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Artikulationstraining mal anders

Ist das nicht beeindruckend, was unsere Sprechwerkzeuge leisten können? Die Echtzeit-MRT-Aufnahme vom Beatboxing gibt uns einen grandiosen Einblick in die akrobatischen, kraftvollen und gleichzeitig smoothen und präzisen Bewegungsabläufe im Mundraum. Wir finden dieses Zusammenspiel einfach nur fantastisch! Beatboxing ist auf jeden Fall ein richtig gutes Training für eine scharfe, präzise und ausdrucksstarke Artikulation. Und die können wir auch im Unterricht wunderbar gebrauchen – nicht nur, damit wir gut verstanden werden, sondern auch um mehr Präsenz vor den Schüler:innen zu erreichen!

Und wenn ihr jetzt sagt: „Kann ich nicht erstmal mit ein paar Zungenbrechern einsteigen?“ Klar, gute Idee! Bodo Wartke hat da schon mal was für dich vorbereitet… Viel Spaß!

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Unterwegs

Wer ernten will, muss erst den Samen streuen

Gastbeitrag von Anna Griebel, Praktikantin bei uns im Dezember 2023

© Dixit, Libellud

Bei einer Hospitation in einem Workshop zu Gruppendynamik im Schulkontext am ZLB erhielten die Teilnehmenden die Aufgabe, sich assoziativ eine der vor ihnen liegenden Bildkarten auszusuchen. Diese stammen aus dem Spiel „Dixit“ und zeigen fantasievolle, teils auch abstruse, in jedem Fall aber sehr aussagekräftige Motive. Die Studierenden sollten sich eine Karte nehmen, die gerade zu ihrem Gemütszustand, ihrer Lebenslage oder ihren Gefühlen passt. Auch ich durfte an der Aufgabe teilnehmen. Ich betrachtete die vor mir liegenden Karten. An einer blieb mein Blick sofort hängen. Sie zeigt eine Person, die auf einem Feld Samen ausstreut. Hinter ihr winden sich wilde, bunte Pflanzen in alle Richtungen.

Ich musste sofort an eine meiner ersten Stunden als Praktikantin im LSQ „Kommunikation und Stimme“ denken. Zum Abschluss des Seminars wurden die Studierenden nach ihrer Lernernte für die heutige Einheit gefragt. Mein erster Gedanke war: Lernernte. Was für ein kitschiger Ausdruck. Aber er ist mir im Gedächtnis geblieben und ich glaube durch die Bildkarte habe ich ihn verstanden. Wissen erlangt man nicht einfach so. Im besten Fall entscheidet man sich erst einmal dafür, etwas Neues zu lernen. Man probiert Dinge aus und egal ob sie funktionieren oder vielleicht auch erstmal scheitern, hat man eine Erfahrung dazugewonnen. Das bedeutet allerdings auch, dass man sich, um zu lernen, oft wieder und wieder aus seiner Komfortzone hinausbegeben muss. Man erntet, da man gesät hat.

Nun bin ich am Ende meines Praktikums angelangt und blicke auf meine ganz eigene Lernernte zurück. Ich durfte verschiedene Lehrpersonen am ZLB beim Unterrichten beobachten und habe so viele Methoden kennengelernt, über die man sich mit seiner Stimme und Kommunikation beschäftigen kann. Auch habe ich mich viel mit Studierenden ausgetauscht und habe miterlebt, wie auch sie jede Woche ernteten und mit vielen neuen Erkenntnissen über sich und ihre Stimme und ihr Sprechen aus dem Seminar gingen. Ich erinnere mich gerne an sprudelnde Diskussionsrunden mit kreativen Ideen zurück sowie die Wertschätzung und die Unterstützung, die die Studierenden einander entgegengebracht haben, um über sich hinauswachsen zu können.

Am meisten bin ich selbst an den Stimmtrainings im 1:1 Setting gewachsen, die ich im Rahmen meines Praktikums geben durfte. Jede Stunde war eine neue Herausforderung, denn ich wusste eigentlich nie genau, mit welchen Vorerfahrungen die Studierenden wohl zu mir kämen, an welchen Themen wir gemeinsam arbeiten würden etc. Ich lernte in diesen Trainings vor allem, flexibel auf die Bedürfnisse meines Gegenübers zu reagieren. Außerdem merkte ich schnell, wie mein Wahrnehmungsvermögen für den Stimmklang mit jeder Stunde wuchs. Zu den schönsten Momenten in dieser Arbeit gehörte definitiv, wenn ich das imaginäre Lämpchen in den Studierenden aufgehen sah, die den Effekt einer gerade durchgeführten Stimm-, Atem- oder Körperübung erkannten und so etwas Neues über sich und ihre Stimme lernen konnten.

Ich bedanke mich bei allen Dozierenden und Studierenden, mit denen ich im Rahmen meines Praktikums zusammenarbeiten durfte. Euer Elan und eure Offenheit haben es mir ermöglicht, nun mit einer riesigen Lernernte und viel Motivation in meine weitere persönliche sowie berufliche Zukunft zu gehen.

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Wissen

DikoLa und LSQ Kommunikation

© Friderike Lange

Über 4 Jahre begleiteten und unterstützten uns die Kolleg:innen von DikoLa. In dieser Zeit haben wir im LSQ-Bereich viel über die Möglichkeiten digitaler Teilhabe gelernt und jede Menge neuer digitaler Methoden und Tools entdeckt, ausprobiert und schlussendlich auch in unseren Seminaren eingesetzt, weiterentwickelt und verstetigt.

Es ist und war eine traumhafte und enge Zusammenarbeit, die unter anderem auch in mehreren Veröffentlichungen mündete.

In den folgenden Veröffentlichung findet ihr viele Best-Practice-Beispiele zur digitalen Lehre an der MLU.

Ballod, Matthias / Heider, Katharina [Hg.]: Bildung nachhaltig transformieren. Ergebnisse aus dem BMBF-Projekt DikoLa. Halle (Saale): Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Zentrum für Lehrer*innenbildung, 2023. (Hallesche Beiträge zur Lehrerinnenbildung, 7).

http://dx.doi.org/10.25673/110210 

Ballod, Matthias / Heider, Katharina [Hg.]: Lehren für eine Bildung in der Digitalen Welt. Lehrer*innebildung vor dem Hintergrund der digitalen Transformation. Publikation zur Jahrestagung 2021. Halle (Saale): Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Zentrum für Lehrer*innenbildung, 2021. (Hallesche Beiträge zur Lehrerinnenbildung, 5).

https://opendata.uni-halle.de/handle/1981185920/98475

Zentum für Lehrer*innenbildung [Hg.]: Digitale Medien in der Lehrer*innenbildung. Halle (Saale): Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Zentrum für Lehrer*innenbildung, 2020. (Hallesche Beiträge zur Lehrerinnenbildung, 3).

https://opendata.uni-halle.de/handle/1981185920/98484

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Wissen

Geschichten aus dem Sommer

© Magda Vrabetz / unsplash

Mein Baustein zum Thema „Storytelling“ ist weiterhin Teil meiner Seminare. Meinen Studierenden üben ihre Sprechausdrucksweise und denken sich Geschichte aus, die möglichst zu einem ihrer Unterrichtsfächer passen. Diese Geschichte verwandeln sie in ein Audio.

Es entstanden viele schöne kurze Hörspiele für unterschiedliche Fächer und Themen.

Viel Spaß beim Stöbern.

einige Hörspiele aus den Seminaren im Sommersemester:

Abbau von Alkohol in der Leber – Biologie, Klasse 8 und 9
Aus der Finsternis – Biologie
Die Wanderung – Sachkunde, Grundschule
Eine Freundschaft ohne Hindernisse – Ethik
Kant und seine Imperative – Philosophie
Der Flug – Englisch
Wer war es? – Deutsch
Konkurrenz im eigenen Team – Sport
Geschichten erzählen – Geschichte
Bücherwurm – Kunst
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Fundstücke

Elterngespräche

© Peter Baldus

Mit meinen Seminargruppen habe ich in dieser und letzter Woche intensiv zum Thema Elterngespräche gearbeitet. Es ist so ein heikles, emotionsgeladenes Thema! Unter anderem haben wir darüber diskutiert, wie man konfliktgeladene Gespräche entschleunigen und deeskalieren kann und dabei seine eigenen Argumente sachlich und überzeugend vorträgt.

Eine tolle, weiterführende Ressource ist der Blog Let’s Talk! von unserer lieben Kollegin Judith Kreuz von der PH Zug in der Schweiz und ihren Kolleg:innen. Hier finden sich zahlreiche weitere Tipps und Hinweise zu Elterngesprächen. Besonders lohnenswert sind die Beispielfilme für ein misslungenes Gespräch bzw. ein gelungenes Gespräch zwischen einem Vater und einer Lehrkraft.