Hermann Bahr über die junge Generation

„Die jungen Menschen schreien, weil sie sich nicht verstehen.“ Mit dieser Diagnose blickt der 63-jährige Hermann Bahr im Jahr 1926 auf die Nachkriegsgeneration. Der einstige Vorkämpfer der literarischen Moderne beklagt den Verlust gemeinsamer Werte, einer verbindenden Sprache und geistiger Orientierung. Kennen wir das nicht schon?

THOMAS MANN: WORTE AN DIE JUGEND

„Junge Leute!“ – Mit diesem direkten Appell wendet sich Thomas Mann 1927 an den geistigen Nachwuchs Deutschlands. Anders als viele seiner Zeitgenossen beklagt er nicht den Verfall der Jugend, sondern beschwört eine Gemeinschaft über Generationengrenzen hinweg. Sein eigentlicher Gegner ist nicht die Jugend, sondern der „Ungeist“.

WAS DIE KLEINEN MÄDCHEN DER BERLINER STRASSEN LESEN

Lebenserfahrung statt Bücherregal. Die jungen Frauen dieser Reportage sollen Auskunft über ihre Lesegewohnheiten geben – stattdessen rechnen sie mit den Bildungsvorstellungen ihrer Zeit ab. Mehrfach weisen die Befragten die die bürgerliche Vorstellung zurück, Lesen sei der Maßstab für Bildung oder Charakter.