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3. Jan 2018

Zur Frage der Anwesenheitspflicht in Lehrveranstaltungen

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Immer wieder steht die Frage der Zulässigkeit einer Anwesenheitspflicht in Lehrveranstaltungen im Mittelpunkt hochschulpolitischer Debatten. Befeuert wurde die Debatte in den letzten Jahren zum Beispiel durch die Novellierung des Hochschulgesetzes in Nordrhein-Westfalen aus dem Jahre 2014, die Anwesenheitskontrollen weitgehend abgeschafft hat, sowie durch ein Urteil des Verwaltungsgerichtshofes Baden-Württembergs aus dem November 2017. In diesem Urteil führten die Richter aus: „Paragraph 13a, Absatz 3, Satz 2 der Prüfungsordnung für den Studiengang Bachelor of Arts (B. A.) Politikwissenschaft der Universität Mannheim…ist unwirksam.“ Übersetzt heißt das, wie die Süddeutsche Zeitung (SZ) gestern schrieb: „Die Universität muss ihre Prüfungsordnung in Politikwissenschaft neu schreiben. Denn so unbestimmt und überbordend, wie darin die Anwesenheitspflicht geregelt sei, befanden die Richter, verstoße sie gegen die durchs Grundgesetz geschützte Berufsfreiheit der Studenten und sei auch mit der ebenfalls als Grundrecht verbrieften Freiheit der Lehre nicht zu begründen.“ Die SZ hat sich, wie erwähnt, in ihrer gestrigen Ausgabe ausführlich mit dem Thema Anwesenheitspflicht in Lehrveranstaltungen beschäftigt. Online ist der Artikel hier zu finden.
Update, 4.1.2018: auch die Aufmachergeschichte des „Chancen“-Teils der heute neu erschienenen Ausgabe der ZEIT beschäftigt sich mit diesem Thema – leider (noch) nicht online.
Update, 8.1.2018: inzwischen ist das Pro/Contra aus der aktuellen ZEIT zum Thema Anwesenheitspflicht auch online nachzulesen, und zwar hier.

Über Michael Kolkmann

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