Von Gruppen und Menschen

Inspiriert durch einen Workshop möchte ich Denkanstöße und Fragen zum Thema Teamarbeit formulieren.

Viele von uns haben das schon erlebt: Eine Aufgabe soll in einer Gruppe gemeinsam gelöst werden, aber eigentlich macht eine Person die ganze Arbeit. Aufgaben werden verteilt, aber dann nicht erledigt. Etwas geht schief, und niemand fühlt sich verantwortlich. Kompetenzgerangel, Ego, zu-lange-die-Klappe-halten-obwohl-es-Probleme-anzusprechen-gäbe, jemand schmückt sich mit fremden Federn, Leuten wird nicht zugehört…. Bei der Arbeit im Team kann so viel schief gehen, dass es erstaunlich ist, dass trotzdem häufig viel Gutes und Vernünftiges dabei heraus kommt. Und wenn es klappt, macht es richtig viel Spaß. Ein paar meiner größten Albernheiten habe ich als kollektive Gruppenverrücktheit geplant und durchgeführt, und es waren Highlights in meinem Leben.

Die Organisation in einer Gruppe erfolgt nicht immer geplant, und häufig funktioniert es einfach ohne viele Worte. Etwas Vertrauen reicht. Gleichzeitig passiert Teamarbeit oft im beruflichen Kontext, oder bei der ehrenamtlichen Arbeit, oder im Sport, und da sehe ich unterschiedliche Konzepte: gewachsene Gruppen, formell gebildete Gruppen, hierarchisch strukturierte Gruppen, Gruppen ohne Hierarchie, quasi permanent basisdemokratisch, oder mit informeller Hierarchie qua Alter, Erfahrung oder nach dem Motto „sieht kompetent aus“ oder „redet am meisten“. Wann ist Hierarchie sinnvoll, wann nicht? Was haben die Gruppengröße, der Inhalt der Zusammenarbeit, die Zusammensetzung der Gruppe damit zu tun? Und wo finden Sie Ihren Platz?

Ich möchte Sie einladen, sich zu überlegen, wo überall Sie schon bei Teamarbeit dabei waren und was Sie da beobachtet haben. In welchen Strukturen fühlen Sie sich wohl oder unwohl? Was für Konflikte haben Sie beobachtet oder selbst erlebt? Wurden sie gelöst? Wenn ja, wie? Was für Beispiele für erfolgreiche oder gescheiterte Gruppenarbeit haben Sie schon erlebt oder gesehen? Was denken Sie darüber, Gruppenarbeit zu bewerten, ohne den Beitrag der einzelnen Personen zu kennen oder einzubeziehen? Wann funktioniert das, wann nicht, wo gibt es Raum für Probleme? Was für Lernprozesse kann gruppenarbeit in Gang setzen? Wie muss eine Gruppe zusammengesetzt und organisiert sein, um gut zu arbeiten und gute Entscheidungen zu treffen? Oder umgekehrt: Haben Sie ein „Rezept für die Katastrophe“?

Und wenn Sie wissen wollen, was das alles mit einem Zollstock zu tun hat, dann fragen Sie mich einfach. 🙂

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