Was ist das StudiLab?

StudiLab „Wut“ © Anna Kolata

Beim StudiLab handelt es sich um eine Kooperation zwischen der Staatskapelle Halle und der Abteilung Musikwissenschaft der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Das Projekt zielt darauf ab, Studierenden die Möglichkeit zu eröffnen, das Konzertleben der Stadt Halle aktiv mitzugestalten. Im Wintersemester 25/26 entwickeln Studierende unterschiedlicher Fachbereiche (Musikwissenschaft, Musikpädagogik, Medien- und Kommunikationswissenschaft) in feststehenden Kleingruppen eigenständige Konzertformate zum übergeordneten Thema »Wunder« – mit dem Ziel, klassische Musik anders erfahrbar zu machen.

Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur die Musik selbst, sondern das Konzert als Ganzes: der Raum, das Publikum, die Atmosphäre, die Kommunikation und die Frage, wie all diese Elemente zusammenspielen können.

Ein Labor für neue Konzertideen

Der Name StudiLab ist Programm: Das Seminar versteht sich als Labor, als Ort des Ausprobierens, Fragens und Experimentierens. Ausgangspunkt ist das Konzept des Konzertdesigns, das Konzerte nicht als festgelegtes Ritual begreift, sondern als gestaltbare Situation.

Wie kann man ein Konzert bewusst neu denken?
Wie wirkt Raum und wie kann man ihn gestalten?
Wie kann man Beziehungen zwischen Musiker*innen und Publikum herstellen?
Welche Erwartungen bringt man mit – und wie kann man mit ihnen spielen?

Diesen Fragen nähern sich die Studierenden nicht nur theoretisch an, sondern in einem offenen Arbeitsprozess, der künstlerische, organisatorische und gesellschaftliche Aspekte zusammenführt.

Wie arbeitet das StudiLab?

Im Verlauf des Semesters entwickeln die Studierenden in vier Gruppen jeweils einen Entwurf für ein experimentelles Konzertformat. Begleitet wird diese Arbeit durch Impulsvorträge von Expert*innen aus unterschiedlichen Bereichen, darunter Orchestermanagement, Raum- und Akustikfragen, Marketing und Musikvermittlung.

Neben der konzeptionellen Arbeit gehören auch gemeinsame Konzertbesuche, Diskussionen und die Auseinandersetzung mit bestehenden Konzertformen zum Seminar. Ziel ist es, die eigenen Ideen nicht nur zu entwerfen, sondern sie kritisch zu reflektieren und begründet weiterzuentwickeln.

Abschlusspräsentation

Die vielfältigen Konzertideen der Kleingruppen werden am 12. Februar 2026 in einer öffentlichen Abschlussveranstaltung vorgestellt. Eine Jury entscheidet dabei gemeinsam mit dem anwesenden Publikum, welches der Konzepte von der Staatskapelle Halle im Oktober 2026 im Volkspark Halle in der Konzertreihe „DurchEinander. Orchester in Bewegung“ umgesetzt wird. Das Konzert richtet sich explizit auch an junge Studierende, die im Oktober in Halle ihr Studium aufnehmen. Ein Konzert von Studierenden für Studierende.

Scroll to Top