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6. Mrz 2019

Lektüren: „Vertrauensfrage“ von Florian Meinel

Verfasst von

Der Würzburger Rechtswissenschaftler Florian Meinel hat vor wenigen Tagen ein Buch vorgelegt, das sicherlich in vielen unserer zukünftigen Lehrveranstaltungen am Institut für Politikwissenschaft der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg zur Standardlektüre zählen düfte. In „Vertrauensfrage“ erläutert Meinel die ideengeschichtlichen und verfassungsgeschichtlichen Grundlagen des parlamentarischen Regierungssystems in der Bundesrepublik Deutschland. Für dessen Erfolg macht er vor allem drei Faktoren verantwortlich: die stabilisierende Rolle der Volksparteien, die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichtes sowie die zentrale Rolle des Bundeskanzleramtes im politischen Prozess. Von dieser Analyse ausgehend skizziert Meinel die Herausforderungen des bundesdeutschen politischen Systems und diskutiert aktuelle Herausforderungen für den Deutschen Bundestag.
Dieses Buch ist eines von denjenigen Werken, in denen man am liebsten jeden einzelnen Satz unterstreichen möchte – so dicht und kenntnisreich argumentiert und formuliert Meinel. Und das nicht nur aus einer rechtswissenschaftlichen Perspektive, vielmehr greift Meinel (auch) die Klassiker der politikwissenschaftlichen Forschung auf und verwebt die unterschiedlichen Stränge zu einem äußerst lesens- und bedenkenswerten Buch, das man jeder und jedem Studierenden der Politikwissenschaft nur wärmstens empfehlen kann. Details zum Buch gibt es hier.

Florian Meinel: „Vertrauensfrage. Zur Krise des heutigen Parlamentarismus“, München, C. H. Beck Verlag, 242 Seiten, 16,95 Euro, ISBN: 978-3-406-73155-6.

Über Michael Kolkmann

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