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Die BpB sucht eine/n WissRef/in

Innenpolitik, Sonstiges, Studium

Die Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung (BpB) sucht zum nĂ€chstmöglichen Zeitpunkt fĂŒr den Dienstsitz Bonn (Stabsstelle Kommunikation) eine/n Wissenschaftlichen Refenrenten/in. Die Details der Ausschreibung finden sich hier.

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Klaus Harpprecht gestorben

Innenpolitik, Politikwissenschaft

Heute wurde bekannt, dass neben Karl Dietrich Bracher auch der Publizist und Journalist Klaus Harpprecht gestorben ist. Er wurde 89 Jahre alt. Harpprecht wurde in den 1960er Jahren als USA-Korrespondent fĂŒr das ZDF sowie als Leiter des Fischer-Verlages bekannt. Unter Willy Brandt wechselte er als Chef-Redenschreiber in die so genannte „Schreibstube“ des Bundeskanzleramtes im Bonner Palais Schaumburg. Mit dieser Zeit hat er sich in dem sehr lesenswerten Buch „Im Kanzleramt“ auseinandergesetzt, das interessante Einblicke in den Alltag des Bonner Bundeskanzleramtes sowie ungewöhnliche Perspektiven auf den Amtsinhaber Willy Brandt gewĂ€hrt. Nach seiner Zeit im Kanzleramt arbeitete Harpprecht wieder als Journalist, seit 1982 von SĂŒdfrankreich aus, wo er jetzt auch starb. Nachrufe auf Klaus Harpprecht finden sich auf SPIEGEL Online, in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und im Berliner Tagesspiegel.

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Karl Dietrich Bracher gestorben

Innenpolitik, Politikwissenschaft

Im Alter von 94 Jahren ist vorgestern der Zeitgeschichtler Karl Dietrich Bracher gestorben. Über Jahrzehnte hat er als „Pionier der Politikwissenschaft“ (DeutschlandRadio Kultur) die moderne Zeitgeschichtsforschung mitgeprĂ€gt, mit seiner 1955 erschienenen Habilitation „Die Auflösung der Weimarer Republik“ hatte er gleich zu Beginn seiner wissenschaftlichen Karriere ein epochemachendes Werk vorgelegt.
Bracher lehrte zunĂ€chst an der Freien UniversitĂ€t in Berlin und war dann fast dreißig Jahre lang, nĂ€mlich von 1959 bis 1987, Ordinarius fĂŒr Wissenschaft von der Politik und Zeitgeschichte an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-UniversitĂ€t Bonn. Dort hat er in dieser Zeit das politikwissenschaftliche Institut der UniversitĂ€t nicht nur mit aufgebaut, sondern auch ĂŒber viele Jahre maßgeblich geprĂ€gt, die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) nennt ihn in einem Nachruf den „Lehrer der Bonner Republik“. Er blieb zwar stets parteilos, stand jedoch jederzeit als Berater fĂŒr politisch unterschiedlich geprĂ€gte Bundesregierungen zur VerfĂŒgung. Zu seinen SchĂŒlern gehören unter anderem so bekannte Politikwissenschaftler wie Ulrich von Alemann, Erhard Forndran, Karl Kaiser, Karlheinz Niclauß und Hans VorlĂ€nder. Ein Nachruf auf Bracher findet sich neben der FAZ auch auf ZEIT Online.

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25 Jahre Hauptstadtbeschluss Bonn-Berlin

Innenpolitik

Am heutigen Tage vor genau 25 Jahren, am 21. Juni 1991, fiel im Deutschen Bundestag der so genannte „Hauptstadtbeschluss“ – wobei Berlin als Hauptstadt eines wiedervereinigten Deutschlands bereits im Einigungsvertrag festgeschrieben worden war. Im Juni 1991 ging es im alten Bonner Wasserwerk, das dem Deutschen Bundestag als ErsatzgebĂ€ude diente, bis 1992 der von GĂŒnter Benisch geplante und gebaute Neubau fĂŒr das Parlament fertig werden sollte, aber um die Frage, wo Parlament und Regierung in Zukunft ihren Sitz nehmen sollten. Nach einer ganztĂ€gigen, Ă€ußerst interessanten Debatte entschied sich am Ende eine knappe Mehrheit der Abgeordneten von 338 zu 320 Stimmen fĂŒr Berlin, wenn auch ein betrĂ€chtlicher Teil der Ministerien weiterhin in Bonn angesiedelt sein sollte. Im Deutschlandfunk erinnert sich der damalige Bundestagsabgeordnete Wolfgang Kubicki an diesen Tag, und zwar hier. Die Berliner Zeitung hat sich anlĂ€ĂŸlich dieses JubilĂ€ums im Berliner Regierungsviertel umgeschaut. In einem weiteren Artikel beschreibt die Zeitung, wie sich Berlin seit dem Hauptstadtbeschluss architektonisch verĂ€ndert hat. Und bereits 2011 hat der Historiker Manfred Görtemaker ausfĂŒhrlich die Entscheidung zwischen Bonn und Berlin beschrieben.

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20. Juni 1991: Das Ende der Bonner Republik

Innenpolitik

Zum 20. Mal jĂ€hrt sich heute, was gelegentlich als „Sternstunde des Parlaments“ bezeichnet wird: die Debatte im Deutschen Bundestag ĂŒber die Frage, wo Regierung und Parlament ihren Sitz nehmen sollen. Mit nur 20 Stimmen Vorsprung setzte sich Berlin am 20. Juni 1991 gegen Bonn durch. Allerdings sind einige Ministerien mit etwa 50 Prozent aller Regierungsbeamten in Bonn verblieben (und haben nur einen kleinen Berliner Dienstsitz; umgekehrt haben die „Berliner“ Ministerien einen zweiten Dienstsitz in Bonn), auch wenn es in den letzten Jahren wiederholt Versuche gegeben hat, alle Ministerien nach Berlin zu holen, wie zum Beispiel aktuell durch den VizeprĂ€sidenten des Bundestages Wolfgang Thierse. Die Berliner Morgenpost fragt, wie es um Berlin bestellt sein wĂŒrde, hĂ€tte damals eine Mehrheit fĂŒr Bonn entschieden. Der Tagesspiegel hatte eine Ă€hnliche Idee.
Ebenfalls in der Berliner Morgenpost berichtet Peter Radunski, damals beim Berliner Senat zustĂ€ndig fĂŒr die Bonn-/Berlin-Entscheidung, ĂŒber seine damalige Arbeit. Und was wurde aus Bonn in diesen lketzten zwanzig Jahren? Der Tagesspiegel hat sich vor Ort umgeschaut.
Nachempfinden kann man die damalige Debatte auf den Seiten des Bundestages.

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Wer ist Jakob Maria Mierscheid?

Bundestagswahl 2009, Innenpolitik

Er sitzt seit 30 Jahren im Deutschen Bundestag, ist von Beruf Schneidermeister und bestens mit modernen Kommunikationsmitteln wie Facebook und Twitter vertraut. Trotzdem ist er doch noch nie im politischen Bonn bzw. Berlin gesehen worden: Jakob Maria Mierscheid. Denn dieser fiktive Abgeordnete ist eine Erfindung von SPD-Abgeordneten, der sagen durfte, was sich manch anderer Abgeordneter nicht zu sagen getraute.

Die TV-Abteilung der Deutschen Welle hat Mierscheid im letzten Jahr einen kleinen, amĂŒsanten Bericht gewidmet, den Sie auf den Internetseiten der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ansehen können:

http://www.faz.net/s/Rub0D783DBE76F14A5FA4D02D23792623D9/Doc~E4237DD6CEA9A4B42BDED5035326B8F67~ATpl~Ecommon~SMed.html

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