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2. Mai 2010

Wissenschaftlichkeit vs. Lesbarkeit …

Verfasst von

Da ich bereits in einem vorangegangenen Blog über die Lesbarkeit eines Textes geschrieben habe, widme ich mich nun der Frage nach der Wissenschaftlichkeit unserer zukünftigen Texte, Rezensionen, etc.

Grundsätzlich sehe ich hier das „Problem“, dass wir mit einer Vielfalt von Lesern zutun haben werden. Darunter können sich sowohl Schüler, als auch Laien, sowie Lehrer und Studenten bzw. „Wissenschaftler“ befinden, welche sich über die präsentierte Lernsoftware informieren möchten. Es ist daher darauf zu achten, dass sowohl bei der Softwarebeschreibung als auch der anschließenden Evaluation eine Art und Weise der Formulierung gewählt wird, die für alle Leser unseres Magazins verständlich ist.

Des weiteren sollten wir bei Fachbegriffen eine inhaltszentrierte Verwendung statt einer suchmaschinenoptimierten bevorzugen. Auch bei der Wahl der Schlagwörter, welche sich aus den verwendeten Fachtermini ergeben, sollte beachtet werden, dass diese dem Inhalt des Textes entsprechen.

Bei der Angabe von Zitaten oder Bemerkungen würde ich die Verwendung der geisteswissenschaftlichen  Zitierweise (Fußnotenverzeichnis) vorschlagen. Hierbei wird der Lesefluss nicht durch Quellenangaben u.ä. in Klammern gestört. Auch Randbemerkungen finden somit ihren Platz am Seiten- bzw. Textende und können entsprechend formuliert werden. (Im Augenblick habe ich jedoch noch keine wirkliche Ahnung, inwiefern Fußnoten überhaupt eine Verwendung in unseren „frei formulierten Texten“ finden werden – aber es ist gut im Vorfeld eine Richtlinie im Umgang mit ihnen zu haben ^^)

Wissenschaft lebt vor allem von der Zitation. Daher sollten wir auch unsere Texte und Rezensionen zum Zitieren freigeben. Welche rechtlichen Schritte diesbezüglich unternommen werden müssen – diese Frage überlasse ich einer andren Arbeitsgruppe … 😉

Soweit von meiner Seite …

Über Sebastian Rasch

2 Kommentare

  1. Da die Rezensionen auf jeden Fall einen wissenschaftlichen Charakter tragen sollen, kommen wir um ein vernünftiges Zitiersystem gar nicht herum. Die sozialwissenschaftliche Methode ist da keine schlechte Wahl.

  2. Jens Geiling sagt:

    Sehr gute Überschrift für ein zentrales Problem. Content entscheidet ja nicht unwesentlich über den Erfolg oder Misserfolg eines Angebots. Der Anspruch, Texte zu verfassen, die dem Wissenschaftsbetrieb genügen, gleichzeitig aber lesbar im Sinne des World Wide Web bleiben, halte ich für eine der grundlegenden zukünftigen Herausforderungen von Wissenschaftlern. Rezensionen mögen sich für diese Herausforderung besonders eignen, da sie im allgemeinen vom Umfang her zu den kürzeren Texten zählen und vielfach auch in kürzeren Abständen erscheinen. Zu den, bereits in anderen Beiträgen und Kommentaren wieder gegebenen, Wahrheiten des WWW gehört denn auch, das Leser Texte nicht lesen, sondern scannen – nach relevanten Wörtern und Wortgruppen. Ob allerdings sprachlich jeder über seinen Schatten und seinen mehr oder weniger lang gehegten eigenen Stil springen kann? Die Texte sollten ergänzend dazu in kürzere Abschnitte und Zwischenüberschriften unterteilt werden. Tabellen, Listen, Bilder oder Infografiken als Beiwerk tun ihr übriges zur besseren Lesbarkeit.

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