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Vor der ersten TV-Debatte im US-Präsidentschaftswahlkampf

Außenpolitik, US-Politik, US-Wahl 2016

In der kommenden Nacht (f√ľr alle Nachteulen: Beginn ist um 3 Uhr deutscher Zeit) kommt es an der Hofstra University auf Long Island (Bundesstaat New York) zur ersten TV-Debatte im amerikanischen Pr√§sidentschaftswahlkampf. F√ľr die Kandidaten stellen die Debatten die letzte und vielleicht entscheidende M√∂glichkeit im Wahlkampf dar, sich mit ihren politischen Positionen √ľber das Fernsehen an eine breite √Ėffentlichkeit zu wenden. In den vergangenen Wahlk√§mpfen schauten zwischen 50 Millionen (2000) und 90 Millionen (1992) Zuschauer die Fernsehdebatten, die f√ľr die Kandidaten eine vergleichsweise kosteng√ľnstige Gelegenheit bieten, ein maximales nationales Publikum anzusprechen, f√ľr dessen Erreichen sie sonst mehrere Dutzend Millionen US-Dollar ausgeben m√ľssten. In diesem Jahr werden bis zu 100 Millionen Fernsehzuschauer alleine in den Vereinigten Staaten erwartet. Moderiert wird die Debatte von Lester Holt von NBC Nightly News. In Deutschland √ľbertragen zum Beispiel die ARD, Phoenix und n-tv die Debatte in deutscher √úbersetzung.
Inzwischen herrscht im Pr√§sidentschaftswahlkampf zwischen Hillary Clinton und Donald Trump – wenn man den Umfragen glauben darf – ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Zuletzt hatte Trump den vor einigen Wochen noch deutlichen landesweiten Vorsprung von Clinton aufholen k√∂nnen, mehr noch: in mehreren Schl√ľsselstaaten scheint Trump in den letzten Tagen mit seiner Gegenkandidatin gleichgezogen zu sein oder sie sogar √ľberholt zu haben. Kurz: der heutigen Debatte k√∂nnte eine √ľberragende Bedeutung zukommen. Spannend wird vor allem zu sehen sein, wie Hillary Clinton die Debatte angeht. Wird sie Trump bedingungslos attackieren? Wie geht sie mit seinen Ungenauigkeiten bzw. L√ľgen um (Details hier; eine Vorschau auf die Debatte gibt es hier)?
David Axelrod, √ľber viele Jahre der engste Berater von Barack Obama, gibt in der New York Times Ratschl√§ge, wie Hillary in der ersten Debatte am besten auftreten sollte. Wie sehr eine solche Debatte ein Spiel mit dem Erwartungsmanagement ist, hat die erste Debatte zwischen Al Gore und George W. Bush im Jahre 2000 gezeigt. Vor der Debatte h√§ngten die Berater Bushs die Erwartungen so niedrig und lobten ihren Kontrahenten derart in den Himmel (Gore sei demnach „der beste Debattierer der Welt“), dass bereits eine halbwegs solide Leistung gen√ľgte, um in den Medien Bush als Sieger aus der Debatte hervorgehen zu lassen. Die New York Times wirft einen faszinierenden Blick hinter die Kulissen der damaligen Debatte, und zwar hier.
Am 4.Oktober 2016 findet dann in Farmville (Virginia) die Debatte der beiden Kandidaten f√ľr das Amt des Vizepr√§sidenten, Tim Kaine und Mike Pence, statt. Am 9. Oktober 2016 (in St. Louis, Missouri) und am 19. Oktober 2016 (in Las Vegas, Nevada) folgen dann die beiden letzten gemeinsamen Rededuelle von Hillary Clinton und Donald Trump.
Grunds√§tzlich wird bei diesen Duellen nichts dem Zufall √ľberlassen. So m√∂chte man vor allem unvorhergesehene Situationen vermeiden. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die Performance in den Debatten anschlie√üend noch f√ľr l√§ngere Zeit Thema im Wahlkampf sein kann. So sehr und so gut die Debatten vorbereitet und durchgef√ľhrt werden, vor technischen Pannen sind Veranstalter wie Teilnehmer nicht gefeit. So kam es in der Debatte im Jahre 1976 zwischen Pr√§sident Gerald Ford und seinem Herausforderer Jimmy Carter zu technischen Problemen, woraufhin die Mikrofone ausfielen. W√§hrend Techniker auf der B√ľhne fieberhaft nach der Ursache suchten und sie nach geraumer Zeit endlich fanden, blieben Ford und Carter vor einem Live-Publikum von 70 Millionen Zuschauern angestrengt stehen, da sie f√ľrchteten, ein Hinsetzen werde als Schw√§che ausgelegt. So standen die Kontrahenten und schauten bem√ľht in die Ferne – volle 27 Minuten lang.

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Inside the Clinton machine: Innenansichten der Hillary-Kampagne

US-Politik, US-Wahl 2016

Die Politikwissenschaftlerin Daniela Hohmann promoviert am Bereich Empirische Politikforschung des Instituts f√ľr Politikwissenschaft der Johannes-Gutenberg-Universit√§t Mainz. Zur Zeit befindet sie sich in den USA, um den dortigen Pr√§sidentschaftswahlkampf als Freiwillige des Teams von Hillary Clinton zu verfolgen und mitzugestalten. Ihre Erfahrungen teilt sie in einem Blog, f√ľr den sie von der Mainzer Allgemeinen Zeitung unterst√ľtzt wird. In ihrem ersten Beitrag gibt sie einen Einblick in ihre Motivation f√ľr ihre Reise. Zum Blogbeitrag geht es hier.

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Vor dem Parteitag der Republikaner: warum Donald Trump Hillary Clinton schlagen kann

Außenpolitik, US-Politik, US-Wahl 2016

Heute beginnt in Cleveland (Ohio) der viert√§gige Nominierungsparteitag der Republikanischen Patei, auf dem Donald Trump zum Pr√§sidentschaftskandidaten gek√ľrt werden soll. In Umfragen f√ľhrt derzeit Hillary Clinton (und zwar teilweise deutlich), trotzdem hat Donald Trump eine realistische Chance, am 8. November die Pr√§sidentschaftswahl zu gewinnen. Hier steht, wie das gehen k√∂nnte.

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Zum Stand des amerikanischen Präsidentschaftswahlkampfes

Uncategorized, US-Politik, US-Wahl 2016

Nach New Hampshire hat Donald Trump gestern auch die Vorwahl der Republikanischen Partei in South Carolina gewonnen (die Demokraten stimmen hier erst in der n√§chsten Woche ab). Der gr√∂√üte Verlierer des Wochenendes ist sicher Jeb Bush, der noch 2014 als der „unausweichliche“ Kandidat galt und heute nacht nach Einsatz von 150 Millionen US-Dollar seine Kandidatur beendet hat. Ein Artikel in der New York Times beleuchtet Bushs Kandidatur und fragt nach den Ursachen seines Scheiterns (weitere Hintergr√ľnde hier). Ronald Brownstein blickt auf den weiteren Wettbewerb der Republikanischen Kandidaten, und zwar hier. Ben Schreckinger fragt auf Politico.com, ob eine Trump-Nominierung auf dem Parteitag im Sommer nunmehr unausweichlich ist.
Die Demokraten ihrerseits hielten gestern ihren Caucus in Nevada ab – und dieser wurde von der fr√ľheren First Lady, der fr√ľheren Senatorin f√ľr den Bundesstaat New York und fr√ľhere Au√üenministerin Hillary Clinton gewonnen. Die New York Times pr√§sentiert in einer Zusammenschau hier die wichtigsten Erkenntnisse aus Nevada und South Carolina, bei Politico.com findet sich ein √§hnlicher Artikel.

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US-Präsidentschaftswahlkampf 2016 Рeine Vorschau

Außenpolitik, US-Politik, US-Wahl 2016

Mit Beginn des neuen Jahres ist es auch nicht mehr lange hin, bis im Rahmen des Pr√§sidentschaftswahlkampfes der Vereinigten Staaten am 1. Februar 2016 im US-Bundesstaat Iowa der erste Caucus stattfindet. Gilt bei den Demokraten nach einigen schwierigen Monaten im Sommer 2015 Hillary Clinton inzwischen wieder als eigentlich unanfechtbar (was sich unter anderem in finanzieller Hinsicht zeigt; siehe auch hier), lichtet sich das Feld der Kandidaten auf Republikanischer Seite etwas (zur Erinnerung: eine √úbersicht gibt es hier). In den letzten Tagen hat der fr√ľhere New Yorker Gouverneur George Pataki seine Kandidatur wegen allgemeiner Aussichtslosigkeit beendet, die R√ľcktritte des Kampagnenmanagers sowie des Pressesprechers von Ben Carson lassen darauf schlie√üen, dass auch dessen Kampagne nicht in allzu gutem Zustand zu sein scheint.
Im Online-Angebot der Tagesschau findet sich ein erster, allgemeiner √úberblick zum Thema. Die S√ľddeutsche Zeitung besch√§ftigt sich aktuell mit den au√üenpolitischen Vorstellungen von Demokraten und Republikanern im Wahlkampf. Die New York Times pr√§sentiert hier eine √úbersicht √ľber einige einschl√§gige Artikel der letzten Monate. Einen sehr ausf√ľhrlichen √úberblick √ľber die aktuellen Tendenzen der amerikanischen Politik, insbesondere mit Fokus auf die Republikanische Partei, gibt David Frum in einem Beitrag f√ľr die Zeitschrift The Atlantic. Noch nicht ganz abschreiben sollte man den fr√ľheren Favoriten Jeb Bush, der im Wahlkampf der letzten Monate einen – vorsichtig gesagt – suboptimalen Eindruck macht; die New York Times wei√ü mehr. Nachdem sich das mediale Interesse in den letzten Monaten vor allem auf die Kandidatur von Donald Trump konzentriert hat, richtet sich der Blick in den letzten Wochen zunehmend auf andere Kandidaten, die am Ende Trump √ľbertrumpfen k√∂nnten: der Tagesspiegel portr√§tiert zum Beispiel Senator Ted Cruz, auch Senator Marco Rubio sollte man auf dem Zettel haben. Eine interessante Sicht auf die Wahl beleuchtet ein Papier der Brookings Institution, darin erl√§utert Henry J. Aaron, warum die Wahl von 2016 m√∂glicherweise die wichtigste Wahl seit 1932 darstellt.

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Erste Debatte der Demokratischen Präsidentschaftskandidaten

Außenpolitik, US-Politik, US-Wahl 2016

Nachdem die Republikaner mit mehreren Debatten vorgelegt haben, kommt es am heutigen Abend in Las Vegas zur ersten Debatte der Politiker der Demokratischen Partei im Rennen um die Pr√§sidentschaftskandidatur 2016. Besonderes Augenmerk d√ľrfte dabei auf Hillary Clinton, die nach wie vor als Favoritin f√ľr die Kandidatur gilt, aber auch auf Senator Bernie Sanders liegen.
Die New York Times hat sich die Debattenstile der beiden angeschaut und vergleichend gegen√ľber gestellt, und zwar hier und hier. Interessant ist schlie√ülich die Frage, wie die Kandidaten mit dem Erbe der Pr√§sidentschaft Barack Obamas umgehen werden.

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Die Rolle des Themenfeldes Außenpolitik im Republikanischen Präsidentschaftswahlkampf

Außenpolitik, US-Politik

Der amerikanische Pr√§sidentschaftswahlkampf hat l√§ngst begonnen, und inzwischen sind nahezu alle Kandidaten durchleuchtet und fast alle Themen breit diskutiert worden. Ein – sagen wir: sehr ausf√ľhrlicher – aktueller Artikel im Magazin der New York Times thematisiert die Rolle der Au√üenpolitik in den Fachdiskussionen im Pr√§sidentschaftswahlkampf der Republikanischen Partei. Welche Lehren ziehen die Kandidaten aus dem au√üenpolitischen Erbe der Administration des letzten Republikanischen Bewohners des Wei√üen Hauses, George W. Bush? Mit welchen au√üenpolitischen Positionen k√∂nnte man in den Vorwahlen punkten, mit welchen Themen im Hauptwahlkampf? Beides muss ja nicht zwangsl√§ufig identisch sein, wie der erw√§hnte Artikel des Publizisten Robert Draper hervorhebt. Der Artikel ist bei Interesse hier zu finden.

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Und t√§glich gr√ľ√üt das Murmeltier…

US-Politik, US-Wahl 2012

Die amerikanische Pr√§sidentschaftswahl 2012 liegt bereits zwei Tage zur√ľck – h√∂chste Zeit also, einen Blick auf die potenziellen Pr√§sidentschaftskandidaten f√ľr das Jahr 2016 zu werfen, und zwar hier.

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TV-Tipp (28): „Die zerrissenen Staaten von Amerika“

Außenpolitik, TV-Tipps, US-Politik, US-Wahl 2012

In knapp zwei Wochen entscheidet sich die amerikanische Pr√§sidentschaftswahl zwischen Pr√§sident Barack Obama und seinem Herausforderer Mitt Romney. Allen aktuellen Umfragen zufolge liefern sich die beiden Kandidaten ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Parallel dazu haben sich in den letzten Jahren die Vereinigten Staaten (partei)politisch polarisiert; Begriffe wie die „fifty-fifty-nation“ oder das „blaue und rote Amerika“ machen die Runde. Aus diesem Anlass zeigt die ARD heute abend eine Dokumentation √ľber die derzeitige politische Lage der Vereinigten Staaten am Vorabend der Wahlentscheidung am 6. November 2012. Details zur Sendung gibt es hier.

„Die zerrissenen Staaten von Amerika. Der erbitterte Kampf ums Wei√üe Haus“, Dokumentation von Marion Schmickler und Stefan Niemann, ARD, 22. Oktober 2012, 22:45h, 45 Minuten.

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Mitt Romney sucht den Mister X

US-Politik, US-Wahl 2012

Es ist wohl nur leicht √ľbertrieben, von Washingtons beliebtestem Gesellschaftsspiel zu sprechen: alle vier Jahre ergeht sich die politische Elite der amerikanischen Hauptstadt darin, Kandidaten und Kandidatinnen daraufhin zu √ľberpr√ľfen, ob er oder sie als Vizepr√§sidentschaftskandidat(in) in Frage kommt. Der Auswahlprozess selbst ist streng geheim, nur die engsten Mitarbeiter eines Kandidaten sind eingeweiht. Bewerbungsgespr√§che werden informell in anonymen Gro√ühotels gef√ľhrt, die Kandidaten heimlich mit Privatjets eingeflogen – Hauptsache, die √Ėffentlich bekommt nicht mit, wer sich wo wann warum und mit wem trifft.
Der Vizekandidat bzw. die Vizekandidatin soll den Pr√§sidentschaftsbewerber und dessen politisches Profil in der Regel erg√§nzen, d.h. Mann nimmt Frau, alt nimmt jung, Ostk√ľste nimmt S√ľdstaat, konservativ nimmt moderat. Bill Clinton fiel etwas aus der Reihe, als er mit Al Gore einen etwa gleichaltrigen Kandidaten w√§hlte, der zudem aus einem Nachbarstaat kam und √ľber √§hnliche politische Ansichten verf√ľgte.
Potenzielle Kandidaten ihrerseits m√ľssen gegen√ľber der Pr√§sidentschaftskampagne ziemlich viele Informationen von sich preisgeben, etwa aktuelle und vergangene Gesundheitschecks und die Steuererkl√§rungen der letzten Jahre bzw. Jahrzehnte. Hillary Clinton wollte diesen Prozess im Jahre 2008 nach eigenen Worten nur durchlaufen, falls sie am Ende als ernsthafte Kandidatin in Betracht gezogen werden w√ľrde. Dies konnte die Obama-Kampagne nicht versprechen, und damit schied Hillary als m√∂gliche Kandidatin aus.
Nun gibt es Ger√ľchte, dass der Republikanische Pr√§sidentschaftskandidat Mitt Romney kurz davor stehen soll, seine Entscheidung bekannt zu geben (Pr√§sident Barack Obama wird ohnehin wieder mit Vizepr√§sident Joe Biden antreten). Experten raten Romney, dies auf jeden Fall vor Beginn der Olympischen Spiele Ende Juli zu tun, da dann das Interesse des geneigten Publikums anderswo liegt. Gern gibt man die Auswahl auch unmittelbar vor Beginn des jeweiligen Nominierungsparteitages bekannt, aber die Parteitage liegen in diesem Jahr sehr sp√§t. Die j√ľngsten Ger√ľchte finden Sie √ľbrigens hier und hier. M√∂gliche Kandidaten f√ľr Romney k√∂nnen Sie hier kennenlernen, aber auch hier und hier.

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