Kürzlich ist eine Umfrage gestartet, die Studierende des Instituts für Politikwissenschaft unter der Anleitung von Dr. Kerstin Völkl und Stephanie Pravemann erarbeitet haben. Dabei geht es um Einschätzungen der Probleme und Herausforderungen in der Stadt Halle, aber auch um das eigene Verhältnis zur Stadt. Nähere Informationen sowie die Umfrage selbst sind hier zu finden. Die Teilnahme ist ausdrücklich erwünscht!
12. Jan. 2026
TV-Tipp: „Trump & us“
In einer dreiteiligen Serie blickt der Journalist Tim Evers auf das erste Jahr von Trump II zurück – und fragt nach den Konsequenzen für die USA, Deutschland und die Welt.
Folge eins (sowie Teil zwei und drei) ist in der ARD-Mediathek unter diesem Link abrufbar.
12. Jan. 2026
Buch der Stunde: „Ohnmacht des Völkerrechts“
Als höchst aktuell erweist sich mit Blick auf das aktuelle Zeitgeschehen eine Neuerscheinung des Rechtswissenschaftlers Christoph Safferling, auf das die Süddeutsche Zeitung heute hinweist. In „“Ohnmacht des Völkerrechts“ thematisiert der Autor die „Rückkehr des Kriegs und der Menschheitsverbrechen“ (so der Untertitel.
Die Rezension in der SZ findet sich hier. Details zum Buch (einschließlich einer Leseprobe) sind auf der entsprechenden Seite des Verlags abrufbar.
5. Jan. 2026
150. Geburtstag Konrad Adenauers
Am heutigen 5. Januar 2026 wäre Konrad Adenauer 150 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass sind gleich drei neue Biografien erschienen. Neben der Geschichtswissenschaft (und anderen Nachbardisziplinen) sind Leben und Wirken Adenauers auch politikwissenschaftlich interessant. Mit Blick auf dessen Amtszeit hat Karlheinz Niclauß etwa das Konzept der „Kanzlerdemokratie“ für die Bundesrepublik Deutschland entwickelt (auch wenn heute diskutiert werden könnte, ob man mit dem Fokus auf eine einzelne Figur der grundsätzlichen Funktionslogik des politischen Systems der Bundesrepublik als Koordinations- bzw. Konsensdemokratie gerecht werden kann). So oder so lässt sich an Adenauers Beispiel unterschiedlichste Aspekte des „Political Leaderships“ studieren und eine ganze Ära darstellen („Im Anfang war Adenauer“ betitelte der Berliner Zeithistoriker Arnulf Baring sein Buch über Adenauer).
Als einen guten Einstieg in Leben und Werk Adenauers ist – neben den monumentalen Biografien von Hans-Peter Schwarz und Henning Köhler, die allerdings bereits einige Jahrzehnte alt sind – das neu erschienene Buch von Friedrich Kießling zu empfehlen. Kießling lehrt Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Bonn. Der Untertitel „Dreieinhalb Leben“ weist darauf hin, dass die Kanzlerschaft Adenauers in diesem Buch nicht (alleine) im Mittelpunkt steht. Vielmehr wird auch Adenauers Wirken im Kaiserreich, als langjähriger Kölner Oberbürgermeister sowie als Präsident des Preußischen Staatsrates berücksichtigt.
Eine umfangreiche Website zu Leben und Wirken Adenauers ist hier zu finden. Hintergründe (und eine Leseprobe) zum Buch von Kießling sind hier abrufbar. Und bei SpringerLink kann das erwähnte Buch von Niclauß abgerufen werden.

8. Dez. 2025
Neuerscheinung: „In einem neuen Land“ von August Modersohn
August Modersohn arbeitet seit geraumer Zeit als stellvertretender Leiter der Leipziger Redaktion der ZEIT und hat vor wenigen Tagen mit „In einem neuen Land“ ein lesenswertes Reportagebuch veröffentlicht. Im Frühjahr und Frühsommer 2025 war er zwischen Duisburg und Görlitz sowie zwischen Rügen und Freiburg unterwegs, um herauszufinden, welchen Herausforderungen Politik und Gesellschaft in der Bundesrepublik gegenüberstehen und wie die Menschen an diesen unterschiedlichen Orten damit umgehen.
Ausgehend von der Beobachtung, „dass sich derzeit ziemlich viel tut auf dieser Welt“, thematisiert Modersohn folgende Fragen: „Was verändert sich gerade? Was ist neu? Was ist zu alt? Was kennen wir schon, und wovon denken wir, es nicht zu kennen, obwohl es uns bekannt vorkommen müsste?“ (S. 15). Entstanden ist am Ende „eine Vermessung unseres Landes zu einer vermessenen Zeit“ (ebd): „ich werde der Frage hinterherreisen, wohin wir uns entwickelt haben seit 1990, als es neu losging in Deutschland – und wohin wir uns nun bewegen, da sich wieder vieles neu sortiert“ (ebd.).
Vielfach thematisiert er Aspekte von ganz unterschiedlichen Transformationsprozessen, die wir heute beobachten können, etwa im Braunkohletagebau in Südbrandenburg oder im Ruhrgebiet, die Veränderung der transatlantischen Beziehungen in der Ära Trump II oder die Veränderungen im Wahlverhalten bzw. im Parteiensystem. Auch Halle (Saale) besuchte Modersohn, um mit dem langjährigen Bundestagsabgeordneten Karamba Diaby über seine Erfahrungen in der Politik zu sprechen (S. 123ff.).
Nähere Informationen zum Buch einschließlich einer Leseprobe sind hier zu finden.
August Modersohn: In einem neuen Land. Eine deutsche Reportage, Propyläen-Verlag, Berlin 2025, 24,00 Euro, ISBN: 978-3–549-11014-0.

8. Dez. 2025
ERASMUS-Infoveranstaltung
Am 10. Dezember 2025 zwischen 10 und 12 Uhr findet in Hörsaal A im MEL die diesjährige Erasmus-Informationsveranstaltung statt. Frau Richter vom International Office und Herr Finkeldey vom Institut für Politikwissenschaft werden über die Möglichkeiten sprechen, im Fach Politikwissenschaft im Ausland zu studieren. Fragen, die auf der Agenda stehen, sind etwa die folgenden:
– Wie ist der Bewerbungsprozess?
– Wo kann ich im Ausland studieren?
– Welche anderen Förderinstrumente gibt es für Auslandsaufenthalte? – Welche finanzielle Unterstützung bekomme ich?
– Welches Sprachniveau wird verlangt?
Mit dem Erasmus-Programm haben Sie die Möglichkeit eine andere Universität sowie eine neue Kultur bzw. ein neues Land kennenzulernen. Nutzen Sie diese einmalige Chance!
24. Nov. 2025
Exkursion nach Magdeburg
Mitte November hatten knapp zwei Dutzende Studierende im ersten Semester Politikwissenschaft an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) die Gelegenheit, im Rahmen einer Exkursion in die Landeshauptstadt Magdeburg hinter die Kulissen der Politik Sachsen-Anhalts zu schauen.
In der Staatskanzlei, der Regierungszentrale des Landes, wurde im Rahmen einer Hausführung in die Arbeit der Landesregierung eingeführt. Das „Palais am Fürstenwall“ (1889-1993 erbaut) war ursprünglich das Gästehaus der kaiserlichen Familie und Dienstgebäude der preußischen Generalkommandantur des 4. Armeekorps. Mit Gründung des Landes Sachsen-Anhalt im Jahre 1990 diente das Gebäude für einige Jahre als Sitz des Ministerpräsidenten. Nach einem zwischenzeitlichen Umzug sowie langjähriger Renovierung ist der Regierungschef seit 2005 wieder der Hausherr am Fürstenwall. Der aktuelle Chef der Staatskanzlei, Rainer Robra, ist zugleich Staatsminister für Kultur und Medien.
Anschließend bestand im Landtag von Sachsen-Anhalt am Domplatz die Gelegenheit, neben einer Führung durch das Gebäudeensemble an einer Plenarsitzung teilzunehmen. Im Gespräch mit dem Abgeordneten Konstantin Pott, Absolvent der Politikwissenschaft an der MLU, wurden neben aktuellen politischen Themen auch der Arbeitsalltag eines Landtagsmitglieds, die Arbeitsweise des Landesparlamentes sowie die Verbindung von Parlaments- und Wahlkreisarbeit thematisiert.
Schließlich stand ein Besuch der Landeszentrale für politische Bildung auf dem Programm. Neben Informationen über Arbeitsschwerpunkte und Förderungsangebote der Einrichtung durch deren stellvertretenden Direktor bestand die Möglichkeit, sich am weitreichenden Publikationsangebot der Landeszentrale zu bedienen.
Nachfolgend sind einige ausgewählte Impressionen der Exkursion zu sehen.









