e4ndnis der Struktur und des Aufbaus von Morning Shows im H\u00f6rfunk zu\nerm\u00f6glichen. Sie liefert wichtige Erkenntnisse \u00fcber die Verwendung von syntaktischen Ph\u00e4nomenen\nin der gesprochenen Sprache und ihre Rolle in der Kommunikation.\n<\/p>\n\n<p>In der Analyse soll mit der Felderlehre gearbeitet werden, die sich mit der Satzstruktur und der\nPositionierung von Satzteilen im deutschen Satz besch\u00e4ftigt. Gem\u00e4\u00df dieser Theorie gibt es im\ndeutschen Satz ein <i>Vorfeld<\/i>, das sich am Anfang des Satzes befindet und dem sich das finite Verb,\nalso die <i>Linke Satzklammer<\/i>, weitere Phrasen im <i>Mittelfeld<\/i>, ein infinites Verb in der <i>Rechten Satzklammer<\/i> und ggfs. weitere Phrasen im <i>Nachfeld<\/i> anschlie\u00dfen. Das Vorfeld beinhaltet meist das\nSubjekt, kann jedoch auch andere Satzteile enthalten, wie bspw. Objekte oder\nAdverbialbestimmungen. Die sogenannte Linksverschiebung oder Linksversetzung bezieht sich auf\ndie M\u00f6glichkeit, Satzteile aus dem Mittelfeld des Satzes in das Vorfeld zu verschieben (vgl.\nSchlobinski 1997). Diese Verschiebung kann aus verschiedenen Gr\u00fcnden erfolgen, wie etwa um\nbestimmte Satzteile hervorzuheben oder zu betonen. In den Moderationen finden sich folgende\nBeispiele:\n<\/p>\n\n<\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\n\n\n<div class=\"page\" title=\"Page 7\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<p style=\"text-align: center\"><em><u>Unsere beiden Fritzen<\/u>, ja, kann man so sagen. <u>Die Comedians [Moritz] Neumeier<br>\nund Till Reiners<\/u> Die kennt ihr nat\u00fcrlich, zum Beispiel von \u00bbTalk ohne Gast\u00ab von<br>\nunserem Podcast. Oder von \u00bbFalsch, aber lustig\u00ab von nem YouTube Comedy-<br>\nFormat mit den beiden.<\/em><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\n\n\n\n<div style=\"text-align: justify\">\n\n\n<p>In allen Moderationen ist auff\u00e4llig, dass sie aus wenigen satzwertigen Strukturen bestehen. Kurz zur\nErl\u00e4uterung: Satzwertige Satzstrukturen sind Strukturen, die den Wert eines vollst\u00e4ndigen Satzes\nhaben, aber nicht als eigenst\u00e4ndiger Satz verwendet werden k\u00f6nnen, wie Nebens\u00e4tze oder\nInfinitivkonstruktionen. Als besondere Unterteilung wird nochmals in satzf\u00f6rmig und nicht-\nsatzf\u00f6rmig unterschieden. Satzf\u00f6rmige Satzstrukturen sind Strukturen, die den Aufbau eines\nvollst\u00e4ndigen Satzes haben und als eigenst\u00e4ndiger Satz verwendet werden k\u00f6nnen. Sie enthalten in\nder Regel ein Subjekt und ein Pr\u00e4dikat. W\u00e4hrend diese Strukturen nicht sonderlich ungew\u00f6hnlich\nsind, fallen nicht-satzf\u00f6rmige S\u00e4tze hingegen dadurch auf, dass eine bestimmte Information in den\nVordergrund gestellt wird. Nicht-satzf\u00f6rmige Strukturen weisen zwar ein infinites Verb, aber kein\ndazugeh\u00f6riges finites Verb auf. Diese infiniten Satzstrukturen k\u00f6nnen verwendet werden, um einen\nKontrast oder Gegensatz zur Hauptaussage herzustellen, wie man in folgendem Beispiel sieht:\n<\/p>\n\n<\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\n\n\n<div class=\"page\" title=\"Page 7\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<p style=\"text-align: center\"><em>Wenn ihr w\u00e4hrend meiner Comedyshows, [\u2026] sei es live, sei es vor dem<br>\nFernsehempfangsger\u00e4t,[\u2026] <u>anfangen zu bumsen<\/u>. [\u2026] Dann bitte einfach kurz<br>\n<u>pausieren<\/u> [\u2026] und dann gerne auch nochmal, weil sind wir mal ehrlich nochmal<br>\nf\u00fcnf Minuten <u>zur\u00fcckspulen<\/u><br>\n[Einfach, einfach] <u>anrufen<\/u>!<br>\nAnne und Becks nochmal zusammen im Interview <u>h\u00f6ren<\/u>? [\u2026] Die Energy Musik<br>\nLounge zum <u>Nachh\u00f6ren<\/u> auf Energy Slash Sachsen [\u2026]<br>\nJa, oder hier so Pommes in Eis <u>dippen<\/u> und so, ne?<\/em><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\n\n\n\n<div style=\"text-align: justify\">\n\n<p>Die Aufmerksamkeit der H\u00f6rer:innen kann damit auf ein spezifisches Element gelenkt werden, was\nin den meisten F\u00e4llen das Subjekt des Satzes ist. Die Nutzung nicht-satzf\u00f6rmiger Strukturen lassen\ndie Dialoge sehr locker und allt\u00e4glich wirken.\n<\/p>\n\n<p>Eine weitere Form von Satzstrukturen sind nicht-satzwertige S\u00e4tze, welche auch als Satz\u00e4quivalente\nbezeichnet werden. Sie zeichnen sich durch das Weglassen des verbalen Kerns aus, wodurch eine\nstarke M\u00fcndlichkeit erzielt werden kann. In allen sechs Zwischenmoderationen werden viele\nSatz\u00e4quivalente genutzt, die einen spontanen Sprachfluss erwirken, obwohl sie vorab verschriftlicht\nwerden und die Skriptfassungen als Orientierung dienen.\n<\/p>\n\n<p>Die folgenden Beispiele verdeutlichen, dass die Satz\u00e4quivalente h\u00e4ufig Kurzantworten aus\nPartikelw\u00f6rten oder feste Phrasen darstellen, die kein Pr\u00e4dikat ben\u00f6tigen:\n<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\n\n\n<div class=\"page\" title=\"Page 7\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<p style=\"text-align: center\"><em>Guten Morgen!<br>\nJa!<br>\nOch!<br>\nHahaha, Ihhh!<br>\nStop!<br>\nHm.<br>\nJa. \u00dcbelst!<br>\nNice!<br>\nIgel.<br>\nSuper.<br>\nSehr gerne.<br>\nEben!<br>\nHm, lecker!<\/em><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\n\n\n\n<div style=\"text-align: justify\">\n\n\n<p>Diese satz\u00e4quivalenten Formen zeichnen sich zwar durch M\u00fcndlichkeit aus, fallen aber im Alltag\nwenig auf, weshalb sie f\u00fcr die H\u00f6rer:innen neutral wirken. Deutlich auff\u00e4lliger hingegen sind\nSatz\u00e4quivalente, bei denen ein ben\u00f6tigtes Pr\u00e4dikat weggelassen wird. Diese Form findet sich in den\nRadiomoderationen sehr h\u00e4ufig wieder:\n<\/p>\n\n<\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\n\n\n<div class=\"page\" title=\"Page 7\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<p style=\"text-align: center\"><em>Die Stiefel schon wieder.<br>\nWelches Ei?<br>\nDJ Belite und Tupac, All eyes on me.<br>\n\u00c4h, und zwar live bei \u00bbSchund und Asche\u00ab<br>\nGanz kurz kleine Info schon mal vorab vom Moritz.<br>\nGanz wichtige Info!<br>\nGeiler Song!<br>\nGleich der n\u00e4chste von Sara aus Dresden: Nico Santos und ClockClock mit<br>\nChanges.<br>\nAus der Werkzeugkiste. Hammer.<br>\nJa, ungew\u00f6hnlich f\u00fcr n Dienstag<br>\nUnser Mann aus Dresden ja eigentlich, ne?<br>\nUnd ein bisschen Salz noch drauf und dann \u2026<br>\nNeue Mucke bei Sputnik Tag und Wach.<br><\/em><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\n\n\n\n<div style=\"text-align: justify\">\n<p>\nEine weitere Form von Satz\u00e4quivalenten sind Ellipsen, die den Wegfall von wichtigen\nNominalphrasen aufweisen. Meist wird das Subjekt weggelassen, wie in <i>Ganz wichtige Info!<\/i> (F2:\n31). Es fehlt hier nicht nur das Pr\u00e4dikat, sondern auch ein Subjekt. Der Satz m\u00fcsste eigentlich lauten:\n<i>Das ist eine ganz wichtige Info!<\/i> Auch in <i>Ich glaube keiner, also keine \u00dcbereinstimmung!<\/i> (S1: 14)\nscheint sowohl Pr\u00e4dikat als auch Subjekt zu fehlen, was daran liegt, dass der Satz spontan neu\nstrukturiert wurde. Um den Satz zu vervollst\u00e4ndigen, m\u00fcsste auf die Sonderform <i>es gibt<\/i>\nzur\u00fcckgegriffen werden: <i>Ich glaube, es gibt keine \u00dcbereinstimmung.<\/i> Eine weitere Auff\u00e4lligkeit\nfindet sich in dem Satz <i>Kugelfisch hat Stacheln?<\/i> (S2: 21), in welchem ein notwendiger Artikel fehlt.\nDie Untersuchung der Ellipsen als eigenst\u00e4ndige Konstruktionen zeigt, dass sie eine wichtige Rolle\nin den Gespr\u00e4chseinheiten in der jungen Sprache spielen. Die Funktion der Ellipsen besteht darin, die\nAllt\u00e4glichkeit der genutzten Sprache hervorzuheben und somit ein Gef\u00fchl vom Sicherheit und Humor\nzu erzeugen (vgl. Schlobinski 1997).\n<\/p>\n\n<p>Die Ergebnisse der syntaktischen Analyse zeigen, dass die Dialoge aufgrund der Satzstrukturen sehr\nalltagssprachlich wirken, womit sich die Mehrheit der H\u00f6rer:innen identifizieren kann. Es entsteht\nein Gespr\u00e4ch, das den H\u00f6rer:innen das Gef\u00fchl gibt, dass neben ihnen eine Unterhaltung gef\u00fchrt wird,\nan der sie selbst teilhaben k\u00f6nnten. Die Dialoge bestehen aus kurzen, teils fragmentierten S\u00e4tzen mit\neiner informellen Struktur, wodurch sie oft locker und humorvoll wirken. Insgesamt erm\u00f6glicht die\nsyntaktische Analyse ein Verst\u00e4ndnis der Unterhaltungsfunktion von Zwischenmoderationen\naufgrund lockerer Strukturen.\n<\/p>\n\n<h2>Fazit: Jugendsprache wirkt unterhaltend\n<\/h2>\n\n<p class=\"has-drop-cap\">In den unternommenen stilistischen und syntaktischen Analysen von Three-Element-Breaks in den\nMorning Shows der Radiosender <i>MDR Sputnik<\/i>, <i>Fritz<\/i> und <i>Energy Sachsen<\/i> wurde deutlich, welche Faktoren von Unterhaltung die Moderator:innen gew\u00e4hrleisten und weshalb diese Formate als\nbesonders humorvoll und ansprechend gelten. Die Jugendsprache kristallisierte sich als zentrales\nElement bei den drei gew\u00e4hlten Radiosendern heraus, wobei die Besonderheiten der Stilschicht der\nJugendsprache mit Synonymen, Wortneusch\u00f6pfungen, Anglizismen, Slang und Dialektnutzung\nsowie die Nutzung von Ellipsen und unvollst\u00e4ndigen Satzstrukturen in der Analyse nachgewiesen\nwurden. Es zeigt sich, dass diese als tragende St\u00fctze des Humors in den Sendungen fungiert. Die\nRadiomoderator:innen arbeiten bewusst mit diesen stilistischen und syntaktischen Mitteln, um eine\nbestimmte Zielgruppe anzusprechen und eine dynamische, lockere und unterhaltsame Atmosph\u00e4re\nzu schaffen, um die H\u00f6rer:innen zu am\u00fcsieren. Die junge H\u00f6rerschaft kann sich mit dieser Sprache\nidentifizieren, sodass das erneute Einschalten der Sendung gew\u00e4hrleistet werden kann. Wenn also\nnicht nur beliebte und abwechslungsreiche Musik gespielt, sondern auch eine h\u00f6reransprechende,\njunge Sprache in den Radiomoderationen genutzt wird, kann auch k\u00fcnftig mit einem jungen\nH\u00f6rfunkpublikum gerechnet werden.\n<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns\">\n<div class=\"wp-block-column\" style=\"flex-basis:33.33%\">\n<div class=\"wp-block-image is-style-rounded\"><figure class=\"aligncenter size-medium is-resized\"><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/zsbblog2024\/files\/2024\/11\/DSC464-300x300.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-621\" width=\"215\" height=\"215\" srcset=\"https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/zsbblog2024\/files\/2024\/11\/DSC464-300x300.jpg 300w, https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/zsbblog2024\/files\/2024\/11\/DSC464-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/zsbblog2024\/files\/2024\/11\/DSC464-150x150.jpg 150w, https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/zsbblog2024\/files\/2024\/11\/DSC464-768x768.jpg 768w, https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/zsbblog2024\/files\/2024\/11\/DSC464-1536x1536.jpg 1536w, https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/zsbblog2024\/files\/2024\/11\/DSC464-2048x2048.jpg 2048w, https:\/\/blogs.urz.uni-halle.de\/zsbblog2024\/files\/2024\/11\/DSC464-510x510.jpg 510w\" sizes=\"(max-width: 215px) 100vw, 215px\" \/><figcaption>Angelique Gabriel<\/figcaption><\/figure><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<p style=\"text-align: center\"><i><strong>Angeliques<\/strong> (geb. 1995) Bachelor in Anglistik und Amerikanistik kombiniert mit Deutsche Sprache und Literatur folgt nun das Studium Deutsche Sprache und Literatur im Master. Ihre Schwerpunkte und Interessen liegen dabei in gegenw\u00e4rtigen Literatur- und Sprachph\u00e4nomenen (nach 2000), Adoleszenzliteratur sowie Genderforschung vom Mittelalter bis heute. Diese Interessen konnte sie durch das Mitwirken an diversen Projektseminaren sowie durch die T\u00e4tigkeit als Tutorin praktisch umsetzen. Nebenbei arbeitet Angelique als selbst\u00e4ndige Texterin und Lektorin und kann so ihre Leidenschaft f\u00fcr Texte ausleben.<\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><i>Kontakt: angelique.gabriel@student.uni-halle.de; angiegab@web.de<\/i><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\n\n\n\n<h2>Literaturverzeichnis<\/h2>\n\n\n\n<p>ARD-Media (2023): Steigende Radionutzung (vor allem bei J\u00fcngeren). Ergebnisse der ARD\/ZDF-Massenkommunikation Trends und ARD\/ZDF-Onlinestudie 2023. https:\/\/www.ard-media.de\/mediaperspektiven-themenwelten\/themamediennutzung\/audio\/steigende-radionutzung-vor-allem-bei-juengeren [letzter Zugriff 02.06.2024].<br><br>Bernd-Peter, Bernd-Peter (1999): <i>ABC des H\u00f6rfunks<\/i>. 2., \u00fcberarb. Aufl., Konstanz: UVK-Medien. Reihe Praktischer Journalismus Band 14.<br><br>Buchholz, Axel (2004): Moderation. In: Walther von La Roche und Axel Buchholz (Hrsg.): <i>Radio-Journalismus: ein Handbuch f\u00fcr Ausbildung und Praxis im H\u00f6rfunk<\/i>, 8. v\u00f6llig neu bearb. Aufl., M\u00fcnchen: List, S. 39\u201350.<br><br>Eroms, Hans-Werner (2008): Stil und Stilistik. Eine Einf\u00fchrung, Berlin: Erich Schmidt Verlag. Grundlagen der Germanistik 45.<br><br>Gebauer, Marie Luise (2015): \u00bbWenn du so auf der Autobahn unterwegs bist und den Sender dann wieder reinkriegst und diese bekannte Stimme h\u00f6rst, das ist ein St\u00fcck Heimat.\u00ab Beschreibungen von Morningshow-Moderationen zweier Radiosender aus Sicht der H\u00f6rer. In: Ines Bose. (Hrsg.): <i>Radio, Sprache, Klang<\/i>. Frankfurt am Main: PL Academic Research,S. 197\u2013220.<br><br>Grawunder, Sven und Sonja Kettel (2015): Anmoderieren\/ \u00dcberleiten \/ Antexten. Was passiert zwischen Meldung und Bericht in H\u00f6rfunknachrichten? In: Ines Bose. (Hrsg.): <i>Radio, Sprache, Klang<\/i>. Frankfurt am Main: PL Academic Research, S. 151\u2013170.<br><br>Krieg-Holz, Ulrike und Lars B\u00fclow (2016): <i>Linguistische Stil- und Textanalyse: eine Einf\u00fchrung<\/i>. T\u00fcbingen: Narr Francke Attempto Verlag.<br><br>Kr\u00f6mker, Heidi und Paul Klimsa (2005): Einf\u00fchrung: H\u00f6rfunkproduktion. In: Heidi Kr\u00f6mker und Paul Klimsa (Hrsg.): <i>Handbuch Medienproduktion: Produktion von Film, Fernsehen, H\u00f6rfunk, Print, Internet, Mobilfunk und Musik<\/i>. Wiesbaden: VS Verlag f\u00fcr Sozialwissenschaften, S. 237\u2013242.<br><br>Lindner-Braun, Christa (1998): Moderatorentest f\u00fcr den H\u00f6rfunk. In: Christa Lindner-Braun (Hrsg.): <i>Radioforschung. Konzepte, Instrumente und Ergebnisse aus der Praxis<\/i>. Opladen\/Wiesbaden: Westdt. Verl., S. 175\u2013190.<br><br>Medienp\u00e4dagogischer Forschungsverbund S\u00fcdwest (mpfs) (2023): JIM-Studie 2023 Jugend, Information, Medien. Basisuntersuchung zum Medienumgang 12- bis 19-J\u00e4hriger. Stuttgart. https:\/\/www.mpfs.de\/fileadmin\/files\/Studien\/JIM\/2022\/JIM_2023_web_final_kor.pdf [letzter Zugriff 02.06.2024].<br><br>Mykhalevych, Nadiia (2023): <i>Dialekte des Grauens: Diese deutschen Dialekte sind besonders unbeliebt. Bairisch oder S\u00e4chsisch: Eine aktuelle Umfrage offenbart die Dialekte, die die Deutschen am meisten nerven<\/i>, Preply. [online] https:\/\/preply.com\/de\/blog\/umfrage-deutsche-dialekte\/ [letzter Zugriff 27.10.2023].<br><br>Neu, Sabine (2004): Musik-Moderation. In: Walther von La Roche und Axel Buchholz (Hrsg.): <i>Radio-Journalismus: ein Handbuch f\u00fcr Ausbildung und Praxis im H\u00f6rfunk<\/i>, 8., v\u00f6llig neu bearb. Aufl., M\u00fcnchen: List, S. 192\u2013194.<br><br>Schlobinski, Peter; Kohl, Gaby und Ludewigt, Irmgard (1993): <i>Jugendsprache &#8211; Fiktion und Wirklichkeit<\/i>. Opladen: Westdeutscher Verlag.<br><br>Sturm, Robert und J\u00fcrgen Zirbik (1996): <i>Die Radio- Station. Ein Leitfaden f\u00fcr den privaten H\u00f6rfunk<\/i>. Konstanz: UVK Medien. Reihe Praktischer Journalismus Band 15.<br><br>Troesser, Michael (1986): <i>Moderieren im H\u00f6rfunk: handlungsanalytische Untersuchung zur Moderation von H\u00f6rfunksendungen des Westdeutschen Rundfunks mit Publikumsbeteiligung<\/i>. T\u00fcbingen: Niemeyer. Medien in Forschung + Unterricht: Serie A Band 22.<br><br>Wasian, Michael (2008): <i>Die Ver\u00e4nderung der Moderationskultur im Formatradio<\/i>. Berlin\/Bielefeld: Mensch-und-Buch-Verlag.<br><br>Schlobinski, Peter (1997): <i>Syntax des gesprochenen Deutsch<\/i>. Opladen: Westdeutscher Verlag.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00bbEin gro\u00dfer Teil dessen, was wir von anderen Menschen wissen, ist sprachlich vermittelt: \u00dcber Gespr\u00e4che, H\u00f6rfunk- und Fernsehbeitr\u00e4ge oder durch B\u00fccher, Zeitungen und Zeitschriften.\u00ab (Fr\u00fch 1992: 59) Der private H\u00f6rfunk hat seit jeher eine besondere Rolle in der Unterhaltungsbranche eingenommen. 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