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Halt auf freier Strecke

Frank Lange ist ein 44jähriger, durchschnittlicher Familienvater, mit Reihenhaus, Frau und zwei Kindern. Sein durchschnittliches Leben bricht plötzlich zusammen, als bei ihm ein bösartiger und inoperabler Gehirntumor diagnostiziert wird. Er dokumentiert das Fortschreiten seiner Krankheit mit dem eigenen Smartphone. Während seine Familie zunehmend mit der Situation überfordert ist, verliert Frank immer öfter die Orientierung und unterliegt, gezeichnet durch die Krankheit und Einnahme von Schmerzmitteln, einer starken Persönlichkeitsveränderung.

Andreas Dresens Film dokumentiert mit einfühlsamer Nähe und beeindruckendem Realismus Krankheit und Sterben seines Protagonisten. Was dieser Prozess nicht nur für den Patienten selbst, sondern auch für dessen Familie bedeutet, wird vor allem durch die großartigen Hauptdarsteller greifbar. Durch Laiendarsteller erhält der Film zudem eine Authentizität, die so im Kino nur selten zu erleben ist. „Halt auf freier Strecke“ zeigt die banalen und grausamen Momente des Sterbens ebenso wie Momente von Wärme, Würde und Barmherzigkeit, um die die Familie zunehmend kämpfen muss.

D 2011; 109 Min.
Regie: Andreas Dresen
Darsteller: Steffi Kühnert, Milan Peschel, Talisa Lilli Lemke

Referenten:

Prof. Dr. Jan Schildmann ist Internist und Direktor des Institutes für Geschichte und Ethik der Medizin an der MLU Halle-Wittenberg. Forschungsschwerpunkte: Klinische Ethik, Ethik der Forschung mit Menschen, Norm und Empirie in der Medizinethik.

Dr. Florian Bruns ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geschichte und Ethik der Medizin an der MLU Halle-Wittenberg. Zu seinen Forschungsthemen gehören ethische Fragen am Lebensende.

 

 

 

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