Die Historikerin Christina Morina lebte mit ihrer Familie 2024/25 für ein Jahr in New York – als Gastprofessorin an der weltbekannten New School For Social Research. Aus nächster Nähe erlebte sie das Comeback von Donald Trump und die Folgen für die amerikanische Demokratie, die sich auch im Alltag der Menschen spiegeln. Sie war nach Amerika gekommen, um zur Geschichte der Demokratie zu forschen und zu lehren. Und plötzlich wurde sie Zeugin des großangelegten Versuchs, sie zu zerstören. In ihrem Buch „Das amerikanische Beben“ zieht sie ein Resümee ihrer Zeit in New York.
Auf der Seite des Verlages heißt es über das Buch: „In ihrem Buch beschreibt sie auf sehr persönliche Weise, wie Trumps Angriff die Demokratie in ihrem Kern erschüttert hat. Zugleich stellt sie die aktuellen Ereignisse in einen größeren Zusammenhang: Was unterscheidet die deutschen Demokratie-Erfahrungen von denen der Amerikaner? Welche Rolle spielen historische und aktuelle Entwicklungen? Wie kann man eine demokratische Ordnung gegen antidemokratische Angriffe schützen? Und welche Lehren lassen sich aus dem amerikanischen Beben für die Demokratie in Deutschland ziehen?“
Vor allem zwei Aspekte heben das Buch aus vielen anderen aktuellen Publikationen zur US-amerikanischen Politik heraus: zum Einen zieht sie wiederholt Verbindungen von den USA zu Deutschland, zum Anderen macht gerade die Verbindung von persönlichen Eindrücken vor Ort mit den größeren Themen ihrer Forschung das Buch zu einer spannenden und eindrucksvollen Lektüre.
Wer sich immer schon einmal an journalistischen Formaten versuchen wollte, hat im Rahmen der Landtagswahl Sachsen-Anhalt die Gelegenheit dazu. Das Format „Politikorange“ der Jugendpresse Deutschland lädt dazu vom 4. bis zum 7. September 2026 zu einem Workshop ein. Alle Hintergrundinformationen sind in dieser Ausschreibung zu finden.
Nach jeder Bundestagswahl erscheint im VS-Springer Verlag ein umfangreicher Sammelband mit Analysen zur Wahl-, Parteien- Regierungs- und Kommunikationsforschung. Dauerte die Publizierung früher mehrere Jahre, so ist der aktuelle Band (Hrsg.: Maximilian Schiffers, Arno von Schuckmann und Karl-Rudolf Korte) zur Wahl von 2025 weniger als anderthalb Jahre nach der Wahl erschienen.
In vielfältigen Beiträgen werden zahlreiche Themen rund um die damalige Bundestagswahl (einschließlich diverser Rückblicke auf die Ampel-Koalition sowie Vorausschauen auf die Bestimmungsfaktoren des Regierungshandelns der aktuellen Merz-Regierung) präsentiert. Im Volltext abrufbar ist der Sammelband über unsere Universitätsbibliothek hier.
Haustürwahlkampf erscheint im digitalen Zeitalter ein anachronistisches Wahlkampfinstrument zu sein. Trotzdem spielt er in den bevorstehenden Wahlkämpfen, etwa auch in Sachsen-Anhalt, eine wichtige Rolle. David Muschenich von der TAZ hat in einem kürzlich erschienenen Beitrag den Wahlkampf in Sachsen-Anhalt näher beleuchtet. Im Artikel finden sich auch einige Einschätzungen aus der politikwissenschaftlichen Forschung. Nachzulesen ist der Beitrag hier.
Welchen Herausforderungen sieht man sich gegenüber, wenn man erstmals in den Deutschen Bundestag gewählt wird? Und welche Unterstützungsleistungen gibt es, um den Einstieg in die parlamentarische Arbeit zu erleichtern? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt einer neuen Studie der „Better Politics Foundation“, die kürzlich dank einer Finanzierung durch die Robert-Bosch-Stiftung erschienen ist. Basis der Untersuchung sind unter anderem Gespräche mit mehr als 50 Abgeordneten des Deutschen Bundestages sowie ihren MItarbeiterstäben.
Die Studie steht im Volltext auf dieser Seite zur Verfügung. Ein Bericht über die Vorstellung der Studie ist auf den Seiten der Wochenzeitung Das Parlament zu finden.
Am Dienstag, den 30. Juni 2026 findet von 16 bis 18 Uhr an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) in Hörsaal XVI (MEL) die Veranstaltung „Abgeordnete unter Druck“ statt. Zu Gastsind Dr. Karamba Diaby (SPD), MdB a.D. aus Halle (Saale) sowie Christian Ignorek, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Parlamentarismusforschung (IParl) und Mitherausgeber der Abgeordnetenstudie „ReParl“. Gemeinsam soll über Rollenverständnisse und -erwartungen von Abgeordneten und den wachsenden Druck auf Abgeordnete gesprochen werden. Christian Ignorek wird Inhalte aus der Abgeordnetenstudie und die Bevölkerungsstudie vorstellen, die dann im Gespräch mit Dr. Karamba Diaby kontextualisiert werden sollen. Organisiert und moderiert wird die Diskussion von Björn Fiebelkorn vom Institut für Politikwissenschaft.
Das Bundeskanzleramt dient der Koordinierung des exekutiven Politikprozesses in Deutschland und verzeichnet in der Politikwissenschaft im Rahmen der Regierungszentralenforschung seit vielen Jahren ein stetig wachsendes Interesse. Insbesondere die Vermittlung zwischen den Fachministerien sowie die Kommunikation in das Parlament, genauer: in die Parlamentsmehrheit hinein, zählen dabei zu den wichtigsten Ausgaben. In einer groß angelegten Reportage thematisieren in der heutigen Ausgabe der Süddeutschen Zeitung Daniel Brössler und Henrike Roßbach die Frage, ob bzw. inwiefern das Kanzleramt in der aktuellen schwarz-roten Bundesregierung diese Aufgaben (noch) erfüllen kann. Zu finden ist der Artikel hier, über unsere Universitätsbibliothek ist der Beitrag frei zugänglich.
Heute ist (zumindest in digitaler Form) die neue Ausgabe der Zeitschrift „Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ)“ erschienen. Gegenstand des Heftes ist der thematische Schwerpunkt „250 Jahre USA“. In gleich mehreren Beiträgen werden historische, politische und gesellschaftliche Aspekte dieses Themas behandelt. Abzurufen ist das Heft, das als Printausgabe mit der nächsten Ausgabe der Zeitung „Das Parlament“ erscheint, hier.
Am 1. Juli 2026 kommt Dr. Peter Kettner, Referatsleiter Strategie und Planung Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik im Auswärtigen Amt in Berlin, an die Martin-Luther-Universität, um unter dem Motto „Das Auswärtige Amt – Dein Weg in die Diplomatie“ über Praktika und Berufseinstiegsmöglichkeiten beim Auswärtigen Amt zu berichten. Organisiert wurde die Veranstaltung von Prof. Dr. Natascha Ueckmann vom Institut für Romanistik der MLU.
Die Info-Veranstaltung beginnt am 1. Juli um 18.30 Uhr im Hörsaal III (Steintor-Campus).
Im Lehrbereich Politische Theorie unseres Instituts ist die Stelle einer studentischen Hilfskraft (m/w/d) ausgeschrieben. Die detaillierte Ausschreibung ist hier zu finden.