Es bleibt an uns, unbequem zu bleiben!

Über die Kämpfe und Forderungen kritischer Studierender der Wirtschaftswissenschaften an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) berichtet die Initiative Neue Plurale Ökonomik Halle (Saale) im Transit Magazin: Offener Brief im Transit-Magazin (Debattenmagazin in Halle und Umgebung)

Im Frühjahr wurden wir als Initiative Neue Plurale Ökonomik Halle (Saale) zum jährlichen Strategietag des wirtschaftswissenschaftlichen Bereichs der MLU eingeladen, um unser Anliegen in einem 30-minütigen Slot auf der Veranstaltung vorzustellen. Es ist uns ein Bedürfnis, den Inhalt unserer Vorstellung und die Reaktionen darauf zu rekapitulieren und unsere Forderungen und Erfahrungen öffentlich zu machen.

Wer oder was ist die Initiative Plurale Ökonomik?

Das Verständnis der ökonomischen Verhältnisse in der Welt ist von großer Bedeutung, wenn es darum geht, gesellschaftliche Veränderungen anzustoßen. Dies wird beispielsweise in der Diskussion über die Problematiken des Wohnraumes deutlich, in der zahlreiche Positionen zu Enteignung, Mietpreisbremse oder auch das neoliberale Argument des Neubaus diskutiert werden.

Doch was ist eigentlich das grundlegende Problem? Welche Lösungsansätze sind sinnvoll? Welche Machtasymmetrien gibt es? Und wie kommen wir letzten Endes zu einem „besseren Wohnen“ für alle? Wohnen ist hier ein Beispiel, welches exemplarisch für viele andere relevante Problemlagen (Klimawandel, Care-Arbeit, koloniale Abhängigkeiten, Ausbeutung) angesehen werden kann. Uns gibt es, weil wir aus einem ökonomischen Blickwinkel Antworten auf diese Fragen suchen!

Wir als Initiative sehen dabei die universitäre Lehre in der Pflicht, diese Debatten zu diskutieren, kritisch zu hinterfragen und damit reflexives Wissen zu erzeugen, anstatt alleinig auf den Arbeitsmarkt vorzubereiten. Da wir an dieser Stelle als Studierende unsere Wünsche nicht erfüllt sehen und unsere Fragen nicht beantwortet werden, sind wir selbst aktiv geworden und einige von uns haben im Jahr 2015 die Initiative Neue Plurale Ökonomik Halle (Saale) gegründet.

Seitdem versuchen wir, spezifische Debatten und Problemlagen breiter zu denken und uns selbst weiterzubilden. So beschäftigen wir uns beispielsweise mit feministischer Ökonomik, den kapitalistischen Verwertungsmechanismen von Wohnraum und deren konkrete Auswirkung auf Halle. Damit haben wir für kritische Studierende der Wirtschaftswissenschaften die Möglichkeit geschaffen, Themen auch außerhalb des universitären Kontextes zu diskutieren. Doch dies ist nicht unser einziger Anspruch. Vielmehr versuchen wir, die Universität gleichzeitig in die Pflicht zu nehmen, auf das Studium der Wirtschaftswissenschaften einzuwirken und Verbesserungen in verschiedenen Bereichen einzufordern.

Unsere Unzufriedenheit mit den Antworten, die wir in den Vorlesungen bekommen, entspringt aus der einseitigen theoretischen Perspektive: der sogenannten Neoklassik. Die Neoklassik kann in Anlehnung an Dobusch, L., & Kapeller, J. (2012) als Mainstream, d.h. dominantes Paradigma der Wirtschaftswissenschaften verstanden werden. Auch wenn der Begriff unterschiedlich genutzt und unscharf definiert ist, sehen wir ihn als sinnvolle Kategorie an, welche durch ökonomische Rationalität, das Ziel der Optimierung von Nutzen, ein statistisches Gleichgewichtsdenken und formal-mathematische Techniken gekennzeichnet ist (Hirte, K., & Thieme, 2013). Diese Annahme finden wir oftmals in den Vorlesungen vor, auch wenn sie nicht zwangsläufig als Neoklassik benannt wird und damit meist als unsichtbare und folglich nicht zu hinterfragende, Grundannahme existiert. Unsere Kritik orientiert sich genau an diesen Grundannahmen, welche wir nicht als grundsätzlich gegeben ansehen. Vielmehr müssen diese durch andere theoretische und methodologische Ansätze erweitert werden. Mit unserer Kritik stehen wir dabei nicht alleine: Wir sind Teil des Netzwerkes Plurale Ökonomik, das im deutschsprachigen Raum mit über 30 Lokalgruppen präsent ist und auf internationale Ebene z.B. mit rethinking economics vernetzt ist. Außerdem haben auch Lehrende an anderen Universitäten dies Problematik bereits anerkannt und zusammen mit Studierenden Studienmöglichkeiten wie die Cusanus-Hochschule oder die Masterstudiengänge „Plurale Ökonomik“ in Siegen oder „Sozioökonomie“ an der Uni Duisburg-Essen geschaffen. Ziel unserer Arbeit ist es explizit nicht, die Neoklassik aus den Lehrplänen zu verdrängen, sondern zu kritisieren und zu ergänzen. Was dies bedeutet, wollen wir im Folgenden anhand abstrakter Forderungen und konkreter Verbesserungsvorschläge aufzeigen.

Was wir fordern:

Wir fordern die Anerkennung und Thematisierung von verschiedenen theoretischen Zugängen und Perspektiven der Ökonomik, d. h. verschiedenen Theorieschulen, und diese in Beziehung zueinander zu setzen, um Schwachstellen und blinde Flecken der jeweiligen Theorien sichtbar zu machen. Auf diese Weise können sich die unterschiedlichen Perspektiven gegenseitig ergänzen. Konkrete Verbesserungen fordern wir durch die Weiterentwicklung von Methodik, Theorie und Lehre in den Wirtschaftswissenschaften an der MLU.

In der methodischen Ausbildung wünschen wir uns die Einbeziehung von qualitativen Methoden und Mixed-Method-Ansätzen. Wirtschaftswissenschaftliche Untersuchungen sollten nicht nur aus Statistik, Ökonometrik und performancebasierten Analysen bestehen, sondern interdisziplinäre Zugänge mit einbeziehen. Das bedeutet, ökonomische Prozesse nicht nur als rein Fakten-basiertes Wissen anzusehen und damit als naturwissenschaftlich gegeben zu interpretieren, sondern auch die gesellschaftlich-ökonomischen Diskurse und Entstehungskontexte wahrzunehmen und zu reflektieren.

Auf theoretischer Ebene fordern wir die Ergänzung des Lehrplans um Aspekte der Wirtschafts- und Ideengeschichte sowie generell die Thematisierung unterschiedlicher Theorieschulen wie Institutionenökonomik, feministischer Ökonomik oder Komplexitätsökonomik.

Insbesondere die Bedeutungen und Auswirkungen von race, gender und class in der Ökonomie könnten damit besser verstanden werden. Ferner erachten wir es als sinnvoll und angemessen, an der MLU bereits vorhandene interdisziplinäre Angebote wie Wirtschaftssoziologie für das wirtschaftswissenschaftliche Studium anrechnen lassen zu können. Diese Erweiterung der theoretischen Grundlagen würde beispielsweise ermöglichen, die Analyse des Wohnungsmarktes in einem deutlich breiteren Kontext betrachtet zu können. Anstatt nur auf Angebots- und Nachfragelogiken einzugehen, könnte die Untersuchung von Wohnraum mit Rücksicht auf Machtverhältnisse bei Zugang und Gestaltung des Wohnungsmarktes sowie kapitalistische Verwertungsinteressen erweitert werden.

Bisher ist die Lehre an der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät vor allem durch zahlreiche Vorlesungen und rechenorientierte Übungen gekennzeichnet. Doch von der Lehre erwarten wir mehr als ein unreflektiertes und stumpfes Durchexerzieren von Lehrplänen. Studierende sollten stattdessen zu kritisch denkenden Menschen ausgebildet werden. Dies wäre durch eine stärkere Partizipation der Studierenden am Wissensbildungsprozess im Universitätsbetrieb möglich, was sich durch mehr Seminare als Vorlesungen umsetzen ließe. In diesem Zuge sollten mehr Texte und Bücher gelesen und diskutiert werden, um aktuelle Thematiken wissenschaftlich bearbeiten zu können. Explizit sollten diese Ansätze auch für Bachelor-Studierende zugänglich gemacht werden. Zudem gilt es grundsätzlich, die Zusammensetzung des Kollegiums des wirtschaftswissenschaftlichen Bereichs zu reflektieren. So wünschen wir uns ein diverseres Kollegium mit vielfältigen Perspektiven.

Was nach unserem Input bei uns ankam:

Im Anschluss an unseren Input folgte eine lebhafte Diskussion mit den anwesenden Professor*innen. Im Folgenden seien einige der Reaktionen aufgeführt. Sie bilden einen Querschnitt der verschiedenen Erwiderungen und Argumente ab.

Der Sitzungsleiter machte von Anfang an deutlich, dass theoretische Diskussionen zu Inhalten der Wirtschaftswissenschaften ausgeklammert werden sollten. Aufgrund des Formats der Veranstaltung hielten wir diesen Vorschlag auch für sinnvoll. Ein anderer Professor sah dies aber etwas anders und kritisierte unsere inhaltlichen Positionen in einem zehnminütigen Monolog. Außerdem reklamierte er durch die Nutzung eines „innovativen“ Lehrbuchs die Fortschrittlichkeit der ökonomischen Lehre an der Uni Halle für sich. Sowohl sein Input als auch das von ihm angepriesene, scheinbar progressive Lehrbuch ließen sich anhand zahlreicher Gegenargumente wie Pfadabhängigkeit oder Machtverhältnisse kritisieren. In einem anderen Rahmen würden wir uns über eine entsprechende Diskussionsveranstaltung sehr freuen.

Anschließend an den Monolog kamen weitere Professor*innen zu Wort, die jeweils ihre fortschrittlichsten Ansätze präsentierten und verschiedene Angebote darlegten. So schlug beispielsweise jemand vor, eigene Themen in die Seminare einzubringen und dadurch gesellschaftspolitische Fragestellungen aufzuwerfen. Des Weiteren wurde das Projektseminar der Wirtschaftsinformatik hervorgehoben, in welchem die teilnehmenden Studierenden engagiert zu aktuellen Themen mitarbeiten. Über diese Konzepte freuen wir uns natürlich, gleichzeitig werden dadurch die unübersehbaren Problematiken an der MLU relativiert. Der Aufforderung, den kompletten wirtschaftswissenschaftlichen Bereich für diese wenigen Ausnahmen zu loben oder sogar als „plural“ anzuerkennen, kamen und kommen wir daher nicht nach. Zehn verschiedene Fachgebiete zu haben, die aber alle neoklassische Ansätze nutzen und entsprechende Ergebnisse liefern, auch wenn sie die Begrifflichkeit „Neoklassik“ vermeiden, bedeutet für uns nicht Pluralität.

Abgesehen davon finden wir es auf der einen Seite sehr erfreulich, dass unserer konstruktiven Kritik an Formen der Lehre und Format der Veranstaltungen zugestimmt wurde. Im Kollegium nahmen wir generellen Konsens hinsichtlich methodischer Verbesserungen wahr und sogar die Aufforderung seitens eines Professors an die Kolleg*innen, die eigenen Lehrweisen zu überarbeiten.

Auf der anderen Seite finden wir es jedoch erschreckend, dass die Professor*innen eingestehen, dass Lehrmethoden teilweise überholt und nicht effektiv sind, jedoch als diejenigen, die Lehre gestalten, selbst nichts daran ändern. Den negativen Höhepunkt zur Rechtfertigung der eigenen Lethargie setzte ein Professor, der den Studierenden das Interesse am wirtschaftswissenschaftlichen Studium absprach: „Die studieren nur, weil sie nichts Besseres mit ihrer Zeit anzufangen wissen.“ Dass Desinteresse seitens der Studierenden auch mit Inhalten und Art der Veranstaltungen zusammenhängen könnte, wurde nicht erkannt. Auch wenn der Vorsitzende des Strategietages vermittelnd wirkte, machte er schließlich doch auch deutlich, dass er wie der Rest des wirtschaftswissenschaftlichen Bereichs nicht hinter unserem Anspruch an theoretischer Vielfalt steht.

Daher…

Bleibt es an uns, weiter unbequem zu sein und Schwierigkeiten an der MLU anzuklagen. Und es bleibt auf Seiten der Lehrenden, entsprechende Forderungen umzusetzen und Worten Taten folgen zu lassen. Wir möchten wirtschaftswissenschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge und Problemlagen erkennen, analysieren und bearbeiten können. Wir suchen Lösungen und erwarten, dass die Universität der Ort ist, der uns dazu befähigt. Dafür werden wir weiter kämpfen.

Quellen:

Dobusch, L., & Kapeller, J. (2012). Heterodox United vs. Mainstream City? Sketching a Framework for Interested Pluralism in Economics. Journal of economic Issues , 46(4), S. 1035-1058.

Hirte, K., & Thieme, S. (2013). Mainstream, Orthodoxie und Heterodoxie – Zur Klassifizierung der Wirtschaftswissenschaften (No. 38). Discussion Papers, Zentrum für Ökonomische und Soziologische Studien.

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Wohnraum im globalisierten Finanzmarktkapitalismus

Die Initiative Neue Plurale Ökonomik Halle ist eine Gruppe kritischer junger Menschen, die unter anderen aus Studierenden der Wirtschaftswissenschaften besteht und sich für mehr Vielfalt in der ökonomischen Theorie, Methodik und Lehre einsetzt. Momentan wird an den Universitäten fast ausschließlich die sogenannte Neoklassik gelehrt, welche die soziale Eingebundenheit von (ökonomischen) Akteur*innen und Machtstrukturen fast vollständig ausblendet. Um dem andere Perspektiven entgegenzusetzen, haben wir uns entschieden, im Folgenden Immobilienmärkte aus der marxistischer Tradition heraus näher zu beleuchten.

Halle ist Teil der Spitzengruppe. Klingt nach einem Grund zum Feiern, ist es aber nicht. Halle an der Saale gehört zu den Städten mit der größten Segregation in Deutschland1. Das bedeutet, dass die Ungleichheit und die Einkommensunterschiede zwischen den verschiedenen Stadtvierteln besonders ausgeprägt sind, womit sich auch soziale Problemlagen verschärfen2. Ein Grund dafür ist, dass die Preise für Wohnraum in den letzten Jahren und Jahrzenten kontinuierlich gestiegen sind. Dies führt dazu, dass sich Haushalte mit niedrigen Einkommen Wohnungen oder Häuser in attraktiven Stadtvierteln wie der Innenstadt, dem Paulusviertel, Giebichenstein oder Kröllwitz nicht mehr leisten können. Auch in vielen anderen Städten ist eine verstärkte Debatte um Mietpreissteigerungen entbrannt. So wird beispielsweise in Berlin gegen die Immobilienunternehmung Deutsche Wohnen protestiert. Doch warum werden diese Unternehmen als Problem gesehen? Was steckt hinter den Mieterhöhungen?

In der Wirtschaftssoziologie wird zur Beantwortung dieser Fragen zunehmend auf den Begriff der Finanzialisierung verwiesen. Mit Finanzialisierung ist die Ausweitung der operativen Logik der Finanzmärkte3 auf andere gesellschaftliche Bereiche gemeint. Für Immobilien bedeutet das, dass der Preis von Wohnungen und Häusern sich weniger nach ihrem Gebrauchswert, sondern vielmehr nach ihrem Tauschwert auf den Finanzmärkten orientiert4. Immobilienwerden so zu einer Form der Kapitalanlage, die mit anderen Finanzprodukten, wie zum Beispiel Aktien, mithalten müssen. Das heißt nicht zwangsläufig, dass die erwartete Rendite genauso hoch sein muss, aber es müssen zumindest vergleichbare Zahlen und Daten geschaffen werden. Dazu werden einzelne Immobilien,  Stadtviertel oder auch die Immobilienmärkte ganzer Städte oder Staaten quantifiziert, also ihr Wert und ihre Eigenschaften zur besseren Vergleichbarkeit in Zahlen gefasst, damit Berechnungen damit durchgeführt werden können, um Vorhersagen über die Wertentwicklungen und die potentiellen Profite zu machen5.

Aber warum passiert so etwas überhaupt? Warum wird unser Wohnraum finanzialisiert?

Wie wohl allgemein bekannt ist, leben wir im Kapitalismus. So weit, so wenig überraschend. Im Kapitalismus besteht das Ziel wirtschaftlichen Handelns darin, immer mehr Kapital anzuhäufen. Wirtschaftliche Akteur*innen, die über Kapital verfügen, versuchen, dieses möglichst so anzulegen, dass sich das Kapital „vermehrt“. Durch diesen andauernden Prozess kann es gerade nach Phasen der materiellen Expansion, also der Ausweitung der Produktion, zu einer sogenannten Überakkumulation kommen6. Es gibt zu wenig profitable Anlagemöglichkeiten: die Kapitalist*innen wissen nicht, wohin mit ihrem Geld. Deshalb wird sich auf die Suche nach neuen Anlageformen gemacht, es kommt zur Erschließung von neuen Märkten für Finanzkapital7.

Hier sind gerade Immobilien interessant, denn sie werden meistens über Kredite finanziert8. Das Kapital wird langfristig gebunden, die Ausschüttung des Mehrwerts wird in die Zukunft verschoben. Außerdem gelten Investitionen in die gebaute Umwelt, unsere Infrastruktur und Gebäude, traditionell als risikoarm: Wohnen müssen die Leute immer. Immobilieninvestitionen sollen also möglichst profitabel sein, aber dabei die Gewinne in die Zukunft verlagern, während das Kapital zunächst einmal absorbiert wird. Die Investitionsentscheidungen hängen von Erwartungen an die Zukunft ab9. Diese ist aber nicht vorhersehbar. Die Erwartungen an die Wertsteigerungen sind deshalb voneinander abhängig, weil die Akteur*innen auf den Finanzmärkten sich gegenseitig an den Entscheidungen ihrer Mitbewerber*innen orientieren, um ihre Unsicherheit zu verringern. Bei Immobilien ist diese Abhängigkeit besonders stark, weil der Wert eines Objektes durch seine Umgebung mitbestimmt wird. Das gleiche Haus ist in einem hippen, attraktiven Stadtviertel mehr wert, als in einem Randbezirk mit mangelhafter Daseinsvorsorge.

Es entwickeln sich schnell Spiralen, weil die meisten Investitionsentscheidungen mit denselben Zahlen und Daten arbeiten und sich aneinander orientieren5. Das führt dazu, dass die Preise in einigen attraktiven Gegenden, besonders in Großstädten, enorm steigen. Menschen, die sich solche Preise nicht leisten können, müssen in die Peripherie oder unattraktive Stadtviertel ausweichen. Außerdem sind die Informationen zu den Zahlen der Immobilienmärkte und das Wissen um ihre Interpretation einerseits und die Möglichkeit, Immobilien zu erwerben andererseits, nicht für alle gleichermaßen zugänglich5. Deutschland gehört in Europa noch immer zu den Ländern mit der höchsten Ungleichheit, besonders, was das Vermögen betrifft, und der niedrigsten sozialen Mobilität10. Nur wenige Menschen haben deshalb die Bildung, das Wissen und das Startkapital, um in Immobilien investieren zu können. Die wenigen Menschen, die diese Möglichkeiten haben und nutzen, pumpen derweil exorbitante Summen in den Immobilienmarkt11. Weil die Preise in einigen Gegenden deshalb schnell nichts mehr mit dem eigentlichen Wert der Gebäude zu tun haben, können Blasen entstehen, die bei Irritationen platzen und manchmal ganze Wirtschaftskrisen auslösen, wie zuletzt 2007 in den USA geschehen.

Doch auch von politischer Seite ist derzeit kaum eine Rettung zu erwarten: Die Politik richtet sich im Neoliberalismus zunehmend an wirtschaftlichen Interessen aus. In vielen Städten formierten sich bereits Proteste und Demonstrationen. Besonders in Berlin geriet die rot-rot-grüne Regierung unter Druck. Sie zog nun eine vorläufige Notbremse und kündigte einen Mietdeckel an: Ab 2020 sollen die Mieten für fünf Jahre nicht erhöht werden dürfen. Diese Meldung stand bei der Tagesschau unter der Schlagzeile „Wird Berlin zum Albtraum für Investoren?12. Doch können derartige Maßnahmen die Spiralen wirklich durchbrechen oder handelt es sich eher um oberflächliche Symptombekämpfung? Wir fragen daher: Welche Interessen finden Berücksichtigung? Welche Personen haben Machtpositionen, aus denen heraus sie die Stadtplanung und Preisentwicklung heraus beeinflussen können? Wer hat keinen Einfluss?

Diese und weitere Fragen werden wir in den kommenden Blogbeiträgen diskutieren!

1 Helbig, Marcel, und Stefanie Jähnen. 2018. Wie brüchig ist die soziale Architektur unserer Städte? WZB Discussion Paper.

2 Hausmann, Patrick, und Matthias Bernt. 2019. Kleinräumliche Untersuchung sozialstrukturellen Veränderungen Halle (Saale). Ergebnisse der Auswertung von Daten der kommunalen Statistik. Erkner: Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung.

3 Windolf. 2005. Finanzmarktkapitalismus. Anlysen zum Wandel von Produktionsregimen. Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie.

4 Holm, Andrej. 2011. Wohnung als Ware: zur Ökonomie und Politik der Wohnungsversorgung. Widersprüche : Zeitschrift für sozialistische Politik im Bildungs-, Gesundheits- und Sozialbereich 31:9–20.

5 Bitterer, Nadine, und Susanne Heeg. 2015. Die Macht der Zahlen. Zeitschrift für Wirtschaftsgeographie 59.

6 Silver, Beverly J., und Giovanni Arrighi. 2011. Das Ende des langen 20. Jahrhunderts. In VielfachKrise. Im finanzmarktdominierten Kapitalismus, Hrsg. Alex Demirović, 211-228. Hamburg: VSA-Verl.

7 Harvey, David. 1982. The limits to capital. London: Verso.

8 Belina, Bernd. 2018. Wenn Geldkapital eine sichere Bank sucht. PROKLA. Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft 48.

9 Beckert, Jens. 1996. Was ist soziologisch an der Wirtschaftssoziologie? Ungewißheit und die Einbettung wirtschaftlichen Handelns. Zeitschrift für Soziologie 25:125–146.

10  Hans-Böckler-Stiftung. 2016. WSI Verteilungsmonitor – Soziale Ungleichheit: Ausmaß, Entwicklung und Folgen. Online verfügbar unter https://www.boeckler.de/pdf/wsi_vm_faqs_2016.pdf

11 http://www.cushmanwakefield.de/de-de/news/2017/04/globales-investitionsvolumen-in-immobilien-erreicht-2017-rund-14-billionen-us-dollar

12 https://www.tagesschau.de/wirtschaft/boerse/immobilien-berlin-mieten-deckel-101.html

 

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Strategietag des wirtschaftwissenschaftlichen Bereichs: Anstoßen formeller Prozesse in der Universität

Am Dienstag, den 05. März 2019 hatten wir die Möglichkeit, unsere Anliegen bei der Strategiesitzung des Wirtschaftswissenschaftlichen Bereichs vorzutragen. Neben den bekannten Kritikpunkten (Einfältigkeit der wirtschaftlichen Theorielehre an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) haben wir eine Hand voll Forderungen gestellt und konkrete Verbesserungsvorschläge mitgebracht. Die meisten der 15 anwesenden Professor*innen waren natürlich entweder von ihrer angeblichen Fortschrittlichkeit überzeugt oder aber den Studierenden gegenüber bereits von Resignation gezeichnet („die studieren nur, weil sie nichts besseres mit ihrem Leben anzufangen wissen“). Wir haben daran erinnert, dass die Universität ein Ort des Wissens und der Bildung ist und nicht nur dazu dient, uneigenständige Arbeitskräfte zu formen, die alles abnicken und nichts lernen wollen. Die Uni und insbesondere auch die Wirtschaftswissenschaften sollten zu Kritischem Denken befähigen.

Daher fordern wir Pluralität in Methoden, Methodologie und Theorie und ein Umdenken in der Lehre!

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Hasi muss bleiben!

Die HaSi (Hafenstraße 7) bietet uns seit Jahren Raum für unsere zahlreichen Treffen. Nun soll sie geräumt werden. Das wollen wir nicht hinnehmen! Wenn ihr die Hasi und uns unterstützen möchtet, verbeitet diese Botschaft gerne weiter und kommt am Mittwoch, den 21.11.18, um 13 Uhr zur Kundgebung und Demonstration auf den Marktplatz in Halle. Danke!

Die Räumung der HaSi wird vollstreckt. Neben den vielzitierten Initiativen und Aktivitäten wie Gartenprojekt, Capoiera-Kurs, Yoga-Kreis, Elterncafé und Jam Session sowie Orten der Selbstorganisation wie die Fahrradselbsthilfewerkstatt und solidarische Küche, sind auch wir als Initiative Neue Plurale Ökonomik Halle davon betroffen.

Inwiefern und wer sind wir überhaupt?

Kurz: Wir sind eine Gruppe Studierender verschiedener Fachrichtungen, die sich kritisch mit dem Studium der Wirtschaftswissenschaften auseinandersetzt.

Was haben wir  mit der HaSi zu tun?

Kurz: Wir nutzen die HaSi. Wir treffen uns dort wöchentlich für unseren Lesekreis und Plena. Im Lesekreis beschäftigen wir uns selbstorganisiert mit Texten und Büchern, die uns im universitären Kontext fehlen. In Plena organisieren wir Veranstaltungen, debattieren über wissenschaftliche Konzepte und feilen an Möglichkeiten, unsere Vorstellungen von Lehre und Wissensproduktion in die Praxis umzusetzen. Uns eint die Unzufriedenheit mit dem kapitalistischen Normalzustand, der Ausbeutung und Hass verursacht und wir versuchen, diesen Normalzustand zu analysieren, um ihn zu durchbrechen.

Was bedeutet „kapitalistisch“ an dieser Stelle?

Es bedeutet die Orientierung an der Verwertung des Kapitals, also am Gewinn statt am  Bedarf,  an  der  Vermehrung  des  Kapitals  statt  am  Verbrauch. Ein derart operierendes System funktioniert langfristig nicht. Es wird an seine Grenzen kommen, da in Wirklichkeit materieller Bedarf über finanziellem Interesse steht. Und das wird auch Halle merken. Es ist ungerecht, dass die nicht kapitalistisch organisierte Arbeit in der HaSi nicht als solche wertgeschätzt wird. Sie wird ausgebeutet, indem das Grundstück, das zwölf Jahre leer stand nun wieder von Interesse für die Stadt ist. Die aktiven Menschen in der HaSi haben das Gelände aufgeräumt und wieder instandgesetzt. Das will die HWG nun ausnutzen. Die kapitalistische Logik vom Zwang der Lohnarbeit, um den Lebensunterhalt zu bestreiten, um Mieten zu bezahlen führt zu einem entfremdeten Leben – sinnlos und unfrei. Es steht dem diametral gegenüber, wofür sich die HaSi einsetzt.

Die Fakten sind bekannt: Gegenwärtig steht die HaSi unter Denkmalschutz, was bedeutet, dass die baufälligen Gebäude zu erhalten sind. Das wird die Stadt unendlich viel Geld kosten. Kosten, die an anderer Stelle gebraucht würden. Nach derzeitiger Rechtsprechung kann das Gelände von der Stadt nicht sinnvoll genutzt oder verwertet werden. Die Stadt selbst hat den Wert des Geländes mit Minus 200.000 Euro veranschlagt. Ein Kaufangebot seitens der HaSi von einer viertel Million über diesem Wert hat die Stadt abgelehnt. In der Hoffnung, zukünftig nicht mehr an momentan geltende Vorgaben gebunden zu sein, ordnet die stadteigene HWG die Räumung des Geländes und beendet ein Projekt, das mehr als nötig ist für den Ort Halle. Denn: Wir brauchen Platz!

Wir von der Initiative Neue Plurale Ökonomik nutzen die HaSi. Denn sie bietet Raum, den es sonst so nicht gibt in Halle. Sie bietet Platz für Selbstorganisation, ohne inhaltliche Schranken, einen wahrhaften Freiraum. Etwas, das die Universität gerne von sich behauptet, aber in ihren eigenen wiederum ökonomischen Zwängen nicht bieten kann.

Die HaSi als Versuch eines nichtkapitalistischen Raums bietet Platz für die gedankliche Entfaltung. Sie ist gelebtes Beispiel einer Welt abseits der vorherrschenden Meinung und Praxis von Geltungsdrang und Leistungszwang.

Die HaSi als nichthierarchischer Raum bietet Platz für Mitbestimmung. Es gibt Möglichkeiten, gehört zu werden, sich einzubringen und bestimmender Teil eines Größeren zu sein, anstatt nur eine Stellschraube.

Als kritischer Raum bietet die HaSi Platz zur Selbstreflexion. Was wir erreichen wollen, ist, eingefahrene Denkmuster ständig zu hinterfragen und progressiv weiterzuentwickeln. Die HaSi ist Fortschritt, nicht im Sinne von Entwicklungsgedanken, sondern im Sinne dialektaler Reise zu gesellschaftlicher Utopie.

Und zuletzt bietet die HaSi als Platz der Diverstität Raum für Streit. Wovon unsere Theorie leben sollte, ist die inhaltliche Auseinandersetzung mit verschiedenen Vorstellungen und Analysen sowie der konstruktiven Kritik an der Sicht auf die Dinge. Auf dieser Grundlage können wir unser Handeln ausrichten.

Wenn wir unser Positionspapier und unsere Forderungen als Gruppe in den letzten Jahren anschauen, ist genau das alles praktisch umgesetzt in der HaSi. Mit der HaSi war es uns möglich die Universität aus ihrem Elfenbeinturm zu holen. Fragen der neoliberalen Kritik wurden nicht im abstrakten Seminarraum, sondern im materiellen Freiraum bearbeitet. Diese Vorstellungen scheinen konventioneller Wirtschaft zu widersprechen.

Wenn wir von Wirtschaft reden, sollen wir auf Wohlstand und Wachstum referieren. Der Wohlstand der HaSi zeigt sich nicht in materiellem Reichtum. Im Gegenteil, wir leben mit sporadischer Ausstattung der Räume, ungeheizten Räumen im Winter, weil das Feuerholz knapp war und Brause und Bier gibt auf Spendenbasis zum Selbsterhalt. Reicher geworden sind wir doch alle. Jede Person, die sich engagiert hat. Alle, die regelmäßig da waren. Und gewachsen ist in der HaSi auch einiges: Freundschaften, Menschen, Gemüse und Obstbäume, Netzwerke sowie der Kleiderbestand im Umsonstladen. Aber sicher nicht das BIP!

Und jetzt siegen leider die Interessen von Großunternehmer_innen wie F.K. Horn und Lührmann, die nicht den Bedarf, sondern die profitable Kapitalverwertung im Sinn haben. Lührmann hat es bereits geschafft, die Rockstation in der Hafenstraße zu zerstören. Ihr Schicksal ist bekannt. Die Rockstation musste umziehen und wurde letztes Jahr auch aus ihren neuen Räumen geschmissen. Ein weiteres Kulturzentrum mit Jugendarbeit und Proberäumen ist ruiniert. Es wird Platz für Neubauten geschaffen, hinter deren sauberen, grauen Fassaden das hallesche Leben genauso perspektivlos und arm bleibt. Es ist also egal, ob gemietet oder besetzt, für Subkultur soll in Halle kein Platz sein, solange kapitalistische Strukturen herrschen.

Doch dank der HaSi wissen wir, dass eine andere Gesellschaftsordnung möglich ist. Und wir träumen davon, dass es auch der Rest der Stadt und die Behörden mitbekommen. Und unsere Träume sind stärker als eure Gewalt!

Initiative Neue Plurale Ökonomik Halle, November 2018

Unser Text bei facebook: Hasi muss bleiben!

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Kritische Einführungwochen 2018

Vom 10. bis zum 19. Oktober finden in Halle zum zweiten Mal die Kritischen Einführungswochen statt!

Das Programm findet ihr bei Facebook: KEW Halle

Von unserer Seite gibt es folgende Veranstaltungen: 
8. Oktober 17 Uhr Hasi: „Back to the roots: Discussing the original commons debate in the light of recent struggles for commons“  
(Falls Ihr hierzu die Texte braucht, einfach an kontakt@halle.plurale-oekonomik.de schreiben)

 

10. Oktober 18 Uhr SR 5 (Steintorcampus): Openspacesession, um die Zusammenarbeit mehrerer Gruppen oder Akteur*innen im Aktivisten Raum Halle zu ermöglichen, Ideen auszutauschen….

 

17. Oktober 16 Uhr SR 6 (Steintorcampus): Feministische Ökonomik – Workshop. Historische Untersuchung der Marginalisierung und Abwertung von Frauen in den modernen Kontext gestellt. 

 

17. Oktober 10 Uhr Crummes Eck (Lessingstraße 39): Kritisches Bier. Stammtisch/Kennenlern/betrunkenkritischüberdenKapitalismusreflektieren…

 

Von Mittwoch bis Freitag (10. bis 12. Oktober)  hängen wir auch von 14 bis 18 Uhr im SSR ab, falls ihr euch mal unverfänglich nähern wollt 😀 
Da sind auch alle anderen spannenden Gruppen dabei. Und es gibt Essen, wird gemunkelt…

 

Kommt vorbei, wir freuen uns auf euch!

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Feminismen: Veranstaltungsreihe im WiSe 2018/19

Feminismen? Ja, denn DEN Feminismus gibt es nicht. Auch in feministischen Theorien lassen sich vielfältige Herangehensweisen und Positionen finden, welche wir in der Veranstaltungsreihe durch Workshops und Vorträge sichtbar machen wollen. Ausgehend von der seltenen Thematisierung innerhalb des formellen universitären Kontextes und der Relevanz für unsere persönlichen Handlungspraktiken verbindet uns der Wunsch, Räume für vertiefende Auseinandersetzung und Diskussion zu öffnen.

Uns? Wir sind nicht nur eine Gruppe, sondern ein Zusammenschluss unterschiedlicher Initiativen. Dabei sein werden der Arbeitskreis kritischer Jurist*innen, der Feministische Lesekreis, Halle postkolonial, die Kritischen Politikwissenschaften und die Initiative Nue Plurale Ökonomik Halle/Saale.

Wann? Die Veranstaltungsreihe wird im kommenden Wintersemester 2018/19 ab dem 29. Oktober aller zwei Wochen stattfinden. Die genauen Termine und Themen findest du u.a. bald hier und auf unserer Facebook-Seite. Wir freuen uns auf euch!

Feminismen bei facebook
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Filmreihe „Das Individuum im Kapitalismus“

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Plurales Vorlesungsverzeichnis für das SS 2018 online!

Wir haben unser plurales Vorlesungsverzeichnis für euch aktualisiert:

Das Sommersemester 2018 hat begonnen! Für alle Interessieren haben wir wieder einige Empfehlungen zusammengestellt, die euer Studium hoffentlich bereichern können.

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Masterseminar: Jenseits des Marktes

Wir möchten euch gern auf ein spannendes wirtschaftshistorisches Blockseminar aufmerksam machen, welches im Sommersemester 2018 angeboten wird. Es wird sich vor allem um Karl Polanyi drehen. Karl Polanyi hat grundlegende und bis heute nicht entschiedene wirtschaftshistorische Debatten ausgelöst. Diese kreisen um die Frage, ob es Sinn macht, auch vormoderne bzw. vorindustrielle Wirtschaften als Marktwirtschaften zu definieren und somit aufbauend auf den Theorien, Annahmen und mit den Methoden der Neoklassik zu analysieren. Polanyi selber würde dies strikt verneinen, während die gegenwärtig dominierende Neoklassik ihre Analyse wie selbstverständlich auf jede Form menschlichen Wirtschaftens seit der Altsteinzeit anwendet. Polanyi zwingt zum Nachdenken. Auch wenn sein Denken über Wirtschaftsgeschichte im Rahmen dieses Seminars nur schlaglichtartig beleuchtet werden kann, so gewähren die ausgewählten Themen Einblicke in das Erkenntnispotential Polanyis für eine moderne Wirtschaftsgeschichte. Gleichzeitig geht es anhand konkreter vormoderner Gesellschaften und Wirtschaften auch um die Grenzen der Neoklassik.

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Kurzimpuls auf der Tagung „Wirtschaftswissenschaften und sozial-ökologische Transformation“ in Berlin am 06.11.2017

Im Zuge der Veröffentlichung eines Sammelbandes „Transformative Wirtschaftswissenschaft im Kontext nachhaltiger Entwicklung“ veranstaltete das IÖW (Institut für ökologische Wirtschaftsforschung), die Cusanus Hochschule, das Netzwerk Plurale Ökonomik und das Wuppertal Institut eine Tagung am 06.11.2017 in Berlin auf der die vielfältigen theoretischen, methodischen und inhaltlichen Ansätze der Wirtschaftswissenschaften und ihre Wirkungen auf die gesellschaftliche Praxis zu diskutiert wurden. Dafür kamen Ökonom/innen verschiedener Strömungen, Sozial- und Nachhaltigkeitswissenschaftler/innen sowie Expert/innen aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft zusammen.

Wir hatten die Ehre einen Kurzimpuls zum Thema „Transformative Lehre aus studentischer Perspektive“ auf dieser Tagung zu halten. Im folgenden findet ihr die Rede:

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