
Eva Leitzke-Ungerer (geb. 1954 in München) studierte Romanistik und Anglistik an der Universität München und schloss das Studium mit dem Ersten und Zweiten Staatsexamen sowie dem Magistergrad ab. Sie promovierte, ebenfalls in München, in der Englischen Sprachwissenschaft (1988) und ging 1988/89 als Lektorin an das Westfield College der University of London.
Nach kurzer Tätigkeit als Gymnasiallehrerin in München und längerer Elternzeit war sie ab 1995 Lehrbeauftragte am Institut für Romanistik der Universität Rostock für die Bereiche Fachdidaktik Französisch und französische Landeskunde. Dort habilitierte sie sich 2003 für die Didaktik der romanischen Sprachen, Literaturen und Kulturen und war von 2003-2006 als Vertretungsprofessorin in Göttingen und Halle tätig.
Zum 1. März 2006 wurde sie als Professorin für Didaktik der romanischen Sprachen nach Halle berufen, wo sie zudem die Leitung des Bereichs Sprachpraxis des Instituts für Romanistik übernahm. Mehrfach lehrte sie im Rahmen von Erasmus- bzw. DAAD-Dozenturen in Spanien und Argentinien.
2012 rief Eva Leitzke-Ungerer in Kooperation mit der Anglistik und Slavistik den ersten Zertifikatskurs „Bilingualer Sachfachunterricht“ für Lehramtsstudierende ins Leben; diese Kurse werden auch nach ihrem Eintritt in den Ruhestand 2021 regelmäßig weitergeführt.
Ihre Forschungsschwerpunkte waren neben dem Bilingualen Sachfachunterricht die Mehrsprachigkeitsdidaktik (Englisch-Französisch-Spanisch), literarische Texte, Intermedialität und Film im Fremdsprachenunterricht sowie sprachliche Varietäten und szenische Arbeit im Unterricht der romanischen Sprachen.