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TV-Tipps

29. Sep 2020

TV-Tipp: „Parlament“

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In einer neuen fiktiven Serie mit dem simplen Titel „Parlament“, die seit heute in der Mediathek der ARD abrufbar ist, dreht sich alles um einen Berufsanfänger, der versucht, sich im vielsprachigen und bürokratischen EU-Parlament zurecht zu finden. Sein Name ist Samy (von Xavier Lacaille verkörpert), er beginnt unmittelbar nach der Brexit-Abstimmung ein Praktikum beim Parlament und bekommt von der deutschen Abgeordneten Ingeborg (Christiane Paul) den Auftrag, einen Gesetzesentwurf gegen das Abtrennen von Haifischflossen zu entwerfen. Und dann nehmen die Dinge ihren Lauf…

Insgesamt umfasst die Serie zehn Teile, neben der Mediathek ist sie ab dem 6. Oktober 2020 auch auf dem Sender ONE zu sehen. Hintergründe zur Serie gibt es hier (leider online nicht kostenfrei – siehe Foto!), hier und hier. Abzurufen ist die Serie hier.

28. Sep 2020

TV-Tipp: „Bautzen“

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In einer zehnteiligen Serie auf ARTE versuchen mehrere Journalisten des Senders, die aktuelle Situation der ostsächsischen Stadt Bautzen einschließlich ihrer Chancen und Herausforderungen zu beschreiben. Immer wieder war die Stadt in den vergangenen Jahren in den Schlagzeilen: Angriffe auf Menschen mit Migrationshintergrund, Wahlerfolge der AfD, aber auch Gegendemonstrationen und ein breiter Aufbruch zivilgesellschaftlicher Gruppierungen. Zeitraum der Beobachtung sind die Monate zwischen dem Frühjahr 2019 und der sächsischen Landtagswahl im September desselben Jahrens. Dabei werden Menschen unterschiedlicher politischer Ansichten in ihrem Alltag begleitet und ihr Engagement beleuchtet – ohne jeden Kommentar, darunter eine alleinerziehende Mutter und eine AfD-Wählerin, einen Abiturienten und eine Sozialarbeiterin sowie einen Stadtführer und eine syrische Flüchtlingsfamilie. Die Macher der Reihe sehen die Stadt als exemplarisch für sozial-politische Konflikte in vielen ländlichen Gegenden Europas, in denen Populismus und eine fehlende Debattenkultur zur Spaltung geführt haben.

Nähere Informationen zu dieser Dokumentationsreihe sind im ARTE-Magazin (hier) nachzulesen. Auch der Berliner Tagesspiegel berichtet (hier). Die erste Folge ist hier zu finden.

20. Sep 2020

TV-Tipp: „Machtpoker um Mitteldeutschland“

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Am 22. September 2020 zeigt der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) den ersten Teil einer dreiteiligen Dokumentation von Katja Herr über die ersten Nachwendejahre in Mitteldeutschland, darunter auch Sachsen-Anhalt. Fokus des Films sind die Jahre von 1989 bis 1994, inhaltlich geht es um die Schaffung neuer institutioneller Stukturen nach der Wiedervereinigung, die Arbeit der Treuhandanstalt, Massenarbeitslosigkeit, Abwanderung und den Elitentransfer von West nach Ost. Und ja: um die Niederlage Halles bei der Wahl der Landeshauptstadt geht es auch…(Details zum Thema übrigens hier).

In der Dokumentation kommen zahlreiche politische – prominente wie nicht-prominente – Akteure zu Wort, die die damaligen Ereignisse und Entwicklungen miterlebt haben und aus heutiger Sicht bewerten. Ab dem 22. September 2020 sind die einzelnen Teile über die ARD-Mediathek abrufbar.

„Machtpoker um Mitteldeutschland. Die Stunde der Polit-Amateure“, Film von Katja Herr, Termine: 22. und 29. September sowie 6. Oktober 2020.

11. Aug 2020

TV-Tipp: „Trumps Amerika“

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Am gestrigen Abend zeigte die ARD im Rahmen einer Dokumentation eine Momentaufnahme aus dem amerikanischen Wahlkampf. Wie geht es den USA im Wahljahr 2020? Welchen Einfluss hatte und hat die Corona-Pandemie für Gesellschaft und Politik? Und wie wirkt sich dies alles auf den laufenden Präsidentschaftswahlkampf aus? Nachzuschauen ist die Dokumentation hier.

14. Jul 2020

ARTE-Doku über Gerhard Schröder

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Heute abend zeigt der Fernsehsender ARTE eine Dokumentation von Torsten Körner über Gerhard Schröder: Proletarier von der Herkunft her („Der Junge aus dem Unterdorf“), aber auch Bundeskanzler, Ministerpräsident, Parteivorsitzender, Jusos-Chef, Rechtsanwalt, Lobbyist und vieles mehr. Joachim Käppner von der Süddeutschen Zeitung hat sich den Film angesehen und berichtet hier von seinen Eindrücken. Und hier gibt es den Film bereits jetzt (bzw. noch bis zum 12. August 2020) zu sehen.

„Gerhard Schröder – Schlage die Trommel“, Dokumentation von Torsten Körner, Arte, Dienstag, 14. Juli 2020, 21.45 Uhr, 53 Minuten.

14. Apr 2020

TV-Tipp: „Die Getriebenen“

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Der WELT-Journalist Robin Alexander hat vor einiger Zeit mit seinem Buch „Die Getriebenen“ über den Flüchtlingssommer 2015 – und die politische Reaktion der beteiligten Akteure darauf – einen Bestseller gelandet. Nun ist das Buch verfilmt worden, am Mittwoch abend um 20:15 Uhr wird der Film im Ersten gezeigt. Rezensionen des Films finden sich hier, hier und hier, die Homepage des Films ist hier abrufbar. Fun fact: online ist der Film bereits zu sehen, nämlich hier.

1. Apr 2020

TV-Tipp: „Duell ums Weiße Haus“

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Wenn die Zeit im Home Office sich zieht – und man alle verfügbaren Livestream-Angebote erfolglos nach (neuen) Serien durchforstet hat, lohnt ein Blick in die ARTE-Mediathek: noch bis Mitte Juni 2020 steht dort eine Dokumentation über die amerikanischen Präsidentschaftswahlkämpfe der vergangenen sechzig Jahre zum Abruf bereit. Dabei wird geschildert, wie sich die Wahlkämpfe aufgrund neuer Wahlkampfstrategien, aber auch durch den Einsatz neuer Medienkanäle verändert haben. Interessant ist der Beitrag sicher nicht zuletzt für alle Studierenden, die sich im Verlaufe des aktuellen Sommersemesters mit Wahlen in den Vereinigten Staaten beschäftigen werden. Abrufbar ist die Doku hier.

Apropos Wahlkampf: an dieser Stelle sei nochmal an die kürzlich veröffentlichte vierstündige Doku über Hillary Clinton erinnert, in der die Präsidentschaftswahl von 2016 eine zentrale Rolle spielt. Zwar ist die mehrteilige Serie in Deutschland nur bei SKY zu sehen, aber der finanzielle Aufwand lohnt sich.

9. Mrz 2020

TV-Tipp: Weimar und heute

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Bei den Beratungen des Grundgesetzes im Parlamentarischen Rat bzw. nach Gründung der Bundesrepublik Deutschland war oft von den „Lehren aus Weimar“ die Rede – Versuche, die zweite Demokratie auf deutschem Boden auf eine stabilere Grundlage zu stellen als es im Rahmen der Weimarer Republik der Fall war. Auch heute werden wieder mehrfach Parallelen zwischen der Weimarer sowie der Berliner Republik gezogen beziehungsweise die Unterschiede betont (etwa hier und hier) – Grund genug für den Filmemacher Jan Schmitt, diesen möglichen Parallelen im Rahmen einer TV-Dokumentation auf den Grund zu gehen. Insbesondere auf die rechte Szene fokussiert sich Schmitt in seinem Beitrag. Dafür hat er sich für seinen Film mit Vertretern rechtsextremen Gedankenguts getroffen, mit Burschenschaftlern und rechten Jugendlichen, und er hat mit Historikern, Soziologen und Extremismus-Experten gesprochen. Der Film ist heute abend um 23:30 Uhr im Ersten zu sehen, Hintergründe zur Doku gibt es hier.

3. Mrz 2020

Ausgezeichnete Doku: „Die Unerhörten“

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Soeben wird bekannt, dass die RBB-Dokumentation „Die Unerhörten“ von Jean Boué mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet worden ist. In dieser Doku begleitet der Dokumentarfilmer im Herbst 2019 den Kampf um das Direktmandat für den Potsdamer Landtag im Brandenburger Wahlkreis 1, der Westprignitz. Im Mittelpunkt stehen dabei die fünf Direktkandidaten der verschiedenen Parteien sowie die Themen und Probleme der dortigen Landbevölkerung. Online abrufbar ist die Dokumentation hier.

3. Mrz 2020

TV-Tipp: „Die Treuhand – ein deutsches Drama“

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Mit der im Frühjahr 1990 gegründeten Treuhandanstalt ist eine Organisation entstanden, die bis heute zu den diskussionswürdigsten Aspekten des deutsch-deutschen Einigungsprozesses zählt. Aufgabe dieser Organisation war es, die volkseigenen Betriebe der DDR zu privatisieren und/oder zu verkaufen – ursprünglich insgesamt 8500 Gesellschaften mit etwa vier Millionen Beschäftigten in rund 45.000 Betriebsstätten. Die ARD hat gestern abend eine Dokumentation über die Treuhand gezeigt, die hier nachgeschaut werden kann. Dabei wird eine Bilanz der Arbeit der Treuhand gezogen und untersucht, was an der oftmals geäußerten Kritik an deren Arbeit wirklich dran ist.

Wer am Thema Treuhand dranbleiben möchte, kann zu diesem Buch greifen. Hier findet sich ein aktuelles Interview mit dem Treuhand-Forscher Marcus Böick. Im Sommersemester wird das Seminar „Systemtransformation“ im Aufbaumodul Systemanalyse und Vergleichende Politikwissenschaft im 30. Jahr nach Mauerfall und Wiedervereinigung im Übrigen einen Schwerpunkt zum Transformationsprozess in der DDR bzw. in den neuen Bundesländern umfassen.


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