Vom falschen Gebrauch mathematischer Modelle in der Volkswirtschaftslehre

Unsere zweite alternative Vorlesung steht an. Am Dienstag, den 30.06.2015 um 19 Uhr im Hörsaal XXII im Audimax ist es dann soweit. Wir freuen uns Prof. Dr. Claus Peter Ortlieb von der Universität Hamburg begrüßen zu dürfen. Dort war er Professor für Mathematik und mathematische Modellierung und wird auch in seiner Gastvorlesung in Halle mit seiner Expertise die Verwendung mathematischer Modelle in der Volkswirtschaftslehre untersuchen.

Die neoklassische Volkswirtschaftslehre, die seit dreißig Jahren den akademischen Stellen- und Büchermarkt beherrscht, hält sich ihre „ideologiefreie Methodik“ zugute, die auf dem Einsatz der Mathematik beruhe. Der damit verbundene Anspruch auf Exaktheit erweist sich allerdings als bloßer Schein, wie eine genauere Analyse des Vorgehens in den Standardlehrbüchern zeigt. Die verwendeten mathematischen Modelle werden regelmäßig falsch eingesetzt. Der dabei am häufigsten auftretende methodische Fehler besteht darin, die notwendig zu machenden Modellannahmen nicht auszuweisen oder unter den Teppich zu kehren, um dann die Modelle auf Situationen anzuwenden, zu denen sie nicht passen. Dieses Vorgehen hat gravierende Fehldeutungen zur Folge. Das soll schwerpunktmäßig an den gebräuchlichen Gleichgewichtsmodellen deutlich gemacht werden.

Darüber hinaus ist Prof. Ortlieb auch in der Theoriezeitschrift EXIT! publizistisch aktiv.

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