»Aurora Borealis«

Das Semester ist vorüber und das StudiLab hat ein Gewinnerkonzept gekührt: »Aurora Borealis« von Maria Augsten, Marlena Lengert, Luca Mayer, Vinh Nguyen und Sinja Tetzlaff. Herzlichen Glückwunsch! Hier folgt eine Zusammenfassung des Gewinnerkonzepts, das im Oktober 2026 von der Staatskapelle Halle unter Leitung von Fabrice Bollon im Volkspark Halle realisiert wird.

Wunder am Winterhimmel

Sonnenwinde treffen mit 400 Kilometern pro Sekunde auf das Magnetfeld unserer Erde. Was bedeutet das für uns? Ein Wunder am Nachthimmel: Polarlichter (oder: Aurora Borealis entstehen. Das spektakuläre Naturschauspiel steht im Zentrum des immersiven Konzerterlebnisses, das Besucher*innen zu einer fantastischen musikalischen und visuellen Meditation einlädt. Über eine gute Stunde entsteht aus tiefdunkler Nacht langsam und allmählich Licht. Wenn alle Bedingungen stimmen – der Nachthimmel sternenklar ist und die Sonnenwinde auf das Magnetfeld der Erde treffen – entfaltet sich langsam und stetig das spektakuläre Naturphänomen am Nachthimmel und hüllt den Betrachter in ein fremdartiges und bezauberndes Farbspiel.

Skizze Aurora Borealis im Volkspark Halle

Die Nordlicht-Installation, die zum Höhepunkt des Konzerts zum Einsatz kommen soll, ist inspiriert von der Kunst-Installation »Digital Nordlys« von Show Productions unter der Leitung von Nicolas Tony Nielsen, die beim Copenhagen Light Festival 2025 kreiert wurde. Das Ein- und Ausschwingen der Nordlichter wird auch durch Klang- und Kunstinstallationen beim Ein- und Ausgang um das Konzert gerahmt. Dazu kreieren Studierende der Burg Giebichenstein aus der Klasse von Yuka Oyama Mobiles, die sich ebenfalls mit dem Thema »Wunder« befassen.

Raum zum Staunen und Mitmachen

Während das Orchester fest auf und vor der Bühne platziert ist, ist das Publikum flexibler: Statt fester Bestuhlung besteht die Möglichkeit, sich frei im Raum zu bewegen – oder mit einem Sitzkissen variabel zu positionieren. So können unterschiedliche Perspektiven und Hörerlebnisse während des Konzerts spielerisch erkundet werden. Ebenfalls wird das Publikum eingeladen, sich am Erwecken der Polarlichter aktiv zu beteiligen. Dazu werden verschiedene Utensilien verteilt, mit denen Besucher*innen Lichtreflektionen in den Raum werfen können.

Nordische Klänge

Auch musikalisch wandelt das Konzert im hohen Norden: Ausschließlich finnische Komponisten werden hier aufgeführt. Zu Beginn illustriert Jean Sibelius‘ Tapiola die nächtliche Atmosphäre. Die elementaren Kräfte des Winds, der Kälte und der Dunkelheit verdichten sich in Sibelius‘ Cassazione und Auszügen aus Magnus Lindbergs Two Episodes. Robert Kajanus‘ Rhapsody 1 illustriert den weichen Zauber abendlicher Sonnenstrahlen, ihr Farbenspiel steigert sich in Lindbergs Absence und Herman Rechbergers Kaamos (Polar Night). Der dritte Satz der 5. Sinfonie von Jean Sibelius bildet musikalisch den Höhepunkt des Konzerts: Das Naturspektakels der Polarlichter erscheint.

Das Konzert findet während der Erstsemester-Woche zu Beginn des Wintersemesters 2026/27 statt und lädt alle neuen Studierenden zu einem besonderen ersten Konzerterlebnis in Halle ein.

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