Statuskonsum ist nicht alles

Relativer Konsum ist ein Begriff, der inzwischen Eingang in die mehr-oder-weniger standardökonomische Analyse gefunden hat. Doch wird relativer Konsum immer implizit durch die Veblen‘sche Brille betrachtet, d. h. als Statuskonsum (bekannt u. a. als Duesenberry-Effekt): ich konsumiere immer mehr, weil ich mehr haben möchte als mein Nachbar. Dass die Realität jedoch viel komplexer ist, hat Fred Hirsch in seinem 1976er Buch Social Limits to Growth mithilfe des Begriffs des Postionswettbewerbs eindrucksvoll gezeigt. Weiterlesen

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Warum öffentliche Dienstleistungen so teuer erscheinen

Ständig hört man Politiker, Verbände und Medienvertreter, die sich darüber beschweren, dass die Kosten öffentlicher Dienstleistungssysteme (insb. Gesundheitssystem, aber auch Polizei, Bildung etc.) explodieren. Die typische Schlussfolgerung: entweder privatisieren oder zumindest „effizienter machen“, sprich: Mittel kürzen. Dabei ist die Erklärung dieses Phänomens schon lange bekannt und hat nichts damit zu tun, dass die betreffenden Dienstleistungen vom Staat angeboten werden. Gestatten: die Baumol’sche Kostenkrankheit. Weiterlesen

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Ist Wirtschaftswachstum bald vorbei?

…the most important economic question of all – what will economic growth be like over the next couple of generations?

Man sehe sich dieses Zitat von Larry Summers, dem wichtigsten Wirtschaftsberater Barack Obamas und einem der prominenteren Ökonomen unserer Zeit, an und behaupte, die Ökonomen litten nicht unter einem Wachstumsfetischismus. Dennoch werden immer mehr Ökonomen – Summers eingeschlossen – zunehmend pessimistisch über Möglichkeiten künftigen Wachstums. Die Begründungen sind allerdings nicht, wie bei den „üblichen Verdächtigen“ aus der degrowth-Szene, normativ (Wachstum sollte aufhören wegen seiner negativen Begleiterscheinungen wie soziale Ungerechtigkeit, Umweltzerstörung etc.), sondern rein positiv – die betreffenden Kommentatoren sind schlicht und einfach der Meinung, die kurze „Wachstumsepisode“ der Menschheitsgeschichte könnte sich allmählich dem Ende nähern. Weiterlesen

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Eine Einführung in die Welt lokaler Währungssysteme

Ein Blog-Beitrag von Norman Dürkop:

In diesem Beitrag möchte ich ein Themengebiet aufgreifen, welches in den Wirtschaftswissenschaften, aber auch in der Soziologie bislang selten behandelt wurde: Lokale Währungssysteme.

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Profite, Zinsen, Wachstum

Ursprünglich erschienen auf Skeptische Ökonomie.

Kapitalismus ist die Wurzel alles Bösen. Dies ist eine altbekannte „Wahrheit“, der man im wachstumskritischen Diskurs recht häufig begegnet, nolens volens. Alles, was schlecht ist, wird dem Kapitalismus zugeschrieben, und alles, was „kapitalistisch“ anmutet, muss schlecht sein. Folgerichtig wird auch oft behauptet, man sei innerhalb eines kapitalistischen Systems zum Wachstum verurteilt – und dauerhaftes Wachstum ist bekanntlich ein Problem. Daher müsse man den Kapitalismus überwinden. Ob dies im Allgemeinen stimmt, habe ich anderswo bereits einmal diskutiert. Heute widmen wir uns zwei speziellen Attributen des Kapitalismus, die uns vermeintlich zum Wachstum „verdammen“: Profitorientierung und Zinsen. Weiterlesen

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Blockseminar: Chinesische Philosophie

Wir möchten euch hiermit auf ein sehr spannendes Blockseminar hinweisen, welches an Studierende eines wirtschaftswissenschaftlichen Bachelor-Studiengang gerichtet ist und sich auch angerechnet werden lassen kann. Das außergewöhnliche daran ist, dass es ausschließlich um chinesische Philosophie gehen wird.

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+++ ABSAGE: Vorlesung mit Prof. Dörre fällt aus +++

Leider müssen wir die geplante Vorlesung am Donnerstag, den 14.01.2016 absagen, da Prof. Klaus Dörre aus familiären Gründen nicht kommen kann. Bitte habt Verständnis.

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Ist die Ökonomie eine Wissenschaft?

Darum, ob die Ökonomie eine Wissenschaft sei, streiten sich schon immer die Geister. So akademisch diese Frage erscheint, so wichtig kann sie in der Praxis sein – es ist nun mal so, dass man in unserer Gesellschaft als Wissenschaftler eine Art Sonderstatus genießt. In Deutschland, wo man immer wieder auf Klingelschildern „Dr.“ oder „Prof. Dr. Dr.“ sieht und Minister gestürzt werden, weil sie des Prestige wegen um jeden Preis einen Doktortitel haben wollten, merkt man dies besonders deutlich. Aber auch aus rein „akademischem“ Interesse ist die Frage nach dem Wissenschaftsstatus der Ökonomie durchaus spannend – zumal man sich bei ihrer Beantwortung klar machen muss, was eigentlich Wissenschaft ist und was die Ökonomie ausmacht. Beides ist bei Weitem nicht trivial. Weiterlesen

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Macht ein ASQ-Modul bei uns!

Ihr seid an der Pluralen Ökonomik interessiert und überlegt noch wo ihr ein ASQ-Modul machen könnt? Dann kommt vorbei und engagiert euch bei uns! Weiterlesen

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Für eine zukunftsfähige Martin-Luther-Universität

Wir brauchen Antworten auf die herrschenden ökonomischen, ökologischen und sozialen Krisen. Universitäten als Zukunftswerkstätten gesellschaftlichen Wandels stehen in der Verantwortung Lösungsvorschläge zu entwickeln und vorzuleben. Dementsprechend ist das Prinzip der Nachhaltigkeit auch 2011 in das Leitbild der Martin-Luther-Universität aufgenommen worden, an dem sich Lehre, Forschung und Betrieb orientieren sollen. Dennoch steht gerade die Zukunft eines Lehrstuhls, der sich explizit mit betrieblichem Umweltmanagement sowie Nachhaltigkeitsmanagement beschäftigt, auf dem Spiel. Wir setzen uns daher aktiv für dessen Erhalt ein. Die Fakultät und die Hochschulleitung müssen konkrete Schritte für die Fortführung von Lehre und Forschung in diesem Bereich unternehmen. Ausführliche Infos findet ihr im offenen Brief an die Dekanin der wirtschaftswissenschaftlichen und juristischen Fakultät und den Rektor. Der Brief wurde von einem breiten Bündnis aus Studierendenvertretern, Hochschulinitiativen und Professoren unterzeichnet – für eine zukunftsfähige Martin-Luther-Universität. Weiterlesen

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