Studierendenkongress 2026: Literatur und Digitalität

14.05.-16.05.2026 an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
14.05.-16.05.2026 an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Schon längst hat die Digitalität Produktion, Rezeption sowie die Form literarischer Texte verändert. Diese digitale Durchdringung des Literarischen beeinflusst dabei nicht nur individuelle Lektürepraktiken, sondern auch unser wissenschaftliches Forschungsinteresse:
Wie beeinflusst KI die Debatte um Autor*innenschaft?
Welche Rolle spielen digitale Buchplattformen bei Kanonisierungsprozessen?
Wie verändert distant reading unser Verständnis von Literatur(wissenschaft)?
Wie beeinflussen digitale Strukturen das Bias in Bezug auf race, class und gender?
Wie wird Digitalität als Motiv in der Literatur verhandelt?

Als allgemeine und vergleichende Literaturwissenschaft beschäftigt sich die Komparatistik mit Grundfragen der Literatur aus interdisziplinärer Perspektive und ist daher in besonderem Maße dazu geeignet, das Verhältnis differenziert zu untersuchen. Gleichzeitig ist Digitalität ein Phänomen, das nicht nur die Komparatistik betrifft, sondern auch zahlreichen anderen Disziplinen inhärent ist, diese herausfordert und bereichert. Während die Disziplinen der Film- und Medienwissenschaft, der Digital Humanities oder der Game-Studies bereits ihrem Ursprung nach in digitalen Kontexten verankert sind, stehen Disziplinen wie die Komparatistik, die Philologien oder die Mediävistik vor der Aufgabe, ihre Gegenstände und Zugänge im Kontext der Entwicklungen zu reflektieren. Der 16. Studierendenkongress soll daher – dem hybriden Gegenstand entsprechend – als interdisziplinäre Plattform gestaltet werden, die es Studierenden aus unterschiedlichen Fachrichtungen ermöglicht, gemeinsam miteinander ins Gespräch zu kommen.