Erst überlegen: Was könnte helfen?
Du hast jetzt viel gesehen, gehört und verstanden.
Bevor du Vorschläge liest, geht es wieder zuerst um deine eigenen Ideen.
Aufgabe: Was würdest du raten?
Stell dir vor, jemand aus der Geschichte fragt dich um Hilfe.
Überlege:
- Was könnte dieser Person helfen?
- Was sollte sie vielleicht nicht tun?
- Wer könnte unterstützen?
- Was könnten andere tun, die das mitbekommen?
Du kannst alleine nachdenken oder deine Ideen im Unterricht sammeln.
Es gibt oft mehrere sinnvolle Möglichkeiten, nicht nur eine.
Jetzt genauer: Möglichkeiten, mit solchen Situationen umzugehen
Im Folgenden findest du Beispiele für Strategien, die Menschen in belastenden Situationen im Netz nutzen können.
Nicht alles passt für jede Situation – wichtig ist, herauszufinden, was sich machbar anfühlt.
Für betroffene Personen
- Nicht allein bleiben: Mit jemandem darüber sprechen, dem man vertraut.
- Abstand schaffen, wenn es zu viel wird (zum Beispiel Pausen vom Handy).
- Beweise sichern, falls Unterstützung gebraucht wird.
- Blockieren oder Melden, wenn Inhalte verletzend sind.
- Sich bewusst machen: Ich bin nicht schuld.
Für andere, die es mitbekommen
- Nicht mitmachen und nichts weiterverbreiten.
- Betroffenen zeigen, dass sie nicht allein sind.
- Hilfe holen, wenn die Situation zu groß wird.
- Grenzen klar machen, wenn es möglich ist.
Nicht nur Unterstützung hat Folgen, sondern auch Schweigen.
Gemeinsam handeln
Viele Situationen lassen sich besser bewältigen, wenn mehrere Menschen beteiligt sind:
- Freund*innen können begleiten und stärken.
- Klassen oder Gruppen können Haltung zeigen.
- Erwachsene können Verantwortung übernehmen und schützen.
Hilfe zu holen ist kein Petzen, sondern ein Schritt, um sich selbst oder andere zu schützen.
Weitere Ressourcen zum Nachlesen
Diese Ressourcen sind hauptsächlich aus Sicht deiner Eltern formuliert. Sie enthalten aber trotzdem wichtige Strategien, die auch dir helfen können.
https://www.klicksafe.de/cybermobbing
https://www.schau-hin.info/cybermobbing
Zum Nachdenken
Vergleiche deine eigenen Ideen vom Anfang mit den Beispielen:
- Was siehst du jetzt anders als vorher?
- Welche Strategie würdest du dir selbst zutrauen?
- Welche würdest du jemand anderem empfehlen?
Wie es weitergeht
Du hast jetzt verschiedene Perspektiven kennengelernt, Situationen eingeordnet und Möglichkeiten zum Handeln betrachtet.
Im nächsten Schritt geht es darum, das Erlebte noch einmal einzuordnen und zu reflektieren. Dieses Mal mit etwas mehr Abstand.