Ein Rätsel für Experten: was ist hier zu sehen?
Das Blog Archiv vom Februar 2011
Durchschnittliche Dauer von Spaziergängen: 82 Minuten.
(Quelle: Brand Eins, März 2011).
Verteidigungsminister zu Guttenberg soll in seiner Dissertation auch auf Papiere der Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages zurückgegriffen und diese nicht ausreichend kenntlich gemacht haben. Stellt sich nicht nur für Politikwissenschaftler die Frage: was machen diese Dienste eigentlich? Das Jugendangebot der Süddeutschen Zeitung Jetzt.de hat mit einem Mitarbeiter der Abteilung über seine Arbeit gesprochen. Eine Auswahl an jüngsten Analysen ist übrigens hier zu finden.
Für die Wahl zur Hamburgischen Bürgerschaft am vergangenen Sonntag wurde ein neues Wahlrecht angewendet, bei dem bis zu 20 (!) Stimmen zu vergeben waren. Dabei konnten mehrere Stimmen für einen Kandidaten abgegeben und somit die Reihenfolge auf der Parteiliste verändert werden. So hat es etwa eine SPD-Kandidatin geschafft, von Listenplatz 60 ins Parlament einzurücken; andere, teilweise langjährige Kandidaten müssen dagegen überraschend außen vor bleiben. Lesen Sie heute ein paar schöne Geschichten von der Hamburg-Wahl in der Berliner Zeitung und auf SPIEGEL Online. Die Süddeutsche Zeitung berichtet heute unterdessen von einer älteren Frau, die Olaf Scholz zum Wahlsieg gratulierte, dann aber eingestand, dass sie gar nicht gewählt hatte. Das Wahlrecht war ihr zu schwierig gewesen.
Von Parteispenden und den mit ihnen einhergehenden Skandalen hat man ja schon so manches gehört, aber mit was die GRÜNEN in Brandenburg in dieser Woche konfrontiert worden sind, ist wohl unerreicht: der Parteischatzmeister hat am Montag schriftlich seinen sofortigen Rücktritt erklärt und ist seitdem verschwunden – zeitgleich fehlen etwa 40.000 Euro in der Parteikasse. Lesen Sie hier mehr.
Update, 27. März 2011: Inzwischen ist der Schatzmeister wieder aufgetaucht (und verhaftet), vom Geld fehlt jedoch weiterhin jede Spur. Schauen Sie mal hier.
Es sind noch einige Minuten hin bis zur ersten Prognose in Hamburg, aber bevor erste Ergebnisse bekannt werden, hat die Piratenpartei eine schöne Werbung ins Netz gestellt. Schauen Sie mal hier.
Heute erscheint offiziell der zweite Memoirenband von Ex-Außenminister Joschka Fischer (“I am not convinced”, Kiepenheuer und Witsch), gestern hat er sein Buch in Berlin offiziell vorgestellt. Bereits in der letzten Woche hat der frühere US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld seine Autobiografie vorgestellt. Einer der Schwerpunkte beider Bände ist der jüngste Irakkrieg. Für Leser, die sich nicht durch diese Wälzer lesen wollen, sondern ein kompaktes, gut verständliches und zudem aktuelles Werk zum Irakkrieg suchen, sei der Band von Stephan Bierling, einem Politologen der Universität Regensburg, empfohlen. Publiziert hat er sein Werk in der beck’schen Reihe des C.H. Beck Verlages, in der er bereits eine “Geschichte der amerikanischen Außenpolitik” sowie eine “Kleine Geschichte Kaliforniens” vorgelegt hat.
Ausführlich beschreibt Bierling die Vorgeschichte des Konflikts. Besonderes Augenmerk legt er auf den inneramerikanischen Entscheidungsprozess sowie die bi- und multilaterale Abstimmung mit anderen Staaten. Auch die Rolle Deutschlands unter Bundeskanzler Schröder und Außenminister Fischer kommt nicht zu kurz. Detailliert beschreibt Bierling die Nachkriegssituation im Irak und beleuchtet die mehrfachen Wechsel in der amerikanischen Strategie. Das Buch endet mit den neuen Ansätzen unter Präsident Obama. Jederzeit gut lesbar und im Urteil stets abwägend, aber doch pointiert und nachvollziehbar, ist Bierling ein außerordentlich gutes Buch zum Irakkrieg gelungen, das hoffentlich viele Leser findet.
Stephan Bierling: Geschichte des Irakkriegs. Der Sturz Saddams und Amerikas Albtraum im Mittleren Osten, München: C. H. Beck Verlag, 2010, 256 Seiten, €12,95. Mehr hier.
Zunächst dachte ich beim Anblick dieses Schildes aus der Ferne an ein klassisches Konzert. Beim Näherkommen entpuppte sich das Angebot als etwas, nun ja, Kulinarisches.
Gesehen und fotografiert am 16. Februar 2011 auf dem Marktplatz in Lutherstadt Wittenberg.