RSS-Feed abonnieren

Passwort vergessen?

v Anmelden

Außenpolitik

18. Mai 2020

Neues APuZ-Heft zum Thema „Iran“ erschienen

Verfasst von

Im Bereich der politikwissenschaftlichen Transformationsforschung zählt der Iran zu den interessantesten und wissenschaftlich ertragreichsten Fallbeispielen. Der heute neu erschienenen Zeitung „Das Parlament“ liegt die neue Ausgabe der von der Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) herausgegebenen Zeitschrift „Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ)“ bei, welche sich rund um das Thema Iran dreht. Dabei stehen die Atomvereinbarung mit dem Iran und die bilateralen Beziehungen zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten ebenso im Mittelpunkt wie die Rolle des Irans im Nahen Osten sowie grundlegende Aspekte des politischen Systems des Irans. Das Heft ist im Volltext hier abrufbar.

Ausblick: das nächste APuZ-Heft erscheint am 2. Juni 2020 mit dem Titel „Europäische Baustellen“.

10. Mai 2020

Foto des Tages (10. Mai 2020)

Verfasst von

Das ZEIT-Magazin hat in seiner jüngsten Ausgabe vom 7. Mai 2020 eine schöne Fotostrecke („Die Rückseite der Geschichte“) über Produkte präsentiert, die für eine Zukunft gedacht waren, „die es nicht geben wird“. Für historische Ereignisse werden Souvenirs angefertigt, Reden geschrieben und Einladungen gedruckt, die sich dann als überflüssig erweisen, weil besagte Ereignisse nie stattfinden werden. Teil dieser Sammlung sind etwa die Einladungskarten zur Eröffnung des Berliner Flughafens BER im Mai 2012 (!), ein Plakat für die Olympischen Winterspiele in Garmisch-Partenkirchen im Jahre 1940, eine „Trostanzeige“ der Firma Mercedes-Benz anlässlich des verlorenen WM-Finals von 2014 (das aber bekanntlich gewonnen wurde), die bestellten Uhren (7500 an der Zahl) für die Delegierten des geplanten Parteitages der SED im Jahre 1990 sowie ein Plakat für das Eishockey-Spiel zwischen den USA und der Sowjetunion am 29. Dezember 1991 (nur, dass sich die Sowjetunion wenige Tage zuvor aufgelöst hatte). Teil der Sammlung ist aber auch ein Sonderheft des politischen Nachrichtenmagazins Newsweek mit Hillary Clinton auf dem Cover („Madam President“), das zwar gedruckt, aufgrund ihrer Niederlage in der US-Präsidentschaftswahl von 2016 aber nie ausgeliefert wurde. Das Cover ist unser heutiges „Foto des Tages“.

10. Mai 2020

Neuerscheinung: Handbuch Krisenforschung

Verfasst von

Die aktuelle Corona-Pandemie haben die Autorinnen und Autoren (noch) nicht aufgreifen können, aber auch davon abgesehen bietet das neu erschienene, von Frank Bösch, Nicole Deitelhoff und Stefan Kroll herausgegebene „Handbuch Krisenforschung“ viel Lesestoff zum Thema Krisen. Neben mehreren Beiträgen, in denen der Krisenbegriff an sich thematisiert wird, werden im Folgenden unterschiedliche Krisen (Wirtschaft, Umwelt, Institutionen, Demokratie, etc.) beispielhaft aufgegriffen und diskutiert. Das Buch ist in unserer Fachbereichsbibliothek in einer elektronischen Version verfügbar. Details zu diesem Werk gibt es hier.

10. Mai 2020

Neues APuZ-Heft: Menschenrechte

Verfasst von

Am morgigen Montag erscheint die neue Ausgabe der von der Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) herausgegebenen Zeitschrift Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ), dieses Mal steht das Thema Menschenrechte im Fokus. Darin geht es unter anderem um eine Einführung in den internationalen Menschenrechtsschutz, um dessen Rolle und Bedeutung in Krisenzeiten, um den Zusammenhang von 75 Jahren Menschenrechten und den Vereinten Nationen sowie um aktuelle Überlegungen rund um die Universalität der Menschenrechte. Abrufbar ist das Heft bereits heute, und zwar hier.

15. Apr 2020

Online-Lesung: „This is America“ mit Daniel C. Schmidt

Verfasst von

Vieles ist anders in den gegenwärtigen Corona-Zeiten. So können zum Beispiel viele seit langem geplante Veranstaltungen nicht wie geplant stattfinden. Die Alternative: die Veranstaltung in den virtuellen Raum verlegen und per Livestream zu den Interessierten bringen. Genau das macht die Atlantische Akademie Rheinland-Pfalz mit einer Lesung des Autors und Journalisten Daniel C. Schmidt, der kürzlich ein Buch über die aktuelle politische Situation in den Vereinigten Staaten herausgebracht hat (zufällig liegt das Buch seit gestern auf meinem Schreibtisch…). Schmidt lebt seit 2016 in den USA und berichtet von dort unter anderem für die FAZ, ZEIT Online, die NZZ und den SPIEGEL. Die virtuelle Lesung findet statt am Donnerstag, den 23. April 2020 um 18 Uhr. Details zur Veranstaltung gibt es hier. Weitere Informationen zum Buch einschließlich einer Leseprobe sind hier zu finden.

15. Apr 2020

Donald Trump: „The president vs. the presidency“

Verfasst von

Derzeit steht in der amerikanischen Politik wie in anderen Ländern und Regionen auch die Bewältigung der Corona-Krise im Mittelpunkt (hier ist zum Beispiel eine Rekonstruktion der Corona-Pandemie in den USA durch die Konrad-Adenauer-Stiftung nachzulesen). Jüngste Äußerungen von Präsident Donald Trump, er habe – insbesondere mit Blick auf die Rechte der einzelnen Bundesstaaten – als Präsident „total authority“ zu handeln (was von beiden Seiten des politischen Spektrums zurückgewiesen wurde), werfen interessante politikwissenschaftliche Fragestellungen auf. Als Trump ins Amt kam, titelte die New York Times „The president vs. the presidency“ (siehe unten): verändert das Amt des Präsidenten Donald Trump stärker als er das Amt verändert? Diese Frage berührt grundlegende Aspekte des amerikanischen politischen Systems wie die „checks and balances“, der Gewaltenteilung und der „separated institutions sharing power“ (Richard Neustadt). In einer umfangreichen Titelgeschichte für das Magazin The Atlantic beschreibt der Journalist George Packer genau dieses Verhältnis zwischen Struktur und Akteur, wie man politikwissenschaftlich formulieren könnte („The president is winning his war on American institutions“). Wie also hat Trump in den ersten drei Jahren seiner Präsidentschaft die amerikanische Regegierungsbürokratie verändert? Und sind diese Institutionen noch intakt, wenn Trump nach vier Jahren aus dem Amt scheiden sollte? Und wie sähen sie nach acht Jahren Donald Trump aus? George Packers Analyse kann hier nachgelesen werden. In eine ähnliche Richtung argumentierte übrigens vor einiger Zeit auch Michael Lewis in seinem Buch „Erhöhtes Risiko“ (mehr hier).

New York Times, 10. Dezember 2017.

7. Apr 2020

Lektüretipp: „Amerika im Kalten Bürgerkrieg“ von Torben Lütjen

Verfasst von

Seit vielen Jahren wird in der politikwissenschaftlichen Forschung (und darüber hinaus) die parteipolitische Polarisierung in den Vereinigten Staaten erforscht und diskutiert. Dabei rücken beide politische Parteien ideologisch auseinander, die politische Mitte verschwindet. Gerade letztere wäre aber wichtig, um in einem präsidentiellen Regierungssystem der „checks and balances“ Politik überhaupt erst möglich zu machen. Mit dem amtierenden Präsidenten Donald Trump scheint diese Polarisierung einen Höhepunkt erreicht zu haben, sie lässt sich aber bereits seit mehreren Jahrzehnten konstatieren. Und nicht nur die Politik, insbesondere der US-Kongress, und die Parteien sind betroffen: diese Polarisierung ist auch in der Gesellschaft, in den Medien sowie geografisch zu erkennen. Der Politikwissenschaftler Torben Lütjen hat die zentralen Befunde zu diesem Thema in einem neuen Buch zusammengefasst, das vor wenigen Wochen erschienen ist. Hintergründe zum Buch sowie eine Leseprobe finden sich hier. Wir haben das Buch zudem soeben für unsere Fachbereichsbibliothek bestellt, denn diese Thematik wird gleich in mehreren Lehrveranstaltungen des aktuellen Sommersemesters berücksichtigt.

7. Apr 2020

Krimi-Tipp II: „Der freie Hund“

Verfasst von

Als zweiten Krimi-Tipp für die bevorstehenden Ostertage empfehle ich „Der freie Hund“ von Wolfgang Schorlau und Claudio Caiolo. Schorlau ist bekannt geworden durch hochpolitische Krimis, etwa rund um die Griechenlandrettung oder den Rechtsterrorismus. Mit seinem italienischen Kollegen Caiolo, gebürtiger Sizilaner und heute in Venedig ansässig, hat er nun den ersten Band einer neuen Reihe veröffentlicht. Im Mittelpunkt steht Commissario Antonio Morello, „der freie Hund“ genannt. Morello hat in Sizilien korrupte Politiker verhaftet und steht nun auf der Todesliste der Mafia. Um ihn zu schützen, wird er nach Venedig versetzt. Er hasst die Stadt vom ersten Augenblick an. Zu viele Menschen, trübes Wasser, Kreuzfahrtschiffe, die die Luft verpesten und die Stadt gefährden – selbst der Espresso doppio, ohne den er nicht leben kann, schmeckt ihm in Sizilien besser. Und rasch gerät er in seinen ersten Fall, in dem es zunächst um die Kreuzfahrtindustrie in Venedig geht, sehr schnell aber um mehr: nämlich um die Beziehungen von Politik und Verbrechen, und auch die Mafia kommt nicht zu kurz. Neben diesem Fall besticht das Buch durch sehr detailgetreue Schildungen venezianischer Kultur und Architektur sowie italienischer Küche. Und auch über die Differenzen zwischen Nord- und Süditalien lernt man so einiges hinzu. Fazit: ein Buch, das man in einem Rutsch lesen kann. Anschließend wartet man gespannt auf Band zwei dieser Reihe…

6. Apr 2020

Krimi-Tipp I: „Secret Service“

Verfasst von

In Homeoffice-Zeiten darf die Lektüre – kurz vor Ostern – auch mal etwas leichter sein. Eine gute Möglichkeit, einen Krimi mit aktueller Politik zu verbinden, ist der Band „Secret Service“ von Tom Bradby, der kürzlich im Goldmann-Verlag erschienen ist. Bradby weiß, wovon er schreibt – nach mehreren Jahren als Korrespondent des englischen Privatsenders ITV in Irland und Südostasien präsentiert er heute als Anchorman die ITV-Nachrichtensendung News at Ten.

Im Mittelpunkt des Buches steht mit Kate Henderson eine „toughe Protagonistin“ (Klappentext), ihrens Zeichens Topagentin des britischen Geheimdienstes. Ihr aktueller Auftrag hat die „Sprengkraft einer Bombe“ (dito): es gibt zwei Kandidaten für das Amt des britischen Premierministers – einer von ihnen ist mutmaßlich ein russischer Spion. Es ist eines dieser Bücher, die man in einer Sitzung lesen will, weil man gespannt darauf wartet, wie die Auflösung des Falles aussieht. Jeder in Hendersons Umfeld – MitarbeiterInnen, Vorgesetzte, Minister und Staatssekretäre, ja sogar der eigene Ehemann – geraten unter Verdacht, der Maulwurf zu sein, der aus dem Innersten der Macht heraus an die Gegenseite berichtet. Details zum Buch finden sich hier.

P.S.: bis Ostern folgt jeden Tag ein weiterer Krimitipp. Stay tuned!

5. Apr 2020

Lektüretipp: Das politische ABC der USA

Verfasst von

Soeben frisch erschienen ist ein Lexikon der politischen Begriffe rund um die Vereinigten Staaten. Verfasst hat es mit Stefan A. Sengl ein österreichischer Kommunikationsberater, der sich seit vielen Jahren mit Präsidentschaftswahlen in den USA, aber auch in Österreich befasst.

Das Büchlein lädt mit 168 kleinformatigen Seiten zum Blättern und Stöbern ein, viele Einträge sind nur wenige Zeilen lang. Die ausführlichsten Beiträge befassen sich mit den diversen Präsidenten und anderen politischen Akteuren. Sehr knapp ausgefallen sind etwa die Beiträge zum Kongress (der Eintrag „Senat“ kommt auf gerade einmal elf Zeilen) und zu den politischen Parteien; bzgl. des Obersten Gerichtshofes wird ausschließlich dessen Abkürzung SCOTUS („Supreme Court of the United States“) aufgeschlüsselt. Aber es finden sich viele andere Begriffe, die in den Lehr- und Einführungsbüchern zum politischen System der Vereinigten Staaten nur am Rande vorkommen oder gar nicht berücksichtigt werden – wie etwa „gerrymandering“, „push polling“, „House of Cards“ oder etwa der „McCain-Feingold Act“ zur Reform der Wahlkampffinanzierung. Entstanden ist so ein kurzweiliger Band, der viele politische Aspekte der Vereinigten Staaten in einem anderen, neuen Licht erscheinen lässt.

Fun fact zum Schluss: für den Buchstaben „Z“ finden sich keine Einträge, während „X“ („X, Malcolm“) und „Y“ („Yellow Dog Democrats“) vertreten sind. Nähere Informationen zum Buch sind hier zu finden.