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4. Jul 2016

Neue Studie zum bundesdeutschen Wohlfahrtsstaat

Verfasst von

Wie schätzen die Bundesbürger den deutschen Wohlfahrtsstaat in Bezug auf seinen Umfang und seine Leistungsfähigkeit ein? Die Friedrich-Ebert-Stiftung ist diesen Fragen in einer groß angelegten Studie nachgegangen. Dazu wurden etwa 2000 Wahlberechtigte ab 18 Jahren zu ihren reformpolitisch relevanten Präferenzen und Einstellungen befragt. Die wichtigsten fünf Ergebnisse der Studie lauten wie folgt: 82 Prozent der Deutschen sind der Meinung, dass die soziale Ungleichheit in Deutschland mittlerweile ein zu hohes Ausmaß angenommen hat. Die vollständige Gleichstellung von Mann und Frau sowie der effiziente Ausbau von wohlfahrtsstaatlichen Humandienstleistungen werden von der Bevölkerung als Prioritäten für die Reformpolitik genannt. Die Kerninstitutionen des deutschen Sozialstaats, die Sozialversicherungen, erfahren nach wie vor hohen Zuspruch in der Bevölkerung. Die Verantwortung für eine adäquate Absicherung des Lebensstandards bei gesundheitlichen und sozialen Risiken liegt nach Überzeugung einer großen Mehrheit noch immer beim Staat. Zur Finanzierung des gewünschten Leistungsniveaus finden höhere Steuern auf Erbschaften, für Unternehmen und auf Vermögenswerte hohen Zuspruch. Highlights der Studie sowie deren Volltext finden sich bei Interesse hier.

Über Michael Kolkmann

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