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Am Ende ein Fest

 

Ein Anruf von Gott. Er bittet die Bewohnerin einer Seniorenresidenz, ihre Behandlung fortzusetzen, es sei gerade kein Platz im Himmel frei. Der Anrufer heißt in Wahrheit Yehezkel, der mit seiner Frau Levana in einem Jerusalemer Seniorenheim wohnt und dort vor allem eines tut: tüfteln. Mit verschiedensten Erfindungen versucht er, das Leben der Bewohner zu verbessern. Als sein Freund Max an Krebs erkrankt, denkt er angesichts der Schmerzen und der Ausweglosigkeit der Situation seines Freundes darüber nach, auch ihm, der nicht mehr leben möchte, zu helfen. Das Problem: Er hat zwar Helfer, aber keiner will sich strafbar machen und selbst Hand anlegen. Also erfindet Yehezkel eine Selbsttötungsmaschine, die schon bald das Interesse anderer Bewohner weckt.

Granits Film ist anfangs eine etwas verschrobene Komödie, macht aber in seinem Verlauf Platz für eine ruhigere und ernstere Behandlung seiner Themen. Was macht ein Leben lebenswert? Darf man über den eigenen Tod entscheiden? Dabei wird „Am Ende ein Fest“ nie auf bedrückende Weise schwerfällig und liefert gerade dadurch ein lebens-bejahendes Plädoyer, in dem der Tod seine Schrecken verliert.

Am Ende ein Fest
ISR, DE 2014; 92 min
Regie: Tal Granit
Darsteller: Ze'ev Revach, Aliza Rosen, Raffi Tavor, Levana Finkelstein

 


Referent:

Prof. Dr. Hans Lilie ist Gründungsprofessor für Strafrecht, Strafprozessrecht, Rechtsvergleichung und Medizinrecht an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg sowie Mitglied des dortigen Direktoriums des Interdisziplinären Wissenschaftlichen Zentrums Medizin-Ethik-Recht. Er ist zudem Vorsitzender der Ständigen Kommission Organtransplantation der Bundesärztekammer.

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