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26. Sep 2018

Bundespräsident Steinmeier zu Gast auf dem #DVPW18

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Es kommt nicht alle Tage vor, dass ein amtierender Bundespräsident einen politikwissenschaftlichen Kongress mit seiner Anwesenheit beehrt. Auf dem derzeit laufenden 27. Kongress der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft (DVPW) in Frankfurt am Main hat Frank-Walter Steinmeier am heutigen Vormittag die Festrede gehalten. Dabei brachte er seine Verwunderung darüber zum Ausdruck, dass er als wissenschaftliches Untersuchungsobjekt zu seinen Beobachter spricht: „Wenn der Bundespräsident auf einem Kongress von Politikwissenschaftlern eine Rede hält, dann spricht gewissermaßen der Forschungsgegenstand zu den Forschern, ein Objekt der Beobachtung zu seinen Beobachtern.“ Und er fuhr fort: „Dabei ist mir natürlich klar: Untersuchungen über die Wahl, das Amt oder sogar die Person des Staatsoberhaupts dominieren nicht gerade die Debatte Ihres Faches. Ganz im Gegenteil. Der Bundespräsident fristet in der politikwissenschaftlichen Betrachtung eher ein Schattendasein. Selbst in Standardwerken der Regierungslehre werden ihm – kurz vor dem Stichwortregister – üblicherweise nur wenige Seiten gegönnt“ – um dann doch darauf zu verweisen, dass die eine oder andere problemorientiete Publikation zu seinem Amt in der Tat vorhanden ist. Im weiteren Fortgang der Rede mahnte er dann eindrücklich vor einer „Verächtlichmachung“ demokratischer Institutionen und warnte vor voreiligen Abgesängen auf die Demokratie an sich. Damit traf Steinmeier die zentrale Idee des Kongresses, denn schließlich lautet dessen Titel „Die Grenzen der Demokratie – Frontiers of Democracy“.
Die gesamte Rede Steinmeiers ist hier nachzulesen. Eine gute Zusammenfassung der Rede ist auf SPIEGEL Online zu finden. Auf Twitter schließlich kann man den Kongress unter dem Hashtag #DVPW18 verfolgen.

Über Michael Kolkmann

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