Was geht auch an einem schlechten Tag?

Gerade habe ich noch einmal das Audiobuch „Atomic Habits“ von James Clear gehört. Ich bekomme auch jede Woche seinen Newsletter und damit immer wieder tolle Denkanstöße. In dieser Woche ging es passenderweise um etwas, was für mich ganz direkt relevant ist:
Wie ehrgeizig sollte man mit neuen Gewohnheiten sein?
Was ist das Minimum, das man auch an einem schlechten Tag erfüllen möchte, um in jeder Lebenslage ein Gerüst zu haben, Konsistenz, eine nicht verhandelbare Grundlage?
Wie steige ich mit einer neuen Gewohnheit ein, damit sich möglichst niedrigschwellig etablieren kann, etwas Neues regelmäßig zu tun?

Ein guter Maßstab ist so etwas wie Zähneputzen. Oder Gesicht waschen. Egal wie der Tag war, sogar wenn man krank ist, macht man das, oder? Meine abendliche Yoga-Routine ist inzwischen auch auf diesem Level. Wenn ich krank bin, mache ich vielleicht nur ganz wenig, nur 5 Minuten. Vielleicht reicht es nur für Dasitzen und Atmen. Aber so ein kleiner Moment am Abend, nur für mich, der muss sein. So konnte ich auch eine winzige Meditationspraxis etablieren. Meditation allein, einfach so, das funktioniert noch nicht regelmäßig. Aber als Ende beim Yoga, oder auch währenddessen (z.B. bei Yin Yoga mit Affirmationen), das klappt! Ich habe also quasi das Abendyoga als Anker benutzt und die Meditationspraxis drangehängt, um auch diese als Gewohnheit zu etablieren. Wenn man regelmäßig Medikamente nehmen muss, ist auch eine gute Idee, das an eine bereits bestehende Gewohnheit zu knüpfen.

Welche Gewohnheit möchten Sie etablieren oder stabilisieren?
Mehr Wasser trinken?
Mehr Obst essen?
Abends im Bett lesen?

James Clear bringt es super auf den Punkt, wenn er sagt, dass der Maßstab bei der Etablierung einer neuen Gewohnheit sein muss, was man auch an schlechten Tagen hinkriegt. Zuerst müssen wir stabli, konsistent, jedes Mal überhaupt etwas machen. Erst dann lohnt es sich, daran zu arbeiten und die Menge, die Anzahl, die Intensität oder was auch immer zu erhöhen.

Welche Gewohnheit möchten Sie etablieren?
Was könnte der erste kleine Schritt sein, der auch an schlechten Tagen klappt?

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