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Lektüren

13. Jan 2021

Neues IzpB-Heft: „Europäische Union“

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Soeben ist aus der von der Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) herausgegebenen Reihe Informationen zur politischen Bildung (IzpB) das Heft Nr. 345 (4/2020) erschienen. Darin geht es um die Geschichte, die politischen Institutionen, einschlägige Politikfelder sowie aktuelle Herausforderungen der Europäischen Union (EU). Ergänzt werden die einzelnen Kapitel durch zahlreiche Statistiken, Schaubilder und Tabellen, so dass sich der Einsatz des Heftes in universitären Lehrveranstaltungen, in der politischen Bildung als auch in Schulen empfiehlt. Zu bestellen ist das Heft hier.

4. Jan 2021

Lektüren: 150 Jahre Kaiserreich

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Genese und Entwicklung des deutschen Kaiserreichs zählen nicht direkt zu den zentralen Untersuchungsgegenständen der Politikwissenschaft – es sei denn, man bewegt sich im Rahmen eines Verfassungsvergleichs, der historischen Entwicklung der Parteien in Deutschland oder etwa der Pfadabhängigkeit des deutschen Föderalismus. Gleichwohl gibt es (auch darüber hinaus) viele Parallelen und Anknüpfungspunkte zwischen der Politik- und der Geschichtswissenschaft, und so ist auch die Gründung des Kaisrreichs, die sich in diesen Tagen zum 150. Mal jährt, sicherlich auch für Politikwissenschaftlerinnen und Politikwissenschaftler eine spannende Angelegenheit. An (neuer) Lektüre zum Thema mangelt es auf jeden Fall nicht. Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift „Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ)“ widmet diesem Ereignis ein ganzes Heft (Protipp: die Zeitung „Das Parlament“ mit der APuZ-Beilage kann man als Studierende/r für 13,80 Euro im Jahr abonnieren). Auf zwei in jeder Hinsicht gewichtige Neuerscheinungen zum Kaisereich sei zudem verwiesen: sowohl Christoph Nonn als auch Oliver F. R. Haardt beschäftigen sich in ihren Monographien mit der Gründung und geschichtlichen Entwicklung des Kaiserreichs. Letzterer erörtert aktuell eine Reihe von zentralen Fragen seines Buches in seinem Twitter-Feed (hier).

Update, 5. Januar 2021: inzwischen gibt es das APuZ-Heft online, und zwar hier.

Christoph Nonn: 12 Tage und ein halbes Jahrhundert. Eine Geschichte des deutschen Kaisrreichs 1871-1918, C. H. Beck-Verlag, München 2020, 690 Seiten, 34,- Euro, mehr hier.

Oliver F. R. Haardt: Bismarcks ewiger Bund. Eine neue Geschichte des Deutschen Kaisrreichs, wbg/Theiss-Verlag, Darmstadt 2020, 946 Seiten, 40,- Euro, mehr hier.

4. Jan 2021

USA: Alle Augen auf Georgia

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„Georgia on my mind“ sang die Musiklegende James Brown bereits vor mehreren Jahrzehnten – und in dieser Woche richtet sich tatsächlich das Augenmerk der politischen Brobachter auf den amerikanischen Südstaat Georgia. Und damit ist nicht der Versuch Donald Trumps gemeint, den dortigen Secretary of State und Verantwortlichen für die Wahlen im Bundesstaat, Ben Raffensperger (selbst Republikaner), zu überzeugen, noch so viele Stimmen zu „finden“, dass Trump dort die Wahl (und damit alle Wahlleute Georgias) gewinnt (mehr hier; zu den möglichen rechtlichen Konsequenzen dieses Anrufs findet sich hier mehr). Sondern vielmehr finden dort morgen zwei (Nach-)Wahlen zum Senat in Washington statt, die die Machtbalance im politischen Washington bestimmen werden: gewinnen die Demokraten beide Sitze, kommt es im Senat zu einer Parität von 50 zu 50 (und Vizepräsidentin Kamala Harris würde in Abstimmungen bei Gleichstand die entscheidende 101. Stimme abgeben können). Gewinnen die Republikaner aber nur eine der beiden Wahlen (oder beide), so würden sie ihre Mehrheit im Senat behaupten können – mit ungeahnten Konsequenzen für das Wirken von Präsident Joe Biden in den kommenden Jahren. Rieke Havertz von ZEIT Online hat sich auf den Weg nach Georgia gemacht und schildert hier ihre Eindrücke. Nicht zufällig reisen sowohl Noch-Präsident Trump als auch Bald-Präsident Biden heute nach Georgia, um dort ihre jeweiligen Kandidaten zu unterstützen. Fast zwei Jahrzehnte lang war Georgia zuverlässig Republikanisch, bei der Wahl am 3. November 2020 aber konnte Biden den Staaten mit knapp 12.000 Stimmen Vorsprung für sich entscheiden. Was aber könnte das für die beiden morgigen Wahlen bedeuten? Mehr Hintergründe finden sich bei der New York Times.

3. Jan 2021

Vor dem Start des 117. US-Kongresses

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Heute tritt auf Capitol Hill in Washington der am 3. November 2020 gewählte 117. US-Kongress erstmals zusammen – und das unter ganz außergewöhnlichen Umständen, die nicht nur der aktuell grassierenden Cororona-Pandemie geschuldet sind (erst gestern hatten die Vereinigten Staaten über 290.000 neue Fälle zu verzeichnen). Noch gar nicht sicher ist, ob die amtierende Madam Speaker Nancy Pelosi erneut zur Parlamentspräsidentin gewählt wird, ist die Mehrheit der Demokraten im Repräsentantenhaus doch bei der Wahl im November stark geschrumpft. Und gleich eine Reihe von Abgeordneten und Senatoren der Republikanischen Partei hat angekündigt, der offiziellen Bestätigung des Ergebnisses der Präsidentschaftswahl, in der der Demokrat Joe Biden im Electoral College eine deutliche Mehrheit der Wahlleute für sich gewinnen konnte, nicht zustimmen zu wollen. Sarah Ferris und Heather Caygle geben auf der Nachrichten-Webseite Politico.com einen Überblick über die aktuelle Situation (hier), weitere Berichte finden sich hier (zu Pelosi) und hier (zu den Republikanern).

Update, 4. Januar: mit knapper Mehrheit ist Pelosi gestern zur Madam Speaker gewählt worden. Fünf Abgeordnete der eigenen Partei stimmten dabei nicht für sie. Mehr hier.

2. Jan 2021

Lektüretipp: wenn Politiker aufhören

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Es gibt viele Wege in die Politik – und es gibt viele Wege, mit der Politik auch wieder aufzuhören. Ein großes Thema ist ein solcher Ausstieg in der öffentlichen wie in der wissenschaftlichen Debatte in der Regel nicht, heißt es doch oft, Politik würde süchtig machen. Die TAZ blickt in der heutigen Ausgabe auf zwei Politiker (Stefan Liebich von der Linkspartei und Peter Tauber von der CDU) und zwei Politikerinnen (Daniela Kolbe von der SPD und Katja Suding von der FDP), die bei der nächsten Bundestagswahl bewusst nicht wieder antreten werden. Dabei bietet sich auch ein tiefer Einblick in die Gesetze der Politik und den Alltag eines oder einer Abgeordneten. Nachzulesen ist der Beitrag bei Interesse hier.

29. Dez 2020

Neu erschienen: Ausgabe 4/2020 von „Gesellschaft-Wirtschaft-Politik“

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Der Untertitel lautet zwar „Sozialwissenschaften für politische Bildung“, aber die Zeitschrift „Gesellschaft-Wirtschaft-Politik“ ist auch für Lehrende und Studierende interessant, die sich nicht direkt als Theoretiker oder Praktiker der politischen Bildung verstehen (für jene eignet sich das Heft aber natürlich erst recht!). Rechtzeitig zur Weihnachtspause ist die Ausgabe 4/2020 erschienen. Es seien hier nur einige Highlights der aktuellen Augabe erwähnt: der Bonner Politikwissenschaftler Frank Decker wagt unter der Überschrift „Die Parteienlandschaft in Zeiten von Corona“ einen Ausblick auf die bevorstehende Bundestagswahl 2021. Der Armutsforscher (und vormalige Bundespräsidentenkandidat) Christoph Butterwegge untersucht, wie sich die Corona-Pandemie auf die sozioökonomische Ungleichheit in der Bundesrepublik auswirkt. Thorsten Winkelmann und Julia Zimmermann (beide Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg) thematisieren „Wählen mit 16 Jahren“. In einem Interview beleuchtet der Berliner Soziologe Steffen Mau (dessen jüngstes Buch wir hier empfohlen haben) den Elitenwechsel im Rahmen der deutschen Wiedervereinigung. Im Rezensionsteil besprochen wird das Werk „Demokratie“ der Münchner Historikerin Hedwig Richter (auch wenn sie hier im Heft als „Helga“ tituliert wird…), das wir hier vorgestellt haben. Im Didaktik-Teil des Heftes geht es schließlich um umweltpolitisches Lernen in der Schule („Eine unwichtige Nebensache?“) und die Rahmenbedingungen und Handlungsoptionen von Schülervertretungen im Bundesvergleich. In Kürze sollte das Heft in unserer Bibliothek (so sie denn bald wieder öffnet) verfügbar sein, die komplette Inhaltsübersicht ist hier zu finden.

28. Dez 2020

Krimitipp zwischen den Jahren

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Es muss nicht immer Fachlektüre sein; zwischen Weihnachten und dem neuen Jahr darf es auch mal ein Krimi sein. Und wenn das Buch dann noch Bezüge zur Politik aufweist: um so besser! Der Hamburger Journalist Daniel E. Palu (auf Instagram hier) hat kürzlich seinen Erstling „Tod im Alten Land“ vorgelegt, den ich in den vergangenen Tagen geradezu verschlungen habe. Worum geht es? Das Buch bietet „eine spannende Ermittlerstory über alternative Fakten, populistische Parteien – und das Los, Sohn einer italienischen Mutter zu sein [Liebe zum Kaffee inklusive, MK]. Gerade erst ist Gabriele Berlotti zurück in sein Elternhaus im Alten Land gezogen, und schon soll der Hamburger Hauptkommissar mit italienischen Wurzeln im Endspurt der Bürgerschaftswahl einen Journalistenmörder entlarven. Als ein weiterer Mord geschieht, stellen sich ganz neue Fragen: Was sind Fakten – und was Fake News? Berlotti muss an seine persönlichen Grenzen gehen, um den Fall zu lösen“ (wie es auf der Seite des Verlages heißt). Auch wenn man das Alte Land nicht kennt: man möchte es nach der Lektüre dieses Buches gerne kennenlernen. Und erfreulicherweise soll Palu bereits am zweiten Band rund um Hauptkommissar Gabriele Berlotti schreiben. Wir bleiben gespannt.:)

21. Dez 2020

Neuerscheinung: „In der Männer-Republik“ von Torsten Körner

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Fragen von Gleichberechtigung der Geschlechter und deren adäquate Repräsentanz in Parteien und Parlamenten zählen zu den aktuell diskutierten Themen in der Öffentlichkeit wie in der wissenschaftlichen Beschäftigung damit (»Politik ist eine viel zu ernste Sache, als dass man sie allein den Männern überlassen sollte« bemerkte die frühere Bundesgesundheitsministerin Käte Strobel einmal). Der Berliner Autor Torsten Körner ergänzt diese Debatte durch einen historisch orientierten Blik auf die ersten Jahrzehnte der Bundesrepublik: in seinem neuen Buch „In der Männer-Republik“ beschreibt er das Wirken der Parlamentarierinnen in der Bonner Republik. Neben prominenten Beispielen wie Annemarie Renger oder Rita Süssmuth berücksichtigt Körner, der zuvor bereits Bücher über die Familie Willy Brandt, Franz Beckerbauer und Heinz Rühmann veröffentlicht hat, auch weniger bekannte Vertreterinnen. Auf der Verlagswebseite heißt es: „Im Zentrum dieses Buchs stehen charismatische Frauen, deren politisches Wirken und private Schicksale Auskunft über bis heute unerzählte deutsche Geschichte geben. Protagonistinnen sind Politikerinnen aller Parteien, die sich während der Bonner Republik in der Männerbastion Bundestag durchsetzten. Ihre Lebenswege sind geprägt von politischen und privaten Dramen, denn für ihren Einsatz bezahlten sie mitunter einen hohen persönlichen Preis.“ Eine Rezension des Buches findet sich in der heute neu erschienenen Ausgabe der Zeitung „Das Parlament“. Nähere Informationen zum Buch gibt es auf der Webseite des Verlages. Im Frühjahr 2021 startet im Übrigen in den deutschen Kinos unter dem Titel „Die Unbeugsamen“ ein Film Körners zum gleichen Thema (hier ist ein Trailer abrufbar).

Torsten Körner: In der Männer-Republik. Wie Frauen die Politik eroberten, Verlag Kiepenheuer Witsch, Köln 2020, 368 Seiten, 22 Euro.

17. Dez 2020

Studie: Internationale Politik unter Pandemie-Bedingungen

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Die akuelle Corona-Pandemie stellt nationale und internationale Politik vor vielfältige ungeahnte Herausforderungen. Viele ihrer langfristigen Konsequenzen sind zudem noch bei weitem nicht abzuschätzen. Gleichwohl haben sich Forscherinnen und Forscher der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), deren Aufgabe es ist, Bundestag und Bundesregierung in außenpolitischen Fragen zu beraten, an einer Studie mit dem Titel „Internationale Politik unter Pandemie-Bedingungen“ versucht, in der sie eruieren, was die Pandemie für die Außenpolitik, die Weltwirtschaft und die internationalen Organisationen bedeutet. Die Studie ist hier abrufbar.

17. Dez 2020

Neu erschienen: „Parlamentarismusforschung“

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Vor wenigen Tagen ist im Nomos-Verlag der Band „Parlamentarismusforschung“ von Werner Patzelt erschienen. Auf der Verlagsseite heißt es zu dem Buch: „Der Band präsentiert den aktuellen theoretischen und methodischen Stand der deutschen Parlamentarismusforschung und verortet ihn sowohl in der eigenen Forschungstradition als auch in der internationalen Diskussion. Außerdem präsentiert er die in der Parlamentarismusforschung verwendeten qualitativen sowie quantitativen Methoden der Datenerhebung und Datenanalyse. Mit seinen vielen Beispielen aus der Praxis eignet er sich als Lehrbuch, Nachschlagewerk und Einführung für alle, die am Parlamentarismus interessiert sind.“ Inhaltsverzeichnis sowie eine Leseprobe sind hier zu finden. Wir haben das Buch bereits für unsere Bibliothek bestellt. Der Autor weist eingangs daraufhin, dass es sich bei diesem Band nicht um eine historische Gesamtdarstellung des Parlamentarismus handelt, dazu wird ein zweiter Band erscheinen. Vielmehr geht es in diesem Buch darum, das parlamentstheoretische Handwerkszeug zu erlernen, daher verfügt das Buch über einen umfangreichen Teil zur Methodik der Parlamentarismusforschung.


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