Das Blog Archiv vom Dienstag, 03. Januar 2012

Der Iowa-Caucus 2012 interaktiv

US-Politik, US-Wahl 2012

Die New York Times untersucht in einem interessanten Onlinefeature die so genannte Stump Speech der amerikanischen PrĂ€sidentschaftskandidaten in Iowa. Die Stump Speech ist die stets nur marginal und lokal bzw. regional abgeĂ€nderte Rede, die bei jedem Wahlkampfauftritt gehalten wird, also im Idealfall mehrfach tĂ€glich. FĂŒr die mitreisenden Journalisten ist das hĂ€ufige Hören der gleichen Rede vermutlich alles andere als ein Spaß, trotzdem haben Mitarbeiter der New York Times fĂŒr die wichtigsten PrĂ€sidentschaftskandidaten der Republikaner eine solche typische Rede zusammengestellt und kommentiert (jeweils rechts neben dem Redetext). Alle Details zu den Reden finden Sie hier.
Einen guten Eindruck, was WahlkĂ€mpfen in Iowa, einem “ĂŒbersichtlichen” Bundesstaat von gerade einmal zwei Millionen Einwohnern, bedeutet, vermitteln mehrere Videos, die sich ebenfalls auf der Webseite der New York Times finden, und zwar zum Beispiel das hier. Die Internetseite der Washington Post bietet ein nettes interaktives Feature mit detaillierten Informationen zu Umfragewerten, Wahlkampfausgaben und den bevorzugten Wahlkampforten der einzelnen Kandidaten innerhalb Iowas.
DarĂŒber hinaus ist es nie falsch, sich bei der Politikberichterstattung an die örtlichen Quellen zu halten. Die Internetseite des Des Moines Register, der grĂ¶ĂŸten Zeitung in Iowa, bietet auf einer eigenen Internetseite zum Caucus einen großen Fundus an Texten, Videos, Schaubildern und Kolumnen. Schauen Sie bei Interesse mal hier.

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Die Rolle von Twitter im amerikanischen PrÀsidentschaftswahlkampf

US-Politik, Wintersemester 2011/12

Wir haben im Laufe des Semesters ja in diversen Seminaren und anderen Veranstaltungen des Öfteren ĂŒber die Internetnutzung von Politikern gesprochen. Eine Studie der Nachrichtenagentur AP hat nun die derzeitigen amerikanischen PrĂ€sidentschaftskandidaten (bzw. den amerikanischen PrĂ€sidenten) und deren Twitter-Nutzung untersucht. Den entsprechenden Artikel finden Sie bei Interesse hier.

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Der amerikanische PrÀsidentschaftswahlkampf des Jahres 2012 beginnt in Iowa

Außenpolitik, US-Politik, US-Wahl 2012

Heute beginnt in den USA mit dem Caucus im Bundesstaat Iowa die Vorwahlsaison der PrĂ€sidentschaftswahl im November 2012. Auf Demokratischer Seite tritt Amtsinhaber Barack Obama ohne Gegenkandidat an, aber auf Republikanischer Seite bemĂŒhen sich sechs Kandidaten und eine Kandidatin um die PrĂ€sidentschaftskandidatur (Jon Huntsmann tritt allerdings in Iowa nicht an). Zwar werden auf Republikanischer Seite heute lediglich 28 von 2286 Delegierten des Parteitages im Sommer vergeben und nur selten ist der Gewinner des Caucus in Iowa spĂ€ter tatsĂ€chlich PrĂ€sident geworden (Iowa als Bundesstaat ist hinsichtlich seiner Bevölkerungsstruktur darĂŒber hinaus alles andere als reprĂ€sentativ fĂŒr die Vereinigten Staaten), trotzdem werden die ersten Kandidaten heute ihre Segel streichen mĂŒssen, und es lassen sich erste RĂŒckschlĂŒsse ziehen, welche Kandidaten kompetitiv sind und ĂŒber die entsprechend notwendige Organisation und ein populĂ€res inhaltliches Programm verfĂŒgt. Nachfolgend finden Sie einige Links, wenn Sie sich rechtzeitig vor dem Caucus informieren möchten.

Der Economist hat mehr Informationen zum Thema hier. Die Zeitschrift bietet zudem eine interaktive Grafik der einzelnen Bundesstaaten mit den jeweils (tages)aktuellen Umfragedaten. Die Internetseite TalkingPointsMemo beschreibt detailliert den Prozess des heutigen Abends. SPIEGEL Online beleuchtet die HintergrĂŒnde des Iowa Caucus hier und hier. HintergrĂŒnde gibt es auch in der FAZ und in der SĂŒddeutschen Zeitung.

Christoph von Marschall portrÀtiert im CICERO den Favoriten der Republikaner, Mitt Romney. Ein PortrÀt Romneys findet sich auch in der heutigen FAZ. Die Wiederwahlchancen Obamas beleuchtet dagegen die Berliner Zeitung hier.

Alles darĂŒber hinausgehende Wissenswerte zum Thema finden Sie schließlich auf Realclearpolitics.com. Und hier gibt es alles Wissenswerte rund um die Election 2012 App der New York Times.

Wenn Sie sich dann am Ende wissenschaftlich mit dem Thema Iowa und Vorwahlen beschÀftigen möchten, seien Ihnen diese beiden AufsÀtze empfohlen:
* Holste, Heiko (2011): Das Orakel der Maisfelder. Oder: wie der Iowa-Caucus wirklich funktioniert. In: Zeitschrift fĂŒr Parlamentsfragen, Jg. 42, H. 2, S. 270–285.
* Siefken, Sven T. (2002): Vorwahlen in Deutschland? Folgen der Kandidatenauswahl nach U.S.-Vorbild. In: Zeitschrift fĂŒr Parlamentsfragen, Jg. 33, H. 3, S. 531–550.

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