RSS-Feed abonnieren

Passwort vergessen?

v Anmelden

8. Dez. 2025

Neuerscheinung: „In einem neuen Land“ von August Modersohn

Verfasst von

August Modersohn arbeitet seit geraumer Zeit als stellvertretender Leiter der Leipziger Redaktion der ZEIT und hat vor wenigen Tagen mit „In einem neuen Land“ ein lesenswertes Reportagebuch veröffentlicht. Im Frühjahr und Frühsommer 2025 war er zwischen Duisburg und Görlitz sowie zwischen Rügen und Freiburg unterwegs, um herauszufinden, welchen Herausforderungen Politik und Gesellschaft in der Bundesrepublik gegenüberstehen und wie die Menschen an diesen unterschiedlichen Orten damit umgehen.

Ausgehend von der Beobachtung, „dass sich derzeit ziemlich viel tut auf dieser Welt“, thematisiert Modersohn folgende Fragen: „Was verändert sich gerade? Was ist neu? Was ist zu alt? Was kennen wir schon, und wovon denken wir, es nicht zu kennen, obwohl es uns bekannt vorkommen müsste?“ (S. 15). Entstanden ist am Ende „eine Vermessung unseres Landes zu einer vermessenen Zeit“ (ebd): „ich werde der Frage hinterherreisen, wohin wir uns entwickelt haben seit 1990, als es neu losging in Deutschland – und wohin wir uns nun bewegen, da sich wieder vieles neu sortiert“ (ebd.).

Vielfach thematisiert er Aspekte von ganz unterschiedlichen Transformationsprozessen, die wir heute beobachten können, etwa im Braunkohletagebau in Südbrandenburg oder im Ruhrgebiet, die Veränderung der transatlantischen Beziehungen in der Ära Trump II oder die Veränderungen im Wahlverhalten bzw. im Parteiensystem. Auch Halle (Saale) besuchte Modersohn, um mit dem langjährigen Bundestagsabgeordneten Karamba Diaby über seine Erfahrungen in der Politik zu sprechen (S. 123ff.).

Nähere Informationen zum Buch einschließlich einer Leseprobe sind hier zu finden.

August Modersohn: In einem neuen Land. Eine deutsche Reportage, Propyläen-Verlag, Berlin 2025, 24,00 Euro, ISBN: 978-3–549-11014-0.

8. Dez. 2025

ERASMUS-Infoveranstaltung

Verfasst von

Am 10. Dezember 2025 zwischen 10 und 12 Uhr findet in Hörsaal A im MEL die diesjährige Erasmus-Informationsveranstaltung statt. Frau Richter vom International Office und Herr Finkeldey vom Institut für Politikwissenschaft werden über die Möglichkeiten sprechen, im Fach Politikwissenschaft im Ausland zu studieren. Fragen, die auf der Agenda stehen, sind etwa die folgenden:

– Wie ist der Bewerbungsprozess?
– Wo kann ich im Ausland studieren?
– Welche anderen Förderinstrumente gibt es für Auslandsaufenthalte?           – Welche finanzielle Unterstützung bekomme ich?
– Welches Sprachniveau wird verlangt?

Mit dem Erasmus-Programm haben Sie die Möglichkeit eine andere Universität sowie eine neue Kultur bzw. ein neues Land kennenzulernen. Nutzen Sie diese einmalige Chance!

24. Nov. 2025

Exkursion nach Magdeburg

Verfasst von

Mitte November hatten knapp zwei Dutzende Studierende im ersten Semester Politikwissenschaft an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) die Gelegenheit, im Rahmen einer Exkursion in die Landeshauptstadt Magdeburg hinter die Kulissen der Politik Sachsen-Anhalts zu schauen.

In der Staatskanzlei, der Regierungszentrale des Landes, wurde im Rahmen einer Hausführung in die Arbeit der Landesregierung eingeführt. Das „Palais am Fürstenwall“ (1889-1993 erbaut) war ursprünglich das Gästehaus der kaiserlichen Familie und Dienstgebäude der preußischen Generalkommandantur des 4. Armeekorps. Mit Gründung des Landes Sachsen-Anhalt im Jahre 1990 diente das Gebäude für einige Jahre als Sitz des Ministerpräsidenten. Nach einem zwischenzeitlichen Umzug sowie langjähriger Renovierung ist der Regierungschef seit 2005 wieder der Hausherr am Fürstenwall. Der aktuelle Chef der Staatskanzlei, Rainer Robra, ist zugleich Staatsminister für Kultur und Medien.

Anschließend bestand im Landtag von Sachsen-Anhalt am Domplatz die Gelegenheit, neben einer Führung durch das Gebäudeensemble an einer Plenarsitzung teilzunehmen. Im Gespräch mit dem Abgeordneten Konstantin Pott, Absolvent der Politikwissenschaft an der MLU, wurden neben aktuellen politischen Themen auch der Arbeitsalltag eines Landtagsmitglieds, die Arbeitsweise des Landesparlamentes sowie die Verbindung von Parlaments- und Wahlkreisarbeit thematisiert.

Schließlich stand ein Besuch der Landeszentrale für politische Bildung auf dem Programm. Neben Informationen über Arbeitsschwerpunkte und Förderungsangebote der Einrichtung durch deren stellvertretenden Direktor bestand die Möglichkeit, sich am weitreichenden Publikationsangebot der Landeszentrale zu bedienen.

Nachfolgend sind einige ausgewählte Impressionen der Exkursion zu sehen.

Blick auf das Gebäude des Palais am Fürstenwall, Sitz des Ministerpräsidenten.
Der Magdeburger Reiter in der Eingangshalle der Staatskanzlei.
Treppenhaus im Palais am Fürstenwall.
Im Festsaal der Staatskanzlei.
Blick auf die Fassade des Landtags am Domplatz 6-9.
Gruppenbild im Landtag Sachsen-Anhalt.
Gespräch mit Konstantin Pott MdL.
Zu Besuch in der Landeszentreale für politische Bildung.

2. Nov. 2025

ZParl 3/2025 erschienen

Verfasst von

In den vergangenen Tagen ist die Ausgabe 3/2025 der Zeitschrift für Parlamentsfragen (ZParl) erschienen. Im aktuellen Heft finden sich gleich mehrere Analysen der vergangenen Bundestagswahl 2025, etwa zum vorzeitigen Ende von Koalitionen, zum Einfluss der Kanzlerdebatten auf den Wahlkampf und zum konkreten Wahlergebnis („Atempause in einer politisierten Gesellschaft“), sowie zur sich anschließenden Regierungsbildung bis hin zum Start der „Arbeitskoalition“ aus CDU/CSU und SPD.

Weitere Artikel thematisieren die Wahl zur Hamburgischen Bürgerschaft aus dem Frühjahr 2025 sowie die jüngsten Wahlen in Österreich und die dortigen Koalitionsverhandlungen im Herbst 2024. In einem umfangreichen Aufsatz fragt der Politikwissenschaftler Oscar W. Gabriel, ob die politische Mitte in den europäischen Parteiensystemen zerfällt und schaut dabei auf Länder von Deutschland und die Niederlande über Belgien, Finnland, Österreich und Polen bis hin zu Spanien und Ungarn.

Ergänzt wird das inhaltliche Portfolio der aktuellen Ausgabe der ZParl durch eine Reihe von Rezensionen aktueller Bücher rund um Parlamentarismus, Parteien und Demokratie, etwa zur Bundestagswahl 2025, zur Ampelkoalition unter Kanzler Olaf Scholz, zur Debattenkultur in Deutschland sowie Untersuchungen zum Parlamentsrecht in Großbritannien und Deutschland.

Online ist das Heft über die Nomos eLibrary verfügbar (kostenloser Zugang über unsere Universitätsbibliothek).

31. Okt. 2025

Ausschreibung WiMi im Lehrbereich Regierungslehre der MLU

Verfasst von

Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) hat am Institut für Politikwissenschaft für den Lehrbereich Regierungslehre und Policyforschung eine Stelle als Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in ausgeschrieben. Beginn der Tätigkeit ist am 1. Februar 2026, Bewerbungsschluss ist am 30. November 2025.

Die ganze Ausschreibung ist hier zu finden.

31. Okt. 2025

Armand Zorn MdB schreibt Stelle für Social Media im Bundestag aus

Verfasst von

Der Bundestagsabgeordnete Armand Zorn (SPD), der zeitweise am Institut für Politikwissenschaft an der MLU studiert hat, sucht für sein Bundestagsbüro eine/n stud. Mitarbeiter/in für seine Social Media Arbeit. Bewerbungsdeadline ist der 10. November 2025, Details der Ausschreibung sind hier zu finden.

27. Okt. 2025

Projektwoche „Verteidigung der Demokratie“ startet

Verfasst von

Am 29. Oktober 2025 startet am Institut für Politikwissenschaft an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg eine Projektwoche zur „Verteidigung der Demokratie“. In zahlreichen Veranstaltungen, etwa auch im Rahmen einer Podiumsdiskussion sowie in Vorträgen externer Referentinnen und Referenten, wird das Thema ein knappes Jahr vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt im September 2026 entlang unterschiedlichster Facetten vertieft und diskutiert. Das gesamte Programm ist hier zu finden.

27. Okt. 2025

Neuerscheinung: „Brand New Bundestag“ von Maximilian Oehl

Verfasst von

Seit einigen Jahren versucht die zivilgesellschaftliche Initiative Brand New Bundestag, die Vernetzung zwischen Gesellschaft und Parlament zu verbessern. Nach dem Vorbild der Initiative Brand New Congress, die unter anderem Alexandra Ocasio-Cortez in das US-Repräsentantenhaus brachte, werden junge, diverse Kandidierende aus allen demokratischen Parteien unterstützt. Momenten gehören 23 Abgeordnete dem Bundestag an, die von BNB unterstützt wurden und werden, gemeinsam mit den Landtagen sind es deutschlandweit 43 Abgeordnete. Mit Armand Zorn MdB ist auch ein Abgeordneter dabei, der vor einigen Jahren am Institut für Politikwissenschaft der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg studiert hat.

Der Gründer von BNB, Maximilian Oehl, hat in einem soeben erschienenen Buch die Hintergründe der Organisation näher beleuchtet, zudem skizziert er aus eigener Anschauung die Erfahrung in einem Abgeordnetenbüro und diskutiert aktuelle Herausforderungen, um eine möglichst breite Palette an Themen in die parlamentarische Arbeit einfließen zu lassen.

Details zum Buch gibt es hier, die Internetpräsenz von BNB ist hier zu finden.

27. Okt. 2025

Foto des Tages (27. Oktober 2025)

Verfasst von

Aus der Reihe „Parlamente der Welt“ erreicht uns heute eine Aufnahme des Landtages des Fürstentums Liechtenstein. Eröffnet wurde das moderne Gebäude um Jahre 2008, es handelt sich um ein Ein-Kammer-Parlament mit 25 Abgeordneten. Die letzte Wahl fand im Februar 2025 statt. Ursprünglich geht die Geschichte dieser Institution auf das Jahr 1818 zurück. Nähere Informationen gibt es hier.

7. Okt. 2025

Workshop „Social Media“

Verfasst von

Diese Ausschreibung eines Workshops hat uns erreicht:

„Social Media ist nicht Schuld am Rechtsruck, kann aber einen wichtigen Beitrag dazu leisten, das Vertrauen in demokratische Prozesse zu unterminieren oder antidemokratischen Tendenzen entgegenzuwirken. Ein Problem dabei ist, dass virale politische Debatten auf Social Media häufig globale Themen wie Feminismus, Rassismus oder Nachhaltigkeit behandeln, die, auch wenn sie in lokalen Kontexten von Bedeutung sind mit den ganz konkreten Lebensrealitäten der Menschen vor Ort nicht verknüpft sind. Das liegt u.a. in der Aufmerksamkeitsökonomie, von der Diskurse in (sozialen) Medien bestimmt sind: Debatten gehen am ehesten dann viral, wenn sie möglichst allgemein und entsprechend vage formuliert sind, und so eine hohe Anschlussfähigkeit garantieren. 

In einer medialisierten Diskussion, in der soziale Medien allmächtig erscheinen, verstärkt sich hier das Gefühl, dass es politisch nur noch um Frauen, LGBTQ und Rassismus geht, während vor Ort der lokale Supermarkt schließt oder die Schule dringend renoviert werden müsste. Lokale politische Akteur*innen wie Ortsverbände von Parteien, zivilgesellschaftliche Initiativen oder Einzelpersonen haben hier mit ihrer Fachkompetenz und ihrer Anwesenheit vor Ort die Chance, eine Lücke zu füllen: Sie können lokale Debatten auch im digitalen Raum sichtbar machen, sie können auch viel stärker hybrid aktiv sein, gerade weil die Wege kurz sind. Allerdings fehlt es oft an Ressourcen und Wissen, wie soziale Medien in lokalen Kontexten strategisch genutzt werden können.

Der dreistündige Workshop gibt einen Überblick über Chancen und Risiken von Social Media für lokale Akteur*innen der Zivilgesellschaft, um dann in die Praxis zu gehen und konkrete Konzepte und ihre Umsetzung zu erarbeiten. Um Anmeldung an rieke.trimcev@politik.uni-halle.de wird gebeten, da es nur begrenzte Plätze gibt.“

Social Media für lokale zivilgesellschaftliche Akteur*innen: Chancen und Risiken, Planung und konkrete Umsetzung

Workshop im Rahmen der Projektwoche „In Verteidigung der Demokratie“ des Instituts für Politikwissenschaft der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Workshopleitung: Hanna Klimpe, HAW Hamburg

Organisation: Rieke Trimcev, MLU Halle-Wittenberg 

Zeit: Mittwoch, den 5. November 2025, 13 bis 16 Uhr

Ort: Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Melanchthonianum, Hörsaal D


Letzte Kommentare