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Raum für Stimme

Mit einem kleinen Launch haben wir am 24.06.26 auf die Neugestaltung des Stimmcheck-Raums am Zentrum für Lehrer*innenbildung angestoßen. Trotz der höchstsommerlichen Temperaturen folgten viele Kolleg*innen der Einladung und warfen einen Blick in den Raum, in dem gesummt, gebrummt und gerufen wird.

Der Raum wurde in den vergangenen Wochen umgestaltet. Neben einer optimierten Akustik und verbesserten Schalldämmung bietet er nun eine hellere Atmosphäre. Das schafft ideale Bedingungen und mehr Wohlgefühl für die Durchführung von entspannten Stimmchecks und angenehmen Beratungen.

Bei einem Stimmcheck werden Messungen zu Umfang, Klang und Belastbarkeit der Stimme durchgeführt. Auf Grundlage der Messungen können Stimmen grafisch sichtbar gemacht, Studierende in ihren Kompetenzen als Berufssprecher*innen bestärkt und stimmliche Ressourcen durch einfache Übungen aktiviert werden. Das Format richtet sich an alle Lehramtsstudierenden, die ihre eigene Stimme besser kennenlernen und frühzeitig für den Lehrberuf pflegen und kräftigen wollen.

Bei kleinen Snacks und kühlen Getränken bot der Nachmittag Gelegenheit, einen Eindruck vom Raum zu gewinnen und sich über das Angebot auszutauschen. Alle Lehramtsstudierenden und interessierte Kolleg*innen sind herzlich eingeladen, sich einen Termin zum Stimmcheck oder natürlich auch für eine Raumbesichtigung zu buchen. 😉

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Wissen

Wissen, das schmeckt!

Von TikTok bis Brücke

Zwei Studierende erstellten ein Video, das mit Humor, Dynamik und Schnelligkeit die Kernbotschaften ihres Themas prägnant auf den Punkt bringt.

Hier geht es zum Video-Wissenssnack:

Doch wie kam es zu diesem Beitrag?

Wir alle kennen das Phänomen: Referate, bei denen die spannendste Information die Folienanzahl der PowerPoint-Präsentation ist. Um das zu vermeiden, habe ich meinen Studierenden in diesem Semester eine alternative Aufgabe gestellt: den „Wissenssnack – Wissen, das hängen bleibt!“

Das Konzept: Die Studierenden erhielten kompaktes Fachwissen zu den Themen „Atmung und Lampenfieber“ oder „Stimme und Resonanz“. Die Aufgabe bestand darin, das inhaltliche Fundament kurz, knackig und unterhaltsam zu präsentieren. Ein klassisches Vortragen war explizit verboten. Stattdessen sollten Formate genutzt werden, die die Gruppe abholen und interaktiv einbinden – im Solo-Modus (maximal 3 Minuten) oder als Team (maximal 6 Minuten).

Es ging bei der Aufgabe nicht um ein fehlerfreies Abliefern, sondern um das Ausprobieren von Ausdruck und Präsenz sowie das Priorisieren von Informationen. Die Ergebnisse sprechen für sich.

Weitere Beispiele:

Im Seminar wurden ganz unterschiedliche Ideen umgesetzt. Eine Studentin funktionierte das Ganze spontan in eine Talkshow um: Vor ihrem Snack verteilte sie kurzerhand Skripte an Teilnehmende aus der Gruppe, die bis dahin nichts von ihrem Glück ahnten. Plötzlich fanden sie sich in den Rollen von Lunge, Zwerchfell und Lampenfieber wieder und erklärten gemeinsam mit der Moderation die Atmung. Bei einer anderen Umsetzung standen alle Teilnehmenden mit einem eigenen Auftrag im Kreis und führten diesen eine Minute lang aus. Dadurch entstand das plastische Bild einer Gruppe, die verschiedene Symptome von Lampenfieber zeigte, während einige dazwischen Atemübungen durchführten.

In einer weiteren Präsentation wurde eine Szene gespielt, in der sich die gesamte Gruppe im Backstage-Bereich befand und eine aufgeregte Mitspielerin beruhigen sollte, indem alle zusammen eine Atemübung absolvierten. Eine Studentin veranschaulichte die Funktionsweise des Zwerchfells zudem direkt mit dem eigenen Körper, indem sie die Bewegung in der sportlichen Brückenposition darstellte.

Das war anschaulich und im Wortsinne beMERKENswert.

Mein Fazit:

Die Snacks haben nicht nur geschmeckt, sondern waren gut verdaulich und eine passende und sinnvolle Übungseinheit für die eigene Präsenz und den eigenen Sprechausdruck.

Das Konzept ging auf. Der Verzicht auf Textfolien lohnt. Wenn der Fokus auf der Interaktion und der Reduktion auf die Kernbotschaften liegt, erhöht das die Aufmerksamkeit im Seminarraum deutlich. Da es bei der Aufgabe vor allem um das Ausprobieren von Ausdruck und Präsenz ging, haben die Studierenden diesen Ansatz sehr gut umgesetzt. Im nächsten Semester wird es wieder Wissenssnacks geben!

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Unterwegs

Im Lehrkräftezimmer eingesperrt

© Michael Schiffer // unsplash

Stell dir vor: du bist Lehrkraft im Vorbereitungsdienst, deine Stimme ist angeschlagen – und plötzlich bist du im Lehrkräftezimmer eingeschlossen. Du hast 20 Minuten, um deine Stimme zu retten und den Code zur Tür zu knacken.

In kleinen Teams rätselst du dich durch verschiedene Stationen: Du entschlüsselst anatomische Zusammenhänge, ordnest stimmhygienische Maßnahmen oder triffst Entscheidungen anhand konkreter Symptome. Für jede gelöste Aufgabe erhältst du Hinweise, die am Ende zum finalen Zahlencode führen. Wer ihn richtig kombiniert, öffnet nicht nur die Tür in die Freiheit, sondern auch eine kleine virtuelle Schatzkiste mit der Ergebnissicherung.

Und ganz nebenbei wird deutlich, worauf es im späteren Berufsalltag wirklich ankommt: die eigene Stimme bewusst wahrzunehmen, Warnsignale ernst zu nehmen und Strategien zu kennen, um langfristig gesund und belastbar zu bleiben. Denn deine Stimme ist im Lehrberuf nicht einfach nur Werkzeug – sie ist eines deiner wichtigsten Arbeitsmittel!

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Die Copycat-Awards

© privat

Bald ist es wieder soweit: In meinen Seminargruppen werden die Copycat-Awards vergeben! Wie auch schon im letzten Jahr sind wieder zahlreiche vielversprechende Nominierungen eingegangen. Wer wohl in der Kategorie „Mut zur Linie“ ausgezeichnet und wer den „Stil-Souveränitätspreis“ erhalten wird? Wir dürfen gespannt sein!

Alle Gewinner*innen des Vorjahres und deren Werke kann man hier bewundern.

Hinter dem spielerischen Format steckt dabei ein zentrales Anliegen des Seminars: Kommunikation bewusst zu erleben und zu reflektieren. Die Übung macht erfahrbar, wie Sprache, Stimme, Struktur und Perspektivübernahme zusammenwirken – und wo Missverständnisse entstehen. Genau hier setzt die Professionalisierung an: im bewussten Umgang mit dem eigenen Ausdruck, im differenzierten Feedback und in der Fähigkeit, Gesprächs- und Präsentationssituationen zielgerichtet zu gestalten.

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Neu im Stimmstark-Team

Marie Seeliger

Als studierte Sprechwissenschaftlerin bin ich mit großer Leidenschaft im Bereich Sprecherziehung, Therapie und Beratung tätig und freue mich sehr, seit Februar 2026 das LSQ-Team unterstützen zu dürfen. Seit meinem Studium fasziniert mich, wie gute Kommunikation gelingen kann und wir einander in alltäglichen Interaktionssituationen respektvoll begegnen können.

Von der Therapie zur Beratung

Nach meinem Masterabschluss 2022 an der MLU Halle habe ich zunächst als Sprachtherapeutin in einer logopädischen Praxis Kinder und Jugendliche in ihrer Sprach- und Sprechentwicklung gefördert. Bis heute berate ich in einer Erfurter HNO-Praxis Patient:innen bei Fragen zur Sprach- und Stimmentwicklung. Bei der Arbeit mit kleinen und großen Klient:innen ist es mir besonders wichtig, die Selbstwirksamkeit und Eigenwahrnehmung als kompetente Sprecher:innen zu stärken.

Seit 2024 bin ich als Lehrkraft für besondere Aufgaben im Bereich Sprecherziehung am Sprachenzentrum der Universität Erfurt tätig. Mit Lehramtsstudierenden gestalte, erprobe und schaue ich dabei auf kommunikative Prozesse im Kontext Schule.

Das Instrument Stimme: Keine Angst vor dem Stimmcheck!

Im Studienbegleitprogramm „Stimmcheck“ am ZLB der MLU begleite ich  Studierende von nun an dabei, ihre Stimme als zentrales Instrument des Lehrberufs zu entdecken. Einige Teilnehmer:innen erlebe ich dabei nervös und möchte ihnen hiermit die Aufregung vor dem Termin nehmen: Der Stimmcheck ist weder Prüfung noch Wettbewerb. Gemeinsam werfen einen Blick auf die individuellen Ressourcen und wie wir mit einfachen Tricks und Übungen die Stimme stärken, pflegen und gesund halten können.

Das Angebot beinhaltet eine genaue Analyse der persönlichen Stimme und eine daran anknüpfende Beratung. Dabei sind viele der Studierende auch ohne Stimmtraining oder Gesangserfahrungen positiv überrascht, wie breitgefächert ihre Stimme in Lautstärke und Tonhöhe tatsächlich ist. Um ein gutes Gespür für die eigene Stimme entwickeln zu können, lohnt sich der Stimmcheck ab Studienbeginn und zu jedem Zeitpunkt des Studiums – je früher, desto besser.

Wenn ich nicht an der Uni bin,

.. tanke ich neue Energie auf der Yogamatte, mit einem guten Podcast auf den Ohren oder beim – zugebenermaßen sehr zufriedenstellenden – Sortieren von Dingen nach Farben.

Ich freue mich auf meine Zeit im ZLB und auf viele Begegnungen, Gespräche und gemeinsame Aha-Momente im Stimmcheck.