Anlässlich der Frauenfußballweltmeisterschaft heute etwas fernab der Politikwissenschaft:
“Also, ein normales Foul ist für mich nicht unfair.”
Fußballerlegende Uwe Seeler.
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Anlässlich der Frauenfußballweltmeisterschaft heute etwas fernab der Politikwissenschaft:
“Also, ein normales Foul ist für mich nicht unfair.”
Fußballerlegende Uwe Seeler.
In wenigen Tagen startet in Deutschland die Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen. Zur Vorbereitung wollten die Mannschaften von England und Nordkorea in dieser Woche ein Testspiel absolvieren, und zwar in Halle (Saale). Aufgrund spezifischer FIFA-Regularien und der Wünsche der nordkoreanischen Delegation entwickelte sich fernab von einer interessierten Öffentlichkeit eine skurrile Posse, die Sport mit (Verbands-)Politik mischte. Lesen können Sie diese wunderbare Geschichte in der heutigen Ausgabe der Berliner Zeitung.
Anlässlich des 40. Geburtstages von Ausnahme-Fußballer Mehmet Scholl in der vergangenen Woche heute zur Abwechslung mal ein unpolitisches Zitat des Tages:
“Die schönsten Tore sind die, bei denen der Ball flach oben reingeht” (Mehmet Scholl über Kunstschüsse).
Immerhin, Jogi Löw hält durch: wie soeben bekannt wird, macht er als Trainer der Fußball-Nationalmannschaft weiter bis einschließlich der EM 2012 in Polen und der Ukraine. Man musste in den letzten Tagen ja schon Schlimmstes befürchten, nachdem auch DFB-Präsident Theo Zwanziger zu Beginn dieser Woche hatte durchscheinen lassen, dass er im Herbst eventuell nicht zur Wiederwahl antreten würde.
Rücktritt scheint der neue Volkssport zu sein: ob Bundespräsident, Bischöfin/Hamburg, Bischöfin/Hannover, Bürgermeister, Ministerpräsidenten – soviel Rücktritt war nie. Da bietet sich für den Autoren Michael Philipp fast ein zweiter Band an. Sein erstes Buch zur Kultur des politischen Rücktritts in Deutschland (“Persönlich habe ich mir nichts vorzuwerfen”, Mediathek der Süddeutschen Zeitung) endet leider bereits im Jahr 2007 und wird hier im Blog in Kürze übrigens noch ausführlicher vorgestellt werden.
Details zu Jogi Löws Vertragsverlängerung gibt es hier:
http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,706839,00.html
und später dann im Laufe des Tages in den so genannten Nachrichtenkanälen dieser Republik.
“I weiß es net. Frag den Löw, der weiß es auch net” (Franz Beckenbauer auf die Frage, ob er eine Erklärung habe für die hervorragende Leistung des DFB-Teams bei der WM in Südafrika).
Und von Paul, dem Kraken, möchte ich bitteschön nie wieder etwas hören.;)
Franz Beckenbauer (live bei Sky am 6. Juli 2010): “Die Holländer sind ja sehr sympathisch, spätestens seit 74.”
Die Bundeskanzlerin hat übrigens, wie man heute dem Medien entnehmen kann, wie ich getippt: 2:1 für Deutschland gegen Spanien.;)
“Fußball ist ein Spiel von 22 Leuten, die rumlaufen, und am Ende gewinnt immer Deutschland” (Gary Lineker, englischer Ex-Stürmerstar).
Na gut, wir haben gestern bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika gegen Ghana gewonnen und sind damit im Achtelfinale. Aber das eigentliche Sportthema war gestern Wimbledon. Dort spielten in der 1. Runde der Amerikaner John Isner und der Franzose Nicolas Mahut um den Einzug in in die nächste Runde. Nun gibt es in Wimbledon im fünften und entscheidenden Satz keinen Tie-Break, d.h. es wird solange gespielt, bis ein Akteur zwei Spiele Vorsprung hat. Gestern war das nicht so einfach. Bei hereinbrechender Dunkelheit musste das Spiel vertagt werden – beim Stand von 6:4, 3:6, 6:7, 7:6 und 59:59, und das ist kein Schreibfehler (zur Erinnerung: hier geht es um Tennis, nicht um Basketball…). Insgesamt mehr als zehn Stunden standen die beiden Matadore zu diesem Zeitpunkt auf dem Platz, das ist schon jetzt das mit Abstand längste Match der Geschichte. Die Anzeigetafel verweigerte übrigens beim Stand von 47:47 den Dienst.
In diesen Minuten (gegen 16:30h) wird das Spiel übrigens fortgesetzt. Live-Scores finden Sie unter www.wimbledon.org.
Update 18:00h: Isner hat soeben mit 70:68 die Oberhand behalten.
Update 25. Juni 2010: Nach dem längsten Match hat Isner jetzt auch das kürzeste Match des Turniers gespielt: Am Tag nach seinem großen Triumph verlor er in 73 Minuten gegen den Niederländer Thimo de Bakker mit 0:6, 3:6 und 2:6. Inzwischen mehren sich die Stimmen, die verlangen, auch im fünften Satz einen Tie-Break zu spielen. Doch Isner stellt sich stur und wird wie folgt zitiert: “Man sollte die Regeln nicht ändern. So etwas wird nie wieder passieren, nicht einmal annähernd. Lasst es wie es ist.”
Dem ist nichts hinzuzufügen.
“Ein Wort gab das andere – wir hatten uns nichts zu sagen” (Lothar Matthäus, Fußball-Gott).
“Jetzt müssen wir die Köpfe hochkrempeln. Und die Ärmel natürlich auch” (Lukas Podolski, Fußballer).