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24. Okt 2010

Lektüren: „Mudslingers“

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Dieses Buch ist immer lesenswert, aber wenige Tage vor der US-Kongresswahl 2010 ist es das in ganz besonderem Maße: „Mudslingers“ des amerikanischen Politologen Kerwin Swint präsentiert die 25 schmutzigsten, skurrilsten und erinnerungswürdigsten Wahlkämpfe der letzten 220 Jahre. Dabei fallen zwei Dinge auf: schmutzige Wahlkampagnen gab es erstens immer schon, sie sind keine Erfindung der letzten Jahrzehnte. Der chronologisch erste Wahlkampf, der im Buch auf Platz 5 Berücksichtigung findet, ist der Präsidentschaftswahlkampf zwischen Thomas Jefferson und John Adams im Jahre 1800. Und zweitens sind sie auf allen politischen Ebenen zu finden: in Präsidentschafts- und in  Kongresswahlen ebenso wie in Gouverneurs- und Bürgermeisterwahlen. Die „üblichen Verdächtigen“ sind natürlich mit dabei: Richard Nixon, George W. Bush, Lyndon Johnson, Jesse Helms, Rudi Giuliani und Oliver North. Auf Platz 1 landet übrigens die Gouverneurs-Vorwahl der Demokraten in Alabama im Jahr 1970 zwischen George Wallace und Albert Brewer – wobei die Auswahl, Reihenfolge und Gewichtung der 25 Duelle sicher zu Diskussionen einlädt.

Kerwin C. Swint: „Mudslingers. The Twenty-Five Dirtiest Campaigns of All Time“, New York/London 2008, 258 Seiten, $12,95.

Über Michael Kolkmann

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