Nachdem vorgestern bereits der derzeit am lĂ€ngsten dem US-Senat angehörende Daniel Inouye (D-Hawaii) verstorben ist, starb am heutigen Vormittag mit Robert Bork eine konservative Ikone. Bork war am ehesten dafĂŒr bekannt, was er nicht war: ein Richter des amerikanischen Supreme Court nĂ€mlich.
1987 hatte ihn der damalige PrĂ€sident Ronald Reagan als Richter am höchsten Gericht der Vereinigten Staaten nominiert, und nach einem mehrtĂ€gigen Anhörungsmarathon im Senat unter dem Vorsitz des damaligen Rechtsausschussvorsitzenden Joe Biden (D-Delaware) musste Reagan seine Nominierung zurĂŒckziehen. Schon damals war die Ernennung von Richtern fĂŒr den Supreme Court eine augenscheinlich sehr schwierige Angelegenheit. Die Auswirkungen der gescheiterten Bork-Nominierung sind nach Auffassung vieler Beobachter bis heute zu spĂŒren. Zuletzt fungierte Bork als Berater der PrĂ€sidentschaftskampagne von Mitt Romney. Die New York Times hat auf ihrer Internetseite einen sehr umfassenden Nachruf veröffentlicht, die Washington Post ebenfalls.