Begriff und Merkmale

Definition

Satire ist eine Kunstform, mit der Personen, Ereignisse oder politisch-gesellschaftliche, allgemeinmenschliche Missstände und Unzulänglichkeiten kritisiert werden. Die satirische Darstellungsweise tritt in verschiedenen medialen Formen auf, so, wie in der Form von literarischen oder journalistischen Texten, Zeichnungen (evtl. Karikaturen), Fernsehsendungen und Kabarettprogrammen.

Merkmale der Satire

  • Satiriker lieben die Übertreibung, den grotesken, doch entlarvenden Vergleich und die Offenlegung von Widersprüchen in Lebensführung und Gesellschaft
  • Satiriker sind ironisch, sarkastisch und manchmal pathetisch
  • Satire parodiert, travestiert und persifliert. Sie ist einseitig, polemisch, nicht selten aggressiv. Kurzum: Es ist nicht ihre Aufgabe, ihrem Gegenstand Gerechtigkeit widerfahren zu lassen

Satire als Gattung und Darstellungsweise

  • Literaturwissenschaftlich ist die Satire nur schwer zu bestimmen und abzugrenzen, weil sich ihre Gattungseigenschaften (Übertreibung, Ironie, Parodie…) mit denen anderer literarischer Gattungen und Formen vielfach überschneiden
  • Unterschied zwischen Satire als literarischer Gattung und Satire als Art und Weise der Darstellung
  • Die Satire als eigenständige Gattung, also als eine spezifische, Satire genannte Textsorte, kennt dabei wieder verschiedene Unterformen: die Menippeische Satire der Antike, die Narrenliteratur der Renaissance, die Spießbürgersatire der Romantik und viele andere
  • Satire als Darstellungsweise kommt in allen möglichen Gattungen vor, nämlich immer dann, wenn Dinge eben satirisch dargestellt werden, sei es in Romanen, Dramen oder Gedichten usw.

Quelle: https://sarkasmus-ironie-zynismus.de/merkmale-der-satire/

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