Ich mache ein Auslandsjahr!

Was soll ich nach dem Abitur machen? Wie so viele bald – Abiturienten musste ich mir unweigerlich diese Frage stellen. Auf jeden Fall gehörte ich nicht zu denjenigen, die schon alles bis in das kleinste Detail geplant hatten. Ich beneidete fast die Sicherheit jener, die bereits zielstrebig ihren Weg, Studiengang, Studienort, Beruf usw. auf ihrem Lebenslauf visualisiert hatten.


Wie viele meiner Klassenkameraden, hatte ich das Gefühl verloren zu sein zwischen all den Studienoptionen. Direkt in die Uni zu gehen war für mich relativ schnell keine Option mehr, weil ich eine längere Pause vom Schul-Lernen wollte.

Also war die nächste Frage: Was mache ich in dieser „deutsches-Schulsystem“ – Pause? Ein freies soziales Jahr im Lande oder lieber ein Jahr ins Ausland? Da ich die englische Sprache und das Reisen liebe, war die Antwort schnell gefunden: Ich gehe ein Jahr ins englisch sprachige Ausland!
Also habe ich mich dementsprechend im Internet und auf Veranstaltungen informiert.
Außerdem wollte ich aus meinem Elternhaus raus um selbstständiger zu werden und irgendwo hin, wo mich sonst niemand kennt. Nochmal neu anfangen, da wo mich niemand schon in irgendwelche Boxen gesteckt hat, denen ich von den Erwartungen anderer her zu entsprechen hatte.
Mein Ziel war es nicht, mich im Ausland neu zu erfinden. Aber sich selber besser kennen zu lernen geht in manchen Bereichen nur, wenn man sich selbst Raum gibt und zu gewissen Orten, Dingen und Personen für eine Weile Abstand nimmt.

Diesen Raum brauchte ich auch, um mir darüber klar zu werden, was ich nach Neuseeland machen möchte. Und ich stand am Ende des Jahres wieder vor der gleichen Frage wie nach dem Abitur. Diesmal konnte sie gewissenhafter und um einiges leichter beantworten.
Und mir ist klar geworden, dass ich auch zielstrebig meinen Weg verfolgt habe: unzwar die Welt zu entdecken und Momente einzusammeln.
Duch das Auslandsjahr habe ich viele neue Wege entdeckt, Abkürzungen genommen und auch die ein oder andere Scenic Route.
Ich möchte auch behaupten, dass ich in dem Jahr mehr für das „richtige“ Leben gelernt habe, als in meiner gesamten Schulzeit.

Zeit ist eine Distanz und ich habe mehr Distanz zurückgelegt während der 365 Tage, als jemals zuvor.

Ich bin unendlich dankbar, dass mein früheres Ich diese Entscheidung getroffen hat und sich von Nichts und Niemandem hat abbringen lassen!
Und egal welche Pläne du nach dem Abi hast: Mach ein Auslandsjahr! Das Leben danach geht früh genug weiter 😉

 

„Manchmal muss man den Mut haben die Richtung zu ändern, um seinen eigenen Weg zu gehen“

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