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15. Apr 2019

ZParl 1/2019 erschienen

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In diesen Tagen erscheint die neue Ausgabe der Zeitschrift für Parlamentsfragen (1/2019). Darin finden sich unter anderem ein Aufsatz über die politische Repräsentation von Frauen im Wandel der Zeit, ausführliche Daten zur aktuellen Berufsstruktur des Bundestages, ein Blick auf den aktuellen Zustand des bundesdeutschen Parteiensystems („Vom moderaten zum polarisierten Pluralismus“) sowie eine Untersuchung der politischen Urteilsbildung der Wählerschaft im Vorfeld der Bundestagswahl 2017. Hinzu kommen Rezensionen zu neuen Büchern über die Weimarer Reichsverfassung, zum Verfassungsrecht der EU, zu Populismus und Euroskeptizismus sowie zum Rechtsterrorismus in Deutschland. Das gesamte Inhaltsverzeichnis findet sich hier, über das Uninetz der MLU besteht Zugriff auf den Volltext des Heftes.

12. Apr 2019

Neues APuZ-Heft: „Grundgesetz“

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Am kommenden Montag erscheint die neue Ausgabe der vom Deutschen Bundestag herausgegebenen Zeitschrift „Aus Politik und Zeitgeschichte“ (B16-17/2019). In diesem Heft dreht sich alles rund um das Grundgesetz – das im kommenden Mai vor genau siebzig Jahren verabschiedet wurde. Juristen, Politikwissenschaftler und nicht zuletzt der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Andreas Voßkuhle, nähern sich der bundesdeutschen Verfassung aus unterschiedlichen Perspektiven – lesenswert sind die Beiträge allesamt. Online ist das Heft bereits jetzt verfügbar, und zwar hier.

12. Apr 2019

„Politische Landeskunde Sachsen-Anhalts“ in einer 2019er Neuauflage

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Politik und Regieren in Sachsen-Anhalt fristet in der politikwissenschaftlichen Forschung oft nur ein Nischendasein. Um so löblicher ist das Unterfangen des Mitteldeutschen Verlages, sein Werk „Sachsen-Anhalt – eine politische Landeskunde“ in einer Neuauflage herauszubringen. Neben einer Skizze der historischen Entwicklung des Bundeslandes stehen vor allem politische Akteure und Institutionen wie die politischen Parteien, der Landtag, die Verfassungsgerichtsbarkeit als auch unterschiedliche Politikfelder im Mittelpunkt. Details zu dieser Neuerscheinung gibt es hier.
Fun fact: die Bibliothek der MLU hat bereits zwei Exemplare des Buches bestellt (sie befinden sich aber noch „im Geschäftsgang“, werden also in Kürze für die Ausleihe verfügbar sein).

12. Apr 2019

Bundestagswahl 2017: wer kandidiert, wer gewinnt?

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Lange Zeit war die Frage, wer sich als Kandidat bzw. als Kandidatin für eine Bundestagswahl zur Wahl stellt (und am wer am Ende gewinnt) ein Forschungsdesiderat der politikwissenschaftlichen Parlaments- und Wahlforschung. Noch 2005 wurde in der Fachliteratur vom Kandidaten als dem „unbekannten Wesen“ gesprochen. Im Vorfeld der letzten Bundestagswahl hat das damals in Halle ansässige (und inzwischen nach Berlin umgezogene) Institut für Parlamentarismusforschung (iParl) in einem umfangreichen Projekt die Kandidatenaufstellung deutscher Parteien untersucht. Erste Befunde für die einzelnen Parteien sind hier zu finden. In einem Interview mit der vom Deutschen Bundestag herausgegebenen Zeitung „Das Parlament“ spricht die Direktorin des iParl, Prof. Suzanne S. Schüttemeyer, über die wichtigsten Erkenntnisse des Projekts (und zwar hier).

5. Apr 2019

Ergebnisse des Ideenwettbewerbs „Demokratie der Zukunft“

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Anlässlich seiner Rede auf dem letztjährigen Kongress der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft (DVPW) rief Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zu einem Ideenwettbewerb unter dem Motto „Demokratie der Zukunft“ auf. Vier der eingereichten Beiträge sind inzwischen in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung veröffentlicht worden, darunter ein Beitrag eines Studierenden der Politikwissenschaft an der Martin-Luther-Universitt Halle-Wittenberg (MLU). Die vier Beiträge sind hier abrufbar.

1. Apr 2019

Lektüren: Solider Rückblick auf die Obama-Präsidentschaft

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Seit dem Auszug Barack Obamas aus dem Weißen Haus in Washington sind inzwischen mehr als zwei Jahre vergangen. Der zeitliche Abstand bietet heute die Gelegenheit, mit etwas Distanz auf die acht Jahre der Obama-Präsidentschaft zu schauen und womöglich die entscheidenden politischen Konturen dieses Zeitraums herauszuarbeiten. Der amerikanische Politikwissenschaftler Wilbur Rich hat das zusammen mit einigen Kolleginnen und Kollegen getan. Eine Rezension dieses jüngst erschienenen Buches ist hier zu finden.

1. Apr 2019

Neue Ausgabe der GWP 1/2019 erschienen

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Vor wenigen Tagen ist die neue Ausgabe 1/2019 der Zeitschrift „Gesellschaft-Wirtschaft-Politik“ erschienen. Darin finden sich unter anderem eine Analyse der ersten beiden Jahre der Trump-Präsidentschaft (Philipp Adorf), ein Artikel Oskar Niedermayers über das bundesdeutsche Parteiensystem nach der Bundestagswahl 2017, ein Beitrag über die südliche Eurozone („Eine vergessene Dauerkrise“) sowie ein Kommentar von Sybille Reinhardt, der früheren Didaktik-Professorin am Institut für Politikwissenschaft an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, zum Internetportal „Neue Schulen“ der AfD in Hamburg. Hinzu kommen wie stets einige Beiträge, die sich mit Fragen der politischen Didaktik beschäftigen sowie mehrere Renzensionen aktueller Neuerscheinungen. Details zum Heft gibt es hier.

27. Mrz 2019

Aufsatz: Zur Motivation von „Zählkandidaten“

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Es gibt sie zu Hunderten: Kandidatinnen und Kandidaten, die – im Regelfall für kleinere Parteien – bei Landtags- oder Bundestagswahlen als Direktkandidaten (oder weit hinten auf Parteilisten) antreten, ohne eine realistische Chance zu haben, gewählt zu werden. Was treibt diese Kandidatinnen und Kandidaten an? Was motiviert sie, bei aller Chancenlosigkeit anzutreten und Ressourcen wie Zeit und Geld zu investieren? Zu diesem Thema ist soeben ein Aufsatz erschienen, der mit Hilfe der empirischen Befunde des Kandidatenaufstellungsprojektes des Instituts für Parlamentarismusforschung (iParl) in Berlin erste Antworten versucht. Der Link zum Volltext des Artikels ist hier zu finden.

27. Mrz 2019

Neues IzpB-Heft zum Thema Europawahl

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Soeben ist in der von der Bundeszentrale für politische Bildung herausgegebenen Reihe „Informationen zur politischen Bildung“ die neue Ausgabe rund um die bevorstehende Wahl zum Europäischen Parlament am 26. Mai 2019 erschienen. Neben einem Rückblick auf 40 Jahre Direktwahlen zum Europaparlament finden sich auch Ausführungen zu den Aufgaben und Funktionen des Parlamentes sowie ein Rückblick auf die aktuelle Legislaturperiode. Das Heft gibt es im Volltext hier abzurufen.

12. Mrz 2019

Lektüren: „Rheinblick“ von Brigitte Glaser

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Es muss nicht immer Fachlektüre sein: gerade in der vorlesungsfreien Zeit empfiehlt es sich, mal über den politikwissenschaftlichen Tellerrand hinauszuschauen und etwas zu lesen, das gleichermaßen spannend und politisch ist. Vor wenigen Tagen ist unter dem Titel „Rheinblick“ der neue Roman von Brigitte Glaser erschienen – ein Buch, das ich schon lange vorher vorbestellt hatte, da mir ihr Erstling, „Bühlerhöhe“, über einen Attentatsversuch auf Bundeskanzler Konrad Adenauer, sehr gut gefallen hatte. Ihr neuer Roman spielt im politischen Bonn der frühen siebziger Jahre, genauer: in den Tagen nach der Bundestagswahl 1972. Der Wahlausgang war ein großer persönlicher Triumph für Bundeskanzler Willy Brandt: nach dem überstandenen konstruktiven Misstrauensvotum fuhr die SPD unter Brandts Führung das bis dahin beste Ergebnis für die SPD bei einer Bundestagswahl ein. Bei den anschließend beginnenden Koalitionsverhandlungen fällt Brandt jedoch aus, da er in der Wahlnacht seine Stimme verliert und sich zu einem Krankenhausaufenthalt genötigt sieht. In „Rheinblick“ nun stehen zwei Personen im Mittelpunkt: Hilde Kessel betreibt das Lokal gleichen Namens, in dem Politiker und Journalisten ein und ausgehen. Hier ist der Ort, an dem Gerüchte, Klatsch und Tratsch ausgetauscht werden. Hier treffen junge aufstrebende Bundestagsabgeordnete auf alte (parlamentarische) Hasen, fun fact: in einer Nebenrolle taucht auch ein soeben erstmals in den Bundestag gewählter Abgeordneter namens Wolfgang Schäuble auf… Die zweite Hauptrolle spielt die junge Sonja, ihres Zeichens Logopädin im örtlichen Krankenhaus auf dem Venusberg und mit der Aufgabe befasst, Willy Brandt seine Stimme wiederzugeben. Natürlich hängt im Verkaufe des Romans alles mit allem zusammen, und wie Brigitte Glaser die einzelnen Erzählstränge miteinander verwebt – das ist schon große Kunst. Als für Politikwissenschaftler/innen besonders interessant erweist sich dabei alles, was rund um die erwähnten Koalitionsverhandlungen stattfindet: wie Brandt als politischer Akteur ausfällt; wie Helmut Schmidt versucht, in dessen Abwesenheit mit Hilfe von Herbert Wehner seine Vorstellungen durchzusetzen; wie Kanzleramtschef Horst Ehmke zu intervenieren versucht; wie sich Politiker aus der zweiten und dritten Reihe berufliche Hoffnungen machen, nur um am Ende bitter enttäuscht zu werden; schließlich ein Erzählstrang, der an einen Krimi erinnert (mehr wird an dieser Stelle nicht verraten!) – das alles macht das Buch zu einem sehr kurzweiligen Lesevergnügen. Fazit: unbedingte Leseempfehlung!
Details zum Buch gibt es hier.