Schleswig um 1100 (Felix Rösch)

Dritter Vortrag der Wintervorträge 2018 am ERZ

Unsere Vortragsreihe unter dem Titel „Romanik im Fokus aktueller Forschung“ findet am Donnerstag, den 6. Dezember 2018, um 18.00 Uhr im Vortragssaal des Europäischen Romanik Zentrums ihren Abschluss. Es spricht Dr. Felix Rösch zum Thema: „Das Schleswiger Hafenviertel – Zur archäologischen Erforschung eines Fernhandelszentrums zwischen Wikingern und Hanse“.

Dr. Felix Rösch hat Ur- und Frühgeschichte, Geographie und Europäische Ethnologie/Volkskunde an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und an der Universität Basel studiert. Er ist geprüfter Forschungstaucher und Taucheinsatzleiter für Forschungstaucheinsätze. 2015 hat er zum Thema „Das Hafenviertel von Schleswig im Hochmittelalter. Entstehung – Entwicklung – Topographie“ promoviert. In seinem Vortrag stellt Dr. Rösch seine archäologischen Forschungsergebnisse zu einem der bedeutendsten Handelsplätze Nordeuropas vor. Gründung und Blütezeit Schleswigs fallen in den Übergang zwischen Wikinger- (bis 1066) und Hansezeit. Die herausragende Rolle der Stadt für Interaktionen im nordeuropäischen Raum ist in den Quellen früh umfangreich belegt.

Seit 2017 ist Dr. Felix Rösch wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kunstgeschichte und Archäologien Europas in Halle. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf den Gebieten der mittelalterlichen Siedlungsprozesse, der Urbanisierung Nordeuropas, der Montanarchäologie, der maritimen Archäologie und der Unterwasserarchäologie.