Einführungsvortrag mit anschließender Diskussion
Prof.in Dr. Sabrina Schenk
01.07.2026, 10:30 – 12:00 Uhr, Hörsaal (Haus 31)
Information: Der Vortrag argumentiert, dass öffentliche Bildungsdebatten selten entlang tatsächlich wirkmächtiger Problemlagen verlaufen. Am Beispiel politischer Bildung wird gezeigt, wie der Extremismusbegriff als Trigger fungiert, der gesellschaftliche Konflikte in juridische Verfahren transformiert und das Politische der Bildungsarbeit „stillstellt“ – während strukturelle Problemlagen pädagogischer Praxis unsichtbar bleiben. Er zeigt demgegenüber, wie Radikale Demokratietheorie Demokratie als Raum offenen Widerstreits denkt und dass politische Bildung entsprechend neu zu fassen wäre: Politische Bildung hätte demnach nicht die Aufgabe, Extremismus zu bekämpfen oder ordnungspolitisch definierte Werte zu vermitteln, sondern den agonistischen Charakter demokratischer Auseinandersetzung zu ermöglichen und zu begleiten.
Anmeldung: Keine Anmeldung erforderlich.
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1: Universität Graz