PRELUDE

ÜBER UNSER PROJEKT

Zu schmale Lippen, ein zu kleiner Po, schlaffe Haut, eine nicht perfekte Nase – Gedanken über den eigenen Körper, die sich nicht allein aus dem Betrachten im Spiegel ergeben.                                       Auch Bemerkungen und bewertende Kommentare aus dem Umfeld können Zweifel an der eigenen Erscheinung lauter werden lassen.      In den sozialen Medien stoßen wir auf modellierte Körper und Gesichter – wir geraten in einen unrealistischen Vergleich. Einen Klick weiter: Werbung für Beauty-Docs, Tools und Cremes. Der Weg zu verstärkten Selbstzweifeln ist nur einen Swipe entfernt, genau wie die “Lösung” für die vermeintlichen Makel.

Schönheitsideale gab es schon immer. Doch heute scheint der Weg, der zu Perfektion und Selbstoptimierung führt, so einfach und selbstverständlich wie noch nie.                                                                     Mit Hilfe von Schönheitseingriffen gibt es fast keine Grenzen, den eigenen Körper in die “richtige” Form zu bringen.

„Äpfel mit Birnen vergleichen – etwas Unvergleichbares vergleichen.“

So lautete das Semesterthema für dieses studentisches Projekt.        Beim gemeinsamen Brainstorming kam die Thematik der Körpervergleiche auf. In einer Welt geprägt von Social Media, KI und Perfektion naheliegend. Menschen vergleichen sich selbst.

Doch ist dies nicht eigentlich ein Vergleich von Äpfeln mit Birnen? 

Im Zuge dessen kamen auch die sogenannten Apfel- und Birnentypen zur Sprache, mit denen unterschiedliche Körperformen anhand ihrer Silhouette kategorisiert werden. Persönliche Erfahrungen und Eindrücke aus dem eigenen Leben und Umfeld gaben einen zusätzlichen Impuls, Schönheitsideale und den Prozess dahin zu thematisieren.

 Ohne zu urteilen, fragt das Projekt: „Wer schön sein will, muss leiden“, aber wie viel Risiko ist ein schönerer Körper wert? Und was passiert, wenn der Wunsch nach Veränderung stärker wird als die Angst vor den Konsequenzen?