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2. Okt 2012

It’s crunch time, baby!

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So langsam nähert sich der Wahlkampf zur amerikanischen Präsidentschaftswahl am 6. November 2012 der heißen Phase, sozusagen der crunch time, die im Sport die entscheidenden Minuten bezeichnet, in denen eine Mannschaft ein heiß umkämpftes Spiel verliert oder gewinnt. Am morgigen Mittwoch findet die erste von insgesamt drei TV-Debatten zwischen Amtsinhaber Barack Obama und seinem Herausforderer Mitt Romney statt – nach Meinung vieler Beobachter die letzte Chance für Romney, durch einen überzeugenden Auftritt gegen die zuletzt sinkenden Zustimmungswerte anzukämpfen und sich eine letzte Hoffnung auf das Weiße Haus zu erhalten. Vermutlich kann man mit einer guten Performance in den Debatten die Wahl nicht gewinnen, sehr wohl aber verlieren, wie die Vergangenheit gezeigt hat. Die New York Times präsentiert auf ihrer Homepage einige Highlights aus früheren Präsidentschaftsdebatten (die Washington Post bietet hier ihre zehn besten Momente der Debatten). Zu diesem Zweck überlassen die Kandidaten nichts dem Zufall: Lexikon-artige Briefing books zu allen nur denkbaren Themen, Nachbau der Bühne, Auswahl eines Politikers, der den Kontrahenten in Probedebatten imitiert – kein Detail ist zu klein, als dass man ihm nicht ausreichend Aufmerksamkeit schenken würde.
In Deutschland übertragen Phoenix, ARD und ZDF alle Debatten live (die erste startet in der Nacht zu Donnerstag um 3 Uhr MESZ), aber es seien vor allem die Livestreams im Internet empfohlen, da die deutschen Sender die Debatten vermutlich simultanübersetzen und damit viel vom originären Eindruck verloren gehen dürfte.
Christoph von Marschall wagt für den Tagesspiegel einen Ausblick auf die
Debatten. Ausführlicher und sehr fundiert blickt das amerikanische Politikmagazin The Atlantic auf die Debatten, und zwar hier. Chris Cillizza von der Washington Post warnt vorsorglich davor, dass die Debatten mitunter sehr langweilig werden könnten.
Und hier gibt es einen Überblick über die Verteilung der Wahlmännerstimmen, wäre die Wahl nicht am 6. November, sondern heute. Bis zur Wahl sind es dann immerhin noch 35 Tage.

Über Michael Kolkmann

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