Worum handelt es sich?

Das Medienprodukt läuft unter dem Titel „Picturegram – Algorithmen in sozialen Medien verstehen“ und wurde mit dem H5P-Inhaltstyp „Branching Scenario“ konzipiert.
Picturegram ist dabei eine fiktive Social-Media-Plattform, deren Design an Instagram angelehnt ist. Je nachdem, wie die Nutzer*innen mit den verschiedenen Beiträgen interagieren, also ob sie den Posts einen Daumen hoch geben oder einfach weiterscrollen, verändert sich ihr Feed.
Da es im Rahmen des Medienprodukts nicht möglich ist, einen thematisch unbegrenzt vielfältigen Feed abzubilden, beschränken sich die Beiträge auf ein gemeinsames Oberthema. Alle Posts behandeln die Nutzung sozialer Medien beziehungsweise die allgemeine Handynutzung. Die eine Hälfte der Beiträge vertritt Meinungen, die sich eher für eine Verringerung der Mediennutzung aussprechen, während die andere Hälfte die Vorteile sozialer Medien darstellt.
Je nachdem, wie viele Beiträge einer Seite geliket werden, gelangen die Schüler*innen entweder in eine der beiden Filterblasen oder in ein neutrales Endszenario, bei dem Beiträge beider Positionen geliket wurden.

Wie funktioniert es?
Das Branching Scenario beginnt mit einem Einführungstext, in dem die Bedienung des Szenarios kurz erklärt wird. Bei Zustimmung eines Beitrag beziehungsweise der darin vertretenen Meinung soll ein Daumen hoch vergeben werden. Stimmen die Nutzer*innen der Aussage nicht zu, können sie die Option „Weiter scrollen“ auswählen.
Daraufhin erscheint ein erster kontroverser Beitrag, von dem die verschiedenen Abzweigungen des Szenarios ausgehen. Je nach Interaktion mit dem jeweiligen Beitrag wird anschließend ein neuer Post angezeigt. Erfolgt ein „Daumen hoch“, erscheint ein weiterer Beitrag mit einer ähnlichen Position. Wird hingegen weitergescrollt, wird ein Beitrag der gegensätzlichen Seite angezeigt.
Insgesamt treffen die Nutzer*innen sieben Entscheidungen, bevor sie ein Endszenario erreichen. Erst danach besteht die Möglichkeit, das gesamte Branching Scenario erneut zu durchlaufen. Sofern sich die Lernenden gar nicht oder nur einmal gegen ihre ursprüngliche Position entscheiden, gelangen sie eins der beiden Endszenarien „Filterblase“. In diesem Fall wurde der Feed überwiegend mit Beiträgen einer Seite gefüllt, sodass die gegensätzliche Perspektive kaum noch vertreten ist. Erfolgt hingegen häufiger eine Interaktion mit Beiträgen beider Seiten, wird das neutrale Endszenario erreicht. Dieses erklärt, dass der Feed unterschiedliche Meinungen enthält und nicht ausschließlich eine Sichtweise widerspiegelt.

Die Beiträge wurden vollständig mit Canva erstellt und orientieren sich gestalterisch am Layout von Instagram. Die verwendeten Bilder stammen von Pixabay (die jeweiligen Urheber*innen werden auf der Seite „Quellen“ gennant sowie direkt im Branching Scenario unter Metadaten verlinkt). Die Bilder wurden so ausgewählt, dass sie die darunterstehenden Meinungen thematisch unterstützen.
Sowohl die Profilnamen als auch die Bildunterschriften wurden bewusst an die Sprache und Gestaltung sozialer Medien angepasst. Ziel war es, die Beiträge möglichst realitätsnah wirken zu lassen und dadurch einen stärkeren Bezug zur Lebenswelt der Lernenden herzustellen. Die verwendeten Profilnamen sind frei erfunden.
Das Branching Scenario kann mehrfach durchlaufen werden, um weitere Beiträge und mögliche Enden zu entdecken. Innerhalb der Unterrichtssequenz soll das Medienprodukt jedoch zunächst nur einmal bearbeitet werden. Im Anschluss folgt eine Reflexionsphase mit anderen Lernenden sowie eine gemeinsame im Plenum. Weitere Informationen hierzu auf der Seite „Unterrichtssequenz“.
Aber nun erstmal viel Spaß beim ausprobieren:
https://apps.zum.de/apps/47819 (zuletzt bearbeitet am 03.07.2026)