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29. Dez. 2020

Neu erschienen: Ausgabe 4/2020 von „Gesellschaft-Wirtschaft-Politik“

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Der Untertitel lautet zwar „Sozialwissenschaften für politische Bildung“, aber die Zeitschrift „Gesellschaft-Wirtschaft-Politik“ ist auch für Lehrende und Studierende interessant, die sich nicht direkt als Theoretiker oder Praktiker der politischen Bildung verstehen (für jene eignet sich das Heft aber natürlich erst recht!). Rechtzeitig zur Weihnachtspause ist die Ausgabe 4/2020 erschienen. Es seien hier nur einige Highlights der aktuellen Augabe erwähnt: der Bonner Politikwissenschaftler Frank Decker wagt unter der Überschrift „Die Parteienlandschaft in Zeiten von Corona“ einen Ausblick auf die bevorstehende Bundestagswahl 2021. Der Armutsforscher (und vormalige Bundespräsidentenkandidat) Christoph Butterwegge untersucht, wie sich die Corona-Pandemie auf die sozioökonomische Ungleichheit in der Bundesrepublik auswirkt. Thorsten Winkelmann und Julia Zimmermann (beide Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg) thematisieren „Wählen mit 16 Jahren“. In einem Interview beleuchtet der Berliner Soziologe Steffen Mau (dessen jüngstes Buch wir hier empfohlen haben) den Elitenwechsel im Rahmen der deutschen Wiedervereinigung. Im Rezensionsteil besprochen wird das Werk „Demokratie“ der Münchner Historikerin Hedwig Richter (auch wenn sie hier im Heft als „Helga“ tituliert wird…), das wir hier vorgestellt haben. Im Didaktik-Teil des Heftes geht es schließlich um umweltpolitisches Lernen in der Schule („Eine unwichtige Nebensache?“) und die Rahmenbedingungen und Handlungsoptionen von Schülervertretungen im Bundesvergleich. In Kürze sollte das Heft in unserer Bibliothek (so sie denn bald wieder öffnet) verfügbar sein, die komplette Inhaltsübersicht ist hier zu finden.

28. Dez. 2020

Krimitipp zwischen den Jahren

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Es muss nicht immer Fachlektüre sein; zwischen Weihnachten und dem neuen Jahr darf es auch mal ein Krimi sein. Und wenn das Buch dann noch Bezüge zur Politik aufweist: um so besser! Der Hamburger Journalist Daniel E. Palu (auf Instagram hier) hat kürzlich seinen Erstling „Tod im Alten Land“ vorgelegt, den ich in den vergangenen Tagen geradezu verschlungen habe. Worum geht es? Das Buch bietet „eine spannende Ermittlerstory über alternative Fakten, populistische Parteien – und das Los, Sohn einer italienischen Mutter zu sein [Liebe zum Kaffee inklusive, MK]. Gerade erst ist Gabriele Berlotti zurück in sein Elternhaus im Alten Land gezogen, und schon soll der Hamburger Hauptkommissar mit italienischen Wurzeln im Endspurt der Bürgerschaftswahl einen Journalistenmörder entlarven. Als ein weiterer Mord geschieht, stellen sich ganz neue Fragen: Was sind Fakten – und was Fake News? Berlotti muss an seine persönlichen Grenzen gehen, um den Fall zu lösen“ (wie es auf der Seite des Verlages heißt). Auch wenn man das Alte Land nicht kennt: man möchte es nach der Lektüre dieses Buches gerne kennenlernen. Und erfreulicherweise soll Palu bereits am zweiten Band rund um Hauptkommissar Gabriele Berlotti schreiben. Wir bleiben gespannt.:)

21. Dez. 2020

Neuerscheinung: „In der Männer-Republik“ von Torsten Körner

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Fragen von Gleichberechtigung der Geschlechter und deren adäquate Repräsentanz in Parteien und Parlamenten zählen zu den aktuell diskutierten Themen in der Öffentlichkeit wie in der wissenschaftlichen Beschäftigung damit (»Politik ist eine viel zu ernste Sache, als dass man sie allein den Männern überlassen sollte« bemerkte die frühere Bundesgesundheitsministerin Käte Strobel einmal). Der Berliner Autor Torsten Körner ergänzt diese Debatte durch einen historisch orientierten Blik auf die ersten Jahrzehnte der Bundesrepublik: in seinem neuen Buch „In der Männer-Republik“ beschreibt er das Wirken der Parlamentarierinnen in der Bonner Republik. Neben prominenten Beispielen wie Annemarie Renger oder Rita Süssmuth berücksichtigt Körner, der zuvor bereits Bücher über die Familie Willy Brandt, Franz Beckerbauer und Heinz Rühmann veröffentlicht hat, auch weniger bekannte Vertreterinnen. Auf der Verlagswebseite heißt es: „Im Zentrum dieses Buchs stehen charismatische Frauen, deren politisches Wirken und private Schicksale Auskunft über bis heute unerzählte deutsche Geschichte geben. Protagonistinnen sind Politikerinnen aller Parteien, die sich während der Bonner Republik in der Männerbastion Bundestag durchsetzten. Ihre Lebenswege sind geprägt von politischen und privaten Dramen, denn für ihren Einsatz bezahlten sie mitunter einen hohen persönlichen Preis.“ Eine Rezension des Buches findet sich in der heute neu erschienenen Ausgabe der Zeitung „Das Parlament“. Nähere Informationen zum Buch gibt es auf der Webseite des Verlages. Im Frühjahr 2021 startet im Übrigen in den deutschen Kinos unter dem Titel „Die Unbeugsamen“ ein Film Körners zum gleichen Thema (hier ist ein Trailer abrufbar).

Torsten Körner: In der Männer-Republik. Wie Frauen die Politik eroberten, Verlag Kiepenheuer Witsch, Köln 2020, 368 Seiten, 22 Euro.

17. Dez. 2020

Studie: Internationale Politik unter Pandemie-Bedingungen

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Die akuelle Corona-Pandemie stellt nationale und internationale Politik vor vielfältige ungeahnte Herausforderungen. Viele ihrer langfristigen Konsequenzen sind zudem noch bei weitem nicht abzuschätzen. Gleichwohl haben sich Forscherinnen und Forscher der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), deren Aufgabe es ist, Bundestag und Bundesregierung in außenpolitischen Fragen zu beraten, an einer Studie mit dem Titel „Internationale Politik unter Pandemie-Bedingungen“ versucht, in der sie eruieren, was die Pandemie für die Außenpolitik, die Weltwirtschaft und die internationalen Organisationen bedeutet. Die Studie ist hier abrufbar.

17. Dez. 2020

Neu erschienen: „Parlamentarismusforschung“

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Vor wenigen Tagen ist im Nomos-Verlag der Band „Parlamentarismusforschung“ von Werner Patzelt erschienen. Auf der Verlagsseite heißt es zu dem Buch: „Der Band präsentiert den aktuellen theoretischen und methodischen Stand der deutschen Parlamentarismusforschung und verortet ihn sowohl in der eigenen Forschungstradition als auch in der internationalen Diskussion. Außerdem präsentiert er die in der Parlamentarismusforschung verwendeten qualitativen sowie quantitativen Methoden der Datenerhebung und Datenanalyse. Mit seinen vielen Beispielen aus der Praxis eignet er sich als Lehrbuch, Nachschlagewerk und Einführung für alle, die am Parlamentarismus interessiert sind.“ Inhaltsverzeichnis sowie eine Leseprobe sind hier zu finden. Wir haben das Buch bereits für unsere Bibliothek bestellt. Der Autor weist eingangs daraufhin, dass es sich bei diesem Band nicht um eine historische Gesamtdarstellung des Parlamentarismus handelt, dazu wird ein zweiter Band erscheinen. Vielmehr geht es in diesem Buch darum, das parlamentstheoretische Handwerkszeug zu erlernen, daher verfügt das Buch über einen umfangreichen Teil zur Methodik der Parlamentarismusforschung.

15. Dez. 2020

Neuerscheinung zum Bundesrat

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Forschungstechnisch steht der Bundesrat, gelegentlich als „Parlament der Oberregierungsräte“ bezeichnet, in der Bundesrepublik Deutschland stets im Schatten des Bundestages. Nun aber ist im NOMOS-Verlag ein umfangreicher Band zum Bundesrat erschienen, der unter anderem über 51.000 Abstimmungen in dessen Ausschüssen aufarbeitet. In unserer Bibliothek ist das Buch bereits verfügbar. Details (sowie eine Leseprobe, die allerdings lediglich aus dem Inhaltsverzeichnis besteht) gibt es hier.

14. Dez. 2020

Neues APuZ-Heft: „Schule“

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Nicht nur in der aktuellen Corona-Pandemie stehen schulische Fragen im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Zu diesem Thema erscheint heute die neue Ausgabe der von der Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) herausgegebenen Zeitschrift „Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ)“. Darin wird das Recht auf Bildung aus unterschiedlichen Perpektiven beleuchtet und insbeondere auf aktuelle Herausforderungen der Schulen eingegangen. Abzurufen ist das Heft hier.

10. Dez. 2020

Steffen Mau gewinnt Leibniz-Preis

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Das (großartige) Buch „Lütten Klein“ des Berliner Soziologen Steffen Mau, in dem er anhand des gleichnamigen Rostocker Plattenbaugebiets, in dem Mau in den 1970er Jahren aufgewachsen ist, ostdeutsche Transformationsgeschichte beschreibt (und mit dem DDR-Erbe verknüpft), ist auf diesen Seiten mehrfach empfohlen worden (zum Beispiel hier und hier) und kommt auch in der einen oder anderen Lehrveranstaltung zum Einsatz. Soeben wird bekannt, dass Mau zusammen mit neun anderen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern (aber als einziger Sozialwissenschaftler) den Leibniz-Preis gewonnen hat, den vermutlich renommiertesten Wissenschaftspreis der Bundesrepublik. Details gibt es hier.

10. Dez. 2020

Sachsen-Anhalt-Monitor 2020 erschienen

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Seit 2007 wird im Auftrag der Landeszentrale für politische Bildung der „Sachsen-Anhalt-Monitor“ erstellt, der danach fragt, wie die Sachsen-Anhalter/innen sich und ihr Land sehen. Im Mittelpunkt der aktuellen Untersuchung, die am heutigen 10. Dezember 2020 in Magdeburg vorgestellt wird, stehen u.a. der Blick auf 30 Jahre Wiedergründung des Landes Sachsen-Anhalt und 30 Jahre Deutsche Einheit. Abrufbar ist der Bericht hier.

10. Dez. 2020

Neuerscheinung: die Volksparteien auf der Suche nach Neumitgliedern

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Die Parteienforschung zählt zu den zentralen Teildisziplinen der politikwissenschaftlichen Forschung. Ein großes Problem für die Parteien in der Bundesrepublik ist dabei die schrumpfende Zahl an Mitgliedern (eine Entwicklung, die vielfältige Konsequenzen für die konkrete Arbeit der einzelnen Parteien nach sich zieht). Der Politikwissenschaftler Simon Jakobs untersucht in seiner soeben erschienenen Dissertation, wie CDU und SPD auf diese Entwicklung reagieren und mit welchen Strategien sie um Neumitglieder werben. Auf der Verlagsseite heißt es zu diesem Buch: „Auf Basis der Ergebnisse der Studie handelt es sich bei dem Mitgliederschwund deutscher Parteien nicht um ein unaufhaltsames Niedergangsszenario, sondern um ein umkehrbares Phänomen. Zugleich ist klar geworden, dass Mitgliederwerbung äußerst voraussetzungsreich ist. Die Studie zeigt, dass die Parteien in Deutschland zum Teil stark auf die Arbeit ihrer – unbezahlten – Mitglieder angewiesen sind. Diese ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen sind nicht angemessen darauf vorbereitet, neue Parteimitglieder strategisch oder systematisch zu rekrutieren.“ Die Studie gibt es als open access hier. Ein Printexemplar für unsere Bibliothek ist bestellt.


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