Das Panorama-Museum Bad Frankenhausen – Wenn Kunst der Ideologie dienen soll

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Dieser Beitrag widmet sich einem kleinen Museum im schönen Thüringen, namentlich das Panoramamuseum Bad Frankenhausen, unter eingeweihten auch als „Elefantenklo“ bekannt. Dieses 1989 eröffnete Museum liegt oberhalb der Stadt Bad Frankenhausen und die Besucher erwartet hier das größte Monumental-Rundgemälde Deutschlands. Werner Tübkes Monumentalbild „Frühbürgerliche Revolution in Deutschland“ (1983-87, 14 x 123 m, Öl auf Leinwand), entstanden zwischen 1976 und 1987, gehört zu den spektakulärsten und umstrittensten Projekten jüngerer Kunstgeschichte. Umstritten deshalb, weil der offizielle Auftraggeber des Gemäldes das Kulturministerium der DDR war. Der Künstler befasst sich darin mit dem Deutschen Bauernkrieg. der durch das Gemälde ideologisch in Beschlag genommen werden sollte. Die Entstehung an dieser Stelle verdankt es im Übrigen der Tatsache, dass hier am 15. Mai 1525 die entscheidende Schlacht eben jenes Krieges stattfand Man muss sich das Ganze noch einmal vor Augen führen: Dieses Museum wurde eigens für ein einziges Gemälde errichtet. Nach der Wende wurde das Konzept des Museums um ähnliche Kunstwerke und den Themenschwerpunkt des Gesamtwerks des Künstlers Tübke erweitert.

Die Internetseite des Museums ist, anders als das LeMO, nicht originär für den Internetauftritt konzipiert wurden, sondern ist ein klassisches, physisches Museum. Doch ist die Website keinesfalls eine reine Ergänzung zur Ausstellung im Museum mit ein paar wenigen Informationen, sondern ermöglicht einen Rundgang auch am heimischen PC oder anderen Endgeräten. Daneben gibt es auch einen eigens dafür eingerichteten museumspädagogischen Bereich, der gerade für Lehrkräfte interessant sein könnte. Aber dazu später mehr. Fangen wir ganz vorne an.

Insgesamt gibt es sechs Bereiche, die nach einander betrachtet werden sollen. Zu Beginn finden wir den Bereich „Panorama Museum“, der zunächst einige wechselnde Bilder als Ersteindruck zum Museum bereit hält sowie einige Einstiegs- wie auch aktuelle Informationen. Letztere umfassen vor allem Ausführungen zu aktuellen Veranstaltungen und Ausstellungen, sind dabei jedoch aufgrund von Corona momentan wenig gefüllt. An der rechten Seite findet der Besucher zudem die Adresse, den Kontakt, einen bestellbaren Newsletter sowie die Schirmherren des Museums. Außerdem ist die Facebookseite verlinkt. Oben kommen wir zudem noch zum Impressum, zum Kontaktformular sowie zu Sitemap, die noch einmal für alle Bereiche die Unterkategorien bereithält.

Gehen wir nun weiter zu den vorhandenen Unterbereichen, die man auch erreicht, wenn man in der oberen Leiste über den Bereich fährt, so kommen wir im ersten Abschnitte zuerst zur Willkommensseite, die wieder Außenbilder vom Museum selbst wie auch einen kleinen Einführungstext bereithält. Im nächsten Unterbereich finden wir dann auch gleich den virtuellen Rundgang durch das Museum, der jedoch, so die Seite selber, einen tatsächlichen Rundgang durch das Panoramamuseum nicht ersetzen kann. Daran knüpft im nächsten Abschnitt eine Informationsseite zu den Ausstellungen an, die sich wie folgt gliedert: wir finden zunächst einen Text, der die Geschichte der Sammlung darlegt. Anschließend werden ausgewählte Werke Werner Tübkes vorgestellt, woran sich eine kleine Präsentation der Statuen des Außenbereichs anschließt. Die Vorstellungen der Werke des Künstlers lassen sich jeweils einklappen. Im Weiteren stellt das Museum im Unterbereich „Konzept“ den zugrundeliegenden Plan der Ausstellung vor. Der Abschnitt Veranstaltungen kann vernachlässigt werden, da hier aufgrund der aktuellen Situation keine zu finden sind. Team und Träger des Museums werden in den beiden letzten Abschnitten vorgestellt.

Damit wäre der erste große Bereich des Internetauftritts abgearbeitet. Widmen wir uns nun dem nächsten, den „Besucherinformationen“. Klicken wir diese an, so finden wir zunächst allgemeine Bestimmungen, was und was nicht im Museum erlaubt ist. Der erste Unterbereich hält aktuelle Informationen zu den Corona-Maßnahmen ,und wie sich diese auf den Museumsbetrieb auswirken, bereit. In den darauf folgenden Abschnitten finden wir detaillierte Informationen zur Adresse, Öffnungszeiten und den Preisen. Danach knüpfen Ausführungen zu den unterschiedlichen Führungen an (Audioguide und öffentliche Führung). Letztere finden momentan nicht statt. Die Serviceleistungen umfassen drei Unterpunkte (Museumsshop, Barrierefreier Besuch, Hundeboxen) die selber noch einmal detailliert ausgeführt sind. Daneben finden wir noch Informationen zum Museumscafé, welche aber für den Internetauftritt wichtig sind. In den letzten beiden Punkten findet der Besucher oder die Besucherin der Seite noch Informationen zu anderen Ausflugszielen und Unterkünften.

https://www.youtube.com/watch?v=Nuyq7pc5rns&pbjreload=101

Im nächsten großen Bereich, dem „Monumentalbild“ finden wir zunächst klassische Informationen zur Entstehung und zum Künstler. Daneben gibt es, so zumindest der Eindruck, im Museum ein Kinderquiz, welches zu Hause am genutzten Endgerät aufgelöst werden kann. Am interessantesten ist hier aber die Bildsaaltour. Hier wurde das Monumentalgemälde aufgearbeitet, sodass per Video das ganze Gemälde betrachtet werden kann. Dabei gibt es vielfältige Möglichkeiten. Zum einen kann das Bild klassisch als Video betrachtet werden, welches jederzeit unterbrochen werden kann. Aber man kann auch „manuell“ durch das Bild klicken. Hier ist es möglich, die Betrachtung nach oben oder nach unten zu schieben, nach links oder rechts weiterzuswipen oder auch in das Bild hinein- oder herauszuzoomen. Hier ist wohl das Kernstück des Onlineauftritts.

Im Weiteren finden wir Informationen zu den Ausstellungen, zu den permanenten wie auch Wanderausstellungen. Dabei gibt es nur Informationen zu den Ausstellungen, sie wirklich durchschauen vom heimischen Endgerät aus geht nicht. Daneben finden sich auch Informationen zu kommenden und schon gewesenen Veranstaltungen in der Vorschau beziehungsweise im Archiv. Diese werden durch kleine Texte vorgestellt und durch ausgewählte Bilder zusätzlich visuell untermauert. Sonst ist hier nicht viel zu finden.

Und damit sind wir quasi am Ende des Internetauftritts des Panoramamuseums Bad Frankenhausen. Ein Bereich ist jedoch grade für Lehrkräfte interessant: die Museumspädagogik. Hier finden diese zunächst allgemeine, einführende Informationen zur Museumspädagogik, die im Panoramamuseum praktiziert wird, bevor es im Punkt „Spezialveranstaltungen“ interessant wird. Hier werden die pädagogischen Angebote nach den Themenbereichen Kunst und Geschichte aufgeschlüsselt. Für uns ist vor allem die Geschichte wichtig, deswegen konzentriere ich mich darauf. Klickt man auf diesen Bereich, wird man auf eine Seite geleitet, die zunächst noch einmal einen kleinen Einführungstext bereithält. Dann werden Themen (gerade „nur“ ein Thema) aufgelistet, die im Museum durch verschiedene Veranstaltungen bearbeitet werden und Schnittpunkte mit dem Geschichtsunterricht bereithalten. Anschließend gibt es darunter ein von den Veranstaltungen unabhängiges Arbeitsblatt zum Museum mit entsprechenden Lösungsvorschlägen zum Download. Ganz zum Schluss der Seite finden wir unter der Zwischenüberschrift „Geschichte“ Vorschläge versammelt, wie und unter welchen Themenschwerpunkten Unterricht im Museum stattfinden kann. Wenn man auf die einzelnen Vorschläge klickt, wird man auf eine separate Seite weitergeleitet, auf der das Ganze mit Aufgabenvorschlägen, detaillierten Ausführungen und weiterführenden Ideen aufgedröselt ist. Bei einigen sind auch Anforderungen aufgelistet, die die SchülerInnen erfüllen müssen. Klassenstufenempfehlungen sowie etwaige zu downloadende Arbeitsblätter sind ebenfalls zu finden. Diese „Unterrichtsentwürfe“ sind auch an der rechten Seite zu finden, wenn man zur Überblicksseite „Geschichte“ geht.

Nun haben wir aber alle wichtigen Bereiche des Internetauftritts abgearbeitet. Den letzten Größeren bildet nur noch der Museumsshop, durch den man sich auch ganz bequem von zu Hause aus Stücke des Museums (natürlich aus dem Shop, nicht aus der Sammlung) bestellen kann. Und auf fast allen Unterseiten ist rechterhand der sogenannte Kontext (Träger des Museums, Facbook-Seite), der Kontakt und aktuelle Veranstaltungen, wenn es denn wieder welche gibt, zu finden. Soweit dazu ganz kurz.

Viel wichtiger ist aber die Bewertung des Ganzen in Hinblick auf das Gelingen des Internetauftritts sowie den Nutzen. Daneben scheint es für eventuelle Lehramtsstudierende unter den LeserInnen dieses Artikels auch interessant zu sein, inwieweit das didaktisch-pädagogische Angebot nützlich ist. Dazu am Ende noch ein paar Worte. Starten wir zunächst mit dem Internetauftritt allgemein. Dieser ist solide gestaltet, man findet sich gut zurecht, die Strukturierung ist einleuchtend, die Bedienung eingängig und einfach gehalten. Es finden sich alle relevanten Informationen, gerade für die Vorbereitung eines Besuchs im Museum ist die Seite wirklich hilfreich.

Möchte man nur das Panoramabild betrachten, eignet sich der Internetauftritt ebenfalls. Durch die 360-Grad-Betrachtungsmöglichkeit kann da Bild eingehend betrachtet werden, Details werden durch das reinzoomen sichtbar. Hier hat sich die Seite sehr gut aufgestellt, um den Kern des Museums in den Fokus zu rücken. Auch für den Unterricht bietet sich hier durchaus eine Möglichkeit, intensiv mit der bildlichen Darstellung des Bauernkriegs zu arbeiten.

Doch merkt man der Seite an, dass sie nicht explizit für einen Internetauftritt konzipiert wurde, sondern eher als Ergänzung zum physischen Museum. Es finden sich vor allem Einstiegsinformationen, um die Ausstellungen und das Kunstwerk schmackhaft zu machen, sowie museumsspezifische Informationen, wie Eintrittspreise und Öffnungszeiten. Will man nur das Bild betrachten, so reicht die Internetseite durchaus aus, da man das Werk in seiner Detailfülle betrachten kann. Der virtuelle Rundgang, wenn er den mal funktioniert, tritt hier ergänzend hinzu. Während meiner Betrachtungszeit der Seite funktionierte dieser nicht, auch nicht mit der Installierung des Flashplayers. Ansonsten haben wir hier eine klassischen Internetauftritt für ein physisches Museum, welches mit seiner digitalen Präsenz Kunden informieren und anlocken will, nicht aber seinen ganzen Schatz ins Internet übertragen.

Kurz noch etwas zum didaktischen Angebot. Zunächst ist es immer lobenswert, wenn Museen so etwas anbieten, da die Lehrkraft so unterstützt wird und der Hürde zur richtigen pädagogischen Arbeit mit den Museen etwas kleiner wird, sodass diese nicht mehr nur zu Lückenfüllern am Ende eines Schuljahres werden. Das Panoramamuseum geht hier einen ersten wichtigen Schritt, wenn auch nicht mehr. Es wird versucht, die didaktischen Angebote mit dem Museum zu verknüpfen. Dabei ist das Angebot jedoch recht gering und die Aufgaben recht einfach gestrickt und nicht unbedingt an aktuelle wissenschaftliche Standards angepasst. Will eine Lehrkraft jedoch nur mit dem Bild arbeiten, ist er hier gut aufgehoben.

Der historische Abschnitt, der auf der Seite behandelt wird, wird nicht von einem namentlich genannten Kurator interpretiert, viel mehr wird versucht, die Fakten zu nennen und mehr nicht. Quasi wie eine Chronik. Interessant ist, dass auf den ideologischen Aspekt des Gemäldes kaum Bezug genommen wird. Stattdessen wird diese Diskussion mit ein, zwei Sätzen unterbunden, wenn es da heißt: „Statt eines Bildes, das die Geschichte der ‚frühbürgerlichen Revolution in Deutschland‘ illustriert und die Besucherinnen und Besucher im Sinne des Staates erzieht, will er den Fokus auf die Malerei legen. Damit tritt die Ursprungskonzeption in den Hintergrund; Tübke entwirft ein Bild, das sich der Festlegung auf eine einzige Aussage entzieht.“ Und im letzten Satz zur Entstehung des Gemäldes wird implizit einfach so getan, als ob dieses die DDR ideologisch und physisch überlebt hat. Letzteres hat es auch fraglos, ob ersteres der Fall ist, wurde und wird bis heute diskutiert.

Mit der ideologischen Vergangenheit des Monumentalbildes muss sich jedoch auseinandergesetzt werden, auch auf der Internetseite. Es darf nicht mit ein, zwei Sätzen abgetan werden, in denen gesagt wird, dass der Künstler sich dieser ideologischen Vereinnahmung entzogen hat. Nur, weil der Künstler seinem Bild keine Ideologie „eingemalt“ hat, ist dieses nicht automatisch vor Vereinnahmung gefeit. Noch heute thront ja das Museum an sich und das Bild darin auf dem Schlachtberg als Wahrzeichen der DDR, welches sich dieses Prestigeprojekt „gegönnt“ hat, obwohl ihr Misswirtschaft schon zur Entstehungszeit ernsthafte Folgen für Bevölkerung hatte.

Somit wäre es auch eine Aufgabe des Museums, das Monumentalbild in den größeren Kontext der DDR-Geschichte einzuordnen. Stattdessen wird sich aber mehr oder weniger nur auf den Künstler und das Werk an sich konzentriert. Meiner Meinung darf dies jedoch gerade bei diesem Bild, bei dem ja das Kulturministerium der DDR der Auftraggeber war, nicht übergangen werden. Jede/r BesucherIn und jede Lehrkraft, die den Besuch des Museums oder den Einsatz des Monumentalbildes im Unterricht planen, müssen sich über diesen Fakt im Klaren sein und den Kontext selber mitliefern. Hier herrscht dringender Nachholbedarf. Wichtig wäre zudem noch klar herauszustellen, wer für die Texte auf der Internetseite verantwortlich ist. Es werden zwar alle Mitarbeiter aufgelistet, doch bei den Texten steht keine explizite Person. So bleibt Kritik, aber auch Lob wage und richtet sich an das Museum im Allgemeinen.

Alles in allem ist die Seite etwas für Menschen, die nur das Gemälde des Bauernkrieges sehen oder die sich zunächst über die Angebote des Museums informieren möchten. Lehrkräfte können sich hier erste Ideen holen, sollten das didaktische Angebot jedoch kritisch hinterfragen und reflektieren. Besucher mit einem Mobiltelefon finden zudem ein angepasstes Design vor, welches die Bedienung erleichtert.

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Hier geht’s zum Museum: https://www.panorama-museum.de/de/

Und auch wenn’s Wikipedia ist, gibt’s hier eine gute Einführung zur Entstehung des Museums mit weiterführenden Materialien: https://de.wikipedia.org/wiki/Bauernkriegspanorama

LeMO-Lernen – Hilfreich oder didaktischer Mumpitz?

Das Lebendige Museum Online fokussiert, wie schon in einem anderen Blogbeitrag erwähnt, sehr stark seinen didaktisch-bildenden Auftrag, im Speziellen durch den Reiter Lernen. Im Folgenden wollen wir betrachten, wie dies geschieht und ob die von LeMO bereitgestellten Materialien und Ideen sinnvoll sind. Wir widmen uns zunächst der Beschreibung der vorgefundenen Materialien und werden diese anschließend auf ihre Sinnhaftigkeit aus didaktischer Perspektive hin überprüfen.

Gleich zu Beginn sei darauf verwiesen, dass auch die Lehrmaterialien wieder in die beiden Museen Deutsches Historisches Museum und Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland unterteilt sind. Gleich zu Beginn wird vom Projekt selber beschrieben, was mit den Materialien erreicht werden soll und für wen sie erstellt wurden. Nach diesen kurzen einleitenden Sätzen beginne ich nun mit der Beschreibung der Lehrmaterialien des Deutschen Historischen Museums.

Klicken wir auf den Reiter dieser Lehrmaterialien, so werden wir auf eine andere Seite weitergeleitet. Hier finden wir recht offensichtlich mehrere Themenbereiche (z.B. Kunst und Zensur, Gleichberechtigung, Farbe bekennen) die jeweils angeklickt werden können und wieder auf eine andere Seite verweisen. Sehr interessant ist, dass es sich hierbei nicht um Lehrmaterialien handelt, sondern dass diese Abschnitte eher in den Bereich der Themen, die es auch auf der Internetseite gibt, passen würden. Warum diese Einteilung so gewählt wird, ist fraglich und wird vom Projekt selber nicht erklärt. Widmen wir uns nun einer der Themenbereiche, so landen wir auf einer Seite, die zum jeweiligen Themenbereich durch die Geschichte hindurch verschiedene Informationstexte sowie Quellen bereithält. Außerdem gibt es ganz zum Schluss noch sogenannte Lese- und Medientipps für weiterführende Informationen. Didaktisch ist dies noch nicht atemberaubend aufgearbeitet, die Lehrperson muss hier noch viel Arbeit hineinstecken, um zu filtern, was für seine oder ihre Lerngruppe wichtig und nützlich ist. Natürlich ist das auch Aufgabe der Lehrkraft, ein bisschen Unterstützung seitens des Internetauftritts wäre trotzdem wünschenswert gewesen.

Schauen wir nun zurück auf die Hauptseite der didaktischen Materialien des Deutsche Historischen Museums. Abseits der etwas deplatziert wirkenden Themenbereiche finden sich auch Unterrichtsmaterialien. Die Gestaltung ist etwas fad im Vergleich zu den Themen, es sind nur ein paar Zwischenüberschriften mit Links zu PDF-Dateien. Gleich die erste ist recht wichtig, da diese aufzeigt, welches Lehrkonzept das Deutsche Historische Museum verfolgt. Außerdem werden Angebote für Schulklassen aufgezeigt und sogar Weiterbildungsseminare für LehrerInnen angeboten. Des Weiteren werden Führungen für verschiedene Ansprüche (z.B. in Gebärdensprache, in einfacher Sprache) geboten. Dies alles wird sehr ausführlich geschildert.  

Darunter gibt es zwei Links zum interaktiven digitalen Angebot und ein Begleitheft zur Dauerausstellung, diese funktionieren jedoch nicht. Der darunter zu findende Punkt ist dann endlich für Lehrende wichtig, da sich hier für diese Materialien finden. Diese unterteilen sich wie folgt: Orientierungskurse (Nationalsozialismus und Nachkriegszeit), Integrations- und Elternkurse (In Deutschland – Staatsbürger sein) Willkommensklassen (Graben, planen, bauen) und Frühe Sachbildung (Wir sammeln Dinge). Alles wieder als PDF-Dateien verfügbar. Diese ähneln Broschüren, sind jedoch sehr ausführlich gestaltet, umfassen ausführliche Ausführungen zu den pädagogisch-didaktischen Hintergründen der Kurse und Aufgaben, die mithilfe der Ausstellungen gelöst werden können. Wichtig ist, dass sich gerade die letzten beiden vor allem an GrundschülerInnen richten. Der letzte Punkt auf der Seite bildet die Broschüre zur Führung in leichter Sprache.

Und damit ist der didaktische Teil des Deutschen Historischen Museums abgehakt. Widmen wir uns also nun dem Lehr- und Lernmaterial der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Diese Seite ist ganz anders aufgebaut als die des Deutschen Historischen Museums. Gleich zu Beginn findet der Besucher einen Informationstext, was auf der Seite zu finden ist. Die Materialien sind aus vier verschiedenen Ausstellungen zusammengetragen: Haus der Geschichte in Bonn, Zeitgeschichtliches Forum Leipzig, Tränenpalast und Museum in der Kulturbrauerei in Berlin. Außerdem gehen die Museen, anders als das Deutsche Museum,  in ihren Materialien nicht von der ganzen Ausstellung aus, sondern sie nehmen einzelne Objekte als Ausgangsquelle für ihre Ausführungen. Es gibt auch eine Einführung, was LeMO-Lernen überhaupt ist und wie man damit umgehen soll. Kurz dazu: Die Lehrmaterialien orientieren sich, so die Ausführungen des LeMO, an den Lehrplänen in Deutschland. Sie seien sowohl für den Einstieg wie auch für die Vertiefung geeignet.

Unter der Verlinkung zur Ausführung findet der geneigte Leser eine Suchmaske, durch die er, durch die ihr gezielt nach Materialien suchen könnt. Suchparadigmen sind: Zielgruppe (bis jetzt gibt es aber nur die Altersgruppe ab 15), Museum (die schon weiter oben genannten vier) und das Thema. Unter dieser Suchmaske sind dann verschiedene schon vorausgewählte Quellen, die man nutzen kann.

Soweit erstmal zum Aufbau der Lehr-/Lernmaterial-Seite der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Widmen wir uns nun noch kurz der Aufarbeitung der einzelnen Arbeitsmaterialien für die Quellen. Beispielhaft picken wir uns die Kennedy-Rede in Berlin heraus; der Aufbau lässt sich aber auch auf alle anderen Materialien übertragen. Zunächst finden wir einen kurzen Einführungstext, der die Quelle in ihren Kontext einordnet. Anschließend differenziert LeMO-Lernen die Arbeit mit der Quelle in zwei Bereiche: zum einen die Integration in den Unterricht, zum anderen die Auseinandersetzung mit der Ausstellung vor Ort. Zum ersten: hier fällt zunächst auf, dass das Lebendige Museum Online genaue Aufgabenstellungen gibt, die sich noch dazu an die Vorgaben der Lehrpläne und verschiedenen (geisteswissenschaftlichen) Didaktiken orientieren, indem gängige, alle drei Anforderungsbereiche abdeckende Operatoren genutzt werden. Die dazu ausformulierten Aufgabenstellungen sind so formuliert, dass sie als Empfehlung gelesen werden können. Des Weiteren finden sich in den Aufgabenstellungen Querverweise zu anderen geschichtlichen Ereignissen und Abschnitten, mit denen weiterführend gearbeitet werden kann. Schlussendlich, auch das ist vorbildlich, werden auch Kompetenzen beziehungsweise wird im konkreten Beispiel eine Kompetenz (Medienkompetenz) angegeben, die mit der Quelle und den dazugehörigen Aufgaben gefördert werden kann. Diese Angabe findet sich aber nicht bei allen Quellen.

Kommen wir nun zum letzten Punkt der Arbeitsmaterialien: der Arbeit mit den Quellen direkt beim Museumsbesuch. Diese geht vor allem von der Kontextualisierung in der Ausstellung aus und stellt dahingehend die Fragen beziehungsweise gibt Anreize für die Lehrkraft, die Kinder dahingehend arbeiten zu lassen. Vielmehr lässt sich hierzu nicht sagen. Die Operationalisierung der Aufgabenstellungen fehlt, genauso wie der Hinweis auf die geförderte/zu fördernde Kompetenz. An der rechten Seite findet sich noch eine Übersicht, für welche Altersgruppe das Lehrmaterial geeignet ist, zu welchen Themen es gehört und welches Museum besucht werden muss, um die Aufgaben lösen zu können.

Wer es bis jetzt durchgehalten hat weiß nun, was ihn bei LeMO Lernen im Allgemeinen und auf den Seiten der beiden Museen im Einzelnen erwartet. Doch gerade für Lehramtsanfänger kann es durchaus schwierig sein, den didaktischen und pädagogischen Wert der gegebenen Materialien einzuschätzen. Deshalb soll dies in den folgenden Abschnitten von mir übernommen werden, um so eure Entscheidung etwas zu erleichtern. Natürlich ist es unabdinglich, sich immer selbst ein Bild zu machen und eine Entscheidung zu treffen, dies ist lediglich eine persönliche Einschätzung.

Zuerst einmal ist festzuhalten, dass die Seiten von ganz unterschiedlicher Qualität sind und ihren Fokus durchaus auch anders setzen. Das soll nicht heißen, dass das eine besser und das andere schlechter ist. Vielmehr sollte der Lehrer/die Lehrerin immer im Hinterkopf behalten, was sie mit seiner/ihrer Lerngruppe vorhat. Soll eher mit einer gesamten Ausstellung gearbeitet werden, so bieten sich wohl die Arbeitsmaterialien des Deutschen Historischen Museums an. Soll gezielt mit einer Quelle gearbeitet werden, die dann in einen Kontext eingeordnet wird, so wird man als Lehrkraft eher bei der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland fündig.  

Aber der Reihe nach. Auch jetzt werde ich wieder nach und nach vorgehen, mich also zuerst dem Historischen Museum widmen und dann der Stiftung Haus der Geschichte. Bei ersterem wird die Kontextualisierung der Materialien gleich mitgeliefert. indem die Materialien den unterschiedlichen Kursen, die oben schon erwähnt wurden, zugeordnet werden. In unteren Jahrgängen, die ja auch gerade mit den letzten beiden Bereichen angesprochen werden, ist das vielleicht noch adäquat. Doch gerade in den oberen Schuljahrgängen sollte die Kontextualisierung von den SchülerInnen selbst vollzogen werden, denn so findet ein Wissenstransfer statt und die Lernenden üben das Denken in größeren Zusammenhängen. Hier besteht meiner Meinung nach Nachholbedarf, gerade weil das Deutsche Historische Museum einen langen Teil der deutschen Geschichte abdeckt und gerade auch hier das Erkennen von Zusammenhängen extrem wichtig ist, um jüngere Entwicklungen verstehen zu können. Auch wenn man die Aufgaben in den Broschüren betrachtet, sind diese etwas repetitiv und eintönig, da sie meistens aus „Suche dies!“ „Was sieht man da?“ bestehen. Auch wenn Jüngere die angesprochene Zielgruppe sind, sollten die Aufgaben diesen doch ein wenig mehr zu trauen und weniger zu „Hol-und Bring“-Botengängen ausarten. Die vorgegebenen Themen als letzter hier zu besprechender Punkt sind an sich gut, da hier über Zeitepochen hinweg „universale“ Probleme dargestellt werden. Jedoch passiert dies nicht in einem didaktisch aufbereiteten Rahmen, die Lehrperson muss hier selbst noch Arbeit reinstecken, um diesen Teil angemessen zu vermitteln.

Ganz anders, und hier bin ich vielleicht doch etwas zu subjektiv, präsentiert sich die Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Hier merkt man, dass hinter der Aufbereitung der Lehrmaterialien ein pädagogisches und didaktisches Konzept steckt, welches sich stark an aktuellen Standards orientiert und für das durchaus auch der ein oder andere Lehrplan konsultiert wurde. Wir finden in den Materialen Operatoren, die den momentanen Anforderungsbereichen entsprechen und so den Stand der Didaktik widerspiegeln. Daneben bieten viele Arbeitsmaterialien zusätzlich eine Kompetenz, die durch die Auseinandersetzung mit der Quelle gefördert wird. Auch dies ist ein Beweis dafür, dass sich dieser Teil des LeMO-Lernens auf dem aktuellen Stand der Forschung (zumindest der im Alltag angekommenen, an den Schulen Einzug gehaltenen Forschung) befindet. Zusätzlich beschäftigen sich die Kinder nicht losgelöst mit der Quelle, vielmehr wird diese in ihren Kontext eingebettet und es werden Querbezüge zu anderen Quellen hergestellt. Dies wird aber nicht durch die Lehrmaterialien vorgegeben, sondern interaktiv durch die Aufgabenstellungen herbeigeführt. Ein weiterer Pluspunkt: Neben der Nutzung des Lebendigen Museums Online bietet die Stiftung Haus der Geschichte des Weiteren auch Aufgaben für die Nutzung der Museen vor Ort, wenn auch in reduziertem Rahmen. Bei allem handelt es sich aber nur um Vorschläge, die die Seite macht, die schlussendliche Entscheidung über den Lerngegenstand und der Art der Auseinandersetzung mit diesem liegt immer bei der Lehrperson.

Hinzu kommt die benutzerfreundliche Gestaltung der Seite, die jedem neuen Besucher die Möglichkeit bietet, sich schnell zu orientieren. Eine erstellte Anleitung bietet die Möglichkeit, sich angewiesen auf der Seite zurechtzufinden, die Suchmaske hilft, gezielt nach Material zu suchen. Einziges Problem dabei: die Altersgruppen sind bis jetzt nicht differenziert. Es gibt nur die Altersgruppe ab 15. Hier wäre eindeutig Nachholbedarf, um den Lehrenden zu ermöglichen, auch die jüngere Geschichte in einem angemessenen didaktisch-pädagogischen Rahmen einer jungen Lerngruppe näher zu bringen.

Lohnt es sich nun als Lehrperson, ein Auge auf das Lebendige Museum Online und im Speziellen auf sein Lernangebot zu werfen? Ich würde sagen ja. Denn wir haben es hier mit einem differenzierten Angebot zu tun, welches zum einen das Museum als Ort des Lernens in den Fokus rückt, zum anderen aber auch losgelöst davon gute Ideen für den Unterricht bereithält. Das Deutsche Historische Museum besitzt in seinem didaktischen Angebot gegenüber der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik noch einige Schwächen und auch die Stiftung kommt nicht fehlerfrei davon. Doch alles in allem findet sich hier ein Angebot, hinter dem ein Konzept steckt, welches sich durchaus an aktuellen Forschungsmeinungen orientiert und an aktuelle Lehrpläne angelehnt ist. So können sich Lehrkräfte hier durchaus Ideen holen, wenn auch das letzte Wort bei euch und mir liegt und ihr immer eure eigene Expertise mit einbringen solltet, um die Sinnhaftigkeit solcher Angebote einschätzen zu können.

Das LeMO – Deutsche Geschichte modern aufgearbeitet

Das Lebendige Museum Online stellt nicht unbedingt die klassische Übertragung eines physischen Museums in den virtuellen Raum dar. Erstellt in Zusammenarbeit des Deutschen Historischen Museums, der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland (beide treten in der Internetpräsenz al Hauptakteure auf) sowie dem Bundearchiv verfolgt das LeMO in aller erster Linie seinen Bildungsauftrag und tritt ergänzend zu den beiden genannten Museen hinzu. Somit fehlen vermeintlich klassische Elemente eines Onlinemuseums wie ein virtueller Rundumgang durch das Museum oder auch die klare Auswahl von Ausstellungsstücken durch einen klar bezeichneten Kurator oder eine Kuratorin. Vielmehr werden einzelne Informationstexte durch WissenschaftlerInnen erstellt, zu denen die Ausstellungsstücke an einigen Stellen ergänzend hinzutreten.

Doch schauen wir erst einmal auf die Struktur der Seite. Zu Beginn findet der Seitenbesucher einen Zeitstrahl, der mit dem Jahr 1815 beginnt und in der Gegenwart endet. In dieser Zeitspanne wird nur die deutsche Geschichte betrachtet. Darunter findet man interessante Artikel aus den beiden Museen. Klickt man auf eine der Epochen auf dem Zeitstrahl, wird man zu diesem Abschnitt weitergeleitet, der eine kleine Zusammenfassung sowie verschiedene Kapitel umfasst, die zu den wichtigsten Themen der Epoche einen detaillierteren Überblick geben. Die Kapitelübersicht lässt  sich über einen Verweis auf der rechten unteren Seite sofort anwählen, ihr müsst also nicht mühselig bis nach unten scrollen. Daneben sind auf diesen Epochenseiten verschiedene Verweise: Orginaltonaufnahmen, Zeitzeugen, Bilder, Gegenstände sowie Biographien. Diese kann man sich mit einem Klick darauf anhören beziehungsweise ansehen, wobei die Biographien recht generisch sind und vor allem einer Chronik gleichen. Apropos Chronik: egal, welches Kapitel man anklickt, man findet immer ein „Jahresrädchen“, über welches man auf jedes Jahr, welches behandelt wird, zugreifen und sich dann die jeweilige Jahreschronik betrachten kann.

Der Zeitstrahl mit seinen Querverweisen bildet den Grundstock des Internetauftritts. Freilich ist er nicht der einzige Gesichtspunkt, der der Betrachtung wert ist. Das LeMO bietet nicht nur eine linear-chronologische Betrachtungsweise seiner dargestellten Inhalte, sondern subsumiert diese auch unter Themenbereichen. Oder man sollte besser sagen unter einem Themenbereich. Denn über den Reiter Themen kann man nur die Sammlung zu „Demokratie und Diktatur“ finden. Dieses Thema bildet seit dem Relaunch der Seite im Jahr 2014 das einzige.  Ob sich der Inhalt noch einmal ändern wird konnte im Zeitraum der Bearbeitung dieses Blogs nicht eruiert werden. Das Thema sollen laut Seite ergänzend zur Chronologie hinzutreten und einen Gegenwartsbezug besitzen.

Der Reiter Zeitzeugenberichte versammelt, wie der Name schon sagt, zu jeder Epoche Einschätzungen von Personen, die diese Zeit erlebt haben. Dabei gibt es zwei Einteilungen: zum einen kann wieder jeder Zeitabschnitt einzeln angewählt und sich durch die entsprechenden Zeitzeugenberichte durchgeklickt werden. Zum anderen stellt das Deutsche Historische Museum und das Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland eigene ausgewählte Zeitzeugenberichte zur Verfügung. Der Bestand als weiterer Abschnitt hält alle digitalisierten Objekte der beiden Museen bereit, durch die sich in recht gewohnter Manier durchgeklickt werden kann. Es gibt durch die Seite selbst vorgegebene Kategorien (zum Beispiel Biographien, Zeitzeugen, Karten), die aber nach Anklicken einer der Bereiche durch Filter auf der linken Seite individuell durchsiebt werden können. Die Objekte werden durch kurze Informationstexte und Daten ergänzt.

Der Reiter Lernen bildet den letzten wichtigen Punkt, wird aber in einem anderen Beitrag dieses Blogs behandelt. Das eigentliche Ende stellt jedoch der Punkt Projekt dar, in dem das LeMO sich noch einmal selbst vorstellt. Dieser Punkt bildet wohl für alle Erstbesucher der Seite den wichtigsten Anlaufpunkt, da sich hier zunächst über die Geschichte und das Ziel des Projekts informiert werden kann. Außerdem werden hier kurz die Inhalte zusammengefasst sowie nützliche Hinweise zur Navigation auf der Seite gegeben.

Alles in allem versucht die Seite einen umfänglichen Überblick über die deutsche Geschichte seit 1815 zu geben. Dies geschieht vorrangig durch Informationstexte, die durch ergänzende Materialien an Lebendigkeit gewinnen. Gefiltert werden die Informationen durch die jeweiligen SchreiberInnen der Beiträge, es sind also ihre Interpretationen, die die Berichte filtern. Die AutorInnen sind unter den Texten sowie im Impressum zu finden, wo auch die ProjektbetreuerInnen und –leiterInnen aufgelistet sind. Interpretiert werden müssen die Texte nicht unbedingt durch den Besucher, sie enthalten alle wesentlichen Informationen. Einzig die Objekte ohne deren Einbettung in den Kontext bedarf wohl der Interpretation des Betrachters. Die Zusammenstellung der einzelnen Komponenten der Seite in der chronologischen Darstellung ist sehr stimmig, die Texte werden durch die eingebetteten Zeitzeugenberichte, Tonaufnahmen, Objekte etc. lebendiger.

Die Seite richtet sich nicht unbedingt an Personen, die sich einen „klassischen“ Museumsbesuch nach Hause holen wollen. Dafür ist die Darstellung zu starr, statisch und textlastig, die Gegenstände zu eindimensional.  (Es gibt zwar eine Bewegungsanimation für ausgewählte Gegenstände, diese ist aber nur über die Startseite zu erreichen und erfasst längst nicht alle Objekte). Der Fokus der Seite liegt ganz klar auf dem didaktischen Bereich, was sich vor allem auch an dem einzelnen Reiter Lernen zeigt. Die Materialien der Seite sind so aufgebaut, dass sie für SchülerInnen recht leicht zugänglich und auch für die Lehrkraft gut in den Unterricht integrierbar sind. Das soll nicht bedeuten, dass sich die Seite nur für Schulen lohnt. Vielmehr kann jeder die Seite benutzen, der sich in deutscher Geschichte weiterbilden möchte und dafür ein chronologisches Nacheinander mit gelegentlichen thematischen Aufbrüchen als das geeignete Mittel der Wahl sieht. Für jeden? Nun ja, für Menschen, die des Deutschen oder Englischen nicht mächtig sind, schauen auch in die Röhre. Damit kann aber schon eine breite Besucherschaft abdecken.

Wichtig ist für die junge Generation unserer Leserschaft, dass das LeMO auf einigen gängigen Sozialen Netzwerken (Facebook, Twitter und sogar Google Plus)  zu finden ist. Die älteren Herrschaften können noch ganz klassisch per E-Mail oder direkten Kontakt über die Startseite Meinungen und Verbesserungsvorschläge loswerden. Und für die Fans von haptischen, sprich ausgedruckten Seiten lässt sich alles ausdrucken. Alle anderen finden auch auf Tablet und Handy optimierte Interfaces des Lebendigen Museums Online. Alles in allem eine Runde Sache für alle, die gerne lesen und Texte nur durch Ergänzungen aufgelockert bekommen sowie die Seite didaktisch nutzen wollen. Alle anderen sollten lieber eines der beiden beteiligten Museen im echten Leben besuchen.

Hier geht’s zur Internetseite: https://www.dhm.de/lemo