VirtualBox einrichten

Kommandozeilenprogramme und Spezialtools wie OCRopus oder Larex laufen meist besser unter einer Linux-Umgebung. Auch geht hier das Programmieren eigener kleiner Programme und Scripte leichter von der Hand. Der völlige Umstieg auf Linux bzw. die Installation eines Zweitsystems ist jedoch für das berufliche Arbeitsumfeld infrastrukturell etwas umständlich. Eine virtuelle Maschine gibt den Freiraum sich auszubropbieren und die Partitionstabelle des Rechners erst einmal unangetastet zu lassen. Im folgenden Beitrag geht es darum, wie man eine VirtualBox mit Ubuntu einrichtet und komfortable gestaltet.

Virtualisierung im Bios aktivieren

Um die 64bit-Unterstützung zu erhalten, muss im Bios die Virtualisierung aktiviert sein. Man findet die Einstellung in der Rubrik CPU, Advanced Features o. ä. (siehe Abbildung 1). Es geht auch ohne, doch dann lässt sich nur die 32bit-Variante eines Betriebssystems installieren.

Virtualisierung
Abbildung 1: Im Bios ist die Einstellung unter „Virtualization Technology“ oder „Intel® Virtualization Technology“ zufinden, zumeist unter den Reitern „CPU Configurations“, „System Configurations“, „Advanced“ oder „Security“.

 

VirtualBox

Die aktuelle VirtualBox holt man sich hier, zusammen mit dem VM VirtualBox Extension Pack.

Nach der Installation der VirtualBox installiert man das Extension Pack. Mit ihm werden unter anderem die Mauszeigerintegration, die USB-Stick-Verwaltung und gemeinsame Ordner implementiert.

Um eine neue virtuelle Maschine zu installieren, klicke auf Neu. Als erstes wechselt man in den Expertenmodus des Wizards, um ein paar detaillierte Einstellungen vornehmen zu können. Dann gibt man der Maschine einen Namen, z. B. Ubuntu_17.04. Die Speichergröße ist abhängig vom verfügbaren RAM, ich gebe hier die Hälfte meines Systems ab, also 4096MB und erzeuge eine neue Festplatte.

Nach dem Klicken auf „Weiter“ legt man die Dateigröße der Virtuellen Festplatte fest, ich gebe ihr 30GB und eine feste Größe. Dann Erzeugen klicken. Das kann ein bisschen Dauern.

Ist die Festplatte erstellt, geht es ans Finetuning. Um die Performance der virtuellen Maschine zu verbessern, kann man ihr ein paar mehr Ressourcen zur Verfügung stellen:

Im System –> Prozessor –> Mehr Prozessoren.

Mehr Prozessoren
Abbildung 2: Je nachdem, wie viele Kerne man hat, kann man ein paar mehr abgeben.

Ebenfalls im System –> Beschleunigung die Paravirtualisierung auf voreingestellt oder KVM setzen für Linux-Gäste, dazu VT-x/AMD-V aktivieren und Nested Paging aktivieren.

Beschleunigung
Abbildung 3: Wenn man einen 64Bit-Rechner und die Virtualisierung im BIOS aktiviert hat, kann man hier die Paravirtualisierung aktivieren.

In der Anzeige –> Bildschirm den Grafikspeicher erhöhen und die 3D-Beschleunigung aktivieren

Abbildung 4: Auch ohne die Nutzung von anspruchsvollen 3D-Anwendungen, läuft das System mit mehr Grafikspeicher und der aktivierten 3D-Beschleunigung etwas schneller.

Jetzt kann man Ubuntu installieren, zur Sicherheit auch hier im Ubuntu Gast noch einmal eine VirtualBox mit Extensionpack installieren, damit evtl. Rechte und Gruppen richtig gesetzt werden.

Jetzt noch einen Gemeinsamen Ordner erstellen für den Datenaustausch.

Abbildung 5: Das Anlegen und Benutzen eines Gemeinsamen Ordners kann etwas tricky sein. Wichtig ist, dass man erst den Ubuntu hochfährt und dann den Ordner einbindet.

 

2 Replies to “VirtualBox einrichten”

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