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unSTIMMig?!

Unsere Stimme verändert sich. Ein Leben lang. Und so kann es manchmal sein, dass etwas unstimmig ist. Durch Krankheit, durch Überbelastung oder durch Stress beispielsweise. Häufig stellt sich dann die Frage: wann zum Arzt? Warum das knifflig sein kann und welche Fragen bei der Entscheidung helfen, darum soll es gehen.

Unsere Stimmlippen besitzen fast keine Schmerzrezeptoren, wir spüren auf den Stimmlippen selbst also keine Schmerzen. Bei Halsschmerzen ist es das umliegende Gewebe, welches den Schmerz sendet. Als Marker für die Entscheidung zum Arzt zu gehen, taugt ein Schmerzempfinden daher nur sehr bedingt. Selbst bei größeren Schäden an den Stimmlippen spüren wir keinen Schmerz.

Durchaus gibt es Zahlen und Normwerte, um eine Stimme als gesund und belastbar einzustufen. Diese Werte lassen sich für Lai*innen jedoch nur schwer erheben und richtig interpretieren.

„Dann bleibt es also beim Gefühl“ monierte ein Lehrer in einem meiner Workshops. Die Antwort lautet: ja und nein. Drei Kriterien können euch dennoch eine Richtung weisen.

  1. Heiserkeit oder andere klangliche Veränderungen deiner Stimme. Beispiel: du bist seit mehr als 3 Wochen heiser, deine Stimme klingt rau oder dünn und du erkennst sie nicht wieder.

2. subjektive Missempfindungen beim Sprechen. Beispiel: seit einigen Wochen räusperst du dich hochfrequent, hast ein Kloßgefühl im Hals oder ein starkes Trockenheitsgefühl.

3. Leistungseinschränkung. Beispiel: Du hast seit einiger Zeit zunehmend Schwierigkeiten den schulischen Alltag stimmlich zu meistern. Spätestens am Freitag ist deine Stimme matt und angestrengt.

Diese 3 Kritierien können erste Hinweise für dich sein, um einen Arzt zu konsultieren. Dabei reicht es aus, wenn eines der drei auf dich zutrifft.

Hier noch einmal ein Entscheidungsbaum für einen noch besseren Überblick:

Was dich in der HNO-Praxis erwartet und wie dein Weg in die Stimmtherapie aussehen könnte, erfährst du im nächsten Blogartikel im März.

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Wenn-dann-Pläne

Wir wünschen euch aus der LSQ-Zentrale heraus ein gesundes neues Jahr 2026!

Ein neues Jahr bringt häufig neue und alte Vorsätze: mehr Entspannungspausen, morgens ein Glas Wasser trinken, etwas für die eigene Stimme tun… Um (diesmal auch wirklich) dranzubleiben, möchte ich dich mit den Wenn-dann-Plänen bekanntmachen.

Wenn-dann-Pläne sind ein Strategie aus der modernen Motivationspsychologie, die die Selbstregulation fördert und die Wahrscheinlichkeit zur Durchführung einer Handlung erhöht. Dabei brauchst du neben deinem Ziel ein bis drei Wenn-dann-Sätze. Hier ein Beispiel: Mein Ziel ist es in diesem Jahr mehr für meine Stimme zu tun. Ohne Wenn-dann-Pläne bleibt die Umsetzung dieses Ziels sehr unkonkret und es ist wahrscheinlich, dass du diesen Vorsatz wieder fallen lässt.

Wenn-dann-Pläne unterstützen hier die Konkretisierung und bilden eine Art Handlungsanweisung. Wenn-dann-Pläne für unser Beispiel: Wenn ich morgens aufstehe, dann räkle ich mich und gähne oder seufze. Wenn ich beim Frühstück Radio höre, dann summe ich bei einem Lied mit. Wenn der Wasserkocher läuft, dann werde ich Lippenflattern. Schon viel konkreter, oder?

Einen Wenn-dann-Plan zu schreiben ist dabei ganz einfach und passt in einen Satz. „Wenn Situation x eintritt, dann werde ich Verhalten y ausführen.“ Dieser kleine Kniff kann helfen ein Ziel tatsächlich zu erreichen. Zusätzlich wirkt es unterstützend, wenn du dein Ziel samt Plänen einmal aufschreibst und Anderen davon berichtest. Wir wünschen dir viel Freude beim Pläne schmieden und Ziele erreichen!

Du willst mehr zu wenn-dann-Plänen erfahren? Hier geht es zu einem Artikel der Uni Konstanz:

https://kops.uni-konstanz.de/server/api/core/bitstreams/015e45b0-7875-43a1-bea5-f33b3e070d24/content