Durchsuche das Archiv nach USA Tag

LektĂŒretipp zur US-Wahl 2016: „Shattered“

LektĂŒren, Politikwissenschaft, US-Politik, US-Wahl 2016

Rechtzeitig vor der Marke 100 Tage Trump-PrĂ€sidentschaft ist ein Buch erschienen, das die PrĂ€sidentschaftswahl 2016 noch einmal Revue passieren lĂ€sst. Die beiden Autoren Jonathan Allan (Politico) und Amie Parnes (The Hill) haben ĂŒber viele Monate hinweg die Kampagne von Hillary Clinton begleitet – und vorab zugesagt, erst nach der Wahl ĂŒber all die Diskussionen, Strategieentscheidungen und Streitereien zwischen den verschiedenen Lagern innerhalb der Kampagne zu schreiben. Dies erlaubt den beiden Autoren einen tiefen Blick hinter die Kulissen, der das Buch sehr kurzweilig macht. AusfĂŒhrlich werden die verschiedenen Phasen des Wahlkampfes aus der Hillary-Perspektive beschrieben (AnkĂŒndigung der Kandidatur, Vorwahlen, Parteitag, Hauptwahlkampf, TV-Debatten, Wahlnacht). So ĂŒberraschend der Wahlausgang vielleicht fĂŒr viele Beobachter (selbst fĂŒr viele Politikwissenschaftler…) war, so sehr wird in diesem Buch deutlich, dass es letzten Endes die Kandidatin der Demokraten sowie ihre Kampagne selbst war, die sich um den Wahlsieg brachten. Ein Indiz ist etwa, dass die Kampagne es durch den gesamten Wahlkampf hindurch nicht gelungen war, in einem Slogan, in einem Redeauszug oder einem Werbespot wirklich im Kern zu sagen, warum Hillary als PrĂ€sidentschaftsanwĂ€rterin kandidiert und warum man sie wĂ€hlen sollte. Das Buch bietet schließlich viele Geschichten und Anekdoten aus dem Wahlkampf, das somit nicht nur fĂŒr Politjunkies ein großes LesevergnĂŒgen verspricht.
SPIEGEL Online hat in einem Artikel die Highlights aus dem Buch zusammengestellt, eine ausfĂŒhrliche(re) Rezension findet sich bei der New York Times.

Jonathan Allen/Amie Parnes: „Shattered. Inside Hillary Clinton’s Doomed Campaign“, Crown Books, New York 2017, 464 Seiten, $28,00.

Keine Antworten

Neu in der Bibliothek: das „Handbuch Politik USA“

Außenpolitik, LektĂŒren, Politikwissenschaft, Studium

Rechtzeitig zum neuen Sommersemester ist in unserer Fachbereichsbibliothek als Print- und elektronische Ausgabe das von Christian Lammert, Markus B. Siewert und Boris Vormann herausgegebene „Handbuch Politik USA“ eingetroffen. Auf der Internetseite des Verlages heißt es zu diesem Werk: „Das Handbuch Politik USA vereint AufsĂ€tze ausgewiesener Expertinnen und Experten der sozialwissenschaftlichen USA-Forschung. Die BeitrĂ€ge des Handbuchs setzen sich mit den grundlegenden Strukturen und Mechanismen der US-amerikanischen Politik auseinander. Diese werden zum einen in ihrem (zeit)historischen Kontext verortet, zum anderen werden unterschiedliche Deutungsdimensionen aufgezeigt und somit eine problemorientierte EinfĂŒhrung in das politische System der USA geleistet.“ Das Inhaltsverzeichnis kann hier eingesehen werden.

Keine Antworten

Neue Ausgabe der Zeitschrift „Gesellschaft.Wirtschaft.Politik“ erschienen

Innenpolitik, LektĂŒren, Politikwissenschaft

Vor wenigen Tagen ist die neue Ausgabe der politikwissenschaftlichen Zeitschrift „Gesellschaft.Wirtschaft.Politik“ erschienen. In dieser Ausgabe 1/2017 analysiert unter anderem Martin Thunert den Ausgang der amerikanischen PrĂ€sidentschaftswahlen vom November 2016 („PrĂ€zedenzlos und unvorhersehbar?“), wĂ€hrend der Politikwissenschaftler Jens van Scherpenberg die (bisherige) Wirtschaftspolitik von Donald Trump untersucht und nach den konkreten Konsequenzen fĂŒr die Weltwirtschaftsordnung fragt. Eckhard Jesse erörtert den Stand des bundesdeutschen Parteiensystems ein knappes halbes Jahr vor der nĂ€chsten Bundestagswahl (da der Beitrag leider auf dem Stand von Mitte Januar 2017 ist, konnte die Dynamisierung des parteipolitischen Wettbewerbs durch die Ausrufung von Martin Schulz zum Kanzlerkandidaten der SPD und deren Aufholen in nahezu allen Meinungsumfragen nicht berĂŒcksichtigt werden – was die Aussagekraft einiger Befunde Jesses einschrĂ€nkt). Joachim Behnke wagt eine Prognose fĂŒr den 19. Deutschen Bundestag und diskutiert eine mögliche VergrĂ¶ĂŸerung des Parlamentes durch Überhang- und Ausgleichsmandate. Schließlich beschĂ€ftigen sich Marco Giesselmann und Laura Luekemann mit empirischen Befunden zur Armut in der Bundesrepublik Deutschland.
Da sich die Zeitschrift in der Regel auch mit Themen der politischen Bildung beschĂ€ftigt, finden sich auch BeitrĂ€ge, die fĂŒr den Schulunterricht von Interesse sind. Christian Fischer stellt zum Beispiel eine Fallstudie zur „Internethetze“ vor, und in der Methodik-orientierten Reihe „SchĂŒler forschen“ wird erörtert, wie die Ergebnisse einer Befragung ausgewertet und prĂ€sentiert werden können. Als „das besondere Buch“ stellt Tim Spier das Buch „Parteiendemokratie im Wandel“ des Bonner Politikwissenschaftlers Frank Decker vor. Weitere (Kurz-)Rezensionen runden das Heft ab.
Die Zeitschrift findet sich im PrÀsenzbestand der Zweigbibliothek Sozialwissenschaften der Martin-Luther-UniversitÀt Halle-Wittenberg.

Keine Antworten

Twitterchat zu Rechtspopulismus in den USA

Außenpolitik, Politikwissenschaft, US-Politik

Am 15. MĂ€rz 2017 besteht die Möglichkeit, an einem so genannten Twitterchat der Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung teilzunehmen. Unter dem Hashtag #RechtsPopUSA steht Christian Lammert, Professor fĂŒr Politikwissenschaft am John-F.-Kennedy-Institut an der Freien UniversitĂ€t Berlin, auf Twitter zur VerfĂŒgung. Alle Details rund um diesen Twitterchat gibt es hier.

Keine Antworten

Vor Trumps erster Rede zur Lage der Nation

Außenpolitik, US-Politik

In diesen Tagen prĂ€sentiert US-PrĂ€sident Donald Trump seinen ersten Haushalt fĂŒr das am 1. Oktober 2017 beginnende Haushaltsjahr. Darin spricht er sich fĂŒr eine deutliche Erhöhung der MilitĂ€rausgaben zu Lasten anderer staatlicher Behörden und Programme aus. Mit diesen VorschlĂ€gen hat er bereits eine heftige Debatte bei den verschiedenen politischen FlĂŒgeln der Republikanischen Partei ausgelöst. Der Abgeordnete im ReprĂ€sentantenhaus Charlie Dent, Republikaner aus Pennsylvania, spricht fĂŒr viele Republikaner auf Capitol Hill, wenn er sagt: „The president will propose and the Congress will dispose. We’ll look at his budget, but at the end of the day we in Congress write the appropriations bills, and I am not one who thinks you can pay for an increase in [military] spending on the backs of domestic discretionary programs, which constitute 13 or 14 percent of all federal spending.“ HintergrĂŒnde zum Thema finden sich hier, hier und hier. Im Mittelpunkt stehen dabei mit Trump und dem Sprecher des ReprĂ€sentantenhauses, Paul Ryan (Republikaner aus Wisconsin), zwei Politiker, die den Wahlkampf ĂŒber sehr auf gegenseitige Distanz geachtet haben und nunmehr trotzdem miteinander arbeiten mĂŒssen, um einen Haushalt fristgerecht zu verabschieden.
Heute abend wird Trump zudem vor beiden Kammern des US-Kongresses seine erste Rede zur Lage der Nation halten. Traditionell umreisst der Chef der Exekutive bei dieser Gelegenheit seine politischen PrioritĂ€ten fĂŒr die kommenden zwölf Monate. Elise Viebeck blickt in der Washington Post auf mögliche Inhalte der Rede (hier).
Und egal, mit welchen PlĂ€nen und Visionen man ins Weiße Haus eingezogen ist: die Geschichte zeigt, dass man als PrĂ€sident stets mit dem Unerwarteten rechnen muss: internationale Krisen, eigene VersĂ€umnisse in der Transitionsphase, nicht antizipierte Ereignisse – solche Vorkommnisse können die eigenen PlĂ€ne quasi ĂŒber Nacht ĂŒber den Haufen werfen. Die New York Times hat in einem umfangreichen Artikel Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der frĂŒheren Clinton-, der Bush Jr.- und der Obama-Administrationen befragt, wie sie diese jeweils ersten 100 Tage im Amt erlebt haben. Der Beitrag findet sich unter dem Titel „Grand Plans vs. Reality“ hier.

Eine Antwort

Washington vor der AmtsĂŒbernahme durch Donald Trump

Außenpolitik, US-Politik, US-Wahl 2016

Am Freitag, den 20. Januar 2017 gegen zwölf Uhr mittags wird Donald Trump auf den Stufen vor dem U.S. Kapitol den Amtseid sprechen und damit als 45. PrĂ€sident der Vereinigten Staaten die AmtsgeschĂ€fte von Barack Obama ĂŒbernehmen. Das Berliner Inforadio beleuchtet in einer Reportage die Vorbereitungen fĂŒr dieses Event und beschreibt die Stimmung in der Stadt. Nachzuhören ist der Beitrag hier.

Keine Antworten

Der 115. US-Kongress nimmt seine Arbeit auf

Außenpolitik, US-Politik, US-Wahl 2016

Heute tritt im Kapitol zu Washington erstmals der im November 2016 neu gewĂ€hlte 115. Kongress zusammen. Als erste Amtshandlung wird das Ergebnis der PrĂ€sidentschaftswahl, in der sich Donald Trump gegen Hillary Clinton durchsetzen konnte, zertifiziert. In den kommenden Wochen und Monaten dĂŒrften die beiden Kammern des Parlamentes, ReprĂ€sentantenhaus und Senat, im Mittelpunkt stehen, wenn der neue US-PrĂ€sident Trump, der am 20. Januar 2017 in sein Amt eingefĂŒhrt wird, versuchen wird, seine politische Agenda durchzusetzen. Auf vielen Politikfeldern ist er dabei auf die Kooperation mit dem Kongress angewiesen. Zwar stellen die Republikaner fĂŒr die nĂ€chsten beiden Jahre in beiden Kammern die Mehrheit, trotzdem dĂŒrften sie nicht alle Vorhaben Trumps durchwinken. Zum Auftakt des neuen Kongresses finden sich lesenswerte Berichte zu den HintergrĂŒnden hier, hier, hier, hier und hier.

Keine Antworten

Neue Ausgabe der Zeitung „Das Parlament“ zum Thema USA erschienen

Außenpolitik, Innenpolitik, LektĂŒren, US-Politik, US-Wahl 2016

Die aktuelle Ausgabe der vom Deutschen Bundestag herausgegebenen Zeitung „Das Parlament“ bietet einen inhaltlichen Schwerpunkt rund um die US-Wahl. Zum einen wird auf die Wahl vom November 2016 zurĂŒckgeschaut, in der Donald Trump sich gegen Hillary Clinton durchsetzen konnte. Zum anderen wird auf die am 20. Januar 2017 ins Amt kommende Trump-PrĂ€sidentschaft vorausgeschaut. Ebenso findet sich in der Ausgabe ein Blick auf die Arbeit des (neuen) Kongresses sowie auf unterschiedliche Politikfelder. Die Zeitung kann in elektronischer Form hier kostenlos gelesen werden. Die dieser Ausgabe des Parlaments beiliegende Zeitschrift „Aus Politik und Zeitgeschichte“ beleuchtet das Thema „Reformation“, welche sich 2017 zum 500. Mal jĂ€hrt.

Keine Antworten

„USA. Ein LĂ€nderportrĂ€t“ von Ute Mehnert

Außenpolitik, LektĂŒren, US-Politik

Mehrfach ist es mir in diesem Jahr bereits passiert, dass ich mir aktuelle Neuerscheinungen zugelegt habe – nur um wenige Tage spĂ€ter zu erfahren, dass es diese Werke sehr viel preisgĂŒnstiger bei der Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung zu erwerben gibt. In dieser Woche ist es erneut geschehen: kaum liegt das neue Buch „USA. Ein LĂ€nderportrĂ€t“ von Ute Mehnert auf dem Tisch, sehe ich online, dass es auch bei der BpB zu haben ist (und zwar hier).
Ute Mehnert, von Haus aus Historikerin und Politikwissenschaftlerin, die viele Jahre als Redakteurin fĂŒr die Nachrichtenagentur AFP in Bonn und Berlin tĂ€tig war, lebt seit 2006 als freie Journalistin in Princeton (New Jersey) und unterrichtet an der dortigen UniversitĂ€t europĂ€ische Geschichte. Diese langjĂ€hrige Erfahrung mit dem Land spiegelt sich auch im Buch: natĂŒrlich geht es an vielen Stellen um Politik und Geschichte, aber dabei kommen auch andere Themen nicht zu kurz, etwa in den Kapiteln „Einwanderung und Zusammenleben“, die „Konsumentenkultur“, „Bildung und Ausbildung“ sowie „Gesellschaft und Familie“. Immer wieder wĂŒrzt die Autorin ihre Schilderungen mit eigenen Erlebnissen und Erfahrungen, was das ganze Buch zugleich sehr kurzweilig macht. Kaufempfehlung!

Ute Mehnert: „USA. Ein LĂ€nderportrĂ€t“, Bonn/Berlin: Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung (Bestellnummer: 1736), 254 Seiten, 4,50 Euro (zzgl. Versandkosten).

Keine Antworten

Vor der US-Wahl am 8. November 2016

Uncategorized, US-Politik, US-Wahl 2016

Inzwischen sind es nur noch wenige Stunden bis zur PrĂ€sidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten am 8. November 2016. In den jĂŒngsten Umfragen scheint Hillary Clinton trotz erneuter FBI-Ermittlungen einen sehr knappen landesweiten Vorsprung behaupten zu können – wichtiger wĂ€re es aber nicht landesweit vorne zu liegen, sondern die „richtigen“ Bundesstaaten zu gewinnen, um am Ende mindestens 270 WahlmĂ€nnerstimmen auf sich vereinigen zu können (die aktuellen Prognosen finden sich in epischer Breite und AusfĂŒhrlichkeit hier). Dass Donald Trump am Ende der neue Mister President-Elect sein könnte, ist also ganz und gar nicht ausgeschlossen. Das Erste zeigt daher heute abend eine Dokumentation unter dem Titel „Der Angstmacher. Warum Trump Clinton schlagen kann“ (Details hier). ARTE dagegen zeigt um 20:15 Uhr den Klassiker „Mr. Smith Goes to Washington“ von Frank Capra aus dem Jahre 1939. In diesem Film spielt Jimmy Stewart einen jungen Senatoren, der nach Washington kommt und – etwas belĂ€chelt – nicht aufhört, fĂŒr seine Überzeugungen zu kĂ€mpfen, einschließlich einer dramatischen Filibuster-Rede. Da der Film nur sehr selten im Fernsehen lĂ€uft: unbedingte Empfehlung!
Warum Trumps Kandidatur nicht völlig ĂŒberraschend kommt und was sie mit den politischen Entwicklungen der letzten Jahrzehnte zu tun hat, fasst Georg Diez in einem sehr lesenswerten Essay hier zusammen. Ein RĂŒckblick auf die wichtigsten Stationen vergangener PrĂ€sidentschaftswahlen, insbesondere mit Blick auf Pannen und andere denkwĂŒrdige Ereignisse, findet sich in der Neuen ZĂŒrcher Zeitung.
Bei allen Aufgeregtheiten rund um die bevorstehende PrĂ€sidentschaftswahl sollte die gleichzeitig stattfindende Wahl zum US-Kongress nicht vernachlĂ€ssigt werden. WĂ€hrend das ReprĂ€sentantenhaus fest in Republikanischer Hand zu sein scheint, stehen die Chancen der Demokraten, die Mehrheit im Senat zurĂŒckzuerobern, relativ gut. Mit dem Senat (und dem ReprĂ€sentantenhaus) wird der Nachfolger oder die Nachfolgerin Barack Obamas (eine Bilanz seiner acht Jahre im Weißen Haus findet sich hier) mehr zu tun haben als ihm oder ihr lieb sein dĂŒrfte, schließlich muss der Senat bei Besetzungen des Supreme Courts, bei Ernennungen von Ministern und Botschaftern sowie internationalen VertrĂ€gen zustimmen. HintergrĂŒnde zu dieser Wahl finden sich hier und hier.
In vielen Bundesstaaten der USA findet parallel zur Wahl eine Vielzahl an Referenden statt. Die FAZ hat hier eine Übersicht zusammengestellt.
Protipp: vom 7. bis zum 9. November 2016 sind alle Artikel und Features auf der Homepage der New York Times anlÀsslich der Wahl kostenlos abrufbar.
Update, 8. November 2016: das gilt ebenfalls fĂŒr die Washington Post.

2 Antworten
« Ältere Einträge