Herzlich Willkommen!
Diese Seite und alle ihre Inhalte wurden im Zuge des Seminars „Informationsdidaktik I – Leben und Lernen in einer digitalen Welt“ erstellt. Sie sollen der Erarbeitung des Themas „Cybermobbing“ inklusive verschiedener Rollen und Selbstbehauptungsstrategien ermöglichen.
Um Ihnen als Lehrkraft die Vorbereitung zu erleichtern, sind auf dieser Seite Hintergrundinformationen zusammengetragen, die Sie bei der Vorbereitung unterstützen.
Theoretischer Hintergrund
Hier finden Sie zusammengestellte Paper und wissenschaftliche Artikel, die theoretisch in das Thema und aktuelle Zahlen einführen.
Theorie (wissenschaftliche Grundlagen & aktuelle Zahlen)
Ray, G., McDermott, C. D., & Nicho, M. (2024).
Cyberbullying on social media: Definitions, prevalence, and impact challenges. Journal of Cybersecurity, 10(1), tyae026.
https://doi.org/10.1093/cybsec/tyae026
Die systematische Review analysiert 71 Studien (2007–2022) zu Definitionen, Prävalenz und Auswirkungen von Cyberbullying auf Social Media. Zentrale Ergebnisse sind starke begriffliche Inkonsistenzen, Zusammenhänge mit dunklen Persönlichkeitsmerkmalen sowie der Bedarf an einer standardisierten Definition und mehr Forschung zu Erwachsenen.
Kumar, V. L., & Goldstein, M. A. (2020).
Cyberbullying and adolescents. Current Pediatrics Reports, 8, 86–92.
https://doi.org/10.1007/s40124-020-00217-6
Der Übersichtsartikel beschreibt Epidemiologie, biopsychosoziale Folgen und Versorgungsaspekte von Cyberbullying im Jugendalter. Besonders hervorgehoben werden psychische und körperliche Auswirkungen sowie die Bedeutung von Screening, Prävention und mehrstufigen Interventionen.
Grover, S., & Raju, V. V. (2023).
Cyberbullying: A narrative review. Journal of Mental Health and Human Behaviour, 28(1), 17–26.
https://doi.org/10.4103/jmhhb.jmhhb_47_22
Die narrative Reviewarbeit fasst Forschung zu Formen, Prävalenz, Risiko- und Schutzfaktoren sowie psychischen Folgen von Cyberbullying zusammen. Sie berichtet stark variierende Prävalenzraten (Opfer: 10–40 %, Täter: 3–20 %) und betont präventive Ansätze in Familie, Schule und Gesundheitswesen.
Gohal, G., Alqassim, A., Eltyeb, E., et al. (2023).
Prevalence and related risks of cyberbullying and its effects on adolescents. BMC Psychiatry, 23, Article 39.
https://doi.org/10.1186/s12888-023-04542-0
Die Querschnittsstudie untersucht Prävalenz, Risikofaktoren und psychische Auswirkungen von Cyberbullying bei Jugendlichen in Saudi-Arabien. Sie zeigt eine hohe Betroffenheit (42,8 %) sowie signifikante Zusammenhänge mit schulischer Leistung, psychischer Belastung und Selbstgefährdung.
Robert Koch-Institut. (2024).
Mobbing und Cybermobbing bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Journal of Health Monitoring.
https://www.rki.de/DE/Aktuelles/Publikationen/Journal-of-Health-Monitoring/GBEDownloadsJ/Focus/JHealthMonit_2024_01_Mobbing.pdf
Der Bericht analysiert auf Basis der HBSC-Studie 2022 die Verbreitung von schulischem Mobbing und Cybermobbing bei 11-, 13- und 15-Jährigen in Deutschland. Die Ergebnisse zeigen stabile bis rückläufige Mobbingraten, aber einen Anstieg von Cybermobbing seit 2017/18 sowie besondere Betroffenheit gender-diverser Jugendlicher.
Weiterführendes Material (Praxis & Handlungsempfehlungen)
klicksafe. (o. J.).
Was tun bei Cybermobbing?
https://www.klicksafe.de/materialien/was-tun-bei-cybermobbing
Das Material bietet eine strukturierte Übersicht zu Handlungsmöglichkeiten bei Cybermobbing. Es richtet sich an pädagogische Fachkräfte und verbindet Hintergrundwissen mit Praxisimpulsen.
Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur e. V. (GMK). (o. J.).
Cyber-Mobbing: Handreichung für die pädagogische Praxis.
https://www.gmk-net.de/wp-content/t3archiv/fileadmin/pdf/Praesentationen/ajs_handreichung_cyber-mobbing.pdf
Die Handreichung stellt Cybermobbing als medienpädagogisches Thema dar und erläutert typische Verlaufsformen. Sie enthält Anregungen für Prävention und pädagogische Intervention im schulischen Kontext.
Informationen zum Einsatz im Unterricht
Neben den untenstehenden Informationen steht Ihnen außerdem eine Handreichung zur Verfügung, welche Sie hier herunterladen können.
Die Inhalte gliedern sich in 5 Phasen und sind modular aufgebaut, sodass nicht die gesamten Inhalte verwendet werden müssen.

Die Inhalte setzen einen starken Fokus auf eigenständiges Entdecken. Der Einstieg erfolgt über ein Branching-Scenario, in welchem dem Schüler*innen Cybermobbing aus Opferperspektive erleben. Daher ist hier eine anschließende, bestenfalls geführte, Reflexion nötig, um die gefühlten Emotionen einzuordnen. Allerdings werden durch das Erleben bereits erste Merkmale von Cybermobbing erkannt.
Im Anschluss kann sich ein Block zum Thema Rollenverständnis anfügen. Dies geschieht über Dialoge, welche sowohl als Audio als auch als Skript zur Verfügung stehen. Hier wird zwischen Tätern und Mitläufern, sowie Bystandern unterschieden.
Der theoretische Block ist zweigeteilt. Zunächst sollen die Schüler*innen basierend auf ihren Erfahrungen eigene Definitionen und Kriterien formulieren, bevor sie sich mithilfe altersgerechter Materialien über das Thema informieren. Hierzu wird auf Aufklärungsseiten, wie klicksafe.de verwiesen. Somit handelt es sich hier nur um eine vom Blogersteller bereitgestellte Auswahl, welche erweitert und ausgetauscht werden.
Im nächsten Schritt werden Handlungsstrategien vermittelt. Auch hier können die Schüler*innen zunächst selbst aktiv werden und auch in Gruppen eine Brainstorming-Phase durchlaufen. Auch hier wird eine Auswahl bereitgestellt, welche erweitert und ausgetauscht werden kann.
Abschließend bietet es sich an, das Branching-Scenario erneut zu durchlaufen, um den Schüler*innen andere Entscheidungen auf Basis ihre neu erworbenes Meta-Wissens zu treffen.
Insgesamt sollten aufgrund der Masse mindestens 4 Unterrichtseinheiten für das Projekt eingeplant werden, um die selbstständige Auseinandersetzung nicht durch fehlende Zeit zu hindern.
Datenschutz und Kontakt
Die Seite ist nicht trackend und DSGVO-konform. Auch die verlinkten interaktiven Inhalte auf zum.apps sind nicht trackend und DSGVO-konform. Weitere verlinkte Websites können Cookies abfragen. Eine Ablehnung oder Zustimmung liegt in Ihrem Ermessen.
Bei Fragen oder gefundenen Fehlern wenden Sie sich bitte an den Blogersteller unter: kevin.bellin@student.uni-halle.de.