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7. Apr 2021

Bundestagswahl 2021: endlich wieder Wahlkampf:)

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Mit der Nominierung ihrer Kanzlerkandidaten (bzw. -kandidatin) bei Union und Bündnis90/GRÜNE in den kommenden Wochen startet der Bundestagswahlkampf 2021. Was aber macht den Reiz von Wahlkämpfen aus? Was entscheidet am Ende über Sieg oder Niederlage? Und welche Strategien und Instrumente bringen im Wahlkampf etwas – und welche nicht? Antworten auf diese und viele weitere Fragen hat Isolde Ruhdorfer für die Webseite Krautreporter zusammengetragen – und präsentiert dabei zugleich Highlights aus zurückliegenden Bundestagswahlkämpfen. Nachzulesen sind die gesammelten Eindrücke Ruhdorfers hier.

6. Apr 2021

Neues MERKUR-Heft zu den „Gefährdungen der Demokratie“

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Soeben ist das April-Heft der geistes- und sozialwissenschaftlichen Zeitschrift MERKUR erschienen, das ganz im Zeichen der „Gefährdungen der Demokratie“ steht. So erklärt der Politikwissenschaftler Jan-Werner Müller, warum der demokratische Wettstreit ohne gute Verlierer schlecht funktioniert (dieser Artikel ist gemeinsam mit einem Beitrag von Paola Lopez über künstliche Intelligenz im Gegensatz zu den übrigen Beiträgen online frei abrufbar). Herfried Münkler schreibt über die Herausforderungen der liberalen Demokratie durch „Populismus, Demokratismus und Cäsarismus“. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist mit einem Essay vertreten, der die Belastungen der Demokratie durch die Corona-Pandemie in den Mittelpunkt rückt. Die Pandemie spielt ebenfalls in den Überlegungen des Staatsrechtlers Florian Meinel zum Verhältnis von „Parlament und Regierung im notstandsverwalteten Deutschland“ eine Rolle. Damit dürfte das aktuelle Heft, gerade angesichts der aktuellen Herausforderung durch die Corona-Pandemie, für alle an Demokratie Interessierten relevant und aufschlussreich sein. Die gesamte Inhaltsübersicht der Zeitschrift findet sich hier.

25. Mrz 2021

Zur Fehlerkultur in der Politik

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Nach der gestrigen Bitte der Bundeskanzlerin um „Verzeihung“, nachdem sie im Rahmen der Bekämpfung der Corona-Pandemie kurzfristig die so genannte Osterruhe zurückgenommen hat, ist eine Debatte um die spezifische Fehlerkultur in der (deutschen) Politik entbrannt. Dabei fällt auf, dass es sich dabei um einen Gegenstandsbereich handelt, der politikwissenschaftlich so gut wie gar nicht erforscht ist. Wie kann man politische Fehler klassifizieren und damit systematisieren? Wie kann man sich dem Thema analytisch nähern? Was ist womöglich der Unterschied zwischen Politik,-, Staats- und Demokratieversagen? Vor einiger Zeit haben Petra Dobner und Torben Fischer vom Institut für Politikwissenschaft der MLU versucht, ihre Überlegungen zu diesem Thema in einem Beitrag für die Zeitschrift für Parlamentsfragen (Ausgabe 4/2018) zusammenzufassen. Über die NOMOS-Digitalbibliothek ist der Artikel mit der Überschrift „Versagen, Fiasko, Katastrophe! Schritte zu einem Forschungskonzept über politische Fehler“ via Unibibliothek im Volltext abrufbar. Einige Aspekte des Themas fasst Torben Fischer auf Twitter hier zusammen.

18. Mrz 2021

Neu erschienen: „Demokratie ohne Mehrheit?“

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Soeben erschienen (und bereits für unsere Bibliothek bestellt) ist das Buch „Demokratie ohne Mehrheit? Die Volksparteien von gestern und der Parlamentarismus von morgen“ des Lüneburger Politologen Michael Koß. Darin thematisiert er die Frage, wie der Parlamentarismus der Bundesrepublik unter den Bedingungen des Endes der Volksparteien in Deutschland funktionieren kann. In der Einleitung schreibt Koß: „Zusammengefasst geht es in diesem Buch also um drei zentrale Fragen: Warum wird es zusehends schwerer, gesellschaftliche Mehrheiten zu organisieren? Was bedeutet das für die Mehrheitsbildung in Parteiensystemen und Parlamenten? Und was können wir tun, um zu ermöglichen, dass einerseits politische Entscheidungen getroffen werden können und diese andererseits gesellschaftliche Vorlieben so gut wie möglich widerspiegeln? Diese Fragen sollen im Folgenden nicht nur im Hinblick auf Deutschland, sondern auch sein Nachbarland Österreich untersucht werden.“

Details zum Buch sowie eine Leseprobe gibt es hier.

17. Mrz 2021

Wie groß wird der nächste Bundestag?

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Seit Jahren wird in der Politikwissenschaft, genauer: in der Parteien- und Wahlforschung, darüber diskutiert, wie groß womöglich der nächste Bundestag wird (allein in der jüngsten Zeitschrift für Parlamentsfragen finden sich gleich mehrere Beiträge zum Thema). Mit aktuell 709 Abgeordneten (da sind die drei jüngst zurückgetretenen Mandatsträger noch mit eingerechnet, ihre Mandate werden ja wieder besetzt) liegt man auf jeden Fall deutlich über den regulär 598 Mandaten. Die im Herbst 2020 von der Großen Koalition beschlossene Wahlrechtsreform dürfte vermutlich nichts daran ändern, dass auch der nächste Bundestag deutlich größer wird als gedacht. Albert Funk präsentiert heute im Berliner Tagesspiegel einige aktuelle Zahlen und bezieht dabei auch die Wahlergebnisse vom vergangenen Wochenende und deren mögliche Konsequenzen für das Bundestagswahlergebnis mit in seine Analyse ein. Der Artikel ist hier abrufbar.

17. Mrz 2021

Neuerscheinung zu „Influencern“

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Ehrlich gesagt kenne ich mich in der Welt der „Influencer“ nicht aus. Einige davon kenne ich nur vom Hörensagen, von anderen wiederum habe ich noch nie gehört. Zum Thema ist aber soeben ein äußerst interessantes Buch erschienen. Auf dem Backcover des Buches heißt es: „Influencer sind eine ernst zu nehmende Gefahr, da sie antiaufklärerisch agieren und ihre Follower manipulieren. Sie erzeugen ein falsches Bewusstsein, das sie wiederum gewinnbringend auszubeuten wissen, ja, sie verherrlichen das ‚beschädigte Leben‘ im Spätkapitalismus“. Details zum Buch sowie eine Leseprobe gibt es hier.

Spannend wäre im Übrigen die Frage, wie man „politische Influencer“ untersuchen könnte bzw. wer oder was das eigentlich genau ist. Vielleicht mag ja jemand mal eine Haus- oder Abschlussarbeit zu diesem Thema verfassen. Immerhin haben die Redakteure/innen von ZEIT Campus vor einiger Zeit mal zehn wichtige politische Influencer vorgestellt, nämlich hier.

Ole Nymoen/Wolfgang M. Schmitt: Influencer. Die Ideologie der Werbekörper, edition suhrkamp, Frankfurt/Main 2021, 192 Seiten, 15,00 Euro, ISBN: 978-3-518-07640-8.

17. Mrz 2021

Lektüre: Wählen in Zeiten der Pandemie

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Die Beschäftigung mit der Corona-Krise hat inzwischen auch die Politikwissenschaft erreicht (siehe etwa den jüngst erschienen Band „Coronakratie“). In der Zeitschrift für Politik macht sich Karl-Rudolf Korte von der NRW School of Governance unter dem Titel „Die Konturen des Nicht-Wissens im Superwahljahr 2021“ einige Gedanken zu aktuellen Herausforderungen zum Thema Wählen in der Pandemie. Der Beitrag ist als open access verfügbar und hier abrufbar.

15. Mrz 2021

Lektüre: „Das demokratische Experiment“ von Yves Sintomer

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Seit einigen Jahren wird in der Politikwissenschaft mit Bezug auf politische Entscheidungen in Wahlen und Parteien verstärkt die Rolle von Losverfahren diskutiert. Dabei lassen sich solche Instrumente bis in das antike Griechenland zurückverfolgen. Der Politologe Yves Sintomer zeichnet die Geschichte dieser Verfahren in seinem Buch „Das demokratische Experiment“ nach und diskutiert deren Vorzüge und Herausforderungen. Eine Rezension des Buches findet sich als open access in der Zeitschrift für Vergleichende Politikwissenschaft hier.

15. Mrz 2021

Zum 25. Todestag des Autors Wolfgang Koeppen

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Kürzlich haben wir auf diesen Seiten darauf hingewiesen, dass Benedikt Wintgens mit seiner Dissertation über das „Treibhaus“ von Wolfgang Koeppen den Wissenschaftspreis des Deutschen Bundestages gewonnen hat. Im „Treibhaus“ beschreibt Koeppen den Alltag eines Bundestagsgeordneten im Bonn der frühen 1950er Jahre und liefert damit zugleich ein Sittengemälde der jungen Bundesrepublik. Heute nun jährt sich der Todestag Wolfgang Koeppens zum 25. Mal. Der Deutschlandfunk hat dazu ein schönes Feature (wie man neudeutsch sagt) veröffentlicht, das hier nachgelesen werden kann. In unseren Seminarveranstaltungen, in denen es um den Deutschen Bundestag sowie Parlamente generell geht, ist Koeppen als Thema stets gesetzt, so auch im kommenden Sommersemester. Stay tuned!:)

11. Mrz 2021

Neu erschienen: „Tagebuch in Zeiten der Pandemie“ von Carolin Emcke

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Nachdem kürzlich auf diesen Seiten auf einen neuen wissenschaftlichen Sammelband zur aktuellen Corona-Pandemie hingewiesen wurde, gilt es heute, ein anderes Format in der Beschäftigung mit Corona anzuzeigen. Die Berliner Autorin und Publizistin Carolin Emcke hat an dem Tag, als im März 2020 Bund und Länder Kontaktbeschränkungen erlassen haben, begonnen ein Tagebuch zu führen. Darin berichtet sie unter dem schlichten Titel „Journal“ nicht nur von ihrem Berliner Alltag im Zeichen des Lockdowns, sondern spürt auch größeren Fragen in Politik und Gesellschaft nach und thematisiert die Frage, wie uns dieser Ausnahmezustand verändern wird. Entstanden ist ein kurzweiliges Buch, das zum Nach- und Weiterdenken anregt. Details zum Buch sowie eine Leseprobe finden sich hier.


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