Zerebraler Blutfluss bei visueller Stimulation mit hohen Bildraten

Auch geringes Flackern von Bildschirmen oder im Kino verursacht Ablenkung, Unbehagen und visuelle Ermüdung.

Die Erhöhung der Bildwiederholfrequenz reduziert auch minimales Flackern. Hohe Bildwiederholfrequenzen (Abkürzung: HFR) werden deswegen immer häufiger in Bildschirmen wie z.B. bei Gaming-Monitoren oder in Handys eingesetzt. Kinos bzw. Filmfirmen weltweit rüsten auch auf diese innovative Technik um.

Zuschauer berichteten, dass solche höheren Bildwiederholfrequenzen sie fühlen lassen, „als wären sie direkt im Film dabei“. Sie empfinden solche Filme außerdem als angenehm und als besonders flüssig.

Die Forschung zu dem Thema zeigte, dass höhere Bildwiederholfrequenzen bei empfindlichen Menschen seltener Migräneattacken oder epileptische Anfälle auslösen. Außerdem sind die Hirnströme dem normalen Sehen ähnlicher als bei den niedrigeren Bildwiederholfrequenzen. Es könnte also sein, dass das Sehen mit hohen Bildwiederholfrequenzen dem natürlichen Sehen ähnlicher ist, weil das Bildschirm-Flackern der niedrigeren Bildwiederholfrequenzen nicht weggerechnet werden muss. Wenn dem so ist, könnte das Sehzentrum im Gehirn weniger Energie bei Sehen von Videos mit höheren Bildwiederholfrequenzen verbrauchen. Dies soll in einer Studie der Neurologischen Klinik des Universitätsklinikums Halle untersucht werden. Der Blutfluss zum Sehzentrum wird dabei mit dem Ultraschall gemessen, die Untersuchung wird maximal 1 Stunde dauern.

Gesucht werden Freiwillige zwischen 18 und 50 Jahren. Eine finanzielle Entschädigung kann nicht angeboten werden. Wenn Sie Interesse an einer Studienteilnahme haben, nehmen Sie Kontakt auf oder lassen sich weiteres Informationsmaterial zusenden:

Dr. Ole Hensel,
Email: hfr@medizin.uni-halle.de

Freie Untersuchungtermine.