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„Höllenritt Wahlkampf“ in erweiterter Auflage

Innenpolitik, LektĂŒren, Politikwissenschaft

Es ist, wie ich finde, nach wie vor das beste deutschsprachige Buch ĂŒber Wahlen und WahlkĂ€mpfe – das Werk „Höllenritt Wahlkampf“ von Frank Stauss. In diesen Tagen ist das auch auf diesen Seiten vor geraumer Zeit empfohlene Buch in einer erweiterten Neuauflage erschienen – hinzugefĂŒgt hat Stauss ein neues Kapitel zu WahlkĂ€mpfen im Zeitalter des Populismus, und er beschreibt die Auswirkungen der Digitalisierung von WahlkĂ€mpfen. Ebenso ist ein neuer Abschnitt ĂŒber den erfolgreichen Wahlkampf von Malu Dreyer im FrĂŒhjahr 2016 in Rheinland-Pfalz hinzugekommen. Details zur Neuauflage gibt es hier. Ein Interview mit dem Autor findet sich anlĂ€ĂŸlich des Erscheinens der Erstauflage hier. Claus Kleber interviewte Stauss ĂŒbrigens am 24. Januar 2017 im heute-journal anlĂ€sslich der Nominierung von Martin Schulz zum neuen Parteivorsitzenden und Knazlerkandidaten der SPD. Nachzuschauen ist dieses Video hier (Interview ab Minute 09:34).

Frank Stauss: „Höllenritt Wahlkampf. Ein Insiderbericht“, erweiterte Neuausgabe, dtv-Verlag, MĂŒnchen 2017, 256 Seiten, 14,90 Euro.

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Ein Ausblick auf das Wahljahr 2017

Innenpolitik

Mit der heute bzw. in den letzten Tagen erfolgten Nominierung von Angela Merkel und Martin Schulz zur Kanzlerkandidatin bzw. zum Kanzlerkandidaten ihrer Parteien richtet sich der Blick der professionellen Politikbeobachter auf das bevorstehende Wahljahr 2017, in dem gleich am kommenden Sonntag ein neuer BundesprĂ€sident sowie danach neue Landtage im Saarland und in Schleswig-Holstein (jeweils im MĂ€rz) sowie in Nordrhein-Wesfalen (Mai) gewĂ€hlt werden, bevor am 24. September knapp 61 Millionen BĂŒrgerinnen und BĂŒrger aufgerufen sind, den 19. Deutschen Bundestag zu wĂ€hlen. Was ist im Wahlkampf zu erwarten? Welche internen und externen EinflĂŒsse werden sich in welcher Weise auf Wahlkampf und Wahlen auswirken? Der Mainzer Politikwissenschaftler Thorsten Faas blickt in einem Beitrag fĂŒr den Berliner Tagesspiegel auf die bevorstehenden Monate voraus, und zwar hier.

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Wahlkampf 2017: Blick hinter die Kulissen

Bundestagswahl 2017, Innenpolitik, Internet(z)

Was ist im Bundestagswahlkampf 2017 zu erwarten? In einem Kooperationsprojekt der Martin-Luther-UniversitĂ€t Halle-Wittenberg (MLU) und der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) konnten knapp 30 Bachelor-Studierende der Hallenser Politikwissenschaft vom 11. bis 13. Januar 2017 einen Blick hinter die Kulissen der Hauptstadtpolitik werfen, die allmĂ€hlich in den Wahlkampfmodus wechselt. Die Studierenden beschĂ€ftigen sich seit Oktober 2016 in einem Seminar unter Leitung von Benjamin Höhne mit dem Wahlkampf. Das Programm in Berlin war dessen praxisorientierter Höhepunkt. Was zuvor theoretisch erarbeitet wurde, konnte mit den Referenten diskutiert und anschließend mit der RealitĂ€t des politischen GeschĂ€fts abgeglichen werden.
So vielseitig wie der beginnende Wahlkampf waren auch die VortrĂ€ge. Den Auftakt gab Oskar Niedermayer von der FU Berlin mit seiner EinschĂ€tzungen der politischen Wettbewerbssituation vor der Wahl im Herbst. Er fĂŒhrte aus, dass der Ausgang der Bundestagswahl von einem komplexen FaktorenbĂŒndel aus Parteiidentifikation, Spitzenkandidat*innen, Sachthemen und Lösungskompetenzen aktueller Probleme abhĂ€ngen wird. Seit Oktober 2015 macht er einen Stimmungswandel im Kontext des anschwellenden FlĂŒchtlingsstroms in der Öffentlichkeit aus, der diese Faktoren ĂŒberlagere und einen ausschlaggebenden Einfluss auf das Wahlergebnis haben dĂŒrfte.
Ralf GĂŒldenzopf, Leiter der Abteilung Politische Kommunikation der KAS, setzte mit seinem Vortrag zum Thema „Digitaler Wahlkampf 2017- zwischen Friends, Bots und Reichweite“ einen anderen Akzent. Er machte deutlich, dass der Wahlkampf immer wieder neu erfunden wird. Die Internetnutzung sei so stark wie nie zuvor und fordere damit die Wahlkampfstrategien der Parteien unmittelbar heraus. Zugleich aber warnte er vor Hysterie im Umgang mit Social Bots. Dynamiken des Wahlkampfs skizzierte auch der Hauptstadtjournalist Thomas Habicht mit anekdotenreichen Hintergrundinformationen. VielfĂ€ltige Einblicke in die praktische Organisation eines Wahlkampfs lieferte schließlich der Wahlkampfleiter der CDU, Stefan Hennewig, vor Ort im Konrad-Adenauer-Haus, wo gerade die Wahlkampfzentrale aufgebaut wird, die demnĂ€chst ihre Arbeit aufnehmen soll. (Text: Pia Berkhoff)

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TV-Tipp: Nahaufnahmen aus dem Berliner Abgeordnetenhaus-Wahlkampf 2016

Innenpolitik, TV-Tipps

Nach der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern steht der nĂ€chste Wahltermin an: am 18. September 2016 wĂ€hlen die Berlinerinnen und Berliner ein neues Abgeordnetenhaus. Nicht beschrĂ€nkt auf Berlin ist eine zunehmende Politik(er)verdrossenheit – ja, mehr noch: Hass auf die WahlkĂ€mpfer, die auf Straßen und PlĂ€tzen stehen und fĂŒr ihre jeweiligen Parteien werben. Der Rundfunk Berlin-Brandenburg hat gestern abend eine Dokumentation gezeigt, in der die Reporter gemeinsam mit den Kandidatinnen und Kandidaten in den Berliner Kiezen unterwegs waren. In der Mediathek kann man die Doku bis zum 20.September 2016 abrufen, und zwar hier.

„Die da oben“, Dokumentation von Heike Bettermann und Jana Göbel, 45 Minuten, RBB-Fernsehen.

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VorankĂŒndigung: 14. Internationale Konferenz fĂŒr Politische Kommunikation

Außenpolitik, Innenpolitik, Politikwissenschaft, US-Politik

Einer der Höhepunkte der politik- und medienwissenschaftlichen Kommunikationsforschung ist die stets im Herbst stattfindende Internationale Konferenz fĂŒr politische Kommunikation der Konrad-Adenauer-Stiftung. In diesem Jahr findet sie bereits zum 14. Mal statt, und zwar am 9. und 10. Oktober 2016 in Berlin. Noch steht der Ablauf der Konferenz nicht endgĂŒltig fest (Details gibt es in einigen Wochen hier), aber geplant sind die folgenden Programmpunkte:
=> Globaler Populismus? Einblicke in Kampagnen in den USA, Österreich und Frankreich – und natĂŒrlich #brexit;
=> Wissenschaft oder BauchgefĂŒhl? Von Wirkungsstudien bis Nudging in Kampagnen und Politik; sowie
=> Hoher Aufwand und hohe Erwartungen? Mobilisierung in Kampagnen.
Zugesagt haben bereits die folgenden Referenten:
Scott Goodstein, Revolution Messaging, Digital-Kampagne von Bernie Sanders;
Tim Miller, Ex-Kommunikationschef von Jeb Bush und Adviser des „Anti-Trump“-PAC „Our Principles“;
Prof. Dr. Markus Rhomberg, Professor fĂŒr Politische Kommunikation an der Zeppelin UniversitĂ€t;
JĂ©rĂŽme Grand d’Esnon, Chef der Vorwahlkampagne von Bruno Le Maire;
Glenn Thrush, Journalist bei Politico (USA) und „Podcaster“ (Off Message);
Prof. Daniel Kreiss, University of North Carolina – Chapel Hill; sowie
Dr. Andreas Jungherr, Juniorprofessur fĂŒr “Social Science Data Collection and Analysis” an der UniversitĂ€t Konstanz.

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Hinter den Kulissen: Wahlkampf mit Bernie Sanders

US-Politik, US-Wahl 2016

Der Berliner Jurist Konstantin Rutz hat vor mehreren Wochen fĂŒr einige Zeit fĂŒr die Wahlkampfkampagne von Senator Bernie Sanders im Bundesstaat New York gearbeitet. Auf der Internetseite der Frankfurter Allgemeinen Zeitung berichtet er in einem ausfĂŒhrlichen und lesenswerten Artikel von seinen Erfahrungen. Was macht amerikanischen Straßenwahlkampf aus? Welche Rolle spielen Organisation und Strategie im Wahlkampf? Wie funktioniert Wahlkampf konkret vor Ort? Der erwĂ€hnte Artikel findet sich hier.

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Zur Rolle des „Negative Campaigning“ in WahlkĂ€mpfen

Innenpolitik, LektĂŒren, Politikwissenschaft, Sommersemester 2016, Uncategorized

In der Politikwissenschaft wird das „Negative Campaigning“, also die inhaltliche und persönliche Kritik des Gegenkandidaten anstelle des Herausstellens der eigenen programmatischen Inhalte, hĂ€ufig als „Amerikanisierung“, etwa auch der deutschen WahlkĂ€mpfe, gesehen. Bislang gibt es in Deutschland allerdings nur sehr wenige Beispiele, bei denen Parteien oder Spitzenkandidaten das Negative Campaigning wirklich eingesetzt haben. Auf den Seiten der Zeitschrift „politik+kommunikation“ findet sich ein interessanter Artikel von Jan Philipp Burgard zur Rolle des „Negative Campaigning“ im aktuell laufenden US-PrĂ€sidentschaftswahlkampf, nachzulesen ist der Artikel hier. Wer sich nĂ€her mit dieser Thematik oder etwa dem amerikanischen Wahlkampf ganz allgemein auseinandersetzen möchte, dem sei die Dissertation „Von Obama siegen lernen oder ‚Yes, We gĂ€hn!‘?“ (Nomos 2011) des gleichen Autors empfohlen, in der er den Wahlkampf von Barack Obama im Jahr 2008 untersucht und fragt, was wir in Deutschland davon lernen können. Burgard hatte 2008 den Wahlkampf Obamas als Mitarbeiter im Washingtoner BĂŒro der ARD hautnah miterleben können. Details zu diesem Buch plus Inhaltsverzeichnis finden sich hier, eine ausfĂŒhrliche Rezension des Werkes ist hier zu finden.

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WahlkÀmpfer Frank Stauss im PortrÀt

Innenpolitik, Landtagswahl 2016

Sein Buch ĂŒber WahlkĂ€mpfe in Deutschland ist auf diesen Seiten bereits gebĂŒhrend berĂŒcksichtigt worden (zum Beispiel hier und hier), aktuell macht er Wahlkampf fĂŒr Malu Dreyer in Rheinland-Pfalz: Frank Stauss, GeschĂ€ftsfĂŒhrender Gesellschafter bei der DĂŒsseldorf-Berliner Agentur Butter. Im Berliner Tagesspiegel findet sich heute ein interessantes PortrĂ€t dieses ĂŒberzeugten WahlkĂ€mpfers, und zwar hier.

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Die Kosten einer Bundestagskandidatur

Bundestagswahl 2013, Innenpolitik, Politikwissenschaft

Relativ genau zu beziffern sind die GeldbetrĂ€ge, die die politischen Parteien fĂŒr ihren Bundestagswahlkampf ausgeben (Details hier). Etwas schwieriger ist es zu beurteilen, wieviel eine individuelle Kandidatur fĂŒr ein Mandat im Bundestag kostet. Ein Gastbeitrag im Internetangebot der Zeitschrift politik+kommunikation prĂ€sentiert interessante Zahlen, und zwar hier.

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Sechs Tage vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt

Halle (Saale), Innenpolitik, Landtagswahl 2016

Es sind nur noch wenige Tage bis zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 13. MĂ€rz 2016. Auch in den ĂŒberregionalen Medien ist die Wahl mehr und mehr ein Thema – auch wenn am gleichen Tag ebenso Wahlen in den bevölkerungsmĂ€ĂŸig deutlich grĂ¶ĂŸeren BundeslĂ€ndern Baden-WĂŒrttemberg und Rheinland-Pfalz anstehen. Tilmann Steffen portrĂ€tiert in der ZEIT den Spitzenkandidaten der Linken, Wulf Gallert. Reinhard Bingener war fĂŒr die FAZ mit dem MinisterprĂ€sidenten und Spitzenkandidaten der CDU, Reiner Haseloff, im Land unterwegs. Kai Gauselmann hat fĂŒr die Mitteldeutsche Zeitung die SPD-Spitzenkandidatin Katrin Budde im Wahlkampf beobachtet, Jan Schumann hat fĂŒr die gleiche Zeitung Claudia Dalbert, Professorin an der Martin-Luther-UniversitĂ€t Halle-Wittenberg und grĂŒne Spitzenkandidatin, begleitet. Frank Sitta, der Spitzenkandidat der FDP, möchte die Partei nach fĂŒnfjĂ€hriger Abstinenz wieder in den Landtag zurĂŒckfĂŒhren. Thomas E. Schmidt hat sich fĂŒr die ZEIT den Wahlkampf der AfD in Sachsen-Anhalt angeschaut, und zwar hier. Cornelius Pollmer beschreibt in der SĂŒddeutschen Zeitung die BemĂŒhungen des Landes, die Wahlbeteiligung (2011: 51 Prozent) zu erhöhen, zum Beispiel mit einer Plakatkampagne, die auch anderenorts bereits fĂŒr Schlagzeilen gesorgt hat. ARD-Korrespondent Stephan Schulz bewertet auf Inforadio in einem Interview von Henning WĂ€chter die aktuellen Umfrageergebnisse, und zwar hier.
Inzwischen ist es eine schöne Tradition, vor der „richtigen“ Wahl in Sachsen-Anhalt eine U18-Wahl durchzufĂŒhren – mit teilweise ganz anderen Ergebnissen. Die Übersicht ĂŒber die Wahlergebnisse dieser Wahl finden Sie hier. Und wer sich im Übrigen ganz allgemein ĂŒber die hochschulpolitischen Ziele der einzelnen Parteien informnieren möchte, dem hilft im Netz die Initiative „Studis wĂ€hlen“ weiter.
Heute abend um 22:05 Uhr diskutieren die Spitzenkandidaten der im Landtag vertretenen Parteien in einer so genannten Elefantenrunde im MDR-Fernsehen ihre politischen Schwerpunkte. Eine aktuelle Umfrage sieht eine knappe Mehrheit fĂŒr Schwarz-Rot – aber bis zur Wahl am 13. MĂ€rz sind ja noch sechs Tage Zeit.

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